Flegelalter :: Clickertraining

Flegelalter

von boxerchris am 04. Februar 2007 23:32
Mein Rüde ist 9 Monate alt und im Flegelalter.
Er entfernt sich auf Spaziergängen (Wald, Wiesen, reichlich Ablenkung) weiter, als mir lieb ist und selbst leckere Leberstückchen überzeugen ihn nicht, meinem Rufen zu folgen. Er kommt aber zurück, wenn ich die Richtung ändere.
Wie kann ich mit dem Clicker Übungen aufbauen, die
(**) unsere "Bindung stärken"
grinning smiley mich für ihn interessant machen
:-| bevor ich komplett jede Geduld und Nerven verliere und ihn zur Adoption freigebe? winking smiley
Chris

von cathy am 05. Februar 2007 09:28
hallo - wenn du die richtung änderst - kommt dien Hund zurück - tja dein hund verclickert dir somit - 2beiner - du erlaubst dir eine andere richung zu gehen - ok - da komm ich mit - da ich ja die lage checken muss.

solange dein hund keinen sauberen apell hat, gehört er an die lange leine. heute kommt dein hund noch zurück - übermorgen - findet dein hund - ui netter geruch - dem muss ich folgen - 2beiner - der interessiert mich nicht - da hab ichs gut - essen wird pünktlich serviert - streicheleinheiten bekomme ich auch alles im grünen bereich. 2 beiner folgt mir - ich führe ihn.

nun mit dem clicker kann man super tricks dem hund beibringen. aber für die kommunikation und zusammenarbeit in der Rudelstruktur selbst - finde ich den clicker nicht geeignet - da er zum Konditionieren da ist - aber man auch zum futterautomanten mutiert.

ich pesönlich würde mal etwas am appell und an der Struktur der Hierarchie deines Hundes arbeiten. er soll für sein Futter arbeiten - und zwar draussen, dass du wichtiger wirst wie die andere Spur. Dein Hund ist heute 9 monate alt und kommt so schön in die Puperblödphase, die so ca 1 jahr dauert und je nachdem sehr heftig werden kann - kommt darauf an wie stark (mental) dein Hund ist und wie klar du ihn führst und die Grenzen vorgibst.

viel spass beim nachdenken.

von Anonymus am 18. April 2007 13:34
Hallo Chris,

etwas sagst Du schon in der letzten Zeile richtig: NERVEN. Da steht Dir jetzt ein Jahr Fleißarbeit bevor! Lange Leine - (das nicht unbedingt ein ganzes Jahr - stell Dich mal auf 100 Tage ein) und freundliche aber konsequente Führung und viel Zusammenarbeit draußen. Ein Boxer ist ein Energiebündel - wenn Du nichts unternimmst, unternimmt er was. Das zu unterdrücken ist unfair, denn dafür ist seine ganze Natur ausgelegt. Also ist Dein Ansatz gut: was tu ich...

Ehrlich - ich fände mal ne "Rundumberatung" für Dich mit dem Boxer nicht schlecht - gibt es nicht nen netten Hundeplatz, wo sie Clickertraining für UO machen und wo Du den Trainer mal bitten kannst, für kleines Geld extra mit Dir nen Spaziergang zu machen und er soll Dir mal unterwegs Anregungen geben, wie Du reagierst, beschäftigst etc. Das wiederholt ihr alle 2 - 4 Wochen (damit die Tipps angepaßt werden der Entwicklung) und zwischendurch arbeitest Du auf dem Platz und lernst das Allgemeine mit dem Clicker. Gewerbliche Hundeschulen sind ein wenig teurer, aber es macht Spaß, lohnt sich...

Und natürlich ersetzt der Clicker keine Strukturen in der Mensch-Hund-Beziehung (von Rudel spreche ich nicht gern, da es zwar Parallelen, aber auch gravierende Abweichungen gibt - der Mensch hat viiiiiel mehr Möglichkeiten als ein Leithund/-wolf). Aber ein guter Hundeplatz mit Clickererfahrung oder eine gute Hundeschule mit Clickertraining zeigt Dir, wie man beides integriert. Das schöne ist, daß Clickern, Shaping etc. jeweils INDIVIDUELL geschieht - d.h. WAS Du da lernst, PASST dann auch zu EUCH und nicht nur zur Formel 08/15 (wobei es noch viele andere individuelle Trainings gibt!).

Und wie beurteilt man, ob die gut sind beim Ausbilden im Clickern: guck Dir einfach mal an, was die Leicht-Fortgeschrittenen (also so nach 5 - 10 Terminen) so können - wenn es da noch Chaos gibt, läuft was schief (mal Chaos mit 1 Hund ist ok, aber nicht in der ganzen Gruppe). Die Hunde müssen nicht alles können (deshalb sind sie nicht fertig, sondern gerade so als fortgeschritten zu bezeichnen), aber die Halter dürfen im großen und ganzen nicht mehr hilflos sein (sonst sind diese nicht gut unterrichtet) und der Ausbilder muß so leiten, daß Fehler der einzelnen nicht die ganze Gruppe aufmischen. Clicker heißt nicht: völlig chaotisch und antiautoritär! Der Hund soll zwar richtiges Verhalten anbieten aber falsches Verhalten kann nur ignoriert werden, wenn es sich nicht selber bestätigt (sonst nimmt es zu) und wenn es nicht alle anderen stört (dann muß es zumindest eingegrenzt werden, so daß der Hund es einfach nicht mehr ausführen KANN - durch Geschirr und Leine o.ä.).

