clickern auch bei Attacke-dog? :: Clickertraining

clickern auch bei Attacke-dog?

von Kerstin(YCH) am 16. Juni 2003 21:08

Hallo,

hast du denn in der Hundeschule auch mal Einzeltraining gehabt? Oder ist dein Hund immer während der Gruppenstunden negativ aufgefallen?

Wie ist man denn in deiner Hundeschule mit deinem Problem umgegangen?


Natürlich kostet ein guter Hundetrainer erstmal wieder Geld, dafür sparst du auf lange Sicht viele Nerven, wenn er Erfolg hat. Du machst dir ja mit deinem kleinen Wüterich auch sicher keine Freunde auf euren Spaziergängen, oder? Und es nervt dich selbst auch, sonst hättest du ja hier die Frage nicht gestellt.

Ich kenne einen sehr guten Hundetrainer in Bönen/Nordbögge, das ist nicht sehr weit weg von Dortmund. Wenn du möchtest, maile ich dir seine Adresse.

Intensive Arbeit mit deinem Hund ist auf alle Fälle erforderlich, ein Hundetrainer kann dir bei deinem Umgang mit dem Hund zusehen und euch "von aussen" betrachten, dich dabei auf Dinge aufmerksam machen, die dir vielleicht gar nicht so bewusst sind.

Überleg´s dir nochmal, bei Erfolg hätten du und dein Hund noch eine super Zeit vor euch, lässt du alles so weiterlaufen, wächst der Frust auf beiden Seiten.

Viele Grüsse
Kerstin

von Thorsten(YCH) am 17. Juni 2003 11:54

Hallo Kerstin, Du kannst mir ja mal die Adresse des Trainers in Bönen zumailen,vielleicht kann er ja wirklich helfen. In der Hundschule haben sich die anderen Hunde in einer Reihe mit ihren Besitzern aufgestellt und die Trainerin lief mit Jimmy an ihnen vorbei. Immer wenn er angreifen wollte hat sie heftig an der Leine gezogen und ihn angeschrien,was überhaupt nichts gebracht hat. Am Ende hat er sich losgerissen und hat angefangen die anderen Hunde zu jagen bis das totale Chaos ausgebrochen ist. Dann sind wir rausgeflogen. Das war schon vor etwa vier Jahren. Vielleicht ist es ja eine gute Idee sich einen zweiten Hund zu kaufen um ihm auf diesem Wege ein besseres Sozialverhalten anheim werden zu lassen? Allerdings besteht dann die Gefahr,dass es Mord und Totschlag gibt oder aber der Neue wird dann von Jimmy versaut und nimmt dessen Fehlverhalten an. Dann hätte ich zwei Skandalhunde. Thorsten

von Marina(YCH) am 17. Juni 2003 12:10

Hi Andreas,

Nun ja, ich habe das ganze ja auch nicht als schnelle Wunderlösung angepriesen ;-) die gibt es nämlich nicht, wenn bei einem Handfesten Problem eine echte Verhaltensänderung erreicht und eine wirkliches Alternativverhalten erlernt werden soll.

Hier wurde nach einer Möglichkeit zum Clickereinsatz bei einem Aggressionsproblem gefragt und ich habe mich bemüht, eine Möglichkeit aufzuzeigen und gleichzeitig auch die Schwierigkeiten dabei deutlich zu machen.

: Und das ist genau das Problem, wenn man es alleine mit dem Clicker angehen möchte: der Prozess ist so langwierig, da währenddessen jeder Tag ein Spießrutenlaufen bleibt. Ob man das für sich selbst und die Umwelt als zumutbar erachten sollte?

: Und was macht er in der Zwischenzeit mit einem Hund wie dem geschilderten?

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann hat Thorsten dieses Problem mit seinem Hund seit annähernd sieben Jahren, wenn Du eine Möglichkeit kennst, mit der das in wenigen Tagen dauerhaft gelöst werden kann, oder einen Trainer, der das in wenigen Tagen erreichen kann dann wäre das natürlich super, ich glaube allerdings ganz ehrlich gesagt nicht, daß es sowas gibt.
Ich denke, man sollte sich da keine Illusionen machen, die Therapie eines echten seit langem bestehenden Verhaltensproblems ist eine langwierige, sehr Zeit- und Arbeitsaufwendige Sache, GERADE wenn man versucht an allen Teilaspekten und Ursachen des Verhaltens zu arbeiten.

