Leinenführigkeit durch Clicker? :: Clickertraining

Leinenführigkeit durch Clicker?

von Kerstin(YCH) am 20. Juni 2003 10:41

Hallo!

Ich habe ein dickes Problem mit meinem 8 Monate altem Labbie. Er ist total lieb und hört ohne Leine mittlerweile ziemlich gut und einige Komandos habe ich ihm über den clicker beigebracht. Nur an der Leine ist er eine totale Katastrophe! Er wiegt mittlerweile 35 kg und wenn er Gas gibt kann ich kaum halten. Habt ihr einen Tip wie ich ihm mittels Clicker und ohne Stress vernünftiges laufen an der Leine beibringen kann? Ich muss dazu sagen, dass ich drauf und dran bin ihm ein Halti zu kaufen, damit das Ganze möglcihsst stressfrei für uns beide abläuft. Was denkt ihr?

Kerstin und Skipper

von Simone+C(YCH) am 20. Juni 2003 11:36

Hallo Kerstin,

ich denke, ein Halti sollte eine von den letzten Möglichkeiten sein, die man in Erwägung ziehen kann.

Leine zerren ist eine schlechte Angwohnheit der Tiere. Sie merken, dass das Ziehen sie zu den gwünschten Dingen bringt, sei es zu anderen Hunden, Tieren, Menschen oder auch zur gewohnten Schnüffelstelle. Sie verbinden ziehen mit belohnen. Und das darf nicht sein. das belohnen, also das Hin zu anderen Tieren oder zum schnüffeln, darf erst erfolgen, wenn der Hund nicht mehr an der Leine zieht.

Mein Tip: Geh mit ihm spazieren, wenn er zieht bleibste stehen, kommt er zurück, gibts Leckerli. Das machste so lange, bis es sitzt. Ausgenommen natürlich, der Hund muß dringend seine Geschäfte erledigen, dann renne ich auch mit meinem auch zur Wiese!
Aber glaube mir, das wirkt!

Als Zusatz kannst Du das langsame gehen auch mit einem Wort belegen. Ich nehme dazu einfach "Langsam". Klappt gut!

Grüße und viel Geduld
Simone+C

von Sabine & Oscar(YCH) am 20. Juni 2003 12:26

Hallo,

im gegensatz von Simone halte ich das halti für eine gute Idee. Es gibt dafür mehrere Gründe. Wenn so ein kräftiger temperamentvoller Kerl erst einmal heraus gefunden hat, dass man frauchen mit etwas Schwung dahin bekommt wo man hinwill ... das Halti war auch für mich die einzigste Möglichkeit, überhaupt eine kräftemässige Chance zu haben. Dazu kommt, dass ein 8 monate alter Lab die beste zeit noch vor sich hat smiling smiley). Ein Halti kann viel viel Stress nehmen, auf beiden Seiten. Oscar ist das beste Beispiel dafür. Oscar ist noch heute augentblicklich ruhiger, wenn er in aufregenden Situationen das halti umbekommt. Ganz einfach deshalb, weil er dann ganz genau weiß : es hat keinen Sinn, den versuch zu machen, irgendwohin zu wollen (anderer hund, Schnüffelstellen etc). Damit nehme ich ihm einen konflikt. Dazu kommt, dass ICH viel ruhiger bin und ihn nicht ständig beobachten muß. Die viele Aufmerksamkeit, die ich einem unruhigen Hund geben muß, damit er mich nicht überraschend aushebelt ist gerade in dem Alter (erst die Pubertät und dann noch die zeit bis zum erwachsnenen Hund) Kontraproduktiv, denn so ein Hund kann nicht immer im Mittelpunkt stehen. Das ist auch unrealistisch. bei einer posítiven Verknüpfung des haltis mit Clicker und einer vernünftigen handhabung ist das Halti eine tolle Hilfe.

Dann hast du auch die Möglichkeit, Sachen wie Blickkontakt und vernünftig laufen zu bestärken. die Belohnung ist dann unter deiner Kontrolle - Schnüffelstellen, ein Schritt weiter, Futter. Du kannst wieder die regeln festlegen.

