Sterbehilfe :: Gesundheit & Hund

Sterbehilfe

von Yvonne & Ari am 04. August 2009 14:11
Heidi, ich lese auch die ganze Zeit schon mit und finde irgendwie nicht die richtigen Worte für dich....
Hör einfach auf dein Bauchgefühl....
Ich habe bis jetzt "nur" 3 Welli´s verloren. Den ersten habe ich beim TA gehen lassen (da es mir dieser so geraten hat). Ich fühle mich heute noch wie ein "Mörder". Wollte er wirklich schon gehen?????? Die anderen Beiden (auch diese waren eigentlich krank) habe ich entscheiden lassen, wann ihre Zeit gekommen ist. Und genau so würde ich es immer wieder machen.....
Ich bin in Gedanken bei euch!
LG
Yvonne

von Chiyo am 04. August 2009 17:09
Zitat Ela:
Einerseits sollte man seinen Hund nicht leiden lassen, andererseits wenn der Hund keine Schmerzen hat sondern "nur alt" ( versteh das bitte nicht falsch, deswegen extra die Anführungsstriche ) ist, dann sollte man vielleicht wirklich der Natur ihren Lauf lassen und nicht einschreiten.
Wenn ein Hund nichts mehr frißt, verhungert er. Das passiert zweifellos täglich zahlreichen Straßenhunden, aber einem Hund, der ein liebevolles Zuhause hat und einen Menschen, der sich um ihn kümmert, sollte so ein erbärmliches Ende erspart bleiben.

von Sciuba am 05. August 2009 09:19
Guten Morgen an alle, die ihr mit mir diesen schweren Moment durchmacht,

es ist keine Veränderung, vielleicht berappelt er sich ja doch noch?! Ich habe an meinen Katzen gesehen, wie sie mit Krankheit, schweren Verletzungen etc. umgehen, vielleicht tut Sciuba das auch. Die Katzen fressen und trinken tagelang nichts, liegen irgendwo und schlafen ununterbrochen, verlassen ihren Platz nicht. Bis es dann wieder besser ist. Ev. macht Sciuba das auch..?

An Perkeo/Chiyo: So ganz verstehe ich euch nicht. Ihr sagt, wenn ich glaube, es könnte das Ende sein, soll ich sofort einschläfern lassen? Und woher weißt du, Chiyo, was Hunde/Tiere denken, empfinden, wollen? Ich verstehe meinen Hund sehr gut, aber ich kann nicht sagen, was er wirklich empfindet, will, inwiefern er leidet. Ich kann sowas nur von mir selber ableiten und das trifft ja nicht einmal auf einen Menschen zu, geschweige denn auf ein Tier. Und, Perkeo, dass ein Hund nicht weiß, dass er stirbt, halte ich für kompletten Unsinn. Da du auf Yorkie schon lange bist, gehe ich auch davon aus, du hast einen Hund. Denkst du, er hat keine Gedanken, kein Hirn, keine Gefühle? Nö, verstehe dich nicht, euch beide nicht.
Betreff verhungert: Ist das nicht nur schrecklich, wenn man essen möchte, aber nicht kann? Aber ok, wenn man es gar nicht möchte? Siehst du die Dinge nicht immer nur von einer Seite, aber vergisst die andere?

An Jägerin: Ja, das ist wahr, was du sagst. Es ist unsere Verbundenheit, diese enorm große Liebe zwischen uns. Aber ich kann es nur mit Worten sagen, dass ich ihn gehen lasse, er loslassen soll. Mein Herz kann es nicht. Und das weiß er.

An Ela: Nein, ich verstehe dich nicht falsch. Ich schreite eigentlich auch nicht ein. Ich füttere ihn nicht, zwinge ihm kein Wasser auf, mache nichts. Natürlich habe ich versucht, ihn zu etwas zu 'animieren', aber er will nicht, also dann nicht. Ich habe ihm sein Leben lang in allem vertraut, seine Entscheidungen angenommen, ich tue es auch jetzt. Das mit dem Erlösen ist so eine Sache: er bittet mich nicht darum, also würde ich über sein Leben entscheiden. Das habe ich nie, warum also jetzt? Ich würde auch nicht wollen, dass wer anderes es für mich entscheidet - genauso wenig wie das verlängern. Das traurige am Menschen ist, dass er über Leben und Tod entscheidet wie er es für richtig hält. Deinen geschickten Engel habe ich gefühlt, er hat uns beide fest in die Arme genommen!

