Junger Hund verbellt. :: Clickertraining

Junger Hund verbellt.

von Sioux(YCH) am 11. Juni 2003 02:59

Hallo,
unsere "junge" Hündin verbellt Geräusche (Klingeln, Klopfen, Stimmen), wenn sie NICHT alleine ist (also wohl ein "Beschützer"-Instinkt). Ist sie alleine, sitzt sie bei Eintreffen der "Bezugspersonen" in ihrem Körbchen und kommt dort erst hervor, wenn die Zimmertür geöffnet wird. Ist eine Bezugsperson bei ihr, reagiert sie aggressiv (bellen, knurren - teilweise schon "unberuhigbar"winking smiley. Sie ist knapp ein Jahr alt, aus einem spanischen Tierheim "gerettet" und SEHR anhänglich (teilweise minmutenlange Begrüssungszeremonien...) - und wird auch eher verhätschelt. Naturell = ängstlich/misstrauisch. Ist übrigens auch bei der Begrüssung recht laut (jaulen, wimmern). Rasse ist unbestimmt, aber auf jeden Fall war irgendwann mal ein Dackel dabei.
Wenn jemand eine Idee hat, wie man das abstellen, oder zumindest in den Griff kriegen kann...
P.S.: wir haben keinerlei Erfahrung mit Hundeerziehung oder Clickern...

von danni(YCH) am 11. Juni 2003 14:29

hast du schon mal in anderen foren nachgefragt? mal abgesehen von den guten antworten, die du in diesem clickerforum bekommen wirst, stell deine frage doch mal unter:
www.hundezeitung.de/hundewiese

die teilnehmer sind fachlich sehr kompetent und geben hilfreiche tipps!

gruss,
danni

von Laura(YCH) am 11. Juni 2003 14:46

: die teilnehmer sind fachlich sehr kompetent und geben hilfreiche tipps!
:
: gruss,
: danni
*gröhl*
Was hier in diesem Forum wohl nicht der Fall ist!?!
Amüsierte Grüsse,
Laura

von danni(YCH) am 11. Juni 2003 15:34

"den guten antworten, die du in diesem clickerforum bekommen wirst"

das hab ich auch geschrieben, oder?

ich denke, man sollte sich, BEVOR man einen hund zu sich holt, ausreichend über hundeerziehung, verhalten, rasse usw. informieren.
da das offensichtlich leider auf der strecke geblieben ist (vielleicht ein notfall?), würde ich langsam damit anfangen. also lese ich mich durch alles, was mir helfen kann. dieses forum ist für einen hundeanfänger mit einer konkreten frage sicher geeignet, wenn er denn vor hat zu clickern. durch die darstellung der derzeitigen situation in dieser familie scheint es mir eher so, als bräuchte da jemand etwas mehr information, als durch clickertraining einem hund das bellen abzugewöhnen.....
da ich mich gerade im internet befinde, gebe ich gerne andere empfehlenswerte adressen weiter, die mir sehr geholfen haben.
das schliesst ja nun nicht aus, dass es auch in diesem forum kompetente hilfe gibt, schliesslich bin ich...;-))

gruss,
danni


von Marina(YCH) am 11. Juni 2003 18:41

Hallo,

Das hört sich an, als hättet Ihr da eine ganze Reihe von Problemen, so auf die Schnelle in einem Posting wird sich das sicher nicht alles beurteilen und beantworten lassen. Auf den ersten Blick hört sich das an, als hättet Ihr da einen äußerst unsichern ängstlichen Hund, eventuell kombiniert mit einem ausgeprägten Territorialverhalten.

Ich werde mal versuchen, wenigstens ein paar kleinere Punkte ganz kurz anzusprechen und Dich in einigen Punkten um noch etwas genauere Informationen bitten. Vielleicht kann Dir dann hier im Forum wenigstens ein bisschen weitergeholfen werden, grundsätzlich würde ich Dir raten, Dir vor Ort fachkundige Hilfe zu suchen und Dich auch durch möglichst viel gute Literatur zu arbeiten.

: unsere "junge" Hündin verbellt Geräusche (Klingeln, Klopfen, Stimmen), wenn sie NICHT alleine ist (also wohl ein "Beschützer"-Instinkt).

