Herbstgras- o. Demodex-Milbe, Analdrüse? :: Gesundheit & Hund

Herbstgras- o. Demodex-Milbe, Analdrüse?

von Sabine2 & die Jungs(YCH) am 31. August 1999 13:07

Hallo,

nachdem ich einige Mails gelesen und auch auf einige geantwortet habe und auch Antworten bekommen habe, bin ich doch jetzt ein wenig verunsichert. Kurz noch mal zum Problem:

4jähriger DSH-Rüde, hat jetzt den 3. Sommer kleine rote Pickel, kreisrunde Stellen, bedeckt wie mit Grint oder Schorf, darunter ist so eine eitrige Masse, verliert an diesen Stellen Fell, Schuppen ohne Ende, der ganze Hund "riecht" um nicht zu sagen er stinkt nach Schweißfüßen.

Futterwechsel hat nichts gebracht, weglassen von Fleisch auch nicht, strenge Diät auch nicht ...

Im 1. Jahr beim TA gewesen, vollgepumpt mit Antibiotika, fast 4 Monate lang, ne Menge Geld weg und im Frühjahr gab's das selbe wieder.

Fand die Lösung mit Herbstgrasmilben die plausibelste, weil die auch so von ca. Mai bis Oktober auftauchen, aber was um Himmels willen sind denn jetzt DEMODEX-Milben?

Soll ich nun zum TA gehen und meinen Rüden auf DEMODEX- oder Herbstgras-Milben testen lassen??? Jemand anders sagte Analdrüsen prüfen lassen???

Haben wir vielleicht einen TA hier irgendwo in unseren Mails??

Das einzige, womit es besser wurde war Einreiben mit Melkfett, gestern habe ich mir Öl gekauft (Baby-Öl mit Kamille und Ringelblume) und den ganzen Kerl damit eingerieben, d. h. meine Wohnung ist jetzt ein Ölfleck und egal wo mein Artus vorbeigeht, alles ölig - wenn's hilft ...
Außerdem sieht er jetzt aus wie Elvis Presley - der hatte auch immer so viel Pomade auf den Haaren.

Wäre toll wenn ich ein paar Antworten bekomme, bevor ich zu meinem TA gehe, dann könnte ich ihn schon vorab mit Infos erschlagen und die Rechnung doch hoffentlich etwas niedriger halten.

viele liebe Grüße

von einem Frauchen (sabine.mittendorf@db.com) und Ihrem Artus, der den TA's schon viel Geld gebracht hat, HD-Hund, Tumor-Operation im Gehörgang, Fellprobleme etc.
Ach ja, zur Info für manche, mit denen ich schon korrespondiert habe: mein kleiner Einstein hat am Mi-Abend seinen Termin zum Vorröntgen, haltet die Daumen, daß er sich wirklich nur verzerrt hat und nicht auch noch HD hat und wenn HD, dann doch bitte nur ganz wenig ...

von Anneke(YCH) am 31. August 1999 17:12

Hallo Sabine,

also, ich will jetzt nicht noch was Neues auf den Tisch bringen (habe auch die vorhergehenden Meldungen nicht gelesen) aber kreisrunde Stellen wie Du sie beschreibst sprechen eigentlich für Pilze. Wir hatten mal diesen Pilz, genannt Rinderflechte oder Microsporum Canis, also Hundepilz. Ziemlich nervend, weil ihn alle Mensch, Pferd, Hund, Katze (ich glaube alles außer Schweinen) bekommen kann. Aber durchaus nicht muß. Es kann vorkommen, das ein Hund immer wieder den Pilz bekommt, weil das Immunsystem irgendwie geschwächt ist, der Hund anfällig ist. Meine alte Mixhündin z.B. hatte den Pilz noch nie, während eine meiner Whippethündinnen den Pilz nur anzusehen braucht, dann stürzt er sich auf sie;o))) Die Pilzsporen fliegen halt überall herum und sind soweit ich weiß ziemlich langlebig. Ich würde auf jeden Fall ein Hautgeschabsel nehmen und auf die gängigen Pilz und Milbensorten untersuchen lassen. Dann keine Antibiotika geben, sondern mit Waschungen (je nach Befall) behandeln und vor allem (wichtig!!) das Immunsystem stärken, damit er weniger anfällig für Pilz, Milbe und Co. wird. Zu diesem Zweck kannst Du vielleicht mal einen Tierheilpraktiker befragen. Irgendwie sowas wie eine Echinacin-Kur für Hunde gibt es ja sicher...
Meine alte Hündin ist auch so ein ewiger Kratzkandidat (Pilze befallen sie zwar nicht, dafür hat sie eine Flohallergie;-) und muß auch öfter mal die Analdrüsen entleert bekommen.

