Antibiotika :: Gesundheit & Hund

Antibiotika

von Petra + Jerry(YCH) am 25. Juni 1997 09:55

Hallo
Kann mir jemand mal bitte erklären, warum ein Hund sehr schnell Antibiotika verabreicht bekommt, kaum das er stärkeren Durchfall oder eingerissene Wolfskralle oder sonstiges hat? Ich möchte nicht die entzündungshemmende Wirkung von Antibiotika in Frage stellen. Aber verliert das Antibiotika nicht irgendwann mal seine Wirkung, wenn es häufiger angewandt wird? Gibt es Alternativen (Hömopathie)? Mein Hund ist nämlich ein "kleiner" Chaot, dahingehend daß er sich nicht mit leichtem Durchfall "zufrieden" gibt, sondern gleich eine handfeste Infektion sich einhandelt oder sich beim Toben die Wolfskralle einreißt oder sonstwie etwas in dieser Größenordnung passiert. Und jedesmal, wenn ich dann zum Tierarzt muß, bekommt er gleich eine Antibiotika-Spritze, und ich befürchte halt mal, daß wenn wirklich mal ein Notfall sein sollte und die Wirkung eines Antibiotikas dringend notwendig wäre, es nicht mehr wirkt.
Viele Grüße Petra und Jerry

von Maja Hulicka(YCH) am 25. Juni 1997 15:03

Hallo Petra

Grundsätzlich hast Du recht. Je mehr Antibiotika gegeben wird, desto größer ist die Möglichkeit resistent zu werden.
Dazu zählen vor allem sog. Antibiotika Therapien, die oral oder durch Injektionen verabreicht werden, meist über einen Zeitraum von 5 bis zu 14 Tagen, in seltenen Fällen auch länger.
Antibiotika, die injiziert wird, um eine Keimbildung bei einer Verletzung zu vermeiden, ist in der Regel 1-2 malig und somit nicht so gefährlich.
Mit einem speziellen Test läßt sich ermitteln, für welche Antibiotika, Penicilline und Tetracycline ein Tier noch empfänglich oder schon resistent ist.
Bei manchen dieser Stoffe ist bereits eine natürliche Resistenz gegeben.
Häufige Antibiotika Therapien schädigen das Immunsysten und bei oraler Eingabe auch die Darmflora, da die benötigten Keime ebenfalls abgetötet werden.
Ebenso kann es nach einer längeren Einnahme zu einer Pilzinfektion kommen.
Bei schweren akuten, durch Keime hervorgerufene Infektionen, sind Antibiotika oft die einzige Wahl.
Bei schlichten Erkältungen, Durchfall, oder Erbrechen, welches nicht durch o.e. bedingt ist,läßt es sich auch natürlich behandeln.
Die normalen Abwehrkräfte lassen sich durch tägliche Gaben Echinacea stimulieren. Die genaue Stärke ist mir derzeit nicht bekannt, denn man
schaut ja nicht jedesmal auf die Dose. Wir beziehen unsere Homöopathischen Arzneimittel von der DHU (Deutsche Homöopathie Union).
Manche Apotheken sind gerne bereit diese Mittel zu bestellen.


Gruß Maja

von Sonja Gerberding(YCH) am 27. Juni 1997 09:35

Hallo Petra,

das Tierärtze Antibiotika oft als Allheilmittel ansehen, ist eine
leidvolle Erfahrung, die ich auch schon machen mußte.

Bei Nero gings auch mit Durchfall los. Durchfall - Antibiotika,
Durchfall - Antibiotika, mit schöner Regelmässigkeit über mehrer Wochen.

Am Krankheitsbild hat sich nicht geändert. Dann habe ich den Tierarzt
gewechselt und der hat bei Neros Laborproben erstmal die Hände überm
Kopf zusammengeschlagen. Die Wirkliche Ursache seines Durchfallproblems
war mit Antibiotika nämlich gar nicht zu behandeln (mangelnde Enzymproduktion)!

Mittlerweile habe ich mit mehreren Biologen gesprochen, die mit recht hoher Wahrscheinlichkeit
davon ausgehen, daß die Antibiotikumbehandlung viel mehr kaputt als heil gemacht hat.

Nero bekommt jetzt ein spezielles Präperat und bei kleinen Verletzungen
oder Erkältungen, Unwohlsein... Baypamun. Die ist ein Präperat, welches
keine Nebenwirkungen hat und die körpereigene Abwehr auf Vordermann bringt.

Wenn ich persönlich zum Arzt muß, hinterfrage ich die Behandlung immer
und lasse mir alles genau erklären. Ich habe festgestellt, daß, wenn mein
Doc meint ich müsse Antibiotikum nehmen und ich die Behandlung dann recht
hartnäckig mit ihm bespreche, sich oft andere Therapien ergeben haben.
So halte ich jetzt auch mit mit meinem Hund!

Ärtze sind ja auch nur Menschen, machen Fehler oder sich einige Dinge
zu leicht. Vielleicht solltest Du mal über einen Tierarztwechesl nachdenken.
Bei Hauterkrankungen sind Cortisongaben z.B. recht beliebt, allerdings
beheben diese in der Regel nur die aüsseren Anzeichen, selten die Ursache.
Scheu Dich also bitte nicht, Deinen Doc mit Fragen zu löchern!! Sind die
Antworten für Dich unbefriedigend - wechsel den Doc!
Liebe Grüße Sonja

von Irena(YCH) am 05. Juli 1997 17:45

Hallo Petra und Jerry!
Ich ärgere mich auch immer, wenn gleich solche Hämmer verschrieben werden.
Ich habe für solche Fälle sehr gute Erfahrungen mit Bachblüten gemacht.
Z.B. bei Zwingerhusten - da wird normalerweise Antibiotika verschrieben -
und zwar grassierte es mal wieder bei uns in der Gegend, eine Bekannte
und ich gaben Rescue - nach 1/2 Tag war alles vorbei, während die anderen
Hundtis 1 Woche und länger husteten und fieberten!
Bei Durchfall gibt es mehrere Möglichkeiten - kommt auf das Krankheitsbild
an. Wenn es Dich interessiert, gibt es ein gut geschriebens Buch darüber:
Renate Edelmann - Mich Bachblüten unsere Haustiere heilen (Ansata Verlag).
Übrigens trage ich die Rescue-Salbe bei allen Wunden (offen oder geschlossen)
auf, die Heilzeit minimiert sich - auch bei eitrigen Wunden (Wundränder be-
streichen).
Alles Liebe,
Irena

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