Husky/Wolf-Hybriden (Mischlinge) :: Hundeerziehung + Soziales

Husky/Wolf-Hybriden (Mischlinge)

von Daniela(YCH) am 18. Februar 1999 15:28




Hallo zusammen

Da habe ich doch eben wieder einen Artikel in einer Zeitschrift gelesen, der erklärt, dass
Husky/Wolf-Mischlinge und allgemein alle Mischlinge, die Wolf im Blut haben, nicht als Haushunde gehalten
werden können. Ich finde es ja durchaus positiv wenn den Leuten von der Haltung eines solchen Hundes
abgeraten wird. Zu verführerisch ist der Reflex "Oh wie schön, der sieht ja aus wie ein Wolf. Darf ich den
streicheln?". Diese Mischlinge sind wunderschön aber sicher nicht ganz einfach zu halten, wenn man nicht genau
weiss was man tut. Ich besitze selber solch ein Prachtexemplar und kann einiges dazu erzählen. Vielleicht liegt
es ja daran, dass der Husky-Einfluss etwas dominater ist, doch mit meinem "Wolfie" habe ich bisher nur gute
Erfahrungen gemacht. Konsequente Erziehung von dem Moment, als er ins Haus kam, haben aus ihm einen
zuverlässigen und treuen Kameraden gemacht. Er flitzt keinen Joggern, Reitern oder Velofahrern hinterher.
Rehe lassen ihn kalt und Fremden begegnet er mit überschwenglicher Freude. Allerdings ist es zutreffend, dass
er einen gewissen Hang zur "Zerstörungswut" hat. Allerdings ist meist in einer unstillbaren Neugierde begründet,
schliesslich will er allem "auf den Grund" gehen. Nachdem er zwei Weidenkörbe und noch mehr Decken, Matten
und Teppiche verrupft hat, gab es schliesslich nur noch die Variante Plastikkörbchen. Das ist zwar auch schon
kräftig benagt worden, aber ansonsten ist Aaron zufrieden damit.

Was mir auch noch aufgefallen ist, dass man diese Hunde nicht allein halten sollte. Sie fixieren sich so sehr auf
ihren Besitzer, dass es schon nicht mehr gut ist. Glücklicherweise fand sich nach dem überraschendem Tod
seiner "Ersatzmama" (Sib.Husky) ein Schäferhund-Husky-Mischling aus dem Tierheim. Die beiden haben sich
schon nach einer Woche so verhalten, als ob es Brüder wären. Heute kommt keiner mehr auf die Idee, dass die
beiden je mal getrennt gewesen wären. Um es ihnen und mir zu vereinfachen (und führe sie nicht in Versuchung)
verbringen die beiden die Nacht jeweils im Zwinger, der in einem Nebenraum untergebracht ist. Beide sind damit
vollauf zufrieden.

Gibt es noch andere Menschen, die Erfahrungen mit Wolf-Hybriden gemacht haben?
Gerne würde ich eure Erfahrungen hören!

von Petra(YCH) am 18. Februar 1999 16:34

Hallo Daniela,

erst mal herzlichen Glückwunsch, dass Du Deinen "Wolf" so gut im Griff hast.
Andererseits hab ich die Befürchtung, dass sich jetzt einige denken, es
wäre doch gut machbar, so einen Mix zu halten.
Du und Deine Hunde sind wahrscheinlich die grosse Ausnahme. Ich hab selbst einen Schäfer-Husky-Mix
und kenne auch einige Husky Besitzer. Das ein Reh - selbst bei konsequenter Ausbildung - einen
Husky kaltlässt, hab ich noch nie gehört. Es gelingt mir zwar meinen zu stoppen, falls ich
die Rehe vor ihm sehe und wenn er losdüst ist er innerhalb einer Minute wieder da - aber das
schreibe ich nicht (nur) der Erziehung zu, sondern dem relativ grossen
Schäferhundanteil.
Wie alt ist denn Dein Aaron?
Versteh mich bitte nicht falsch, ich möchte Deine Hunde nicht schlecht machen, aber es sind
keine Hunde für jedermann.
Andere Erfahrungen würden mich auch sehr interessieren.

