Hunde als kleine Heuchler :: Hunde in den Medien

Hunde als kleine Heuchler

von Presse Hund am 03. Mai 2010 09:48
Hier ein neuer Aspekt in einer Studie zum Hundeverhalten.

Euer Vierbeiner legt die Ohren an, zieht den Schwanz ein und duckt den Kopf? Ein Zeichen für ein schlechtes Gewissen bei dem Hund? Nicht unbedingt, wie herausgefunden wurde.

Bei einem Experiment stellte man fest, dass dieses Verhalten auf die Signale des Hundehalters zurückzuführen seien und nicht unbedingt auf die Tatsache, ob der Hund tatsächlich etwas verbrochen hat.

Der Vierbeiner meidet auch den Augenkontakt, wenn er für etwas beschimpft wird, was er nicht zu verantworten hat, wie der folgende Test festgestellt hat. Mehr dazu: welt.de

Wenn unser Hund uns wütend sieht, nimmt er den schuldbewußten Ausdruck an egal, ob er die Sache zu verantworten hat oder nicht. Das bestätigt allerdings wieder einmal, dass er menschliche Signale absolut versteht.

von Anila am 04. Mai 2010 00:01
Hallo,

ich finde, dass der Begriff "Heuchler" etwas irreführend ist. Mich hat das gleich an eine ganz andere Geschichte erinnert, die ich aber auch lustig fand: Können Hunde lügen?

Ja - sie können.

In ihrem Buch beschreibt Joan Donaldson eine schöne Geschichte von einem Hund, der gelernt hatte: Wenn es klingelt, belle ich und laufe zur Tür - und Frauchen kommt hinterher und öffnet die Tür.

Eines Tages gab es einen leckeren Kasseler-Braten, der natürlich nicht für den Hund gedacht war, der aber schon auf dem Tisch stand.

Der Hund hat gebellt, lief zur Tür (es hatte natürlich nicht geklingelt) - und Frauchen fiel prompt drauf herein und lief auch zur Tür. Und der Hund raste zurück ins Wohnzimmer und klaute sich den Kasseler.

Viele Grüße
Anila

von Chiyo am 05. Mai 2010 00:49
Ja, natürlich lügen Hunde. Hier mal ein kleines Beispiel von meinen beiden:


Es ist schon ein Weilchen her, irgendwann 2007 passiert:

Ellis ist auf Mieke losgegangen. Nicht doll, ich stand direkt daneben, konnte Ellis sofort pflücken und ins Treppenhaus befördern.

Mieke guckte todunglücklich aus der Wäsche, hob ihr rechtes Beinchen hoch und humpelte auf 3 Beinen aus der Küche in den Flur, um sich da in die Ecke zu setzen - noch todunglücklicher, rechtes Beinchen hochhaltend.

Ich hatte allerdings - Pech für Mieke - genau gesehen, daß Ellis nicht in der Nähe ihres Beines war. Also ignorierte ich das schrecklich leidende Hundchen und spülte weiter Geschirr.

5 Minuten später ging ich in den Flur, und als Mieke mich sah, setzte sie sofort wieder ihre Leidensmiene auf und hob ihr "verletztes" Beinchen in die Höhe - allerdings das linke!!!

Wirklich eine hollywoodreife Leistung: Natürlich konnte Mieke problemlos galoppieren, als ich mit dem Trofu klapperte.

