Panik beim Tierarzt :: Clickertraining

Panik beim Tierarzt

von Sabine & Oscar(YCH) am 19. Juni 2003 07:47

Hallo, andreas,

: Aber: in aller Regel funktioniert das nicht. Die Negativerlebnisse sitzen weitaus tiefer, als dass man sie mit oberflächlichen Konditionierungen erreichen könnte. Angst, evtl. augrunf vom Hund so erlebter traumatischer Ereignisse ist oft regelrecht in das psychische und physische Erleben "eingebrannt". Der Hund durchläuft im Grunde einen Automatismus, der bisweilen schon vom Anblick von der Tierarztpraxis ausgelöst wird.

Mir hat mal ein Mann mit einem riesigen Goldi berichtet, dass sein Hund beim Anblick des TA auf der Strasse augenblicklich auf den Rücken gefallen sei smiling smiley) Da mußte ich doch ein wenig grinsen.
Aber mal ersthaft : ich frage mich schon eine ganze Weile, wie ist das, brennen sich negative Emotionen so viel leichter und dauerhafter ein als positive?
Oder ist es einfach so, dass es uns so schwer fällt, den richtigen Auslöser dauerhafter positiver Emotionen zu finden?
Wenn man also dem TA glaubt (von dem ich erzählte) hat er NIE Angstprobleme mit Hunden, die als Welpe regelmässig in seine Praxis kamen (zum Spielen). So hat also einzig und allein diese Art der Vorbeugung reale Chancen, dass kommende erlebnisse sich niemals eingraben können. Das kann ich noch nachvollziehen. Aber wenn es erst mal passiert ist, wäre mE nach nicht Gewöhnung oder Desensibilisierung sondern einzig und alleine eine Gegenkonditionierung eine Lösung. Denn kommende Behandlungen dürfen ja das Kartenhaus nicht wieder zum Einsrturz bringen.
Nur : was ist derart positiv ? Eine heiße Hündin (für einen Rüden) eventuell, die tägliche Futterration (????) ... aber der clicker hilft da erstmal nix, wenn die Angst so tief sitzt, eher besteht für mich die Gefahr, dass der Clicker seine glaubwürdigkeit als Sicherheitssignal verliert.
Eventuell könnte ich mir TTouch als Lösung vorstellen. DH den Hund in der Praxis zur Entspannung bringen, keine Ahnung, ob das möglich ist und ob es dauerhaft wäre.

Sabine & Oscar


PS :
: Meine Hündin ist mir nach der Kastration bei eienm späteren Tierarztbesuch panisch aus dem auto quer über die Strasse davon gelaufen. Und sonst klebt sie an mir udn sucht bei jeder sie ängstigend Situation sofortige Zuflucht bei mir...

Meiner hat vor Angst auf den Behandlungstisch gesch ....


von andreas(YCH) am 19. Juni 2003 12:02

Hallo Sabine,

dei Übungen mit dem Welpen beim TA habe ich auch schon hautnah beobachten können. Hat eine Bekannte von mir exakt so gemacht. Nach einem grösseren Eingriff war die ganze schöne Übung wie weggeblasen.

Ich denke, dass Schmerzen sich weitaus tiefer einprägen, als angenehme Erlebnisse, weil sie für ein Lebewesen eien schlichtweg existentielle Bedeutung haben, die körperliche Unversehrtheit stark bedroht ist oder gar das Leben. Das körperliche Wohl und das Überleben hängen bisweilen davon ab, solche Situationen zu meiden.

Ich habe mir mal als Kind die Hand in einer Autotür einklemmt, die jemand zumachte, das werde ich nie mehr vergessen. Dass mir damals der Opa vielleicht mal ein Eis gekauft hat, ja mei ... so was wird nur dann herausragend, wenn man sonst alle positivenErlebnisse entbeheren muss.

Ähnlich geht es doch wohl fast allen mit bestimmten schmerzhaften Erlebnissen. Das gilt ja auch für Erachsenen, die Traumata erlebt haben, etwa bei Unglücken. Da haben die Traumatherapeuten hart und jahrelang dran zu arbeiten, damit diejenigen wenigstens wieder halbwegs mit ihrem Alltag zurecht kommen.

Eine Mandantin von mir hat vor drei Jahren einen sehr schlimmen Autounfall überlebt - und hat heute noch ständig Albträume.

Oder denk mal an Zahnarztbesuche, wie man sich da alleien schon fühlt, wenn man in die Praxis kommt, den Geruch erlebt...

Und ein Hund hat nicht mal die Chance, solche Situationen verstandesmäßig zu bewältigen und darauf mit seinem Intellekt Einfluß zu nehmen. Der Hund fühlt nur, empfindet Angst und Schmerz, weiss aber nicht warum und weiss nur eien Art, damit umzugehen: Flucht.

Viele Grüße,

andreas

von Heike H.(YCH) am 19. Juni 2003 12:24


:
: Oder ein Hund, der nie krank ist ... ;-)

Und das wär das beste!! Bleíbt bloss das IMPFEN noch :-((

: Aber im Ernst: ich habe mich das auch immer wieder gefragt, ob man mit dem Hund Tierarztbesuche üben sollte. Man kann ja tatsächlich immer wieder mal hingehen, wenn gar nichts anliegt, dann hält man sich eine Weile dort auf, es gibt was zu Fressen etc.

Hi Andreas!

Hab ich gemacht!
Und sie geht auch gerne hin und lässt sich füttern:-))
Aber wehe, es wird gepieckt, dann ist alles wie es war:-((

LG Heike

von Heike H.(YCH) am 19. Juni 2003 12:32

... aber der clicker hilft da erstmal nix, wenn die Angst so tief sitzt, eher besteht für mich die Gefahr, dass der Clicker seine glaubwürdigkeit als Sicherheitssignal verliert.

Sehe ich ebenso.
Zumal die Ansprechbarkeit(auch Gehör) ja gerade in dieser Situation herabgesetzt ist.
Bei meinem Hund auf NULL :-))

Der Am.Staff meiner Freundin fängt bei STÄRKSTEN Schmerzen (Gelenk punktiert) "nur" an zu Schmatzen, als Zeichen seiner Angst und Schmerzen.

Bei meinem Hund geht die einfache Ohruntersuchung fast nicht! (Reingucken ja, aber Granne rausziehen: Vollnarkose:-((

Und sie macht Unterschiede bei den Ärzten. Wenn die gut auf sie eingehen, okay, ansonsten geht GAR NICHTS

LG Heike

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