Viel Erfolg zusammen und jeeeeeeeeeeeeeeede Menge Nerven!!!

Im Puperblöd-Alter werden die meisten Hunde in Tierheimen abgegeben und in Zeitungen ausgeschrieben! Weil die Leute denken, sie packen es nie. Nun ja - es geht nur "selber erwachsen": mit Ausdauer, Ruhe, dem Wissen, daß sich Verhalten nicht über Nacht entwickelt und Reife schon gar nicht, mit Aufmerksamkeit, Konsequenz, Trainingsfleiß (uuuuuuuuuiiiiii, wie altmodisch, aber so wiiiiiiiiiiiiiiichtig....). Wenn man sich selber pupertär aufführt (oooooh ja, das passiert oft genug und mir auch) oder wie ein Kleinkind im Trotzalter (kennst Du das: der soll das jetzt aber... ich will das jetzt aber.... ) lernt der Hund nur bedingt... Aber Hunde haben irgendwie die Art, bei uns alle eigenen Schwächen so richtig hochkochen zu lassen - dafür könnte man sie manchmal sonstwas... :-) :-) :-) :-) :-) Aber wir lieben sie einfach zuuuuu sehr oder nicht!!!!!

Beste Grüße
Heidrun

von Anonymus am 19. April 2007 11:06
Clicker finde ich eine supergute Idee. aber such Dir eine Hundeschule oder einen Trainer, der sich wirklich damit auskennt. Zum clickern: Zuerst einmal muss Dein Hund lernen, das Click etwas Positives bedeutet. Du setzt Dich also zu Hause hin, in der einen Hand hast Du den Clicker, auf dem Tisch ein paar Leckerchen, Dein Hund sitzt vor Dir (oder lieget oder eteht, ist egal). Du clickst und gibst dann Leckerchen. Dies machst Du ca 10 x, dann eine Pause. Dann wieder 10 x Click - und dann Leckerchen. Irgendwann (beim einen früher, beim anderen später) kapiert Hund "Aha, das Geräusch bedeutet etwas Gutes". Nächster Schritt ist: Du hast in der einen Hand ein Leckerchen, das er vorher gesehen hat. Er weiss also "aha, in der Hand ist was feines". Du führt die andere Hand an ihm vorhei, von oben nach unten. Sobald er diese Hand anschaut Click + Leckerchen. auch dies oft wiederholen. Ziel ist wieder "Click ist was Feines".

Draussen hast Du Deinen Hund an der Schleppleine. 10 m dürften für den Anfang reichen. Du machst mit ihm jetzt ein "Radius Training". Hund läuft an der Schleppleine, kurz vor Ende der Leine rufts Du "Stop" (oder welches Kommando Du eben verwenden möchtest). Wenn Hund stopt kommt der Klick und Du wirfst das Leckerchen. Denk dran, ein Hund braucht ca. 2000 - 4000 Wiederholungen bis ein Kommando sicher sitzt! Durch die Schleppleine bekommt Dein Hund ein Gefühl dafür, wie weit er sich von Dir entfernen darf. Meist klappt das ziemlich schnell und Dein Hund kommt zu Dir, wenn der Radius nich nicht aufgebraucht ist. Dann kann Du anfangen, ein Kommando einzubauen. z. B. Wenn Dein Hund zu Dir kommt und Dich anschaut "Click - Kommando Schau und Leckerchen".

In der Schleppleinen-Zeit füttere ihn nur aus der Hand. Nur von Dir kommt alles Gute und nur in Zusammenarbeit mit Dir.Je mehr Dein Hund nach Dir schaut, desto mehr Futter bekommt er ja von Dir, er wird also nicht verhungenr yawning smiley

von Anonymus am 19. April 2007 11:08
Da war ich mal wieder zu schnell - wollte nur noch sagen, dass ich hoffe, mich verständlich ausgedrückt zu haben. Ansonsten kann ich mich Heidrun nur anschließen.

LG, Arno

von Jägerin am 19. April 2007 12:18
Zitat :
Original geschrieben von Gast Arno

Denk dran, ein Hund braucht ca. 2000 - 4000 Wiederholungen bis ein Kommando sicher sitzt!


Hääh, dann müsste ich mich ja bei meinem Hund fuselig reden :-)

Nee, das kanns nicht sein. Wenn man ein Kommando so oft wiederholen muss bis es stizt, dann stimmt etwas in der Kommunikation zwischen Mensch und Hund nicht.
Ein Kommando muss man aufbauen und zwar step by step. Dabei den Hund nie überfordern und ihm etwas auferzwingen. Bei einem jungen Hund würde ich eher auf "spielerisches Lernen" setzten. Der Spassfaktor beim Hund muss immer gross sein. Mit einem Hund spielen bedeutet auch immer, sich mit dem Hund abgeben. Kommandos können dort eingebaut werden, welche man sicher immer wieder wiederholen muss, aber bestimmt nicht so oft.

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