Alleinsein II :: Hundeerziehung + Soziales

Alleinsein II

von Werner(YCH) am 26. November 1997 21:24

Hallo Hundefreunde,
seit einiger Zeit haben wir ein kleines Problem. Unser Husky - ? - Mischlingsrüde,
gerade mal 7 Monate alt, kann einfach nicht alleine sein, obwohl wir
versuchten, es ihm anzuerziehen. Gehen wir berufsbedingt weg, beginnt
er nach einiger Zeit, die Wohnung zu demolieren. Inzwischen ist unsere
Eingangstüre hinüber, im Verputz riesige Löcher, und ähnliches mehr.
SInd wir hier, ist Leonardo der allerliebste, sanfteste Hund. Aber
wir sind mit unserem Latein am Ende und vor allem frustriert, da die
bisherigen Massnahmen nicht den geringsten Erfolg zeigten.
Wer hat hier ein paar Tips?

Gruß

Werner

von Brigitte(YCH) am 27. November 1997 10:10

Hallo Werner,
lies mal meine Meldung vom 17. 11. an Wendy"Zweiter Hund ja oder nein".
Viel mehr kann ich dazu auch nicht sagen, jedenfalls war Story der größter Zerstörer unter der Sonne, das was Ihr da durchmacht kennen wir zu genüge, z.B. zerfressene Haustür usw., sie hatte noch mehr Ideen, wie die Matratzen von unten durch die Sprungrahmen aufzufressen usw.
Jedenfalls haben wir das nur weggekriegt, indem einer (in unserem Falle ich) nicht mehr auswärts arbeiten ging. Wenn das bei Euch irgendwie möglich wäre, ist es für alle Beteiligten das Beste, besonders für den Hund als Rudeltier. Vielleicht kann ja auch einer von Euch den Hund mit auf die Arbeit nehmen?
Ich hoffe, Ihr bekommt das in den Griff.
Liebe Grüße
Brigitte und "Familie"

von Werner Dietsche(YCH) am 01. Dezember 1997 23:36

Leider können wir im Augenblick unsere Arbeit nicht aufgeben, weder
meine Frau noch ich. Auch könne wir "Leonardo" schlecht ins Klassenzimmer
mitnehmen, da wäre ja wohl einiges los. Wir hoffen, daß entweder durch
entsprechende Erziehung und fortschreitendes Alter sich dieses Verhalten
legt, denn sonst wissen wir nicht, was wir tun sollen, und ihn weggeben
möchten wir eigentlich nicht, denn er ist ansonsten sehr lieb und
äußerst folgsam.

Gruß
Werner


von Manuela(YCH) am 12. Januar 1998 21:14

Hallo Werner,
ich hoffe sehr,daß meine Ratschläge nicht zu spät kommen.
Zu unsere Familie gehört eine 2jährige Mischlingshündin.
Uns wurde anfangs immer wieder erklärt, daß ich meine Hündin nicht
zeitig genug ans Alleinsein gewönnen könnte. Um so länger ich damit
warten würde, um so größere Schwierigkeiten würde es in der Zukunft
geben.
Da ich das Allsein nicht für artgerecht halte aber es meistens
unabdingbar ist, ließen wir uns mit dem Beginn dieser "Lektion" ein
halbes Jahr Zeit. Es funktioniert ohne Probleme.
Du hast leider nicht geschrieben, wie und wann Du mit dem Üben
begonnen hast.
Sollte man einen Welpen zu zeitig allein lassen, wird er sich
höchstwahrscheinlich in seiner Hilflosigkeit todstellen.
Du kannst Dir sicherlich vorstellen, welchen Streß dieser Welpe
ausgesetzt ist, wenn er eine Stunde oder mehr so ausharren muß.
Zu diesem Zeitpunkt wiederfährt ihm vielleicht sein erstes Gewitter...
Weiterhin hast Du nicht geschrieben, wie sehr Dein Hund auf Dich
geprägt bzw. bezogen ist. Verfolgt er Dich die ganze Zeit von Raum zu
Raum? Schläft er mit in Deinem Bett? Sucht er ständig Streichel-
einheiten?
Sollte Euere Beziehung so in etwa ablaufen, muß sich erst einmal
hier etwas ändern. Eine enge und innige Mensch-Hund-Beziehung ist
zwar etwas sehr Schönes, sollte aber nicht übertrieben werden.
Ich will damit ausdrücken, daß eine Vermenschlichung und der Verlust
seiner Selbständigkeit für einen Hund nicht gerade förderlich ist.
So oder so, ich würde mit dem Üben des Alleinseins ganz langsam in
kleinen Schritten beginnen.
Zuerst sollte er lernen, ein paar Minuten allein in einem Zimmer zu
verbringen. Dies wird dann zeitlich langsam gesteigert.
Aber für den Hund immer im Rahmen des Erträglichen.
Auch darf er nicht erfahren, daß Jammern seine Befreiung beschleunigen
kann.
Förderlich wäre auch, wenn Du ab und zu in Hausschuhen plötzlich und
ohne große Worte die Wohnung verläßt. Ich verabschiede meine Hündin
immer mit den Worten"Tschüß Faye. Ich komme gleich wieder!"
Die Worte normal betont!
Schon das Umziehen in Straßenbekleidung löst bei Hunden, welche
das Alleinsein fürchten, eine Streßsituation hervor.
Solltest Du einen bestimmten Radiosender hören, dann schalte ihn beim
Verlassen der Wohnung ein. Dies sind für Deinen Hund vertraute
Geräusche und wirken unterstützend. Hilfreich kann auch das Abspielen
eines Tonbandes mit Deiner Stimme sein.
Ich denke schon, daß Du noch einige Möglichkeiten besitzt, Deinem Hund
das Alleinsein beizubringen. Ich habe schon von schlimmeren Fällen
gehört, bei denen es letztendlich doch noch funktionierte.
Manche Hunde nehmen das Alleinsein im Auto leichter, als in der
Wohnung.
Notfalls gibt es ja auch noch die Hundekindergärten für Berufstätige.
Wenn Du mir Dein Problem etwas genauer beschreiben würdest, könnte ich
Dir noch einige Ratschläge geben. Hilfreich ist auch eine genauere
Schilderung von Euerer Beziehung, denn das Thema "Alleinsein" ist sehr
umfangreich.
Also viel Glück.

Manuela

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