Border Collie Auffangstation - Tierquälerei? :: Was sonst nirgends passt

Border Collie Auffangstation - Tierquälerei?

von Anila am 12. Oktober 2010 23:46
Hallo,

ich bin über diesen Beitrag hier gestolpert:




Border Collie Auffangstation

Ich war niemals dort und kenne die Betreiberin und "Tierschützerin" dieses verwüsteten Hauses nur aus ihrem eigenen Forum, was nicht mehr erreibar ist. In dem Forum habe ich mich nicht wohl gefühlt, aber das hatte mehr damit zu tun, dass dort andere Meinungen nicht akzeptiert wurden und man dann regelrecht herausgemobbt wurde. Dass die Betreiberin ihre Hunde mag und davon überzeugt ist, Gutes zu tun, habe ich nicht angezweifelt.

Auch mein Hund hat dort übrigens mal gelebt, allerdings hatten meine Vorbesitzer ihn von dort, ich selbst war nie bei Countrydogs. Es schockt mich, wenn ich mir vorstelle, dass Durian möglicheweise auch mal monatelang in so einem verdreckten, stinkenden Loch gehalten wurde!!

Falls das Video kein Fake sein sollte - dann ist es für mich völlig klar, dass hier Tierquälerei vorliegt. Ich stimme Martin Rütter zu, dass solche Schäden nicht über Nacht entstehen, sondern ganz offenbar davon zeugen, dass die Halterin dieser teilweise offenbar 80 Hunde schlichtweg überfordert war.

Nicht die Rede ist von den Mitarbeitern und den Leuten, die sie persönlich kannten und die Pflegehunde von ihr hatten. Falls die Hunde tatsächlich wie im Video gezeigt gehalten wurden - wie kann es dann eigentlich sein, dass so viele Leute, die die Betreiberin des Zarenhofs persönlich kannten, nichts gemerkt haben?

Viele Grüße
Anila

von Ela am 13. Oktober 2010 16:12
Hallo Anila.

Kopfschütellnd rot angry smiley Wie krank muß jemand sein um Tiere so verwahrlosen zu lassen und sich dann auch noch als Tierschützerin zu betiteln. Das ist das Allerletzte!

Fast noch schlimmer finde ich allerdings, das mal wieder die Behörden nicht eingeschritten sind. Monate zuvor gab es ja wohl schon Hinweise von Nachbarn oder ähnlichen Menschen. Es wurde ihr lediglich zur Auflage gemacht den Hundebestand zu halbieren. Lächerlich, einfach nur lächerlich. Angenommen es waren wirklich 80 Hunde im Haus, nach Halbierung des Bestandes wären es dann immer noch 40! Tiere gewesen. Diese armen Kreaturen. Da kommen mir echt die Tränen.

Schlimm, wie die Menschen mit den Tieren umgehen. Tier-Messis, Massentierhaltung, überfischung der Meere, Dooping vor Turnieren, ... u.s.w. Warum haben so viele Menschen keinen Respekt mehr vor den Lebewesen die genau so Leid, Schmerz und Trauer fühlen wie wir.

Sei froh, das dein Durian bei dir ist und du ihm ein schönes Leben ermöglichen kannst. Ich verwöhne meine beiden Fellnasen auch wo es nur geht. Wir haben uns jetzt ein neues Haus gekauft und bei der Auswahl des Hauses stand für uns ganz klar im Vordergrund das unsere Hunde draußen genügend Platz haben. In Zukunft werden unsere Labbischnuten ein 25.000 qm Waldgrundstück zur verfügung haben. Das sollte wohl reichen.

Grüße von der Labbitante Ela

von Anila am 13. Oktober 2010 21:59
Hallo Ela,

angeblich - das habe ich aber nur aus Foren - hat es auf ihrem alten Hof auch nicht viel anders ausgesehen, und angeblich hat es damals in Niedersachsen (dort war Durian) schon Beschwerden wegen der Tierhaltung gegeben. G. ist dann in ein anderes Bundesland gezogen und hat dort dann dank Sonja Zietlow einen Neustart gehabt.

Dass es bei ihr immer so aussah, kann ich mir andererseits auch nicht vorstellen. Zumindest habe ich auch ein paar alte Videos auf Youtube gefunden, die drinnen aufgenommen wurden, und da sah der Fußboden sauber aus und sie selbst sehr gepflegt, die Hunde sahen auch nicht verwahrlost aus.

