Fragen über Fragen. :: Clickertraining

Fragen über Fragen.

von Christine(YCH) am 11. Januar 2001 12:28


: Jetzt verstehe ich langsam: Hund hat gelernt, aus der Hand zu fressen, was er zuvor aufgrund Ängtslichkeit verweigerte?

Richtig.



: Wofür war Ableinen, Pieseln die Belohnung?
Ableinen, weil sie dann freiwillig Nähe oder Distanz suchen konnte und laufen ohne Leine für Hunde ja allgemein eher positiv ist.
Pieseln: Weil sie am Anfang aus Angst nicht einmal wagte zu pieseln, sie hielt 4 Tage zurück!! Und auch dann war es für sie immer recht schwierig. Inzwischen macht sie es meisterhaft, gott sei dank.
Gruß

Christine

:

von Christine(YCH) am 11. Januar 2001 12:31

Drum reite ich vielleicht jetzt etwas pingelig, auf den Signalen rum. Gleiches gilt auch für das gleichzeitige Geben von Hör- und Sichtzeichen und der Hund "versagt", wenn er auf eine Komponente verzichten muß. Und schon ist man schnell wieder beim "sturen Hund" der einfach nicht will.

Richtig, es sind die Feinheiten, auf die leider viel zu wenige achten.


: : meine Hündin lernte Sitz (siehe oben, ander Mail zu diesem Thema) und
: : verknüpfte das Handzeichen so perfekt, daß sie sich ohne zusätzliches
: : Üben auch auf Distanz setzte! Wenn sie das Handzeichen sah, war das
: : Sitz.
:
: Super!

Danke
:
Christine

von andreas(YCH) am 11. Januar 2001 13:16

Hallo Sabine,

schön, dass auch andere die Sache mit dem Auto auf gleiche Weise erlebt haben. Zusätzlicher "Belustigungsfaktor": wenn ich rechts vom Hund stehe, springt er rein. Stehe ich links, dann passiert erst mal gar nicht....
:
: Bei Lind wird zum "Fuss" - Training ein MO in der Hand gehalten, der Hund läuft hochmotivert neben den Führer, dann bekommt er es. Der Clicker - Freund nimmt einen Target - Stab, der Hund folgt ihm, nach dem Click bekommt er eine Belohnung - die er vorher nicht gesehen hat. Beide Methoden funktionieren, das kann man nicht bestreiten.

Ich glaube ich werde hier ein wenig mißverstanden: mir geht es doch gar nicht darum, ob das eine oder andere funktioniert. Ich wollte nur erneut mal darauf hinweisen (siehe auch das Beispiel Wildschweinjagd weggeclickert) , dass nicht alles auch Clickertraining ist, was als solches dargestellt wird. Wenn etwas funktioniert, warum nicht. Aber das Beispiel mit dem Leckerli führen und Hund sitzen lassen hat halt mit dem Clickern nichts zu tun und hätte ohne den Clicker exakt zum gleichen Ergebnis geführt.
:
Viele Grüsse,

andreas

von Sabine(YCH) am 11. Januar 2001 18:14

Hallo, Andreas,

: Ich glaube ich werde hier ein wenig mißverstanden: mir geht es doch gar nicht darum, ob das eine oder andere funktioniert. Ich wollte nur erneut mal darauf hinweisen (siehe auch das Beispiel Wildschweinjagd weggeclickert) , dass nicht alles auch Clickertraining ist, was als solches dargestellt wird. Wenn etwas funktioniert, warum nicht. Aber das Beispiel mit dem Leckerli führen und Hund sitzen lassen hat halt mit dem Clickern nichts zu tun und hätte ohne den Clicker exakt zum gleichen Ergebnis geführt.

Ja, beim Sitz und beim Fuß wahrscheinlich. Das mit dem Wildschweinen ganz sicher.
Aber auch ein Clickerer steht nicht (immer) stocksteif neben seinem Hund und wartet, was er ihm anbietet. Und schon sind wir wieder bei meinem Lieblingsthema (siehe unter Clicker.de) - wann überschreitet man die Grenze zum Locken ?
Mein Tabu ist da wirklich das Zeigen von Belohnungen - bisher.
Bis ich diesen DSH kennenlernte, der seblbstbewußt und Dominant in seinem biherigen 10 Monate dauernden Leben noch nicht erfahren durfte , dass vom Menschen die Initiative für tolle Sachen ausgehen kann.
Der raubt mir den Schlaf.

