Umfrage: Warum will ich einen Hund? :: Was sonst nirgends passt

Umfrage: Warum will ich einen Hund?

von Sciuba am 15. Dezember 2009 17:21
Hallo Sabine,

das hört sich toll an, wie du so 'versehentlich' auf den Hund gekommen bist.

Und ja, ich wundere mich auch, dass nicht mehr mal erzählen, WARUM sie eigentlich einen Hund haben. Ich nehme mal an, weil das Warum nicht immer wirklich einfach zu beantworten ist. Viele haben einen Hund 'eben weil sie ihn haben', aber den Grund wissen sie gar nicht so genau. Nehme ich mal an...

LG

Heidi

von Morchel am 16. Dezember 2009 10:11
Hallo Heidi
Ja, die Frage ist schwierig zu beantworten, wir haben sie uns vor 2 Jahren wieder gestellt, als unsere alte Hündin gestorben war.
Die Frage damals war: Neuer Hund ? Und wenn ja warum ? Wenn nein, warum nicht ?
Unsere alte Hündin war eine Seele von Hund, sie hat mir geholfen unseren Sohn aufzuziehen, sie hielt unseren frechen Kater in Schach, sie war in (fast) jeder Lage souverän.... ein Traumhund.
Und als ihr Ende absehbar war, war ich überzeugt: Kein Hund mehr.
Die Vorteile wären: Wir könnten z.B. Last-minute Angebote nutzen um in die Ferien zu fliegen.....!
Als unsere Hündin dann gestorben war, wars wie bei ihrer Vorgängerin , grauenvoll:
Da war nicht nur unsere grosse Trauer, nein, unsere Tagesstruktur funktionierte einfach nicht mehr
Wie soll ein Morgenkaffee schmecken, wenn man vorher nicht mit Hund draussen war ?
Wann soll ich denn Mittagessen ?
Wann soll unser Sohn seine Schulerlebnisse erzählen, wenn der Abendspaziergang nicht mehr stattfindet ? Spazieren gehen ohne Hund ? Wir haben es ausprobiert, es ist unmöglich, man spricht nur über den fehlenden Hund: Schau da wär ein Stück Holz, das geeignet wäre geschmissen zu werden ! Dieser Weg würde Hund gefallen ! Und wieso laufen wir überhaupt, da ist ja kein Hund der sich drüber freuen würde !
Wozu staubsaugen, wenn keine Haare mehr da sind ? Usw.usw....
Und unser Sohn sagte: Ich war noch keinen Tag ohne Hund auf dieser Welt, das geht einfach nicht !
Tja..... Und so kam Illa zu uns.....
Und wir geniessen jeden Tag, jede Minute mit ihr, wir sind offenbar ohne Hund einfach nicht komplet !
(übrigens, ohne Katze auch nicht, nachdem Katerchen mit 20 Jahren gestorben war, wollte ich nie, nie, niemehr eine Katze.....! 1 Monat später zog Mira bei uns ein.....)
LG Morchel

von Sciuba am 16. Dezember 2009 13:58
Hallo Morchel,

ja, ich denke, so geht es den meisten Menschen, die einen gehabt haben. Ich bin da wieder mal die totale Ausnahme. Ich kann keinen neuen, würde ihm nicht gerecht werden, sondern immer wieder mit Sciuba vergleichen, an ihn denken und nicht innerlich dem neuen Familienmitglied wirkliche Liebe schenken. Anders wäre es allerdings, wenn uns einer 'in den Schoss fällt'. Dann ist da nicht der bewusste Gedanke gewesen 'ich will einen Hund, weil ich einen Hund in meinem Leben brauche'. Sciuba war irgendwie eben kein Hund für mich, er war nur 'Wesen'. Diese Leere, die ich durch Sciubas Nicht-Vorhanden sein habe, kann kein anderer kitten. Denn es fehlt mir nicht das mit ihm Spazieren gehen, es fehlt mir nicht sein Bellen oder das Spielen mit ihm - es fehlt mir sein Beistand, seine Kraft, seine Souveränität, seine Sicherheit.

Zurück zur Frage: warum hast du aber deinen ERSTEN Hund gehabt? Alle nachfolgenden kann ich verstehen, aber den allerersten....? Aufgewachsen mit Hund wie dein Sohn? Spielgefährten für deinen Sohn? Um einfach einen Hund zu haben zum Spazieren gehen, spielen etc? Ich denke, da gibt es so manche interessante Gründe. Meiner war ein Kindheitsversprechen UND ein Zweckgedanke. Er hatte seine genaue Aufgabe - die er allerdings sehr viel umfangreicher erfüllt hat, als ich gedacht habe. Leider, denn heute sitze ich mit diesem Loch, meinen Lebenspartner verloren zu haben und wissend, es wird nie einen geben, der nur annähernd das kitten kann, was ich nicht mehr habe.

Also: was war dein Ersthund für ein 'Grund'?

