Auf den Rücken springen + nicht aufhören :: Clickertraining

Auf den Rücken springen + nicht aufhören

von Stephanie+Frechdachs(YCH) am 10. Januar 2001 16:25


Hallo,

brauche mal wieder Eure tolle Hilfe.
Bei uns funktioniert alles ganz suuper mit dem Clicker. Bin begeistert, heute waren wir sogar in der Großstadt und sie war so artig, Fuss laufen, sitzen, trotz ablenkung und ich konnte sie sogar freilassen. War einmalig toll.
Mein Problem sie ist von den Vorbesitzern nicht sozialisiert worden.
Sie ist unsicher bei anderen Hunden läuft schnell weg (Freilauf ).
Und sehr sehr dominant, sie springt anderen Hunden auf den Rücken und wenn der andere Knurt stört sie das gar nicht. Sie wird dann heftiger und doller und rennt sogar hinterher und springt noch mal drauf. In den H. schule haben wir es so gemacht das wir wenn im Freilauf ein Hund kam einfach weiter gelaufen und nicht hingeschaut. Sie schnuppert dann ganz ganz kurz und kommt dann hinterher. Aber ich will mich ja auch mal mit den anderen Leuten Unterhalten, und dann geht es los. Sogar wenn wir einen Freund besuchen der einen 14 Jährigen Hund hat, kommt sie bei dem Hund an (Wohl gemerkt in sein Revier )und springt ihn an . Das ist doch die Härte. Habe versucht sie jedesmal runter zu schupsen. Erfolg sie geht vom anderen Hund ganz weg.LIn die Hände klatschen wenn sie drauf springt, erfolg angelegte Ohren und zu mir kommen. Gut dann Clicker jedesmal wenn sie überlegt zu springen und es dann doch nicht tut C&B Erfolg sie tut es trotzdem. MMh, was nun. Leider sind hier nicht sehr viele Hunde mit dennen sie spielen kann. An der Leine wird bei uns nicht gespielt an der Leine geht sie Fuss und Freilauf ist Freilauf.
Vielleicht könnt Ihr mir ja noch mal weiterhelfen. Mein Hund istjetzt 4 Jahre alt und ein Mischling hört sehr sehr gut und ist etwas aber Dominant.
Danke

und liebeGrüße
Stephanie +Frechdachs

von Constanze+Jule+Taiba(YCH) am 10. Januar 2001 22:05

Hallo Stephanie,

hm, ich glaube, ich würde das Problem von zwei Seiten angehen.

Erstens, C+B wenn sie noch nicht! überlegt, zu springen, sondern wenn sie noch gar nicht dran denkt. Vielleicht kommt die Bestätigung bisher zu spät, nämlich wenn ihr der reizvolle Gedanke schon im Hirn schwirrt.
Zweitens würde ich die Springerei nicht durch positive Bestrafung (was Unangenehmes, also Klatschen, Wegschubsen, kommt hinzu), sondern durch negative Bestrafung (was Angenehmes, also Toben, fällt weg) beantworten.

(Ich hoffe, ich hab die Begriffe jetzt nicht durcheinander gewürfelt.)

Ich würde ihr demnach Passivität verordnen. Springt sie, würde ich sie ruhig von dem anderen Hund wegnehmen, eine Weile unbeachtet neben mir schmoren lassen und von vorne beginnen.
Da muss dann natürlich der Besitzer des anderen Hundes mitspielen und seinen Hund in der Zeit mit Spiel beschäftigen, damit dieser dann nicht zu ihr kommt.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall Erfolg bei der Resozialisierung.
Conny

von Sabine(YCH) am 11. Januar 2001 08:04

Hallo Stephanie + Frechdachs

wenn ich so deine Meldungen verfolge, habt ihr ja tolle Fortschritte gemacht. Das freut mich.
Jetzt zu deinem Problem.
Ich kann dir dazu nur einige Dekanstöße geben, und ob das weiterhilft, weiß ich auch nicht.
Es gibt Hunde, die es dank mangelnder oder auch falscher sozialisierung nie gelernt haben, vernünftig auf andere Hunde zuzugehen, das Begrüßungsritual ablaufen zu lassen.

Ist das Verhalten deiner Hündin gleich bei bekannten / unbekannten Hunden ?
Hast du einmal beobachten können, dass sie zuerst den Blick abwandte / sich unterordnete ?

