Schutzhundeverein,wie läuft es da ab? :: Hundesport & Freizeit mit Hund

Schutzhundeverein,wie läuft es da ab?

von Heike Kahl(YCH) am 28. August 2000 19:19

Hallo Inge,

ich bin, ehrlich gesagt, sehr enttäuscht von Deinen Äußerungen. Es mag sein, daß einige "Hundesportler" Elektroreizgeräte einsetzen, aber Du meinst es machen fast alle?
Ich betreibe seit 10 Jahren Schutzhundesport und habe noch nie mit Strom arbeiten brauchen und wollen. Meine Jungs haben es mit viel Arbeit, Rückschlägen und erneuter Motivation bis zu Landesmeisterschaften gebracht und das ganz ohne diese Mittel. Mein Vater ist seit 22 Jahren im Hundesport und kennt dieses Gerät nicht einmal vom Sehen. Ich kann nicht sagen, daß ich auf nur einem Platz trainiere. Im Gegenteil, wir fahren sehr viel rum. Nirgends fiel mir während der Übungsstunde ein Hund auf, der damit gearbeitet wurde. Mal ganz davon abgesehen, daß es sowieso verboten ist.
Übrigends sind meine Hunde keine "Arbeitsgeräte", sondern meine besten Freunde.

Grüße Heike

von Inge + BC(YCH) am 28. August 2000 20:12

Hallo Charly,

lies Dir bitte die Antwort durch, die ich eben Sören gegeben habe. Sie gilt im gleichen Maße auch Dir.

Grüße Inge

von Inge + BC(YCH) am 28. August 2000 20:24

: Hallo Inge!
: Genau das meine ich!!!Endlich versteht mich mal jemand!!!Ich denke doch, wenn es beim Agility oder sonst einem Sport funktioniert, warum dann nicht auch beim Schutzhund-Sport??????
: Viele Grüsse Lena, die hofft, dass sie das in diesem ihrem Leben noch erleben darf

Hallo Lena,

ich bin überzeugt davon, daß es auch im Schutzhundsport funktioniert! Denn ich habe es vor langer Zeit bei einem hervorragenden Ausbilder so erlebt, da wurde z.B. mit dem Schutzdiensthelfer gearbeitet, während ich wenige Meter daneben mit meinem Welpen Unterordnung übte. Lies Dir dazu einmal meine Antwort an Sören durch.

Überlege einmal folgendes: der "echte" Diensthund (also nicht der Sportschutzhund) muß unter extremster Ablenkung arbeiten können. Stell Dir vor was passieren könnte, würde er sich etwa von einem zufällig anwesenden anderen Hund ablenken lassen! Super - statt den Verbrecher zu stellen, spielt er lieber mit dem anderen Hund oder fängt gar - noch schlimmer - mit diesem eine Keilerei an! Oder denke an die Rettungshunde: in der Regel werden immer mindestens zwei Hunde bei der Trümmersuche eingesetzt. Und Ablenkung gibt es da ja wohl genug: Menschen, Lärm, Maschinen... Ein Hund, der nur gelernt hat, auf dem Platz ohne jegliche Ablenkung zu arbeiten, würde jämmerlich versagen.

Ich bin der festen Überzeugung, daß auch ein Schutzhund lernen muß und kann, sich AUF DEM PLATZ ruhig zu verhalten, wenn sein HF das wünscht, auch wenn gerade ein anderer Hund mit dem Figuranten arbeitet. Natürlich muß dies von klein auf geübt werden. Für ein Wegsperren in Boxen gibt es überhaupt nur einen Grund: Bequemlichkeit und mangelnde Führerqualität!

Ich wünsche Dir viel Glück bei der Suche nach einem geeigneten HP. Wird nicht einfach sein!

Grüße Inge

von Inge + BC(YCH) am 28. August 2000 20:48

Hallo Ina,

: Man sagte mir dort, daß die fortgeschrittenen Hunde (auch für die BH) alle Einzelunterricht machen, nur junge Hunde trainieren in der Gruppe.