Grüße, Anneke

von robert(YCH) am 31. August 1999 18:39

hallöchen,

also erstmal sieht es so aus, als wäre völlig ungeklärt, was dem hund
eigentlich fehlt. unter dieser vorraussetzung frage ich mich, wie der ta
auf die idee kommt, mit antibiotika zu behandeln.
letztlich muss man halt einen abstrich machen und im labor testen lassen. das dürfte die einzig sinnvolle methode sein.

rein gefühlsmäßig sieht es nicht nach demodikose aus ( eine art der räude ). die analdrüsen prüft man beim rüden sowieso regelmäßig.
für die pilztheorie spricht die äußere erscheinungsform, wenn dem so
wäre sind die antibiotika ebenfalls sinnlos, die dämmen nur die
entzündung ein, helfen aber irgedwann nicht mehr, möglicherweise
schafft man sich auch noch resistente erreger bei so langer anwendung.

jedenfalls - erst mal testen - dann behandeln.

gruss und gute besserung

robert

ps: der geruch dürfte vom eiter kommen

von Helmut(YCH) am 29. September 1999 08:19

Hallo,
habe deinen Bericht leider erst jetzt gelesen.
Bei unserem Hund war es so, daß er auch solche Symptome gezeigt hat wie Dein Hund. Die Tierärztin an unserem Wohnort hat die Sache gleich mit Futterallergie abgetan.
Der nächste Tierarzt hat ein Hautgeschabsel unter dem Mikroskop angeschaut, was absolut anzuraten ist und was in allen möglichen Schriften auch nachzulesen ist, daß das die Vorgehensweise eines Tierarztes sein sollte. Die Diagnosse war eindeutig: demodicose (Demodex). Es gibt verschiedene Arten, wie die örtliche, die generalisierte oder auch die Jugendliche Demodex.
Unser Mops hatte die schlimmste Art, die generalisierte Demodex. Noch vor ein paar Jahren war dies ein Todesurteil für einen Hund.
Die Behandlungsmethode dieses Tierarztes hat sehr starke Nebenwirkungen bei unserem Mops hervorgerufen und war uns auch gerade für unser Baby viel zu gefährlich, da wir ein hochgiftiges (TACTIC) Mittel äußerlich auf die Haut des Hundes aufbringen sollten.
Nach Rücksparache mit Frau Weßling vom Deutschen Mopsclub sprachen wir den Tierarzt auf eine andere Behandlungsmethode an. Dieser reagierte aber leicht Sauer. Nach mehreren Erkundigungen kamen wir auf die Adresse eines Tierarztes, der in unserer Gegend als absolut der Beste und erfahrenste gilt. Was sich auch absolut bestätigt hat. Die Diagnosse war wiederum eindeutig: sehr starke generalisierte Demodex.
Er sagte so stark hätte er sie noch nie an einem Hund gesehen.
Die Behandlung: Ein Antibiotikum um die Hautentzündungen in den Griff zu bekommen. Gleichzeitig IVOMEC für Rinder, ja richtig für Rinder, da es so etwas für Hunde nicht gibt. Normalerweise wird es bei Rindern gespritzt. Der TA hat uns die Dosis ausgerechnet, die wir dann unserem Mops ins Futter getan haben. (richtet sich nach Gewicht, in unserrem Fall 0,16 ml täglich einmal) Bereits nach 4 Wochen ist das Fell wieder vollständig dagewesen. Insgesamt bekam unser Mops 6 Wochen lang IVOMEC und ist nun wieder völlig gesund. (Der Schweißfußgeruch ist anscheinend ein typische Begleiterscheinung dieser Erkrankung. auch wird die Haut an den kahlen Stellen dunkel pigmentiert.)
Leider ist gestern unser Mops (6 Monate alt ) die Treppe heruntergestürzt und hat sich den Hals gebrochen. Wir erfahren erst heute, ob er noch eine Chance hat. Wir hatten uns so gefreud, daß er seine Krankheit überstanden hat, und nun dies.
Ich hoffe ich konnte Dir etwas weiterhelfen.



: 4jähriger DSH-Rüde, hat jetzt den 3. Sommer kleine rote Pickel,
kreisrunde Stellen, bedeckt wie mit Grint oder Schorf, darunter ist so eine eitrige Masse, verliert an diesen Stellen Fell, Schuppen ohne Ende, der ganze Hund "riecht" um nicht zu sagen er stinkt nach Schweißfüßen.
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: Soll ich nun zum TA gehen und meinen Rüden auf DEMODEX- oder Herbstgras-Milben testen lassen??? Jemand anders sagte Analdrüsen prüfen lassen???
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die Rechnung doch hoffentlich etwas niedriger halten.
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: viele liebe Grüße
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: von einem Frauchen (sabine.mittendorf@db.com) und Ihrem Artus, der den TA's schon viel Geld gebracht hat, HD-Hund, Tumor-Operation im Gehörgang, Fellprobleme etc.
: Ach ja, zur Info für manche, mit denen ich schon korrespondiert habe: mein kleiner Einstein hat am Mi-Abend seinen Termin zum Vorröntgen, haltet die Daumen, daß er sich wirklich nur verzerrt hat und nicht auch noch HD hat und wenn HD, dann doch bitte nur ganz wenig ...
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