Liebe Grüsse

Petra

von Aurelia(YCH) am 18. Februar 1999 18:18

:
:
:
: Hallo zusammen
:
Mein Chef hat selber vier Timberwölfe!
Was mich persönlich interessiert ist, ob die besagten Hybriden????
aus dem Jura stammen?
Gruss Aurelia

von Daniela(YCH) am 18. Februar 1999 19:03

Timberwölfe

Hoi Aurelia

Nein mein Husky/Wolf-Mix ist eigentlich ein "Betriebsunfall". Seine Mutter ist Halbwölfin (gross, graumeliert, markante Schnauze, hager und hochbeinig, sieht wirklich wie ein Wolf aus) und gehört dem Wirt eines Ausflugsrestaurants in den Alpen. Sein Vater war ein Sib. Husky und hat Aarons Äusseres markant geprägt. Sieht er doch auf den ersten Blick aus wie ein braun-roter Husky, nur viel grösser (über 30 Kilo) und mit markanterem Gesicht und bernsteinfarbenen Augen.

Dein Chef hat vier Timberwölfe? Der Kontakt zu diesen Tieren muss für dich wirklich etwas besonders sein. Gibt es eine Möglichkeit euch vielleicht einmal zu besuchen?
Meine e-mail-adresse ist: redaktion@general-anzeiger.ch co. Daniela Kreissl
Es würde mich freuen nochmal etwas von dir zu hören!

Bye-Bye

Daniela

von Franziska(YCH) am 18. Februar 1999 21:42

Hi Daniela,

ich persönlich habe noch keine Erfahrungen mit Wolfshybriden gemacht, aber schon so einiges über diese Mischungen gelesen.
Und demnach zu urteilen, kann es einfach gar nicht sein, daß dein Hund ein Wolfsblut ist.
Ich beschreibe jetzt mal kurz, was ich gelesen habe:
Wölfe sind, selbst wenn sie vom welpenalter an Menschen um sich haben, kaum auf den Menschen zu sozialisieren. Sie sind Menschen gegenüber extrem scheu, mißtrauisch. Sie sind im Gegensatz zu unseren Haushunden sehr selbständig und bleiben nicht in ihrer Entwicklung im "Jugendalter" stecken. Auch lassen sie sich kaum überhaupt vom Menschen "erziehen".
Paart man einen Wolf mit einem Hund, kommt vom Charakter her ein Wolf raus, da die "wilden" Merkmale nunmal die dominanteren sind. Auch in der zweiten und den folgenden Generationen sind die wölfischen Eigenschaften noch sehr stark dominierend.
Demnach zu urteilen vermute ich einfach mal, in deinem Hund steckt kein Wolf. Kann das sein, oder ist dem völlig ausgeschlossen?
Bis dann

Franziska

von Daniela(YCH) am 19. Februar 1999 15:30

Hallo Franziska

Natürlich ist es wahr dass Hunde mit Wolsblut schwierig, bis gar nicht zu erziehen sind. Doch von meinem weiss ich es ganu dass seine Grossmutter Wölfin war. Vielleicht liegt es daran, dass der Einfluss seines Vaters, eines Sib. Husky, ziemlich dominat ist, wie man auch an seinem Äusseren erkennen kann. Von seinen Geschistern war er einer der ruhigsten, ein Teil seiner Brüder war wirklich wild und ich hätte mir nicht zugetraut, solche Rabauken aufzunehmen. Glücklicherweise kam er als Welpe zu unserer Sib. Husky-Hünding, die seine Erziehung sehr ernst nahm. Aber auch er hat zu Beginn und vor allem im Alter zwischen 6 Monaten und einem Jahr, wie du das richtig erkannt hast, extrem angefangen zu fremdeln und scheu zu werden. Gott sei dank haben wir dass schon fast geahnt und entsprechend handeln können. Also viel erfreulichen Kontakt zu Menschen und anderen Hunden mit entsprechender Motivation.

Vielleicht habe ich nur Glück gehabt oder der menschenfreundliche Husky-Einschlag ist bei ihm sehr dominant. Auf jeden Fall merkt man ihm seine Abstammung auch heute an gewissen speziellen Verhaltensweisen an. Im übrigen wird er am 4. April erst zwei jahre alt und ist noch weit davon entfernt erwachsen zu sein. (Auch bei den Wölfen haben die Jungen bis zweieinhalb oder drei Jahre sogennante Narrenfreiheit im Rudel)

Ich hoffe, ich konnte dir deine Fragen beantworten
Bis bald

Daniela

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