Vielleicht ist ihr die Arbeit über den Kopf gewachsen, vielleicht ist sie psychisch krank und hat starke Schwankungen - kümmert sich möglicherweise mal vorbildich und mal gar nicht mehr. Das ist jetzt reine Spekulation, aber wie auch immer:

Betroffen macht mich, dass der Amtsveterinär das extrem herunter spielt: Für Hunde sei es ein Spiel, das Mobiliar zu schreddern, sagt er in einem Video. Hunde, die sich durch Beton durchgraben wollen und die gezwungen sind, neben ihr Lager zu koten, stehen unter enormen Stress und es ist unverständlich für mich, wie man sowas runter spielen kann.

Für einen Systemfehler halte ich es, wenn von Amtswegen nur Außenkontrollen durchgeführt werden, wenn jemand Hunde aus dem Tierschutz aufnimmt und vermittelt. Ich meine: Jeder, der nur einen einzigen Hund aufnehmen will, muss fast sein ganzes Leben offen legen und oft sowohl eine Vor- als auch eine Nachkontrolle akzeptieren, die unangekündigt durch sämtliche Räume geht!

Das muss doch auch mindestens dann stattfinden, wenn jemand Pflegehunde aufnimmt, finde ich, und selbstverständlich muss man dann auch die Unterbringung der Hunde zeigen. Und ich finde, wenn jemand Hunde vermittelt, trainiert - halt in großem Stil mit ihnen arbeitet, muss sowas von Amts wegen kontrolliert werden.

Stutzig macht es mich, dass kaum jemand was bemerkt haben will. Hatte G. keine Helfer auf ihrem Hof? Immerhin war sie zum Drehen gefahren, sie hat Hunde ausgebildet, hat ihr Merchandising gestartet und mit Sicherheit da auch vieles zu Organisieren und verwalten gehabt, sie hat Vorträge gehalten, dann halt die ganze Aufrechterhaltung ihres Hofes - sauber machen, Tiere versorgen, Arztbesuche... das ist für eine Person schlichtweg nicht zu schaffen. Sie hatte also vermutlich Helfer und die wollen nichts bemerkt haben? Glaube ich nicht. Oder - das wäre sehr traurig: Solche Zustände kommen häufig vor, dann stumpfen auch Helfer ab.

Oder hatte sie keine Helfer? Dann hätte jedem klar sein müssen, der näheren Kontakt zu ihr hatte (und das waren doch so Einige), dass die ganze Arbeit alleine nicht zu schaffen ist. Dann bleibt ja nichts anderes übrig, als die Tiere einzusperren, wenn sie nicht betreut werden können. Aber auch in diesem Falle hätten doch etliche Leute mal stutzig werden müssen, oder?

"Falsch gesattelter Amtsschimmel", möglicherweise Betriebsblindheit oder Wegschauen und nicht Nachdenken wollen - all das sind Dinge, die meiner Meinung nach solche Zustände leider auch ermöglichen.

Vielleicht auch die Einstellung mancher Tierschützer: "Nur ich bin gut genug für dieses Tier". Das erleben ja Hundeanfänger oder Berufstätige oder Studenten, wenn sie einen Hund haben wollen.

Ich glaube daher leider, dass GK eigentlich exemplarisch für etliche Andere steht, bei denen es gar nicht anders aussieht und zugeht. Am Anfang stand die Tierliebe - bei GK bin ich davon eigentlich überzeugt, dass das ihr Antriebsmotor war und ist. Möglicherweise stand sie dann öfters vor der Situation: Wenn ich den Hund nicht nehme, wird er womöglich eingeschläfert. Also nimmt sie ihn.

Und auch den nächsten - und die nächsten zehn Hunde auch, und alles wächst ihr mehr und mehr über den Kopf, die Dinge entgleisen ihr ganz fürchterlich. Und dann belügt sie sich, spielt die Dinge herunter, nimmt sie nicht mehr richtig wahr, verliert immer mehr den Bezug zur Realität.

So könnte es gewesen sein.

Aber wenn es so oder so ähnlich war: Dann gab es etliche ihr nahestehende Menschen, die fast alle weggeguckt haben und die sich selbst in die eigene Tasche gelogen haben. Oder wäre doch noch eine ganz andere Variante denkbar?

Bin gespannt, was die Staatsanwaltschaft macht, die ja jetzt ermittelt und ob es zu einer Anklage kommt und wenn ja, was draus wird.

Viele Grüße
Anila

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