Gebell in der Wohnung abgewöhnen :: Clickertraining

Gebell in der Wohnung abgewöhnen

von akilawa am 10. September 2007 16:27
Hallo liebe Forenmitglieder,

ich habe nach langem Suchen dieses Forum hier gefunden und möchte mich kurz vorstellen und habe gleich einige Fragen.

Ich betreue für Bekannte jeden Dienstag einen Border Colli.
Ich weiss auch das der Hund viel Zuwendung benötigt und bei meinen Recherchen im Internet bin ich auf das Clicker-Training gestossen, welches ich morgen mit dem Hund Jerry beginnen möchte.

Bin soweit für den Anfang theoretisch, dank der tollen Infos hier im Forum, vorbereitet.

Nun meine erste Frage:

Macht es Sinn mit dem Clicker - Training zu beginnen, wenn der Hund doch die meiste Zeit nicht bei mir ist und seine Halter das Clicker-Training nicht vermitteln ?


Ich wohne im EG eines Mehrfamilienhauses in dem es auch einige Hunde gibt.
Jerry schlägt an bei allem was ins Haus hineinkommt. Auch Nachts.
Das ist sehr störend weil nicht überhörbar.

Nun dazu meine zweite Frage:
Könnte ich das Bellen in der Wohnung mit Clicker-Training abgewöhnen ?
Über Tipps wäre ich sehr dankbar.

Hoffe und freue mich auf Antworten.
LG
akilawa






von Jägerin am 11. September 2007 08:30
Zitat :
Original geschrieben von akilawa

Ich weiss auch das der Hund viel Zuwendung benötigt

Hallo Akilawa

Es kommt immer darauf an, was man unter Zuwendung versteht. Vielfach wird es gerade bei den Border falsch verstanden. Diese Rasse muss gefordert werden, dies geistig wie körperlich, vielleicht etwas intensiver als andere Rassen. Wenn nicht gearbeitet wird, sollte auch dem Border nicht zuviel Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Einen Hund jeweils nur ein Tag in der Woche zu betreuen, ist sicher ein Handicap. Er gehört nicht zu deinem Rudel.
Um eigentlich gegen etwas anzukämpfen muss man sich auch immer fragen, weshalb ein Hund so ein Verhalten zeigt. Ich kenne mich mit dem Clickern nicht sehr gut aus, denke aber, dass das Problem an der Wurzel gepackt werden muss.
Du musst Bordi zeigen, dass du in deinem Heim der Rudelchef bist und für Ordnung und Ruhe im Haus verantwortlich bist. Dass noch mehere Hunde in eurem Haus wohnen, ist natürlich ein weiteres Handicap.

Während des Tages würde ich ihm zeigen, dass sein Platz in seinem Korb oder Decke ist und dass er dort auch bleiben soll.
Wenns klingelt oder die Nachbarhunde durchs Treppenhaus gehen, musst du jeweils schauen gehen und dem Bordi ein Signal geben, dass du schaust und dass es nicht seine Aufgabe ist. Dies musst du mit eiserner Konsequenz durchziehen. Wenn Bordi im Korb bleibt unbedingt loben.
Wenn er nachts angibt, musst du vielleicht die erste Zeit jeweils aufstehen, schnell einen Blick ins Treppenhaus werfen und Bordi mitteilen, dass du das auch nachts im Griff hast. Mit der Zeit wird er sicher davon ablassen. Das braucht viel Zeit und eben, da er nur ein Tag in der Woche bei dir ist, wirds nicht einfach.

von akilawa am 12. September 2007 13:51
Hallo Jägerin,

vielen Dank für Deine Antwort.

Ich verstehe unter Zuwendung, dass ich an diesem Tag 4-5 Stunden mit dem Hund im Freien spiele soweit es das Wetter zulässt ;-))
Gestern haben wir 4 Stunden Fresbee gespielt, zwischendurch mal Schwimmen und laufen und rennen sowieso.
Kommandos haben wir auch geübt und ganz wichtig an der Leine laufen ohne zu ziehen damit wir erst mal ohne Risko über die Strassen kommen.
Ich möchte ihm das Stopp an der Strasse beibringen, das klappt erst mal mit der Leine.
Drinnen mache ich Suchspiele mit ihm, den Clicker möchte ich auch einführen, der Anfang ist getan und er hat das innerhalb weniger Minuten verstanden.

Weil ich den Hund nur einen Tag in der Woche betreue wirds schwierig, das stimmt. Aber besser ist es allemal, würde ich das nicht tun, wäre Jerry den ganzen Tag allein in der Wohnung.
An den anderen Tagen geht auch Jemand mit Ihm, aber wir können nicht kontrollieren was mit dem Hund geübt wird.
Ich habe den Eindruck,man lässt ihn einfach laufen........

Deinen Ratschlag zwecks Gebell in der Wohnung klingt gut. Das werde ich auf jeden Fall versuchen. Hab Dank dafür. Vielleicht kann ich trotz der Bedingungen irgendwann mal schreiben, dass es nun klappt.

