Anknurren/Welche Reaktion ??? :: Hundeerziehung + Soziales

Anknurren/Welche Reaktion ???

von AB(YCH) am 05. November 1997 10:53

Hallo Mecki!

Noch einmal kurz zu dem:
Was ich einfach nicht verstehe, ist, daß Janosch auf meinem Schwager vorher ganz wild war. Mein Schwager konnte als einziger -außer uns- mit Janosch gassigehen und richtig wild mit ihm toben.
Das Problem scheint in meinen Augen in einer falschen Verknüpfung zu liegen, die Janosch mal in Verbindung mit Deinem Schwager gemacht hat- das ist für uns Menschen oft nicht nachzuvollziehen. Die Hunde leben in einer anderen Welt sage ich immer- sie nehmen Gerüche, Töne und Bewegungen wahr, die wir mit unseren verkrüppelten Sinnesorganen nie begreifen. Vielleicht war es so ein Geruch, der an Deinem Schwager einmal haftete und den Janosch mit seiner schlechten Vergangenheit in Verbindung brachte.

Bei Janosch bekannten Personen reicht schon eine stimmliche "Ermahnung" und er hört sofort auf. Bei fremden Personen muß ich einen "Sicherheitsabstand" einhalten bzw. wenn er ohne Leine mitläuft einfach schnell weitergehen und Janosch "wegrufen" als wäre es "uninteressant" gerade diese Person zu verbellen.
Es ist super, wenn die Stimme in einem Fall schon ausreicht- dann klappt es mit Fremden auch, wenn ihr intensiv arbeitet.

Janosch füttern oder Leckerlies geben könnte mein Schwager immer schon.
Ich meine mit den Leckerlies in diesem Fall ganz was besonderes, die nur Dein Schwager hat und wo Janosch besonders heiß drauf ist ( eventl. gekochte Leber o.ä.)

Deine Meinung zum Hundeplatz kann ich verstehen; ich selbst bin nur des Agility willens in einen Polizeihundverein eingetreten- den üblichen Umgangston kann ich dort nicht leiden. 'Unterordnung ' machen wir privat und auch das kann dem Hund Spaß machen (meine Hündin ist zwar futtergierig ohne Ende aber Spaß hat sie nur wenn man mit ihr spielt)auch hier gilt man muß den Hunden die Arbeit nur richtig 'verkaufen'.Mit ihrem Lieblingsspielzeug, das man solange für andere Spiele aus dem Verkehr zieht z. B..Leise Kommandos sind besser als laute ( bei manchen Leuten denkt man, die Hunde wären taub- Erfolg haben sie dadurch nicht)- das ist wie mit dem Heranrufenläuft man hinter dem Hund her, wenn er nicht kommt, wird er ausweichen- läuft man weg und versteckt sich womöglich kriegt der Hund schnelle Pfoten, denn kein normaler Hund will Herrchen/Frauchen verlieren. Als ich mal Unterordnung auf dem PLatz trainiert habe, hat ein anderer überhaupt nicht begreifen können, wieso mein Hund trotz kaum hörbarer Befehle artig folgte- armer Mensch, der immer von sich auf andere schließen muß!
Des weiteren gilt natürlich so wenig mit der Leine einwirken wie möglich statt einem Ruck kann man meistens auch schnell runtergreifen und mit der Hand den Hals/ Brustkorb berühren- das hat 2 Vorteile der Hund bleibt sensibel an der Leine und Du machst ihn auf die sanfte Art auf Dich aufmerksam. Wird er zu heftig und will trotzdem weg kann man hinter den Vorderbeinen den Brustkorb umschließen und ihn ein Stückchen vom Boden abheben- nur soviel, daß die Vorderbeine gerade nicht den Boden berühren.Auch das ist sanft und sehr wirksam.
So- ich hoffe, Du bekommst keinen Kreuzschaden, wenn Du das ausprobierst, aber auch ich habe das überlebt und mein Hund hat 20cm Stockmaß!
Viele Grüße Anja