Sabine

P.S. Deine Meldungen sind immer sehr lesenswert, danke.

von Sabine(YCH) am 11. Januar 2001 18:33

Hallo, Christine,

unsere 10-jährige Dobermannhündin hat viel gemeinsam mit Bambuli. Nicht alles, aber vieles gleicht sich. Angst, Unsicherheit, das kenne ich. Aber vielleicht verstehst du dass, was du selbst geleistet hast, falsch. Wenn man wie du einen Hund hat, der vor lauter Angst keine Belohnung annehmen kann, kann man doch jegliches Training vergessen. Und dein erfol gibt dir doch recht, dass dieser Weg richtig war. Für dich und deinen Hund. Wenn man Zugang zu einem Hund sucht, probiert man aus, landet in sackgassen, muß wieder einen neuen Ansatz suchen. Wenn du also erreicht hast, dass dein Hund dir etwas abnimmt, war es ja nicht "Locken" im herkömmlichen Sinne, die Belohnung war die Sicherheit, das Fressen die gewünschte Handlung, oder?
Vielleicht drücke ich mich manchmal ein wenig blöd aus.
Ich habe bei meiner eingenen Hündin erlebt, dass sie beim Zeigen einer Belohnung sofort die Flucht angetreten hat. Da war der zweite vor dem ersten Schritt gegangen worden.
Vetrauen und Sicherheit - ohne das geht nichts, da kann man einem Hund noch nichtmal "Sitz" beibrigen.
Nur - bei einem "normalen" Hund von vornherein das Leckerlie zu zeigen, halte ich wirklich für - nicht richtig, vom clicker -Standpunkt aus gesehen.
Sabine

von Christine(YCH) am 11. Januar 2001 20:12

hallo Sabine

Wenn du also erreicht hast, dass dein Hund dir etwas abnimmt, war es ja nicht "Locken" im herkömmlichen Sinne, die Belohnung war die Sicherheit, das Fressen die gewünschte Handlung, oder?

Ja, aber ins Sitz (und ins Platz) habe ich sie gelockt. Leckerchen vors Näschen gehalten und gewartet, bis sie sitzt.


: Nur - bei einem "normalen" Hund von vornherein das Leckerlie zu zeigen, halte ich wirklich für - nicht richtig, vom clicker -Standpunkt aus gesehen.

Ich finde das Locken doch gar nicht so schlimm. Schlimm wäre es natürlich, wenn man dann immer mit Leckerchen winken muß. Aber um den Hund zu motivieren und dann ein bißchen in die richtige Richtung dirigieren? (Auch "Normale) Der Hund probiert ja trotzdem verschiedene Sachen aus, meinetwegen Pfoti geben, vielleicht bellen, springen etc.
Ich denke, Locken mit Leckerli ist dann nicht gut, wenn man gegen eine andere Verlockung kämpft, etwa beim Hier, man leckerlilockt, Hund geht aber dann doch interessanterem nach.
Das mach ich auch nicht mit Bambuli. Wenn sie in meine Richtung schaut, click, dann kommt sie inzwischen und holt sich ihr Leckerli. Da würde ich sie auch nicht locken.
Weil umgekehrt ja auch eine spontane Handlung wie Sitz viele Gründe haben können, warum der Hund das macht. Bambuli setzte sich Anfangs im Freien nur hin, weil sie Panik hatte. (War nicht so leicht zu erkennen, weil sie ganz einfach in sich erstarrte) Das kann ich ja nicht bestärken. Ich denke, auch beim nicht Locken kann man ganz schnell in Fallen tappen, wenn man nicht weiß, warum ein Hund etwas gerade macht.

Lange Antwort, tschuldigung

kleine Bambuligrüße, die inzwischen auch schon einfach mal mit mir ein stückchen galoppiert, einfach so, als Spaß an der Freud.
und Christine (und dann Jabberwocky natürlich auch)

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