von Liesel am 09. Juli 2011 11:32
Hallo!
Es ist fast unmöglich, da eine Diagnose zu stellen. Ich kenne weder die Arbeitsweise der Hundeschule noch dein Umgang mit dem Hund, noch den Hund selbst. Mit Sicherheit kann ich dir nur sagen, dass ein Hund immer das tut, was er gelernt hat. Leider ist es nun mal so, dass Hunde und Menschen keine Maschinen sind. Oft bringen wir unbewusst unseren Hunden unerwünschtes Verhalten bei.
Vielleicht ist es pubertäres Gezicke, wie gesagt weiß ich ja nicht wie alt er ist. Da hilft nur konsequent bleiben. Ich bin - trotz Schutzhundesport - ein Verfechter sanfter Ausbildungsmethoden. Doch was man einem Hund liebevoll lehrt, muss irgendwann auch konsequent abgesichert werden, das ist jedoch in den Hundeschulkursen kein Thema. Mit einer abgesicherten Ausbildung verkauft man nämlich keine weiterführenden Kurse. Häufiger Fehler ist natürlich auch die Einstellung "das kann mein Hund jetzt, weil er in der Schule war, das muss ich nicht belohnen, es ist selbstverständlich dass er hört". Erlerntes sollte nämlich nicht nur immer wieder abgefragt, sondern auch häufiger belohnt werden! Ein Leben lang!
Weiterhelfen kann ich dir bis auf die wenigen Hinweise, wo du die Fehler suchen kannst, leider nicht, denn wie gesagt sind die Hintergrundinformationen zu dürftig. Ein richtiges Problem scheint ihr beide aber eher nicht miteinander zu haben, eure "Beziehung" steht trotz dieses kleinen Missverständnisses auf solidem Fundament, mach dir also nicht zu viel Sorgen. Zeig ihm einfach dein Missfallen über dieses Verhalten (zB. mit einem bösen NEIN, Vorenthalten des Spielzeugs oder Leckerlis) und fordere konsequent das erwünschte Verhalten ein, welches du dann natürlich auch mal bestätigst.
LG, Liesel