: :Und, wie gesagt, ich würde mir für sowas immer einen erfahrenen Trainer zur Hilfe suchen.

Viele Grüße, Marina.

von danni(YCH) am 17. Juni 2003 14:35

hallo thorsten,

hab jetzt nur deine postings gelesen - da hast du ja einen kleinen drachen, wie?
ich bin in einer wirklich empfehlenswerten hundeschule in bochum/hattingen, kannst ja mal auf die seite schauen:
www.hundekurse.de

ebenfalls empfehlenswert sind die hundeschulen, die in dem verband "ig-hundeschulen" eingetragen sind. auf der seite sind alle hundeschulen nach postleitzahl sortiert aufgezählt.
hier die url:
[www.ig-hundeschulen.de]

hoffentlich wirst du fündig. ein wirklich guter trainer hätte dich NIEMALS rausgeschmissen!

gruss,
danni

von Kerstin(YCH) am 17. Juni 2003 14:42

Hallo,

ich habe dir die Adresse gerade zugemailt, allerdings ist der Wohnsitz Kamen, nicht Bönen. Spielt aber wohl von Dortmund aus keine Rolle, oder?

Die Methode in eurer Ex-Hundeschule hat ja noch zur Verunsicherung deines Hundes beigetragen, genausolche Verfahren haben mich schon bei mehreren Hundeschulen hier in der Umgebung abgeschreckt: Geschrei, Gebrüll, Leinengerucke. Was soll denn dabei rauskommen?

Ich weiss jetzt gar nicht, ob Herr Schnübbe clickert, aber solche Methoden wie oben beschrieben gibt es dort mit Sicherheit nicht. Eine Bekannte von uns trainiert dort zur Zeit noch mit ihrem SEHR temperamentvollen Airedale (werde sie bzgl Clicker mal fragen), und sie haben grosse Fortschritte gemacht. Sie war auch die erste, die hier in der Gegend mit Halti und Schleppleine gearbeitet hat (Kommentar der meisten Leute hier: "Maulkorb und Springseil? Das Biest gehört kurz gehalten!"winking smiley

Ich wünsche euch viel Erfolg!
Kerstin

Ach ja, das mit dem Zweithund lass lieber, ich glaube kaum, dass ein neuer Hund deinem Jimmy Manieren beibringen kann, dass solltest eindeutig DU tun bzw. du solltest es lernen, WIE du es tun kannst.

von andreas(YCH) am 17. Juni 2003 14:49

Hallo Marina,


: Ich denke, man sollte sich da keine Illusionen machen, die Therapie eines echten seit langem bestehenden Verhaltensproblems ist eine langwierige, sehr Zeit- und Arbeitsaufwendige Sache,

Sicher ist es das. dennoch sehe ich die aufgabe eines versierten Trainers aber auch darin, dass er in einem überschaubaren Zeitraum vorzeigbare Ansätze erzielen kann. Nicht nur der Hund benötigt Bestärkung, sondern auch der Halter .... gerade wenn er mit den Nerven am Ende ist.

Manche Sachen gehen bisweilen aber verblüffend schnell, wenn die eingespielten Routinen zsichen Hund und Halter mal unterbrochen werden und Hund merkt, dass die bisherigen Strategien nicht von Erfolg gekrönt sind. Udn das hat oft eben nicht alleine mit dem Clicken von erwünschten verhaltensweisen zu tun, sondern ganz einfach damit, dass eine Verhaltenskette mal unterbrochen wird. Man kann Leuten, die sich mit dem Hund kaum noch aus der Tür wagen, sagen, "jetzt übt ihr mal die nächsten drei Jahre". Ich hatte zuletzt eine Bekannten geholfen, die sich mit dem Hund nicht mal mehr vom Grundstück getraut hat, nachdem ihr Mann starb. Bei dem Hund mußtest du erst mal gar nichts bestärken, sondern verhindern, dass er dich selbst und andere Hunde angegriffen hat. Der war vorher überhaupt nicht ansprechbar für irgendwelche bestärkbaren Übungen.

Viele Grüße,

andreas

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