Schlittenhunde im warmen Klima.... :: Was sonst nirgends passt

Schlittenhunde im warmen Klima....

von Mayo(YCH) am 09. Juli 1999 09:30

Guten Morgen.

Zum Teletakt ist folgendes zu sagen.
FRAGE: Wenn der Teletakt die von Dir beschriebene stoppende Wirkung hat,
dann frage ich mich, was die "Werbung"(Beschreibung) durch ein bekanntes Mitglied der
sogenannten deutschen Musherelite in einem ebenso bekannten deutschen
Schlittenhundemagazin zu suchen hat.

Das mit dem mangelnden Appell der Schlittenhunderassen ist ja nichts Neues.
Natürlich ist es praktischer, wenn man einen Hund zuhause herumlaufen
lässt, der "hört", als einen "doofen" Sibirier, der eh macht was er will,
und dessen Besitzer spätestens im 4 Lebensmonat des Hundes von diesem
überfordert sind.
Ich bestreite in keinster Weise, daß ein GTH für einige meiner Mitmenschen,
die bessere Wahl wäre. Ich bestreite auch nicht, daß ein GTH besser in unser
Klima paßt.
Wogegen ich mich wehre sind die Anfeindungen der GTH Besitzer, die glauben
den "besseren" Hund zu haben. Genau das ist doch nun wirklich der Punkt,der
bei Dir umgekehrt auch zum tragen kommt.
Du wirst doch nicht bestreiten wollen, daß auch in der Zucht der GTH nach
einem bestimmten Standart gezüchtet wird. Dieser besteht vielleicht nicht
in der Widerristhöhe, aber dennoch wird es außer der Leistungsfähigkeit
noch weiter standartisierte Maße geben.
Und zum Thema Zucht sei noch gesagt.
Willst Du mir weismachen, daß Du aus einer tiefen ideell bedingten Gefühls-
regung heraus diese Hunde züchtest? Das wird Dir keiner glauben. Ich übrigens
auch nicht. Niemand nennt 60 Hunde sein eigen und erzählt dann, er hat die,
weil er den Schlittenhundesport retten will.
Kein Züchter wird von sich behaupten, daß er von seine Zucht leben kann.
Das wäre auch schlecht für das Image, vor allem dann, wenn man diesen Sport
betreibt, der von der Umgebung argwöhnisch beäugt wird, ob da nicht doch ab
und an ein Tier gequält wird.
Meine "doofen" Sibirier, wissen übrigens auch ganz ohne Appell was Sache ist,
wenn sie in meine Augen sehen müssen.

Skandinavische Hunde.
Wenn ich mich doch richtig erinnere ist Egil Ellis Skandinavier. Auch wenn
seine Hunde nicht GTH heißen, so sind es doch schlappohrige Jagdhunde, die
er einsetzt. Oder?
Die Hunde der Amerikaner haben einen bestimmten Houndanteil, das ist nicht
zu verleugnen und das sieht man den Hunden auch an. Dennoch, sieht man sich
mal die Hunde an, die auf den Rennen eingesetzt werden, so muß man feststellen,
daß diese Hunde noch sehr viel Husky in sich haben. Und das wird auch seinen
Grund haben.

Warum, das frage ich mich langsam, wetterst Du so gegen die kommerzielle Zucht
der Sibirian Huskies?.
Ich könnte doch genauso gut über die Zucht von West Highland Terriern oder
SchH oder Pudeln schimpfen und sagen, alle diese Züchter hängen einem
mehr oder weniger willkürlichen Zuchtideal und Maß nach.

Man sollte so weitblickend sein und zu folgendem Ergebnis kommen,(zu dem
die Amerikaner schon eine Weile gekommen sind, übrigens).

Es gibt die Abteilung 59.9 cm (Showdog) und die Ichsehauswieichwillrenneaber-
wiederteufel Fraktion.
Ich habe nie gesagt, daß ich die Nichtsimkopf&geläufzuchten befürworte.
Ich sehe aber nicht, daß bei der Zucht von anderen Rassen, auch nicht der
GTH irgendetwas anders gemacht wird.

So schauts aus.



von Franziska + Wonda(YCH) am 09. Juli 1999 09:28

Hallo Mecki!