Begegnen sich zwei unbekannten bzw. wenig bekannte Hunde, die richtig sozialisiert sind, läuft unwahrscheinlich was ab, für das ungeübte menschlich Auge garnicht zu erfassen. Da wird (erstmal) ohne jeglichen körperlichen Kontakt abgeklärt : wer bist du ?

Ein gut sozialisierter selbssicherer dominanter Hund bringt es ohne jeglichen Köperkontakt fertig, den Gegenüber zur Aufgabe zu bringen. Es kommt natürlich auch zu keilereien, die meistens aber schlimmer sich anhören bzw aussehen, als sie sind. Wie gesagt, wenn die Hunde vernünftig sozialisiert sind.
Ich habe schon viele Auseinandersetzungen zwischen Hunden beobachten können, und die meisten sind durch das Fehlverhalten der Besitzer ausgelöst worden.
Aber ich weiche vom Thema ab.
So, wie ich dich verstanden habe, stürzt sich deine Hündin sofort auf die anderen Hunde, um sie "unterzubuttern", ja ?
Ich habe schon einmal irgendwo gelesen, dass es über das Bestärken vom kleinsten Ansätzen von Beschwichtigunggssignalen ( Lippen lecken, Gähnen, sich schütteln,...) gelungen ist, Hunden, die sich vorher ohne jeglich Vorwarnung auf andere Hunde getürzt hanben, wieder eine Körpersprache beizubringen. Ich glaube, es war auch hier im Forum. Stöber mal hier im Archiv rum.
Auch dabei ist der Grundsatz zu beachten : in kleinen Schritten vorgehen und deinen Hund ganz genau beobachten.

Das waren nur so die Gedanken, die mir dazu einfielen.
Gerade bei solchen Problemen sind Ratschläge aus der Ferne schwer.

Tschau Sabine

von Stephanie+Frechdachs(YCH) am 11. Januar 2001 18:36

: Hallo Saabine,

Du bist echt eine wertvolle und treue Antworterin echt toll und lieb. Ich ertappe mich dabei schon immer auf Deine Antwort zu warten (HI HI)
:

wenn ich so deine Meldungen verfolge, habt ihr ja tolle Fortschritte gemacht.


Ja, bin auch agnz erstaunt wie suuper toll das geht.Warscheinlich weil sie so unsicher ist und froh über Übungen und Lob und vor allen erhaltensregeln. Sie wird sicherer.
:
:
: Ist das Verhalten deiner Hündin gleich bei bekannten / unbekannten Hunden ?

Nein, bei bekannten Hunden verpaßt sie denen eine Kopfnuss und läuft dann weit vorraus. Kein Spiel nichts.
:

Hast du einmal beobachten können, dass sie zuerst den Blick abwandte / sich unterordnete ?

Nein leider nicht , nur bei vielen unbekannten Hunden bleibt sie angewurzelt stehen Kopf runter Schwanz runter und schauen, bis der andere Calming S. macht oder auf sie zuläuft. Sie ist dann aber ganz unsicher in Ihren Bewegungen. Wedelt ganz oben und aufgeregt schnell und Schwanzspitze wedelt, dann schnell wieder weg.
:
:Ein gut sozialisierter selbssicherer dominanter Hund bringt es ohne jeglichen Köperkontakt fertig, den Gegenüber zur Aufgabe zu bringen.

Im Buch von Donaldson habe ich über sozialisierung mal ein paar Passagen gelesen .(bin eigentlich erst am Anfang des Buches) Danach hat sich die Vermutung meines Freundes Bestätigt sie ist unsicher. ODer wiehört es sich für Dich an ? JA, ich weiß entfernung das ist immer schlecht aber hast Du eine vermutung ?

Ich habe schon viele Auseinandersetzungen zwischen Hunden beobachten können, und die meisten sind durch das Fehlverhalten der Besitzer ausgelöst worden.

Außer der üblichen Sachen auseinander nehmen anspannen u.s.w. was gibt es noch an Fehlern.
:
: stürzt sich deine Hündin sofort auf die anderen Hunde, um sie "unterzubuttern", ja ?

erst nach einer kleinen Begrüßung und nicht bei allen Hunden. Komisch zu durchschauen.Wenn , dann um sie unterzubuttern.
:

Ich habe schon einmal irgendwo gelesen, dass es über das Bestärken vom kleinsten Ansätzen von Beschwichtigunggssignalen ( Lippen lecken, Gähnen, sich schütteln,...) gelungen ist, Hunden, die sich vorher ohne jeglich Vorwarnung auf andere Hunde getürzt hanben, wieder eine Körpersprache beizubringen.

