Hund springt alle an!! :: Hundeerziehung + Soziales

Hund springt alle an!!

von metta am 05. August 2011 09:36
Hallo!!
Wie haben eine Golden retriver Dame!!
Das problem ist bevor ich mit mein Mann zusammen gekommen bin hatte er sie schon!!
Und die Dame ist nur auf in fixiert!!
Ich kenn mich mit Hunden leider nicht aus und fühle mich da hilflos. Unsere Hündin springt jeden an vor freude und das soll sie nicht tun!! Haben einen 8 Monate alten Sohn und der hat gestern leider ihr temprament gespürrt!! Es ist nix schlimmes passiert
Aber ich habe angst das doch mal was passiert!! Was der hund eig. nicht mit absicht macht!!
Jetzt zur frage:
Wie schaffe ich es das der Hund das springen lässt!?
Und das er mich auch als respeckt person sieht!!??

von Anila am 22. August 2011 21:27
Hallo Metta,

ist ja blöde, dass dir offenbar noch gar keiner geantwortet hat. Wie alt ist eure Hündin eigentlich? Noch ein Welpe?

Ohne nähere Infos ist es immer aus der Entfernung schwer.

Aber ich gehe jetzt einfach mal von einem freudigen Junghund aus bei meiner Antwort: Ich würde mir der Dame trainieren, z.B. Sitz. Wann immer sie gleich mti etwas schönem belohnt werden soll - also vor dem Futtern, vor dem Rausgehen, vor dem Spielen..... muss sie einmal "Sitz" machen.

Falls sie das noch nicht kann - erstmal langsam beibringen.

Euren kleinen Sohn nimmst du erst einmal aus der Schusslinie, bis eure Dame etwas vorsichtiger ist. Wann immer sie euch anspringt - könnt Ihr es mal mit Ignorieren versuchen oder mit Spielabbruch, falls es dabei passiert. Wenn Ihr also nach Hause kommt und sie rennt Euch gleich vor Freude über den Haufen, macht Ihr nichts. Kein Schimpfen, kein Streicheln - einfach so tun, als wäre da kein Hund. Dann könnt Ihr mal "Sitz" verlangen und wenn sie das macht, kniet Ihr Euch hin und begrüßt sie - knuddelt sie durch, was auch immer ihr gefällt.

Wenn sie beim Spielen aufdreht und an Euch hochspringt - dann ist das Spiel erst einmal beendet. Nach kurzer Pause könnt Ihr nochmal ein "Sitz" einfordern und weiter spielen.

Gib ihr aber auch Zeit - insbesondere, wenn es noch ein junger Hund ist, der noch nicht viel gelernt hat. Kleine Kinder würde ich unbeaufsichtigt eh nie mit einem Hund zusammen lassen - und hier musst du halt auch aufpassen, dass die Hündin den Kleinen nicht umrennt. Da musst du das Kind vor dem Hund schützen - und umgekehrt aber auch den Hund vor einem ungestümen Kind schützen!

Respekt muss man sich erarbeiten. Vertrauen vor allen Dingen muss man sich erarbeiten, das halte ich für viel wichtiger. Und das kommt nicht über Nacht. Aber wenn du dich viel mit der Hündin beschäftigst, z.B. dieses Training abwechslungsreich gestaltest und dafür sorgst, dass sie Spaß dran hat, wenn du mit ihr schöne Dinge unternimmst: Suchspiele z.B., vielleicht auch andere Dinge mit ihr trainierst - dann wird sie sich wohl in deiner Gesellschaft fühlen und Vertrauen zu dir aufbauen.

Wenn du ihr Sicherheit und Struktur bietest, wird sie dich auch respektieren.

Viele Grüße
Anila

von Liesel am 29. August 2011 10:54
Hallo!

Du hast hier schon wertvolle Tipps erhalten, die möchte ich nur um einige Infos ergänzen.

Es gibt bei Retrievern Zuchtlinien, die sogenannten Arbeitslinien, die überdurchschnittlich oft Hunde hervorbringen, die durch ihr Temperament als Familienhunde schwierig zu händeln sind. Ich bin selbst Mutter und weiß, wie ausgefüllt ein Tag mit einem Baby oder Kleinkind ist, trotzdem befürchte ich an Hand der beschriebenen Verhaltensweisen, dass Euer Familienhund chronisch unterfordert ist.

Zusätzlich zu den beschriebenen Gehorsamsübungen, in denen das Ersatzverhalten "Sitz" trainiert wird, solltest Du Deinem Hund Aufgaben stellen, um ihn auszulasten. Das geht auch in der Wohnung mit kleinem Kind. Ich gehe mal davon aus, dass Dein Wonneproppen noch Mittagsschlaf braucht, die Zeit bietet sich an. Ein halbes Stündchen wirst du ja wohl abzwacken können, Hausarbeit läuft nicht weg (kenne ich aus Erfahrung, bei mir ist die auch nach 12 Stunden Nachtdienst noch da).

Ein Retriever ist ein Jagdhund für den Apport erlegter Beute, also bieten sich Apportier- und Suchspiele an. Natürlich ist da auch noch der Bewegungsdrang, dem Rechnung getragen wird, das soll allerdings ruhig Herrchen übernehmen. Eine halbe Stunde radeln oder joggen nach Feierabend hat noch keinem Mann geschadet. Er hat ja schließlich auch, wenn ich das richtig verstehe, diesen Haufen Zusatzarbeit mit in die Beziehung gebracht.

Spazieren gehen reicht einem solchen Hund nicht, der muss rennen!

Ich würde Dir normalerweise zu viel mehr raten, Hundesport zum Beispiel, aber ich kenne die Grenzen einer jungen Mutter. Wenn überhaupt dann funktioniert das nur, wenn die komplette Familie das Wochenende in einem Hundesportverein verbringt und einer davon mit dem Hund arbeitet. In einigen Vereinen wechseln sich zwar die Vereinsmitglieder beim Babysitten ab, allerdings kenne ich das nur aus denen wo Schutzhundesport betrieben wird. Dafür sind Retriever allerdings selten geeignet.

Ich bin sicher, mit ein wenig guten Willen packt ihr das Problem. Guter Wille ist ja da, sonst hättest Du hier nicht um Hilfe gebeten.

LG, Liesel

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