Mit Hund und Katze nach Irland :: Urlaub mit Hund

Mit Hund und Katze nach Irland

von Yvonne & Ari am 07. September 2009 20:10
Zitat Anila:
Ich habe absolut nichts gegen Therapeuten (ich habe selbst Psychologie im Nebenfach studiert), aber manchmal möchte ich meinen Landsmenschen sagen: Lernt, einfach mal wieder selbst Lösungen zu finden und lernt, zu akzeptieren, dass nicht alle und alles gleich ist und auch gar nicht sein muss. Das auch in Puncto Hundeerziehung, bzw. Hundeverhalten.
Oh wie Recht du doch hast...... Egal ob Kinder- oder Hundeerziehung. Bei den kleinsten Problemchen wird ein Therapeut aufgesucht. Wenn ich daran denke, wie ich "angemacht" wurde,.weil ich eine Hundeschule abgelehnt habe. Man kann doch einen Hund nicht allein erziehen. confused smiley Oder bei den kleinsten Problemen werden Kinder auf die Couch geschickt und voll bunte Pillen gestopft..... Wenn ich aber sage, menno es sind Kinder und voll normal, werde ich komisch angesehen.
LG
Yvonne

von Yvonne & Ari am 07. September 2009 20:14
Heidi, zu deinen Zeilen habe ich bis heute noch nix schreiben können. Ich habe deine Zeilen wie ein tolles Buch gelesen und denke einfach nur wow..... grinning smiley Da ich überhaupt kein Reisemensch bin (ich fühle mich nur auf meiner "Scholle" wohl), finde ich es immer wieder faszinierend, dass es Menschen wie dich gibt. Genieße dein Leben!
LG
Yvonne

von Sciuba am 08. September 2009 09:51
Hallo Anila und Yvonne,

an Anila: den typischen 'deutschen' Gassigang gibt es da auch, nur in den Städten. Ansonsten hat man seinen Hund im Garten, jeder hat eigentlich irgendwo auch ein Grundstück. In der Stadt hat man nicht so oft Hunde, kenne ich auch nicht. Anders als bei den Deutschen, macht es den Menschen dort nichts, wenn der Hund sich im Garten 'verewigt', wird eben da weggeräumt. Habe ich auch gemacht. Hatte damit gleich die Kontrolle, dass seine Verdauung ok war grinning smiley .

In Restaurants im Sommer, wo man draußen sitzen kann, habe ich nie Probleme gehabt, egal welches Land. Nach drinnen muss man fragen, kommt auf die Besitzer und das Publikum an. Hotels: habe ich nur in der Türkei gewohnt und da hatten wir auch immer Glück, eigentlich nie irgendwelche Probleme. Nun hat er auch viel dazu beigetragen, weil er prinzipiell nie bellte in den Unterkünften. In allen anderen Ländern habe ich privat gewohnt bzw. irgendwer hat mir ein Appartement oder ein Haus besorgt. Geht im Winter ja gut da, da die im Winter ja 'out of season' sind und eh 'tote Hose'.

Das Problem mit dem Tierarzt hatte ich in der Türkei: da die Klinik zu weit weg lag (Istanbul ist unvorstellbar riesig) haben wir einen Tierarzt im Dorf geholt. Der war total überfordert mit Sciuba. Ich habe es dann gleich sein lassen und meinen zuhause in Ischia angerufen. Er kennt Sciuba von klein auf und ist so klasse, dass er auch am Telefon diagnostizieren kann. Ich habe das immer wieder so geregelt. Nur hier in Irland nicht: da habe ich mich direkt an die Tierklinik gewandt und die ist hervorragend.

Hm, was hat Sciuba gemacht und ich musste mit dealen.. Wenn er beispielsweise der Meinung war, er musste abends unbedingt noch einmal den Berg inspizieren und hat dann wieder irgendwo einen Eimer Wasser übergezogen bekommen, wenn er meinte, er musste wohin, wohin ich nicht wollte oder er wollte wen nicht im Haus haben, den ich eigentlich wollte. Ich habe seine Meinung immer respektiert dann und mich darauf eingestellt. Entweder traf ich die Person woanders, wenn er sich weigerte - ich habe Sciuba heimlich betrogen sozusagen - oder ich habe sie eben gar nicht mehr getroffen. Meist stellte ich später fest, was an der Person nicht 'richtig' war.

An Yvonne: Ja, ja, die Therapeuten. Die waren aber schon zu meinen Zeiten 'in'. Meine Mutter hat mich auch geschickt zu denen, weil sie nicht begreifen konnte, dass ich nicht so denke, wie sie. Ich habe die dann regelmäßig 'platt' geredet grinning smiley .
Die Menschen sind nicht bereit, sich mit sich selber zu beschäftigen, können sich nicht mehr selber analysieren und vor allem: sie wollen es auch nicht. Ist überall in der Zivilisation so. Das könnte man dann ausweiten auf Beziehungen etc... und eben auch zu Hunden.