Wenn der Hund diese Signale zeigt oder soll ich diese Signale machen. Da hab ich noch mal eine Frage wie reagierst Du auf solche Signale, erwiederst Du sie ?? Würde mich wahnsinnig interessieren ?
:

ganz lieb grüe Dich Steffi

von Sabine(YCH) am 11. Januar 2001 19:03

Hallo,

: Du bist echt eine wertvolle und treue Antworterin echt toll und lieb. Ich ertappe mich dabei schon immer auf Deine Antwort zu warten (HI HI)

Danke für die Blumen.

grinning smileyanach hat sich die Vermutung meines Freundes Bestätigt sie ist unsicher. ODer wiehört es sich für Dich an ? JA, ich weiß entfernung das ist immer schlecht aber hast Du eine vermutung ?

Ja, denke schon.
Hunde, die unter ihr sind (rangmäßig) buttert sie unter, den anderen weicht sie aus, ja ?

: Außer der üblichen Sachen auseinander nehmen anspannen u.s.w. was gibt es noch an Fehlern.

Ansprechen, rufen, anfassen, stehen bleiben und hinstieren.

: erst nach einer kleinen Begrüßung und nicht bei allen Hunden. Komisch zu durchschauen.Wenn , dann um sie unterzubuttern.

Also, entweder sie buttert sie unter oder sie entfernt sich, ja ?
Nie eine Spiel ?
Spielt sie manchmal mit dir, ich meine so raufen, ohne Spielsachen ?

Wenn nicht :
Ich glaube, das zu kennen.

: Wenn der Hund diese Signale zeigt oder soll ich diese Signale machen. Da hab ich noch mal eine Frage wie reagierst Du auf solche Signale, erwiederst Du sie ?? Würde mich wahnsinnig interessieren ?

Manchmal, kommt auf die Situation drauf an.
Oft fange ich auch damit an.

Beispiel : Ich rufe Hund, Hund steht da wie angewurzelt und schaut mich an : "Was ist los ?" sehe ich in seinen Augen. Ich kontrolliere mich und ertappe mich bei einer unmöglichen Körperhaltung : Frontal zum Hund leicht vorne übergebeugt , also echte drohhaltung. Dann nehmen ich mich zurück, lecke die Lippen : da geht eine erleichterung durch Hund, und er kommt.

ich glaube dein Hund braucht "Spielunterricht". Es kann ja sein, dass sie in ihrer Kindheit nie gelernt hat, sich unterzuordnen und zu spielen mit anderen Hunden.
Am tollsten wäre natürlich ein hündischer Spielkamerad.
Sonst mußt du ran.

Äh, ich glaube, ich habe zuviel gelöscht, kannst du die Zusammenhänge erkennen ?

Sabine

von Stephanie+Frechdachs(YCH) am 11. Januar 2001 19:43

: Hallo,
:
: Ja, denke schon.
: Hunde, die unter ihr sind (rangmäßig) buttert sie unter, den anderen weicht sie aus, ja ?
:

Ja, ganz genau so, suuper toll, genau so.
: :


:
: : erst nach einer kleinen Begrüßung und nicht bei allen Hunden. Komisch zu durchschauen.Wenn , dann um sie unterzubuttern.
:
: Also, entweder sie buttert sie unter oder sie entfernt sich, ja ?

Genau !
:

Nie eine Spiel ?


Nein, vielleicht ein mal im Monat rennen, aber sonst nie ein spiel.
:

Spielt sie manchmal mit dir, ich meine so raufen, ohne Spielsachen ?
:

Nein niemals, schade eigentlich habe Deine Antwort nicht ganz kapiert Du schreibst
: Wenn nicht :
: Ich glaube, das zu kennen.

MMH Fragezeichengesichtvon Stephanie
:
: :
:
:
:
: ich glaube dein Hund braucht "Spielunterricht". Es kann ja sein, dass sie in ihrer Kindheit nie gelernt hat, sich unterzuordnen und zu spielen mit anderen Hunden.
: Am tollsten wäre natürlich ein hündischer Spielkamerad.

Leider wohnen hier in der gegend so seltsame Leute und ich habe keinen Führerschein Heul schluchz
:

Sonst mußt du ran.
:

Oh staun und wie stelle ich das an ? Sorry Sabine immer solche hammerfragen Du arme !
:
Steffi

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