29 Monate alt und schon SchH3? :: Hundesport & Freizeit mit Hund

29 Monate alt und schon SchH3?

von Juschka(YCH) am 24. Januar 2002 18:49

Hallo Heidrun,
na da hast Du aber ein heißes Eisen angefaßt! VPG mit 29 Monaten geht v.a. bei behutsamen Aufbau des Hundes vom Welpenalter an.
Meine Malihündin hatte die IIIer mit 27 Monaten und das erst dann weil vorher in der Sommerpause keiner Prüfung hatte.
Ich bekam sie mit 8 Wochen, einen Tag später begann ich mit Spielen und kleinen Kommandos mit Gutibestätigung. Am dritten Tag war sie mit auf dem Platz zum Spielen. Mit 12 Wochen kannte sie mit Guti alle SchH-Kommandos, also Sitz-Guti, Platz-Guti, Steh-Guti etc. Mit 10 Wochen begann ich mit Fährten. Ausgebildet wurde sie rein über Spiel und Guti, z.T nach Lind. Ebenfalls mit drei Monaten entkam sie mir freilaufend auf der Terrasse im Verein und rannte auf den Platz (wir haben keinen Zaun) und forderte mich zum Spielen auf. Mit 4 Monaten machte sie Voraus über den ganzen Platz (natürlich ohne vorher Fuß und Platz, also nur rausrennen). Mit 7 Monaten revierte sie einzeln alle Reviere die ich ihr zeigte (da war schließlich ihr Balli drin). Mit 10 Monaten machte sie spaßeshalber die komplette IIIer UO. Die Ausbildung erfolgte bis dahin komplett ohne (!) Leine, danach lernte ich es ihr wegen der Prüfung, das da was rumbaumelt. Mit 12 Monaten suchte sie ihre erste Trainings-FH1...
BH mit 13 Monaten, FH 1 mit 16 Monaten, dann kam mir der Winter dazwischen, mit 21 Monaten die SchH I (288 Punkte), mit 23 Monaten die SchH ÌI (290 Punkte), dann Sommerpause, mit 27 Monaten zwei SchH III und die erste FH1-Kreisausscheidung, mit 34 Monaten die erste FH2 usw....
Jetzt ist sie 3,5 Jahre hat immer noch ein riesen Spaß, will jeden Tag möglichst zweimal irgendwas tun, und es gibt nichts schöneres als wenn ich Gutis oder den Ball raushole, egal ob im Wohnzimmer, Garten oder Hundeplatz.
Allerdings klappte dies bei meiner sensiblen Hündin nur über Spiel und Motivation, Zwang erreicht bei ihr gar nichts. Mir wird oft von unseren Profis mitgeteilt, daß sie nicht ernsthaft bei der Sache ist. Das heißt für sie, daß sie zu sehr wedelt und freudig mitarbeitet, ich denke es macht ihr schon Spaß und zudem läuft sie ihre Ergebnisse konstant.
Mit nicht mal drei Jahren machte sie auf der SchH-Kreisausscheidung die drittbeste UO aller Teilnehmer, also was will ich mehr.
Einen jungen Hund auszubilden benötigt viel Gefühl und Vorsicht, wer Zwang anwenden will, muß einen älteren Hund ausbilden, denn das würde einen Junghund kaputtmachen. Der läuft nie mehr wieder...
Deswegen schaue ich bei solchen Angaben zu jungen Hunden auf den HF und dessen Methoden.
Tschau Juschka

von Attila(YCH) am 24. Januar 2002 19:13

: Ich finde, man kann auch während der Ausbildung richtig sehen, wie die Hunde mit zunehmenden Alter und Erfahrung immer sicherer werden. Meine Hündin hat erst jetzt mit 2 Jahren angefangen, ein drangvolles und energisches Stellen und Verbellen zu zeigen. Das kommt bei einem gut veranlagten Hund alles mit der Zeit, davon bin ich überzeugt. Ich muss nur Geduld haben, und den Hund wachsen lassen. Und warum sollte ich mit 15 Monaten oder so schon unbedingt die SchH1 machen, wenn ich gar nicht unbedingt züchten will? Und wie viele Hunde haben in ihrer ersten Prüfung einen Einbruch, nur weil es für den Hund viel zu früh war? Und in der Prüfung kann der Helfer dem Hund nun mal nicht mehr arg helfen. Hat er da einen Einbruch, wirft das einen um Ewigkeiten in der Ausbildung zurück, oder ist schlimmstenfalls gar nicht mehr rückgängig zu machen. Und das ist es mir einfach nicht wert.


Hi Nancy,

richtig so. Wenn ich einen Hund bis sieben oder acht Jahre sportlich führen will, muß ich ihn ja auch mit neuen Aufgaben fordern. Wir haben im Verein zwei Hunde, die sechs sind und erst jetzt die SchH 3 ablegen werden - warum auch nicht, zur Zucht sind sie wegen Gebäudefehlern sowieso nicht geeignet. Lieber schicke ich einen etwas älteren Hund nach kontinuierlichem Training (ohne Quälerei) in die Prüfung, die er dann sicher besteht, als einen jungen, noch nicht so festen Hund. Wenn ich die SchH-Prüfungen fertig habe, kann ich IPO, Fährte oder sonstwas machen. Ich lasse mir mit allem Zeit, zumal meine Hunde ohnehin langstockhaarig sind und angeblich nicht zur Zucht taugen.

