Spaziergänge mit Maulkorb-Hund :: Hundeerziehung + Soziales

Spaziergänge mit Maulkorb-Hund

von Kathi(YCH) am 28. Juni 2002 12:38

Hi Tanja,

: Jein....wenn er zwei, dreimal mit Maulkorb mit den Rüden spazieren war, kann ich den Korb in der Regel weglassen und ihn, wenn er doch anfängt zu stänkern auch abrufen bzw. ihn zur Ruhe ermahnen!

ist doch ein Erfolg!
Die restliche Rüdenwelt ist dann eben solange Tabu bis er sich benimmt.

: Das kann ich Dir ziemlich genau sagen....alles was männlich und schwächer ist als er!

dann ist er im innersten selber schwach.
Hast Du mal mit Halti und langer Leine (Distanz) mit ihm gearbeitet?

: Da hast Du absolut recht, aber er gibt mir Sicherheit und ermöglicht ihm die Hundesprache zu lernen auch mit Hunden, die schwächer sind als er!

aber wie lange soll das so laufen? Der Hund ist doch nicht blöd. Er merkt sofort wenn er den Maulkorb nicht trägt und spielt sein Spielchen dann fröhlich weiter.

: Denn es ist nicht so, dass er wie sich das gehört in "Rüdenmanier" abcheckt und dann rauft, er stürzt sich einfach drauf ohne Vorwarnung (wenn er knurrt, kann ich mir ziemlich sicher sein, dass nichts passieren wird und ich ihn abrufen kann) und verletzt ernsthaft!

das Verhalten ist nicht zu tolerieren - daran muß gearbeitet werden. Aber nicht mit Maulkorb sondern mit Leine und positiver Bestärkung. Jedesmal wenn er ohne zu murren an einem HUnd vorbeigeht wird er belohnt. Meckert er rum: distanz vergrößern und loben wenn er ruhig bleibt. Das dauert alles seine Zeit. Kennst Du das Buch von Mugford "Hundeerziehung 2000"? Darin ist die Arbeit mit Halti und langer Leine, speziell im Begegnungsverkehr mit anderen Hunden, beschrieben.

Gruß
Kathi

von Heidi(YCH) am 28. Juni 2002 12:38

Hallo Tanja,

aus welchem Gebiet kommst Du? Vielleicht können wir Die bei der Suche nach einem Hundeplatz helfen.

Gruß

Heidi

von Christina(YCH) am 28. Juni 2002 13:05

Hallo Karin,

es ging hier um einen Raufer, den man als maulkorbtragenden Müllschlucker tarnt. Nicht um einen Hund, der wegen Gesetzlicher Verordnungen einen MK trägt. Ist schon ein Unterschied. Das Hunde im Spiel knurren ist wohl bekannt, das stand auch nicht zur Diskussion, oder?
Was ich meinte: Wenn ich einen Hund mit MK treffe, der ihn lediglich trägt, damit er keinen Müll frisst, darf dieser Hund mit meinen beiden spielen. Trägt er ihn, weil er rauft, darf er es nicht. Weil 1. meine Hündin sich davon einschüchtern lässt, 2. mein Rüde auf diese Provokationen antworten würde....ohne Maulkorb!!! Dann stehe ich aber als die Dumme da! Weil MEIN HUnd einen anderen verletzt. Der Besitzer wusste aber VORHER dass der Hund diese Macke hat und man hätte den Vorfall vermeiden können. Hat auch was mit Rücksicht zu tun.

Und etwas, was ich für mich ganz persönlich beschlossen habe (gerade weil ich einen Raufer habe): Es gibt immer zwei Hunde, die aus Raufereien nichts lernen: Der, der immer gewinnt, und der, der immmer verliert. Darum, weil ich meinen nicht weiter gewinnen lassen will, bleibt er von anderen Hunden, bei denen ich weiss (oder auch nur vermute), dass es knallen könnte weit weg oder an der Leine. Da kann jeder von halten was er will! Meine HUnde drfen nicht beissen und nicht gebissen werden! Basta!

Viele Grüße

von tomtom(YCH) am 28. Juni 2002 13:28

hallo jenny,

dein beitrag ist wenig hilfreich in meinen augen. ein maulkorb kann keine dauerlösung sein, da er den hund in seinen ureigendsten bedürfnissen stark einschränkt. wie würdest du dich auf dauer mit handschellen fühlen? frustriert in jedem fall. lass dann noch die hündin an einen artgenossen kommen den sie mit maulkorb anstänkert und dann richtig zusammengeschrubbt wird. da stauen sich dann richtig die aggressionen und das problem wird verschärft anstatt beseitigt. wenn sich die hündin durch attacken gegen schwächere aufwerten will, sollte der besitzer einerseits ihr dieses gründlich vermiesen und andererseits ihr möglichkeiten geben aggressionen anders abzubauen.(derbe zieh und kampfspiele, evtl. schutzdienst wenn sie sich dafür eignet und der besitzer auch)
ich würde wenn schon maulkorb dann aber in jedem fall ausgleich zum aggressionsabbau bieten und konsequenterweise sogar noch ein teletakt zum maulkorb einsetzen, dann wird sie schnell merken, das es ganz unangenehm für sie wird, wenn sie sich an schwachen aufwerten will. so, jetzt habe ich mir sicher wiedermal keine freunde hier im forum gemacht,
aber das ist mir egal.