von Sciuba am 05. Mai 2010 20:20
Hallo allerseits,

habe mich gerade total kaputt gelacht über eure beiden Geschichten! Allerdings würde ich das nicht als lügen bezeichnen, sondern als einfach clever und schauspielerisch. Mein Sciuba hat sowas öfters gemacht. Hat fürchterlich gehumpelt, das Bein war ja sowas von verletzt, innerlich, Schmerzen ohne Ende... aber wehe er sah eine Katze. Da hatte er schnell die schwere 'Verletzung' vergessen. Wenn er etwas ganz bestimmtes zu fressen haben wollte, was ich gerade in der Hand hatte, dann sass er neben mir, ganz dicht und guckte permanent in eine ganz andere Richtung. Ab und zu rollte ein Auge Richtung was ich in der Hand hatte. Irgendwann war ich denn doch so neugierig, was denn nun da so wichtiges ist, was er so anstarrt, lege das auf den Tisch - und dann war es plötzlich nicht mehr da. Sciuba auch nicht. Und was er anstarrte gab es auch nicht. Na sowas aber auch! Er hat mich so manches Mal versucht auszutricksen - und so manches Mal habe ich ein Spiel daraus gemacht. Oftmals hatte er Recht, eben wenn er dann das Bein so 'schwer verletzt' hochielt, dass ich mich schon länger nicht mehr richtig um ihn gekümmert hatte, so manches Mal war er einfach frech - hatte wohl von mir zu viel gelernt. Oder vom Nachbarshund. Der hatte es nämlich faustdick hinter den Schäferhunds-Löffeln. Und er hat Sciuba so manchen Trick verraten. Sciuba merkte sich genau die Zeiten, wenn ich nicht zuhause war, büchste aus, machte die Gegend unsicher - hörte er meine Mofa den Berg raufstottern, raste er nach Hause - und lag unschuldiger als ein neugeborenes Lamm auf der Terrasse, gähnte, stand schwerfällig auf. Komisch nur, dass er trotz dass es tagelang nicht geregnte hatte, total nass war, als hätte ihm einer Wasser übergegossen (machten die Doofköppe manchmal). Ja, ja.. mein Schlauberger...

So ist das...

LG

Heidi/Sciuba

von Anila am 06. Mai 2010 01:02
Hallo Chiyo und Heidi,

ja, das mit dem Humpeln kenne ich auch! Vor 100 Jahren... jedenfalls war ich da noch ein Kind... habe ich meine Freundin immer begleitet, wenn sie den Schäferhund vom Bauern mitgenommen hat. Der ist immer wieder mal abgehauen und einem Hasen hinterher gejagt. Das erste Mal mag er wirklich was mit dem Fuß gehabt haben, als er zurück kam. Normalerweise hat er für's Weglaufen Ärger bekommen und wurde erstmal angeleint - aber als er da so humpelnd wieder kam, war man einfach nur besorgt und hat ihn ganz lieb umtüdelt.

Seitdem kam er immer humpelnd wieder vom Feld zurück, wenn er einem Hasen hinterher gejagt ist (und natürlich ist er dem Hasen nicht hinterher gehumpelt).

Viele Grüße
Anila

von straalster am 10. Mai 2010 21:15
Ich finde die Geschichten großartig. Meine hat da auch so ihre Tricks und Kniffe. Immer wieder erstaunlich finde ich ihre Manipulationskünste bei anderen Tieren:

So lenkt sie z.B. ganz gerne mal die anderen Hunde der Familie ab wenn die gerade eine Kaustange weich gekaut haben, indem sie mit dem jeweiligen Lieblingsspielzeug im Maul ankommt und dann ganz provokativ damit herumwedelt. Das wird exakt solange gemacht bis der andere Hund die Stange aus dem Maul fallen lässt und hinter dem Spielzeug herjagt. Mary schlawenzelt dann in aller Ruhe zu der Stange und schnappt sie sich. Übrigens spielt sie sonst seltsamerweise nie mit dem Spielzeug anderer....

Noch erstaunlicher ist die Erziehung die sie 'ihrem' Kater hat angedeihen lassen. Da sie klein ist und auch nicht gut springen kann, ist sie selbst extrem benachteiligt wenn es um das Klauen von Essen geht, das auf Tischen oder Schränken liegt. Nicht so mein Kater. Die beiden teilen ohnehin alles, also wurde er anfangs eben auch so lange angeningelt bis er sein Diebesgut runterwarf so das beide es essen konnten. Mittlerweile hat sie ihn allerdings so weit dass er auch Sachen nur für sie runterwirft, an denen er selbst aber gar kein Interesse hat.

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