Ich habe mit meiner Alaska Husky Hündin genau das umgekehrte Problem, denn sie sieht eben nicht aus wie ein Nordischer, sondern eher wie ein Podenco. Entsprechend werde ich im Winter dumm angeredet: "Ach, der Hund muß doch frieren, bei dem dünnen Fell!" Wenn ich den Leuten dann Wondas Unterwolle zeige, sind sie still. Tatsächlich hält es Wonda im Winter schon bei argen Temperaturen aus, aber als Wohnungshund ist sie natürlich gar nicht an die echten Alaska-Winter-Temperaturen gewöhnt. Im Sommer mag sie sich bei Hitze zwar nicht gern bewegen, aber sie legt sich gern im Garten in die pralle Sonne, bis sie pumpt wie ein Maikäfer. Dann steht sie auf und schleppt sich zufrieden grinsend unter den nächsten Busch. Aber nur solange, bis sie wieder abgekühlt ist und sie sich wieder in die Sonne legen mag.
Wenn die Leute hören, sie ist ein Alaska Husky, dann sagen sie aber auch immer: "Da müssen sie wohl sehr lange spazierengehen?!" "Ja, so lange, wie mit einem Dackel!" Wenn sie dann blöd schauen, und das tun sie, sage ich "Zwei bis drei Stunden am Tag. Die braucht der Dackel auch, aber der kommt halt nicht so weit!" Dann gehen sie meist recht nachdenklich weiter.

Wonda zieht übrigens nicht gern, läuft auch nicht gern neben dem Fahrrad, denn dann kann sie ja keine Mäuse fangen.

Wenn ich Leute berate, welche Art von Hunde sie sich zulegen könnte, rate ich den meisten aber von den Nordischen Hunden ab, denn die meisten können diesen Hunden eben doch kein artgerechtes Leben bieten. Selbst wenn sie die Erziehung in den Griff kriegen sollten, was bei den meisten Leuten ein Problem ist, dann verzweifeln sie irgendwann am Jagdtrieb. Wer dann keine Lust hat, den Hund am Fahrrad ziehen zu lassen und dafür in den Sommermonaten eben auch um vier oder fünf Uhr aufsteht, der muß mit seinem Husky zeitlebens an der Leine laufen und da bekommt der Hund einfach nicht die Bewegung, die er braucht. Wir wohnen hier sehr ländlich und das ist der Jagdtrieb eines Hundes schon eine heikle Sache. Das gilt aber auch für viele andere Rassen.

Tschüß von
Franziska und Wonda

von HST(YCH) am 09. Juli 1999 10:22


: Willst Du mir weismachen, daß Du aus einer tiefen ideell bedingten Gefühls-
regung heraus diese Hunde züchtest? Das wird Dir keiner glauben. Ich übrigens
auch nicht. Niemand nennt 60 Hunde sein eigen und erzählt dann, er hat die,
weil er den Schlittenhundesport retten will.
Kein Züchter wird von sich behaupten, daß er von seine Zucht leben kann.
Das wäre auch schlecht für das Image,
:

Antwort: Doch meine liebeee, genau so ist´s. Es ist die echte, reine Inkarnation der ideellen Idee. Die fleischgewordene Vision. Eigentlich unvorstellbar, daß ich soweit vorgedrungen bin.
Hätte ich keine Hunde. Ich würde, hätte ein 10 Meter Segeljacht. Ein Haus am Meer, bestimmt die ein oder andere nette Begegnung mit dem weiblichen Geschlecht. Würde surfen nicht im Net. Würde wieder Reisen, tolle Spiel spielen können, wieder ganz ein Kind sein. (Im echten Manne ist ein Kind versteckt; das will spielen. Auf, ihr Frauen, so entdeckt mir doch das Kind im Mann! ) Ich bin ein Künstler ohne Gage.
Sollte tatsächlich Geld mit der Sache nur in etwa verdient werden, damit die Unterhaltskosten gedeckt würden, so müßte ein Tier zwischen 5000.- und 15000.- und darüber kosten. Was sie von der Leistung auch wert sind. Aber es ist eben nur imaginär. Ich glaube es gibt viele Künstler die zu Lebzeiten keine müde Mark verdienen konnten. Du kannst mir dies ruhig glauben, den ich hätte keinen Grund dir den Bär vorzuspielen.
Und die Fragen der Fragen:
sag mal: Ist Mayo gleichzusetzen mit Marion.
Gruß
HST

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