Clickerbuch S. 88/89 :: Clickertraining

Clickerbuch S. 88/89

von Doris(YCH) am 19. August 2003 23:24

Sorry, hab deeinen Hinweis auf den Ursprung überlesen.
Grüsse Doris

von Doris(YCH) am 19. August 2003 23:29

::
: Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich hier richtig verstehe. Du sagst ohne Gewalt - der Hund laeuft so aber doch voll in die Leine, oder?
:
: Liebe Gruesse
: Gabrielle


hallo,

wenn er aufmerksam ist nicht, er hats quasi "in der Pfote".

Grüsse Doris

von Gabrielle(YCH) am 20. August 2003 11:11

:Hallo Doris

: wenn er aufmerksam ist nicht, er hats quasi "in der Pfote".

*kopfkratz*

Das ist doch einfach Strafe. Hund zeigt falsches Verhalten und wird dafuer mit passivem Leinenruck bestraft. Ziel: das Verhalten zu verringern.

Oder nicht?

Liebe Gruesse
Gabrielle

von Inge(YCH) am 20. August 2003 11:46

Hallo,

als Erstes möchte ich mich entschuldigen, dass ich mich gestern nicht gemeldet hatte.

Ich danke euch für die vielen ausführlichen Antworten, habe sie mir alle abgespeichert und ausgedruckt. Gelesen hatte ich gestern auch alles hier, nur leider keine Zeit zu antworten.

Wir haben dann gestern auch kleine Fortschritte gehabt im Laufe des Tages. Ich denke ein Fehler, den ich gemacht habe war, dass ich nach dem Stehenbleiben, (abwarten und Augenkontakt) doch dann IMMER da lang gegangen bin, wo er hingewollt hat.

Das war wohl mein schlimmster Fehler???

Ich habe es dann gestern nämlich total anders gemacht und nach dem REICHT, abwarten, sich zu mir umgucken oder kommen ... dann total die Richtung gewechselt. Ich hatte echt den Eindruck, das bringt mehr!

Trotz alledem habe ich aber arge Probleme Bruno zu halten und keinen Zentimeter nachzugeben. Besonderns wenn die Wege Kies sind oder so.
Vor Halti schrecke ich eigentlich noch zurück, ich weiß nicht recht.

Unser Hauptproblem denk ich aber ist: der Kontakt zu mir!!! Das klappt zwar noch gut auf dem Grundstück oder auf unseren üblichen Gassiwegen, aber schon wenn wir im Wald sind ist da kaum noch was 

Dann möchte ich euch noch schildern, was uns gestern so passiert ist. Sabiene schrieb:

„Wenn die Leute zu mir zu den Spielstunden kommen, müssen sie noch ein Stück zu Fuß gehen, so 100m. Da sind die hunde super aufgeregt, und das ist genau die Strecke, die sich die konsequenten Hundebesitzer vornehmen. Und das ist auch oft die strecke, die noch "übrigbleibt", sozusagen. Genau an dieser Strecke scheiden sich gut und böse und ich kann voraussagen, wer es packt und wer nicht.“
Ja Sabiene – wenn du gestern dabei gewesen wärest … es war genau die Situation:

Gestern hatten wir den ersten Kurs vom zweiten Lehrgang der Hundeschule und Bruno hat mich zum Wahnsinn getrieben. Von allen anwesenden Hunden war er der, der ALLES am schlechtesten konnte. Ich war so enttäuscht und sauer. Er hat sich einfach nicht eingekriegt, weil so viele Hunde da waren. Ich hab ne Blase an der Hand, weil er so gezogen hat :-((

Übungen, die er schon im Welpenkurs konnte, hat er absolut nicht gepackt. Alles, was er zu hause kann klappte absolut nicht. Es war, als ob ich nicht da war. Nur rumgemallt und gezerrt. KEINEN Kontakt zu mir aufgenommen ...

Na ja, jedenfalls die totale Katastrophe. Er ist es halt leider nicht gewöhnt mit mehreren Hunden so zusammen zu treffen. Ist nicht seine Schuld und deshalb kann ich ihm auch nicht böse sein.

Wir sind dann nach dem Kurs sitzen geblieben auf der Lichtung bis alle weg waren. Erstens, weil ich mich erst mal ausheulen musste ;-) und zweitens weil wir wollten, dass die anderen Hunde weg waren. Trotzdem war der Rückweg über die Wiese (etwa 200m oder so) bis zum Auto eine Katastrophe! (Genauso war der Hinweg, weil wir uns mit allen Teilnehmern am Parkplatz trafen und zusammen in den Wald gegangen sind)
Bruno zerrte NUR, Ich bin dann trotzdem immer stehen geblieben und habe gewartet bis er Kontakt zu mir aufnahm und bin dann meist im Zickzack weiter (also so, dass er nicht da hin kommt, wo er hin will durch zerren) Aber so richtig funktionierte das alles nicht. Als wir dann ein kleines Stück einen andern Weg gegangen sind (wo die anderen Hunde nicht lang sind) ... da konnte er auf einmal wieder ohne zu zerren gehen. Leider hab ich zwischendurch dann doch mal die Beherrschung verloren und ihn ziemlich angebrüllt (wohl das erste mal so doll, seit wir ihn haben)

Die Trainerin meinte: er ist eben ein Rüde und jetzt in dem Alter, wo er unbedingt mit den anderen spielen will. Und es wird schon wieder besser usw....

Der Tag gestern endete also absolut nicht erfolgreich!

Jedenfalls danke ich euch allen für die vielen Tipps.