Alles andere hört sich ja ganz prima an, aber der obige Satz macht wieder alles Positive zunichte. Ein BH ist ein Hund, den ich überall problemlos mit hinnehmen kann. Überall herrscht aber nun mal nicht die totale Einsamkeit - da gibt es Hunde, Menschen u.v.m. Was habe ich von einem Hund, der nur gehorcht, wenn keine Ablenkung da ist??? Hunderte Male habe ich auf dem Hundeplatz schon den Spruch gehört: "Zu Hause kann er das schon ganz toll." Haha - glaub ich gerne. Zu Hause im Wohnzimmer, allenfalls noch im Garten. Wo nichts und niemand ablenkt. Das ist weiß Gott kein Kunststück! Da macht sogar mein Kater Männchen, wenn er ein Leckerli abstauben will!

Jeder wirklich gute Ausbilder wird Dir sagen, daß Du so schnell wie möglich mit Deinem Hund unter Ablenkung üben mußt. Natürlich fängt man langsam und mit wenig Ablenkung an. Ja, durchaus erstmal im Wohnzimmer. Aber dann wird unter immer stärkerer Ablenkung gearbeitet und dazu gehört ganz besonders die Ablenkung durch andere Hunde. Alles andere ist dummes Zeug! Ein Hund, der nicht einmal ruhig "Sitz" macht, sobald ein anderer Hund in seiner Nähe ist, würde nicht einmal den jetzt für viele Rassen geforderten Wesenstest bestehen! Also was bitteschön soll mit einer Ausbildung im Einzelunterricht erreicht werden??? Diesen lasse ich allenfalls für Korrekturen gelten, ansonsten wird IMMER unter Ablenkung gearbeitet! Übrigens: damit ist nicht zwangsläufig Gruppenunterricht gemeint, es kann durchaus Einzelunterricht sein - aber dann immer unter gleichzeitiger Anwesenheit anderer Hunde!

Es gibt übrigens sehr fortschrittliche Hundeschulen, die sogar läufige Hündinnen auf den Platz lassen! Begründung: auch im Alltagsleben gibt es ständig Begegnungen mit läufigen H. Was nützt ein auf dem Platz super gehorchender Rüde, wenn er seinen Benimm angesichts einer läufigen Hündin sofort wieder vergißt? Wie ich finde, ein hervorragendes Argument. Wer's nicht glaubt, wende sich einmal an Daniela Tschepe, bekannt aus der Zeitschrift Hunde-Revue.

Inge

von Carola Seelig(YCH) am 28. August 2000 21:08

Hallo Inge,

: Und da hast Du auch schon den neuralgischen Punkt angesprochen: in der heutigen Zeit MUSS das alleroberste Gebot bei der Ausbildung von Hunden Sozialverträglichkeit heißen! Und zwar gegenüber Mensch wie Tier.

Ganz genau! Da müßte ich jetzt einen halben Meter Ausrufezeichen setzen, ich belasse es mal bei dem einen.

Tschüß

Carola

von Merlino(YCH) am 28. August 2000 21:44

hallo, Inge!

:Oder denke an die Rettungshunde: in der Regel werden immer mindestens zwei Hunde bei der Trümmersuche eingesetzt. Und Ablenkung gibt es da ja wohl genug: Menschen, Lärm, Maschinen... Ein Hund, der nur gelernt hat, auf dem Platz ohne jegliche Ablenkung zu arbeiten, würde jämmerlich versagen.

noch extremer ist es in der Fläche in der Kettensuche: 10 Rüden, die sich nicht kennen, starten im Dunkeln im Abstand von ca. 50-60m und revieren über Stunden immer wieder an die Grenzen ihres Suchgebietes und drüber hinaus.
wenn es da keine Sozialverträglichkeit gebe, würde es nicht nur tote Hunde, sondern vielleicht auch tote Menschen geben.
und Rettungshunde sind genauso triebig wie SCH, und trotzdem können sie zusammen mit fremden (!!!) Rüden arbeiten.....

viele Grüße
Merlino

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