Grundsätzlich kann man sagen, daß Hunde niemals einfach so, selbstlos ihre Leute "beschützen", sie beschützen immer in erster Linie sich selber oder irgendwelche Ressourcen, die ihnen wichtig erscheinen, da man als Bezugsperson und "Versorger" des Hundes einen wichtigen Bestandteil im Hundeleben dastellt wird man allenfalls mal aus reinem Eigennutz mitbeschützt.
Der weitaus häufigste Grund für Aggressives Verhalten jeglicher Art ist Angst und Unsicherheit, Aggression ist ein Mittel zur "Distanzvergrößerung". Speziell Bellen, besonders im eigenen "Revier", erfüllt zusätzlich die Funktion einer Alarmierung der sozialen Gruppe. Deshalb macht es durchaus Sinn, nur zu bellen, wenn sich Bezugspersonen auch in Hörweite befinden.

:Ist sie alleine, sitzt sie bei Eintreffen der "Bezugspersonen" in ihrem Körbchen und kommt dort erst hervor, wenn die Zimmertür geöffnet wird.

Wie ist das sonst so mit dem Alleinbleiben, gibt es da irgendwelche Problenme?

: Ist eine Bezugsperson bei ihr, reagiert sie aggressiv (bellen, knurren - teilweise schon "unberuhigbar"winking smiley.

Was bedeutet "unberuhigbar, was tut Ihr um sie zu "beruhigen"? In welchen Situationen genau reagiert sie so, erst wenn jemand fremdes direkt an der Haustür ist/die Wohnung betritt, oder schon bei allen möglichen Geräuschen?

confused smileyie ist knapp ein Jahr alt, aus einem spanischen Tierheim "gerettet"

Wie lange war sie im Tierheim, weiß Du irgendetwas über Ihre Welpenzeit, wo und wie sie da gelebt hat, was sie kennengelernt hat etc.?

:und SEHR anhänglich (teilweise minmutenlange Begrüssungszeremonien...) - und wird auch eher verhätschelt. Naturell = ängstlich/misstrauisch. Ist übrigens auch bei der Begrüssung recht laut (jaulen, wimmern).

Wie reagiert Ihr auf diese Begrüßung, begrüßt Ihr die Hündin dann auch Eurerseits minutenlang überschwenglich? Was genau meinst Du mit "verhätscheln"?

: Wenn jemand eine Idee hat, wie man das abstellen, oder zumindest in den Griff kriegen kann...

Bellen in der Wohnung wirklich in den Griff zu kreiegen ist meiner meinung nach eine der schwierigsten, absolute Konsequenz erfordernden und langwierigsten Herausforderungen in der Hundeerziehung überhaupt. Es gibt verschiedene Ansätze und Möglichkeiten und es hängt stark von der Motivation für das Bellen, vom Hund und auch von den äußeren Bedingungen (Nachbarn, die sich gestört fühlen etc.) ab, welcher Ansatz am vielversprechendsten ist.

Ich gebe Euch bewußt jetzt noch keine wirklich konkreten Tips, da die Informationen, die Du gibst, noch sehr wenig sind. Grundsätzlich kann man sagen, je unsicherer und und aufgeregter der Hund ist, desto gelassener und "stoischer" solltet Ihr sein. Je mehr Ihr auf die Unsicherheit eingeht und versucht z.B. "beruhigend" auf den Hund einzureden, umso mehr wird es für ihn eine Bestätigung sein, daß es allen Grund gibt in der betreffenden Situation unsicher zu reagieren.

: P.S.: wir haben keinerlei Erfahrung mit Hundeerziehung oder Clickern...

Wenn Ihr Euch erstmal ein bisschen Hintergrund und Theorie zu Hundeverhalten und Erziehung überhapt anlesen wollt und Euch auch für Clickertraining interessiert, würde ich Euch folgende Bücher empfehlen:

- "Hunde sind anders", von Jean Donaldson.
- "Hundeverhalten", vn Barbara Schöning.
- Ein Buch über Clickertraining, z.B. von Martin Pietralle oder Birgit Laser.
- "Calming Signals" von Turid Rugaas
- "Stress bei Hunden" von Clarisse von Reinhard
- "Aggressionsverhalten (bei Hunden)" ich glaube das ist von Renate Jones- Baade, bin mir aber grade nicht ganz sicher (habe es nur leiweise gelesen), vielleicht kann Dir jemand Titel und Autor nochmal genau nennen.

Natürlich gibt es auch noch jede Menge andere gute Bücher, aber ich denke für den Anfang hat man mit diesen sechs schon gut zu tun ;-) (sind natürlich jetzt nur meine persönlichen Favoriten zum anfänglichen einlesen, andere haben sicher auch andere Lieblingsbücher ;-)).

Viele Grüße, Marina.


von danni(YCH) am 11. Juni 2003 22:48

sehr hilfreich für die erziehung : das kosmos erziehungsprogramm für hunde.

gruss,
danni

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