clickern auch bei Attacke-dog? :: Clickertraining

clickern auch bei Attacke-dog?

von b.bialas(YCH) am 21. Juni 2003 07:18

Hallo Thorsten!
In unserer Hundeschule gibt es eine AGH-Gruppe (=außergewöhnliche Hunde). Würde woanders vielleicht als Raufergruppe bezeichnet, aber bei uns wird nicht gerauft. Im Freilauf tragen alle einen Maulkorb, ansonsten arbeiten wir mit Halti. Wir machen TTouch , arbeiten mit dem Clicker (bei uns werden z.B. alle Beschwichtigungssignale beclickert, die ein Hund einem anderen setzt) und machen gezielte Übungen mit schwierigen Hunden unter Anleitung einer Tierpsychologin. In der Gruppe ist ein Jack Russel, der könnte der Zwilling Deines Hundes sein. Der droht aber nicht nur, der kriegt direkt regelrecht hysterische Anfälle, wenn er einen anderen Hund sieht. Menschen knurrt er auch an, sobald sie sich ihm nähern. Die Gruppe besteht jetzt ca. 1 Jahr. Anfangs wusste ich gar nicht, dass es so kleine Maulkörbe gibt. Mein eigener Hund (Collie-Schäfer-Mix) ist erst mal rückwärts gegangen, als der Zwerg loslegte. Der Hund (Racki) ist auch 6 oder 7 Jahre alt, und die Besitzer haben ihn mit diesem Verhalten aus einem Tierheim übernommen. Racki macht ebenfalls keinen Unterschied zwischen Männchen und Weibchen, sondern beißt sich sofort im anderen Hund fest. Einen wirklichen Tipp habe ich nicht für Dich, aber vielleicht tröstet es Dich, dass es anderen genauso geht. Die Besitzer werden beim Spaziergang ständig angefeindet. Als sie Racki dann mal mit Maulkorb mitgenommen haben, hat man sie ausgelacht. Innerhalb unserer Gruppe ist Racki jetzt total verträglich mit den Hunden, aber die kennt er ja auch lange genug. Im Gelände gibt es da weniger Erfolge. Und als letztens ein Besitzer mit Hund auf den Platz kam, den Racki nicht kannte, kam sofort einer seiner „Anfälle“. Aber letztens hat die Besitzerin etwas ganz nettes gesagt: „Vorher hatte ich einen ganz lieben Hund, aber erst seit ich Racki habe, habe ich wirklich was über Hunde gelernt. Und immer nach der AGH-Gruppe rede ich mit meinem Mann darüber, wie toll Racki sich auf dem Platz verhalten hat. Das gibt mir dann wieder Mut für die restliche Woche. Um nichts auf der Welt möchten wir unseren Giftzwerg missen, egal, wie viele Tränen wir schon wegen ihm vergossen haben.“ Das fand ich total nett. Ich denke auch oft, dass meiner bei anderen Leuten schon im Tierheim gelandet wäre. Deshalb finde ich es klasse, dass Du schreibst, er ist ein wahrer Freund. Kennst Du die Beschwichtigungssignale der Hunde? Vielleicht könnte ich Dir in der Richtung noch weiterhelfen.
Liebe Grüße
Birgit

von Thorsten(YCH) am 22. Juni 2003 12:56

Hallo Birgit, Nein ich kenne die Beschwichtigungssignale nicht. Kannst Du mir ja vielleicht mal erklären. Bin jetzt allerdings 14 Tage im Urlaub aber könnte das dann danach mit Jimmy testen.
Racki schein wirklich ein Zwilling von Jimmy zu sein. Vielleicht sind sie am Ende aus dem selben Wurf. Wo trefft Ihr Euch denn? Vielleicht in meiner Nähe(Dortmund) ? Tschüß Thorsten
:

von Nicole(YCH) am 23. Juni 2003 12:58

Hallo Thorsten,

das Buch/Video zu den Beschwichtigungssignalen bekommst Du bei www.animal-learn.de. Eine gute Hundeschule, die absolut gewaltfrei arbeitt und sich auf Problemfälle spezialisiert hat, ist in Bochum. Sie heißt bestfriends und die Trainerin Silvia Weber. Mail mich doch privat an, wenn Du noch Fragen hast. Ich kenne die Trainerin übrigens persönlich.

Viele Grüße und lass den Kopf nicht hängen!

Nicole
:

von Martin + Mirko(YCH) am 23. Juni 2003 16:49

Grüß dich Thorsten,

: Die einzige Erfahrung die jemals positiv verlief war ein alter Schäferhund-Rüde der an der Kette lag,mit dem Jimmy ganz hundetypisch gespielt hat ohne ihm weh zu tun. Davor und danach gab es nur Knurren und Drohen,schon wenn ein Hund in Sichtweite kam.

Na, das ist doch schon mal positiv. Er könnte, wenn er vertrauen hätte. Nun hat er mit seinen vertreibungsaktivitäten natürlich erfolg.

: Wenn ich ihn ganz allein lasse-das passiert z.B. wenn ich zum Fleischer gehe,dann wirkte er ziemlich ängstlich mit aufgerissenen Augen und angelegten Ohren. Wenn dann ein Hund in der Nähe vorbeilief,machte er wieder eine Bürste und drohte wild. Das Problem ist,daß Jimmy winzig und niedlich ist und ihn kein Hundebesitzer als Gefahr sieht.

Sei froh, sonst hättest du von dieser seite ärger und der kann nerven. Du solltest jemanden finden, der einen spielbereiten, selbstsicheren großen hund hat. Dann bindest du Jimmy mit geschirr irgendwo an (10m leine) und gehst außer sicht. Der andere kommt mit seinem hund vorbei, so dasws Jimmy ihn erreichen kann. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der andere beißt. Eher wird er sich wieder entfernen. Der andere hundeführer sollte dann mit seinem hund beginnen zu spielen, während Jimmy hinzukommen könnte, wenn er wollte. Er muss einfach die erfahrung machen, dass die nähe eines anderen hundes nicht von vornherein gefahr bedeutet.
Du sollst entfernt bleiben, weil ihr totsicher schon eine eingefahrene körpersprache entwickelt habt. Die würde nur stören.
Später, falls die hunde miteinander spielen, kannst du dazu kommen, nicht eher. Der andere hundeführer geht mit seinem hund nur aus Jimmies bereich, wenn dieser nicht mehr aggressiv tut. Sonst wartet er einfach ruhig ab.

tschüß Martin & Mirko





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