Ich beneide dich, dass du glücklich bist bei dir zuhause und nicht raus/reisen 'musst'. Ich habe immer gedacht, ich hätte gerne das Gefühl von zuhause. Ok, ich habe es, wenn ich nach Ischia komme, aber gleichzeitig habe ich auch immer den Drang, meinen Krams ins Auto zu packen und irgendwohin loszudüsen. Ich träume von den Anden zu Fuß von Nord nach Süd, nach Australien über Land, naja, und noch vielem anderen. Auch immer umziehen ist anstrengend. Ich habe in ca. 30 Häusern gewohnt - nicht Ferienwohnungen und sowas, sondern fest gewohnt. Hier in 2 Jahren schon in 2. Als Kind sind wir oft umgezogen, ich hab das irgendwie im Blut. Meine Freiheit hat eben auch seinen Preis.
Aber du wirst bestimmt noch so manches von mir lesen, ich habe unglaublich viel erlebt mit Sciuba, wirklich bücherweise.

Liebe Grüße

Heidi

von Anila am 09. September 2009 00:01
Hallo Heidi,

Zitat In Restaurants im Sommer, wo man draußen sitzen kann, habe ich nie Probleme gehabt, egal welches Land:

Das ist ja eine gute Nachricht! Von Spanien hatte ich das halt in Foren gelesen, dass man dort Hunde nicht gerne in den Restaurants sehen würde. Sowohl mein Mann als auch ich gehen wahnsinnig gerne Essen, und da wir wegen der Firma nicht wirklich viel Urlaub machen und Spanien nicht soweit weg ist, sind wir gerne dort. Hauptsächlich auf den Kanaren. Größere Hunde hatte ich dort allerdings nicht in den Straßen gesehen - letztes Mal habe ich mal drauf geachtet.

Zitat :
Ich beneide dich, dass du glücklich bist bei dir zuhause und nicht raus/reisen 'musst'. Ich habe immer gedacht, ich hätte gerne das Gefühl von zuhause

Mein Vater war Seemann – ich kenne durch ihn sehr viele Leute, die immer gleich wieder ihre Koffer packen mussten. Niemand fühlt sich immer 100%ig runum wohl und solange du unterm Strich zufrieden bist, ist das doch völlig ok.

Zitat :
Wenn er beispielsweise der Meinung war, er musste abends unbedingt noch einmal den Berg inspizieren und hat dann wieder irgendwo einen Eimer Wasser übergezogen bekommen, wenn er meinte, er musste wohin, wohin ich nicht wollte oder er wollte wen nicht im Haus haben, den ich eigentlich wollte. Ich habe seine Meinung immer respektiert dann und mich darauf eingestellt. Entweder traf ich die Person woanders, wenn er sich weigerte - ich habe Sciuba heimlich betrogen sozusagen - oder ich habe sie eben gar nicht mehr getroffen. Meist stellte ich später fest, was an der Person nicht 'richtig' war.

Da dürften sich bei vielen Hundetrainern die Nackenhaare aufrichten, denn Sciuba hat ja tatsächlich alle Entscheidungen getroffen. Aber es ist eben zu einfach, wenn man jedes Problemverhalten von Hunden immer darauf reduziert, denn ganz offenbar gibt es Hunde, die kein Problemhund sind und die trotzdem nicht im klassischen Sinne erzogen sind. Trotzdem würde ich bei Problemverhalten immer auch dazu raten, Gehorsamtraining zu machen.

Aber vermutlich ist es auch nochmal was anderes, wenn man mit einem Hund in der Stadt oder Kleinstadt lebt, wo man auf engem Raum mit vielen Menschen und Tieren lebt und wo man einfach auch gezwungen ist, eine gewisse Rücksicht zu nehmen. Du hast ja auch mal geschrieben, dass du es in erster Linie mit wild lebenden Hunden zu tun hattest und eigentlich auch immer mit unangeleinten Hunden.

Viele Grüße
Anila

von hundesteuer am 10. März 2012 18:20
Es ist zwar schon etwas her, aber irische Freunde mussten von Spanien aus immer über England nach Irland zurück weil Ihr Hund angeblich sonnst in Quarantäne musste.

von Dosenoeffner am 28. Mai 2012 15:33
Hm, das Reisen mit den Tieren scheint ja bei dir wirklich ein Abenteuer zu sein, besonders große Augen habe ich bekommen, als du schriebst, dass du mit in der Hundehütte geschlafen hast und das ganze dann noch im Winter...also ich habe mir inzwischen das Reisen mit Tieren aus dem Kopf geschlagen, hatte Katzen, die eh lieber zuhause waren, also organisiere ich da lieber einen Sitter und dann ist gut. Mit dem Yorkie konnte ich da noch keine Erfahrungen sammeln, aber ich denke, es ist wesentlich schöner für das Tier, wenn es dann für die zwei Wochen zur Familie gebracht wird oder der Nachbar(Rentner) sich ein wenig um ihn kümmert, ich finde gerade diese Bedingungen auf Schiffen, dass die Tiere nicht mit in die Kabine dürfen, furchtbar, aber Urlaub ist für mich auch kein Urlaub mehr, wenn ich diesen zum Teil in einem Schiffsbauch verbringen darf oder mir alternativ die ganze Zeit Sorgen mache...

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