zum thema hans schlegel: ich kenne ihn nicht persönlich, aber das was ich von ihm gehört und gesehen habe sprach für sich. dieser mann kann leuten helfen, deren hunde man in vielen hundeschulen garnicht mehr arbeiten würde. das ziel sollte immer sein einen ausgeglichenen, gehorsamen und glücklichen hund zu haben, den man grossteils ohne leine führen kann. mit einem maulkorb alleine erreicht man dieses ziel garantiert nicht sondern rückt immer mehr davon weg. der maulkorb darf nur absicherung sein, bis der hund neue verknüpfungen sicher gelernt hat, so lange wie nötig, so kurz wie möglich.


achja, nach der lhv musste meiner knapp 2 monate einen maulkorb tragen, und war in dieser zeit wirklich nicht ungefährlich, erstrecht nachdem ein huskie meinem die ohren durchlöchert hatte und er nur "boxen" konnte. danach hat er das einzige mal in seinem leben einen kleinhund angegriffen, nur aus purem frust.(ich hätte im boden versinken können, zum glück war hier ja der maulkorb dran) ich weiss also, wovon ich rede...

von Tanja D.J. Djebby(YCH) am 28. Juni 2002 13:25

Grüß Dich Kathi!
:
Lieben Dank, dass Du Dir soviele Gedanken machst!

: : Jein....wenn er zwei, dreimal mit Maulkorb mit den Rüden spazieren war, kann ich den Korb in der Regel weglassen und ihn, wenn er doch anfängt zu stänkern auch abrufen bzw. ihn zur Ruhe ermahnen!
:
: ist doch ein Erfolg!
: Die restliche Rüdenwelt ist dann eben solange Tabu bis er sich benimmt.
Klar!
Es ist bisher auch "nur" dreimal passeirt, dass etwas passiert ist...jedesmal eine dermaßen blöde Situation, dass ich in dem Moment nicht viel tun konnte! Aber es DARF halt nicht passieren!
:
: dann ist er im innersten selber schwach.
Er ist extrem schwach! Im Rudel ist er allerunterster Omega, kein Hund (außer die, die er packt) nimmt ihn wirklich ernst.
Welpen, Hündinnen, stärkeren Rüden...kein Problem, nahezu perfektes Sozialverhalten!

: Hast Du mal mit Halti und langer Leine (Distanz) mit ihm gearbeitet?
Kannst Du mir näher erklären wie das funitionieren soll und wie ich am Besten vorgehe? (gern auch privat, weil OT)

: aber wie lange soll das so laufen? Der Hund ist doch nicht blöd. Er merkt sofort wenn er den Maulkorb nicht trägt und spielt sein Spielchen dann fröhlich weiter.
Nööö, wenn er packen will, dann auch mit Maulkorb, das ist ihm in dem Fall egal!
:
: das Verhalten ist nicht zu tolerieren - daran muß gearbeitet werden.
Das sagst Du so leicht!

Jedesmal wenn er ohne zu murren an einem HUnd vorbeigeht wird er belohnt. Meckert er rum: distanz vergrößern und loben wenn er ruhig bleibt. Das dauert alles seine Zeit.
Das ist alles kein Problem, er stänkert nicht, geht kommentarlos ohne Leine bei Fuß vorbei, ich könnte ihn neben dem Hund ablegen, aber sobald freier Kontakt möglich ist, drauf ohne Vorwarnung!
Deshalb ist es ja so schwer, ich habe keine kleinen Schritte, die ich gehen kann...zumindest sehe ich sie nicht!

Kennst Du das Buch von Mugford "Hundeerziehung 2000"? Darin ist die Arbeit mit Halti und langer Leine, speziell im Begegnungsverkehr mit anderen Hunden, beschrieben.
Nee, kenne ich nicht! Aber wie gesagt, Begegnungen oder Vorbeilaufen sind ja nicht das Thema!

Liebe Grüße
Tanja

von Steffen(YCH) am 28. Juni 2002 13:28

: ....kannst aber vielleicht nur mal reinschauen in die seite von hans schlegel....
:
: www.wolfsprung-kennels.ch
:
: er hat zwar viele gegner, aber er ist doch auch wirklich gut! aber wie schon gesagt....da sind die meinungen wirklich geteilt.
: was man im fernsehen sieht, kommt glaub öfters mal falsch rüber....


Es kommt falsch rüber, wenn Schlegel Hunden eine Kette über den Schädel zieht oder ihnen Nylonschnüre zwischen den Hoden durchzieht??? Also ich weiß ja nicht.

Das einzige was Schlegel kann, ist sich gut verkaufen. Allerdings arbeitet er mit Methoden, die durchaus tierschutzrelevant sind!


Grüße

Steffen

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