Gruß, Attila

von TRIsto(YCH) am 24. Januar 2002 19:28

Hallo P.H.

: Aber dieser Trieb stumpft mit der Zeit ab und der Hund kommt in ein riesiges Loch. Dann ist er mit 4Jahren verbraucht oder ich aktiviere in nochmals mit massivem Zwang. Das kann es doch nicht sein?

Wenn du sagst, der Hund sei mit 4 Jahren verbraucht, vergisst du da nicht vielleicht, dass es nicht irgendein Hund ist, der schon so früh in hohen Klassen geführt wird, sondern ein sehr triebiger und auf Leistung gezüchteter Hund, der Arbeiten WILL? Einem solchen Hund kannst du das Arbeiten, wenn du ihn positiv motivierst, nicht so schnell verleiden! Ich trainiere in einer Gruppe, in der es solche Hunde hat, die schon im zarten Alter, SchH und auch andere Sparten in der Klasse 3 absolviert haben und diese Hunde arbeiten jetzt im Alter von 6 oder mehr Jahren noch topmotiviert auf höchstem Niveau!!

mfg TRIsto

von TRIsto(YCH) am 24. Januar 2002 19:35

:Hallo Melanie!

Ich bin absolut nicht der Meinung, dass ein Hund im ersten Lebensjahr "roh" gelassen werden soll, denn nie lernt ein Hund besser, als in seinen ersten Lebensmonaten. Gesunder Menschenverstand ist gefragt beim Training, damit der Hund nicht überfordert wird. Allerdings kannst du auch einen einjährigen oder älteren Hund überfordern, wenn du dann plötzlich mit dem Training beginnst... Ich glaube sowieso, dass das grösste Problem nicht bei der psychischen Überforderung liegt sondern bei der physischen! Wenn jemand mit seinem Hund Agility oder sonst etwas Gelenkbelastendes trainiert, bevor der Hund körperlich ausgewachsen ist, gefährdet er auf krasse Weise die Gesundheit seines Hundes, das kann ich dann schlecht verstehen, bzw. tolerieren!

mfg TRIsto

von TRIsto(YCH) am 24. Januar 2002 19:47

Hallo Melanie

werden, bevor sie geistig ausgereift sind. Vielleicht wären manche BC's dann nicht so hyperaktiv!?

Ich glaube weniger, dass dies mit dem frühen Arbeiten zusammenhängt. Ich glaube viel mehr, dass oft die Halter von BC's ganz einfach mit dieser Rasse überfordert sind und nicht wissen, wie ein solches Temperamentsbündel gehalten werden muss!
Abgesehen davon, spielt es auch eine grosse Rolle, aus welcher Zucht ein Border kommt...

mfg TRIsto

von Mina(YCH) am 24. Januar 2002 21:20

Grüß dich Melanie,

: du schreibst deine BC wollen gerade gefördert werden bevor sie ein Jahr alt sind!

Ich denke mal, da liegt schon mal ein Verständigungsproblem vor. Denn so habe ich das nicht gesagt bzw. gemeint, meine Hunde wollten beschäftigt (nicht befördert) werden. Sie drängten nicht auf Unterordnung in Perfektion oder Obedience. Sie wollten nur etwas zu tun haben, Geist und Körper benutzen als einfach nur junger Hund zu spielen.

: Genau da denke ich, wenn man so aktive Rassen im ersten Jahr nur besonnen arbeitet, ist es besser als wenn sie schon gearbeitet werden, bevor sie geistig ausgereift sind.

Nun, wer hat gesagt, dass ich meine Hunde nicht besonnen arbeiten ließ? Was ist nur besonnen? Den Bedürfnissen des Hundes angepasst statt des Halters? Ich musste beide BCs in ihren Spiel- und Arbeitstrieben bremsen. Jedes Training wurde in Blöcken abgehalten, die nicht länger als zehn Minuten andauerten. Ruhebedürfnisse wurden von mir geregelt (aufgezwungen).

: Vielleicht wären manche BC's dann nicht so hyperaktiv!?

Das glaube ich nicht. Ein aktiver Hund, dessen Bedürfnisse gar nicht erfüllt werden, wird unter Garantie zum Problemhund.
Mein Duke, ein Jahr lang nur Hund, ein wenig Grundgehorsam und sonst nur Spaziergänge ohne besondere Anforderungen ... ich bin mir sicher, er hätte sich eine Beschäftigung gesucht, die mir nicht besonder gefallen hätte.
Es gibt schon genug BCs, die Schatten, Autos, Fahrräder hüten oder aggressiv werden.

Mina

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