LG aus einem kalten Irland

Heidi

von Frieda am 16. Dezember 2009 14:50
Huhu,

ich muss sagen, dass ich einige Leute kenne, die sich nie wieder nach ihrem ersten einen neuen Hund angeschafft haben.
Also bei allen scheint der Virus nicht einzuschlagen. Ich jedoch kann es mir auch nicht vorstellen. Ich liebe meinen Hund, er strukturiert meinen Tag, auch wenn ich noch so faul bin und keinen Bock habe. Er muss raus, er will Futter, er will spielen...
Die Leute, die keinen Hund wieder wollen, haben immer gesagt es war ihnen zu viel Stress, es würde nicht passen, sie hätten keine Zeit, sie wollen Freiraum. Komischerweise hatten diese Leute aber auch Hunde, die ich selbst nicht ertragen würde. Also vielleicht auch da ein Zusammenhang? Mein Hund war am Anfang schlimm... Es war so anstrengend, meine Schlussfolgerung, ich will keinen Welpen mehr. Vielleicht ist es bei ihnen dann so, weil die Hunde einfach nicht zu ihnen gepasst haben?
Weil jetzt, wo ich so viel Spaß mit meinem Hund habe (nunja momentan bringt er mich auch mal wieder zur Weißglut, aber so ist das halt), könnte ich es mir ohne ihn nicht mehr vorstellen.

LG Frieda

von Morchel am 16. Dezember 2009 18:04
Hallo Heidi !
Hier ist es übrigens auch kalt, Minus 4 Grad, dazu Wind, gibt einen Windchill von Minus 10 Grad....
Zu meinem ersten Hund bin ich aus Zufall gekommen: Der Freund einer Kollegin sah von seinem Büro-Fenster aus auf eine Wiese, ein Wanderschäfer war grad dort, und an seinem Wohnwagen hatte er 2 Hunde angekettet. Die Arbeitshunde waren frei. Der Freund ging in einer Pause raus um den Schäfer zu fragen was mit den 2 angebundenen Hunden sei.
Der Schäfer sagte, das seien Hunde, die nicht zu Arbeit taugen, und er wolle sie loswerden.
Meine Kollegin und ihr Freund adoptierten sofort den Rüden, und fragten mich ob ich das Weibchen wolle. Ich habe kurz überlegt ob ich den Tagesablauf mit Hund schaffen würde und dann zugesagt.....
Der Hund war meine grosse Liebe, obwohl ich total überfordert war. Von Hundeerziehung hatte ich null Ahnung, ich wusste nur, wie ich es nicht machen wollte. Hundeschulen gabs zu der Zeit nur für Deutsche Schäfer..... Das war Stress pur, aber damals war ich 30 Jahre jünger und strapazierfähiger !
Für mich war es nie so, dass der nachfolgende Hund ein Ersatz war. Die Verstorbenen sind irgendwie immer noch da..... Ich habe es meinem Sohn, als er noch klein war und die unvermeindliche "wen magst du am allerliebsten"-Frage stellte, so erklärt:
Das Herz ist ein Ding mit vielen Kämmerlein. Da hat jedes Familienmitglied sein eigenes.und zwar für immer und ewig ! Auch wenn es gestorben ist....
So gesehen habe ich nicht einen neuen Hund und eine neue Katze , sondern :
Noch ein Hund !
Noch eine Katze!
Dazu entsprechen unsere neuesten Exemplare überhaupt nicht unseren Vorstellungen..... wir wollten nie eine weisse Katze und sicher kein Weibchen. Und wir wollten keinen Hund mit Ringelschwanz und Kippohren. Und ein richtiger Hund hat ein richtiges Fell !
Jetzt darfst raten, was mit uns zusammen lebt......... winking smiley
LG nach Irland, Morchel

von Sciuba am 16. Dezember 2009 19:17
Hallo Morchel,

da habe ich mich doch glatt eben an meinem Käsebrot verschluckt vor Lachen. Also, einen Ringelschwanz haben doch eigentlich kleine Schweinchen.. Hast du vielleicht ein verkapptes Ferkel, das bellt? grinning smiley

Das ist ganz süß, was du da geschrieben hast und so ungefähr hatte ich es mir auch gedacht bei dir. Beides: wie du auf den Hund gekommen bist und wie du über sie denkst. Das ist sehr schön. Ich werde auch eines Tages so weit sein und ein neues Kämmerlein für ein neues Familienmitglied, das bellt, gebaut haben, aber das dauert noch.

Du scheinst auch eher zu deinen Familienmitgliedern zu kommen, also eigentlich gar nicht wirklich bewusst. Ich habe nie eine Katze haben wollen: ich hatte plötzlich 4 und lebe jetzt mit einer noch zusammen. Nie ein weißes Tier, ich liebe schwarze. Mein Sciuba war schneeweiß, mein Kater ebenfalls. Wie das Leben manchmal läuft..

@Frieda: Die Gründe, warum nie wieder einen Hund, kann ich mir bei den meisten auch vorstellen. Trifft bei mir nicht zu, auch wenn mein Lebensstil ja etwas 'holperig' ist. Aber ich habe durch Sciuba erst richtige Freiheit kennen gelernt, die ich so ohne ihn niemals gelebt hätte. Die muss ich jetzt erst für mich alleine erlernen, das wird noch ein hartes Brot werden. Aber wer weiß: vielleicht wenn ich dann endlich in Südamerika bin, dann mache ich mich noch einmal an dieses Abenteuer Freiheit Hund. Das muss leider noch etwas warten..

LG

Heidi

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