Ich werde als erstes und Wichtigstes an der Aufmerksamkeit arbeiten müssen (und zwar auch unter Ablenkung) Das ist nach all dem was ich jetzt weiss, unser größtes Problem!!! Wenn Bruno da dann besser ist, werden wir auch vorwärts kommen. Solange mache ich es so wie gestern – stehen bleiben, dann Richtung wechseln und auch zwischendurch spontan Richtung wechseln. Sicher war der Hundekurs gestern gleich eine absolute Härtesituation. Da hätte mir ein Halti wahrscheinlich schon geholfen – obwohl ich mag mich damit nicht so recht anfreunden. Das möchte ich wirklich nur als letzte Rettung nutzen.

Nochmal Danke für die Hilfe, die ich hier bekommen habe. Ich geb nicht auf  Bruno ist ja sonst ein ganz lieber und zu hause hört er auch gut. Wir müssen nur eben auch dringend versuchen mehr „Hundekontakte“ zu knüpfen, so dass er solche Situationen eher gewohnt ist. Ist nur bloss auch nicht so leicht alles. Hier im Wohngebiet hat er eine Freundin. Die ist aber eine Kreuzung zwischen Dalmatiner und ne Art Windhund. Die kann so schnell rennen, und wenn beide hier lose sind, gibt es nur wilde Jagden und Bruno liegt danach 2 Stunden oder länger im Flur und japst. Bin mir daher nicht sicher, ob das überhaupt ein guter Kontakt für ihn ist? Alle anderen Hunde hier sind viel kleiner als Bruno.

Im hiesigen Hundesportverein waren wir voriges Wochenende mal gucken. Das hat uns nicht gefallen dort – denn auf ihrem Platz dürfen die Hunde NIE lose sein. Ich hab jetzt keine Erfahrung, aber ist das überall so? Ist halt alles nicht so einfach, besonders noch wenn man in einem fremden Land lebt und doch nie so richtig dazu gehört.

Ich werde mich auf jeden Fall noch mal hier im Forum melden und berichten, wie es so gelaufen ist und ob wir Fortschritte machen.

Liebe Grüße an alle hier von Inge und Rüpel Bruno aus Stockholm

von Sonja und Benny(YCH) am 20. August 2003 12:18

Hallo,

hab noch zwei Sachen vergessen, die meiner Trainerin anwendet - einmal ein Signal (wie Martin schon sagte) schnalltse mit der Zunge und zum anderen - nach ein paar Mal lässt man den Hund so ne Sekunde Zeit zum reagieren.

Anfangs Richtungswechsel anzeigen mit Zungenclick und sofortiger Konsequenz meinerseits mittels meinen Richtungswechsel.

Nachdem der Hund in paar Wiederholungen hatte, lass ich zwischen Signal und meinen Richtungswechsel einen kurzen Moment Zeit, das der Hund die Chance hat zu reagieren.

Läuft der Hund mal auf gleicher Höhe (vielleicht sogar mit Blickkontakt) dann natürlich loben bzw. gelobt wird halt dann, wenn er die gewünschten Reaktionen zeigt. Man kann ja auch mal ein Stücken joggen, um ihn "bei Stange zu halten" nach einem Richtungswechsel.

@Gabrielle:
Nein, der Hund knallt nicht in die Leine. Der Hund muss dabei ein Geschirr tragen, eine lange Leine (ich hab 5 Meter) haben. Der Hund sollte eigentlich nicht vor dir laufen, sprich sobald er sich mehr als eine Körperlänge von dir entfernt kündigst du einen Richtungswechsel an. Dieser Leinenruck bzw. diese Spannung ist eigentlich nicht zu heftig, da einerseits ein Geschirr da ist und er ja nicht sehr viel Anlauf nehmen kann.
Sollte es dennoch so sein, sollte man sich überlegen, ob es nicht noch andere Wege (Clicker, Halti etc) gibt bzw. vorher etwas austoben lassen.

@Doris: ja ich war zu faul zum schreiben und habs abkopiert und nein, ich bin nicht bei ihr, aber bei einer anderer Trainerin, die es so ähnlich anbietet.

@Inge:

Wenn du "Reicht" sagt, dann sollte anfangs innerhalb 0,5 Sek - 1 Sek eine Konsequenz folgen. Die Konsequenz ist dir überlassen - ob stehenbleiben, Richtungswechsel, Blickkontakt etc.. (und nach deiner Konsequenz folgt eine Belohnung, wenns richtig ausgeführt wurde)
Nachdem reicht folgt immer die gleiche Konsequenz.
Ich bevorzuge den Richtungswechsel, weil es, finde ich, mehr direkte Zusammenarbeit ist - stehenbleiben oder Blickkontakt.

Zu den Hundeplätzen - ich finde z.b. gut, wenn die Hunde spielen und arbeiten können und dürfen. Alles schön ruhig und angenehm verläuft, jeder auf seinen Hund achtet (kein Kaffeekränzchen hält) und nat. der Trainer gut ausgebildet ist.

VG
Sonja und Benny

von Doris(YCH) am 20. August 2003 19:38

hallo gabriele,

Nicht jedes Lernen erfolgt ausnahmslos und ausschließlich am Erfolg, sondern vielfach am Mißerfolg. Ohne dass ICH etwas dazutun muss lernt der Hund ganz einfach, dass ihn ein bestimmtes Verhalten nicht zum Ziel bringt und dass es dagegen extrem lohnenswert ist auf den Menschen am anderen Ende der Leine zu achten. Ich bestrafe dieses Verhalten nicht, sondern ignoriere es und gehe meiner Wege. Hund passt sich an und gibt acht oder rumpelt in die Leine, genauso wie er stolpert, wenn er nicht auf den Weg achtet.

Grüsse Doris

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