von Heidi(YCH) am 06. November 1997 07:41


Hallo Mecki!
Ich denke, Dein Hund hat wirklich Selbstbewustsein bekommen- das zeigt sich natürlich am besten daran, daß er Deinen Schwager anknurrt, da er offensichlich ein wenig Angst hat.Er sollte vielleicht öfter mit Janosch spielen- eventuell überläßt Du komplett das Spielen mit dem Hund eine zeitlang Deinem Schwager. Zuviel Druck ( Nasenklaps o. ä. ) würde ich auch nicht anwenden vor allem nicht durch die angeknurrte Person- es ist dann besser ( wenn er nicht auf einen einfachen Zeichen von Dir ruhig ist), 'Gottes Strafe' walten zu lassenein Dose mit Penniesz.B. die für den Hund aus nicht zuordenbarer Richtung kommt.Ich würde aber erst aufgrund der Vorgeschichte Deines Hundes alles andere probieren!!Dein Schwager könnte JAnosch auch Leckerchen geben- nur darauf achten, daß dies niemals nach dem Anknurren sondern schon vorher geschieht. Du kannst ihn dazu ermuntern'guck mal, wer da kommt- fein!!!' so in der Richtung. Auf gar keinen Fall das Knurren ignorieren! Vielleicht kannst Du Deinem Hund auch eine Aufgabe beschaffen- machst Du mit ihm Hundesport o. ä.? Manche Hunde ( Borders garantiert) wollen 'Arbeit'haben ohne werden sie unausgeglichen. Bezüglich fremder Personen beim Spaziergang würde ich sagen Du läßt ihn bei Fuß gehen, wenn Du siehst,daß jemand kommt, damit Du einwirken kannst ( nutz Deine Stimme, rede schon mit ihm, wenn Du auf Fremde zugehst!Früh genug einwirken, dann brauchst Du nur ganz wenig Druck.) Ist er brav gewesen, ohne Ton passiert würde ich sofort mit ihm Ball spielen o.ä. die Anspannung muß sofort wieder gelöst werden!
So- das war wieder ein ganzer Roman ich hoffe, er hilft Dir!

Hallo,

anknurren ist nicht unbedingt ein Zeichen von Selbstbewußtsein, sonder meistens ein Zeichen von Unsicherheit.

Viele Grüße

Heidi

von Karin Klug(YCH) am 06. November 1997 08:28

Hallo Heidi,

du hast recht, es gibt viele Möglichkeiten, warum ein Hund knurrt. Vielleicht ist es auch Eifersucht?

Man müßte sehen, wie der Hund wirkt, wenn er knurrt. Zieht er den Schwanz ein, läßt er ihn hängen oder hält er ihn hoch und wie stehen die Ohren und wie schaut er deinen Schwager an? So theoretisch kann man das halt sehr schlecht beurteilen.

Viele Grüße Karin

von mecki(YCH) am 06. November 1997 10:35

Hallo Karin, Du schreibst

du hast recht, es gibt viele Möglichkeiten, warum ein Hund knurrt. Vielleicht ist es auch Eifersucht?

Eifersucht kann es auf keinen Fall sein, da ist bei kein Grund verhanden.

Man müßte sehen, wie der Hund wirkt, wenn er knurrt. Zieht er den Schwanz ein, läßt er ihn hängen oder hält er ihn hoch und wie stehen die Ohren und wie schaut er deinen Schwager an? So theoretisch kann man das halt sehr schlecht beurteilen.

Wie wirkt Janosch, wenn er meinen Schwager anknurrter saß dabei und stellte die Ohren und der Blick ist starr und auf meinen (mecki) Schwager (nicht Heidi´s Schwager) fixiert. Ich würde mir ja keine Sorgen machen, wenn´s das Verhältnis immer schon so gewesen wäre, aber Janosch mochte meinen Schwager immer und jetzt dies.