An Yvonne: Wellensittiche habe ich auch schon viele verloren, mein Kaninchen (nach 8 Jahren) wurde eingeschläfert, also so gesehen, weiß ich schon, was es bedeutet. Aber Sciuba ist was anderes, ich habe ein ganz anderes Verhältnis zu ihm, allein schon, weil er ja ein Traum war, den ich seit meinem 8ten Lebensjahr hatte, er war derjenige, auf den ich Jahrzehnte gewartet hatte und er ist das wichtigste in meinem Leben. Ich habe meine Freizeit nach ihm geplant, meinen Beruf, meine Wohnorte und ein Freund (in diesem Fall ein menschlicher :-) ) kam nur in Frage, wenn er sich gut mit Sciuba vertrug und Sciuba ihn annahm. Das hört sich vielleicht etwas verrückt an, aber ich habe durch Sciuba die Welt entdeckt, irre tolle Menschen kennen gelernt, ganz andere Sichtweisen bekommen, gelernt ohne Ende und meine schönste Zeit ist mit ihm.

Ich halte euch auf dem Laufenden, wenn ich irgendwie kann..

Liebe Grüße und danke euch allen!

Heidi und Sciuba (der hinter mir liegt und schläft)

von Sciuba am 07. August 2009 08:35
Hallo an alle,

eine Zwischenmeldung: es sind keine weiteren Veraenderungen. Es ist immer das selbe besch... Befinden, keine Besserung, aber auch nicht schlechter. Bleibt die Hoffnung. Er schlaeft viel.

Liebe Gruesse

Sciuba/Heidi

von Ela am 09. August 2009 16:27
Hallo Chiyo,

wie ich bereits geschrieben habe war ich noch nicht in der Situation das ich einen Hund gehen lassen musste ( es wird mit aber wohl in naher Zukunft auch bevorstehen ) und ich habe verdammte Angst davor. Aber ich weiß auch das es zum Hundehalterleben dazugehört das das geliebte Tier irgendwann stirbt.

Ich habe auf keinen Fall gemeint das ich es für richtig halte das man seinen Hund verhungern oder verdursten lässt sondern ich habe lediglich das wiedergegeben was ich in den Postings gelesen habe. Es hat mich zum nachdenken veranlasst und ich bin für mich zu dem Schluß gekommen das ich mich wahrscheinlich dazu entscheiden würde meinen Hund einzuschläfern wenn es nicht mehr geht. Ich bin auch nicht dafür das er sich bis zum Schluß hinquälen muß.

Trotzdem kann ich es nachvollziehen wenn jemand sagt er möchte das der Hund selber entscheidet wann es für ihn an der Zeit ist zu gehen. Voraussetzung für dieses Handeln ist für mich allerdings das das Tier keine Schmerzen hat. Allerdings weiß ich das Hunger und Durst zu Schmerzen führt.

Das ist wirklich ein schwieriges Thema. Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Grüße von der Labbitante Ela

von Chiyo am 10. August 2009 12:50
Zitat Ela:
Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Wart´s doch einfach ab, bis es soweit ist. Vielleicht tut Dir Dein Hund ja den Gefallen und stirbt von alleine, z.B. an einem Herzstillstand.

Ich habe bislang auch noch keinen Hund verloren, aber ich ich mußte meine 3 Katzen einschläfern lassen. Bei ihnen war es relativ einfach, eine Entscheidung zu treffen. (Wirklich einfach ist es natürlich nie.) Sie hatten Krebs und der Tierarzt konnte ihnen nicht helfen (außer Schmerzmittel). Die Zeit war gekommen, als sie aufhörten zu fressen.
Bei ihnen war klar, daß sie sterben würden.

"Sciuba" hat ja noch die Hoffnung, daß der Hund sich wieder berappelt. Das ist dann wieder eine andere Situation.

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