Sabine & Lab Oscar

von Kerstin(YCH) am 20. Juni 2003 16:15

: Hallo Sabine,
:
Danke für Deinen Zuspruch bezüglich des Haltis, denn genau das ist das Problem. Ich habe nicht immer die Zeit und die Geduld mich zu 100% auf Skipper zu konzentrieren. Ich nehme ihn täglch mit ins Büro und mit zu Kundenterminen, da scheitert es ganz oft schon am richtigen Schuhwerk, so banal das auch sein mag. Ung genau das erzeugt Stress auf beiden Seiten. Ich ertappe mich dabei das ich entnervt laut werde und Skipper weiß gar nicht wirklich was los ist. Ansonsten kann ich ihn wirklich auch für "gut" mitnehmen, der benimmt sich bei Kunden und im Restaurant gleichermaßen vorbildlich.
Ich erziehe ihn ansonsten ausschließlich über posive Verstärkung (mit und ohne Clicker), und das mit dem stehenbleiben und Kehrtwendungen habe ich auch schon versucht, mit sehr mäßigem Erfolg.

Wie hast Du Oskar denn an das Halti gewöhnt und wann legst Du es an? Immer oder nur in bestimmten Situationen?

vielleicht hat ja auch noch jemand Anderes einen Tip für mich!

Kerstin und Skipper

von Simone+C(YCH) am 20. Juni 2003 17:03

Hallo Kerstin,

es hat für Dich ja wohl im Vorneherein festgestanden, dass Du ein Halti zum Führen Deines Hundes wolltest!
Warum fragst Du dann? Brauchst Du nur eine Bestätigung, dass das Halti wirklich die einzige Alternative für Dich ist? Dass Du hier nix falsch machen kannst?

Aber genau hier ist der Fehler!
Deine Frage:
:Wie hast Du Oskar denn an das Halti gewöhnt und wann legst Du es an? Immer oder nur in bestimmten Situationen?
vielleicht hat ja auch noch jemand Anderes einen Tip für mich!

besagt, dass Du Dich noch keinen Stratz mit dem Halti auseinandergesetzt hast und meinst, wenn Du es umlegst, klappts -oh Wunder- von alleine.
Sorry, dass ich hier etwas gereizt reagiere, aber für mich kommt das so rüber, als wäre es für Dich die bequemste Art, den Hund gehörig zu bekommen.
Ich hoffe, Du wirst Dich genug informieren, bzw. in einer Hundeschule das korrekte Verhalten und Führen des Hundes mit einem Halti erlernen! Denn bei einem Halti kann man so einiges falsch machen!! Les Dir doch mal die Meinungen hier im Forum durch. Das Thema Halti wurde schließlich schon oft diskutiert. (Über Suche)

Grüße
Simone

von Jettie(YCH) am 20. Juni 2003 19:29

Hallo,

die Methode mit dem Stehenbleiben funktioniert - man muss sich nur von vorne klarmachen dass man nicht weit kommt, anfangs immer nur zwei, drei Schritte...ist ein bisschen nervig, gebe ich zu ;-) aber mit Geduld und Beharrlichkeit klappt das wirklich.

Wie wäre es wenn du zum üben mit Stehenbleiben ein Halsband verwendest und wenn du es eilig hast und nicht stehen bleiben kannst nimmst du ein Geschirr? Der Hund kann das gut unterscheiden wann er ziehen darf und wann nicht.

Ich habe aus Neugier das Halti ausprobiert, es ist für Halter und für Hund sehr anstrengend, auch hier muss man üben, üben, üben und kommt anfangs auch nicht sehr weit - da kann man dann genausogut die Stehenbleibenmethode anwenden *ggg*. Es dauert auch einige Zeit bis der Hund an das Halti gewöhnt ist, das kann man nicht einfach überstülpen und los, dann geht der Hund keinen Schritt und versucht nur irgendwie dieses Ding wieder los zu werden. Die Fummelei mit den zwei Leinen ist sehr gewöhnungsbedürftig *gg*.

Wenn du das Halti ausprobieren möchtest, dann bitte mit Anleitung und absolut behutsam und vorsichtig, falsche Handhabung des Haltis kann zu Schäden an der Wirbelsäule führen....

Liebe Grüsse,

Jettie


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