Jedenfalls hat mein Schwager (er gib´s natürlich nicht zu...) jetzt doch ein wenig Angst vor Janosch und reagiert (trotz gutem Zureden meinerseits) verhalten auf Janosch, was das "Problem" wohl nicht besser macht.
Aber ich kann meinem Schwager ja jetzt nicht zwingen, Janosch in seine Arme zu schließen oder ihn zu füttern wenn er es nicht traut, zumal ich Janosch nicht hunderprozent vertrauen kann. Ich kenne ja nicht sein "genaues" Vorleben.
Und was meint ihr wohl, was dort zuhause los ist, wenn Janosch zuschnappt, dann sprechen wieder alle vom bösen Tierheimhund und im Grunde hätten es ja alle gleich gewusst.
Letztendlich stehe nur ich und mein Ehemann zu Janosch, wenn etwas passiert und daran wird sich wohl nicht´s ändern. Es hat sich auch nicht´s geändert, als er mich damals gebissen hat.

Also, was ich damit sagen will, ich muß mit Janosch an diesem Problem arbeiten, nicht mit meinem Schwager (er hat einfach Angst und wenn Janosch nicht mein Hund wäre, hätte ich dies vielleicht auch...).

Ein guter Tip, den ich auf jedenfalls ausprobieren will istmeinen Schwager sehr freudig begrüßen, wenn ich ihm mit Janosch begegne, damit Janosch wieder kappiert, das mein Schwager o.k. ist.
Einen Nasenstüber für Janosch gibt´s auf keinen Fall (auch wenn das meine Schwiegermutter meint...).

Wie stehst Du zu einer "stimmlichen Ermahnung", wenn Janosch knurrt ?

gruß mecki


von AB(YCH) am 06. November 1997 11:22


Hallo,

anknurren ist nicht unbedingt ein Zeichen von Selbstbewußtsein, sonder meistens ein Zeichen von Unsicherheit.

Viele Grüße

Heidi
HAllo Heidi,
natürlich besitzt nicht jeder Hund, der knurrt ein ausgeprägtes Selbstbewußtsein da hast Du was falsch verstanden! Das war eine Vermutung, die ich aufgrund der Vorgeschichte und dem beschriebenen Verhalten von Janosch geäußert habe und ich bin der Meinung so verkehrt ist das nicht. Ein wirklich unsicherer Hund, der aus diesem Grund knurrt wird eher Fremden ausweichen und dabei sein Unbehagen äußern und nicht hinlaufen.Dies gilt besonders, wenn der Hund vorher offensichtlich sehr schlechte Erfahrungen gemacht hat und sich sogar hinwarf, wenn einer mit ihm Stöckchen spielen wollte. Knurrt so ein Hund auf einmal, wenn ihm etwas ( was weiß man ja gar nicht ) nicht gefällt hat er für mich Selbstbewußtsein erlangt. Dies ist meine persönliche Meinung, die auf jahrelanger Erfahrung mit 'Angsthasen' und 'Beißern' beruht- sie behält sich keine Unfehlbarkeit vor!!!
Grüße Anja

von Karin Klug(YCH) am 06. November 1997 12:07

Hallo Mecki,

mit meiner Antwort wollte ich Heidi nur sagen, daß es außer Angst noch andere Gründe gibt und das von Ferne schlecht zu beurteilen ist.

Stimmliche Ermahnung? Es kommt auf die Situation an. Entweder sein Knurren nicht beachten (wahrscheinlich hört er auf, wenn du deinen Schwager ansprichst) und den Schwager nett begrüßen oder mit ruhigem Ton etwas belangloses zum Hund sagen, wie z.B. Na, was ist oder so ähnlich. Zurechtweisen würde ich ihn wahrscheinlich nicht.

Viele Grüße Karin

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