Wir wollen auch zukünftig mehr Zeit mit den Beitzern verbringen, so dass wir ein RUDEL werden ;-))

LG
akilawa

von Jägerin am 14. September 2007 09:52
Zitat :
Original geschrieben von akilawa

Gestern haben wir 4 Stunden Fresbee gespielt, zwischendurch mal Schwimmen und laufen und rennen sowieso.

Ui, das ist eine Menge. Von mir ausgesehen schon viel zuviel. Mache lieber ein kürzeres Training, dafür aber intensiv.
Bei Aktivitäten hat der Hund einen erhöten Adrenalinspiegel, der sehr schnell oben ist, aber eine Weile braucht bis er wieder runterkommt.
Hat der Bordi kaum längere Ruhepausen zwischen den Aktivitäten, ist sein Adrenalinspiegel permanent oben.
Das sieht dann so aus, als wäre Bordi nimmermüde und man meint, er brauche das.
Gib ihm die Chance richtig runterzukommen, dazu hat er einen Liegeplatz wo er dann schlafen kann. du brauchst auch nicht stundenlang mit ihm raus, dazwischen kann auch mal ein Hirntraining im Garten oder auf einer Wiese machen und dann wieder Schluss.

So wie es aussieht, haben seine Halter nicht viel Zeit für ihn (aber ein Hund muss her :-| ). Wenn du der Einzige bist, der sich ihm wirklich annimmt, ist das schwierig. Auf einen grünen Zweig wirst du so nie kommen, ausser du nimmst den Hund ganz zu dir.

von adam am 14. September 2007 10:22
Bravo Gaby
wollte ich auch sagen, warum haben die Leute einen Hund, scheinen überhaupt gar nie zuhause zu sein.

Hallo akilawa
möchtest du den Hund nicht wirklich ganz zu dir nehmen, und die "Besitzer" könnten dann am Sonntag mit ihm spazieren gehen.
Du gibst dir soooo viel Mühe und investierst soooo viel, bestimmt würdest du den Hund schnell gut hinkriegen, wenn man ihn dir überlassen würde.

Gruss
Evelyne und Adam

von akilawa am 14. September 2007 11:52
Hallo Jägerin,
mit dem was du schreibst kann ich wirklich etwas anfangen. Vielen Dank.
Ich dachte immer, denn so stehts über all zu lesen,
"Wenn Border Collis unterfordert sind, knallen sie durch"

Ich wundere mich eh, dass er doch recht normal ist. Er macht nichts kaputt, geht nirgendwo ran und ist in der Wohnung ganz vorsichtig, bis aufs Bellen ;-((

Der Jerry kann stundenlang gegen die Decke schauen, weils da irgendwelche Spiegelungen gibt.
Ich lenke Ihn ab, weil ich denke dass er da schon so eine Angewohnheit entwickelt hat, eine Art Beschäftigung mit sich selbst, wegen Unterforderung ?
Wie kann ich das Verhalten deuten ?

Natürlich hat der Hund auch seine Ruhephasen,
Mag sein dass ich denke, heute mache ich alles mit Jerry wozu die anderen keine Zeit habe.
Ich bin nach so einem Tag richtig platt ;-)) Mir tut das aber gut.


Hallo Evelyn und Adam,
Ich hätte sehr gern auch einen Hund aber ich kann hier in der Wohnung(Mehrfamilienhaus) auf Dauer keinen Hund halten.......... obwohl die Landschaft hier optimal ist. Wir haben die weiten Rheinwiesen, da kann man stundenlang spazieren gehen......und Zeit habe ich auch.

Bei seinem Besitzer haben sich die Lebensumstände drastisch verändert.
Der Hund wurde als Welpe von einem Schäfer für die Kinder gekauft. Die Familie brach auseinander und "Herrchen" musste sich neu orientieren.

Haus und Grundstück hat er vermietet -------> Umzug zu einer neun Partnerin in eine Wohnung mit kleinem Garten.
Beide arbeiten so ca bis 17.00Uhr. Dann haben sie für den Hund Zeit. Kinder haben sie keine im Haushalt.
Sie mögen Ihren Hund und würden mir Ihn niemals auf Dauer überlassen.

Auf die Umstellung hat jerry mit Futterverweigerung reagiert, was sich nun so langsam wieder normalisiert hat.
Zur Zeit frisst er aber wieder nicht so richtig.
Ich kann das so nicht sagen denn bei mir klappts ganz gut.

Ja ich weiss dass Doppelerziehung oder wie man das nennen sollte, nicht viel bringt.
Eigentlich wollte ich mich auf soetwas auch nicht mehr einlassen, denn ich habe Ähnliches vor längerer Zeit mit einer Schäferhündin erlebt.

Aber weil mir das sehr leid tut habe ich zu gesagt.
Jetzt freue ich mich schon aufs nächste Mal.

LG
Angelika















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