Ablenkung und harter Leinenruck? :: Clickertraining

Ablenkung und harter Leinenruck?

von Franziska(YCH) am 16. Januar 2001 22:57

Hi Pit,

mal abgesehen davon, dass ich das von dir beschriebene nicht besonders toll finde:
Das Clickertraining baut auf Konditionierung mit positiven Reizen auf und wird auch meist ausschließlich praktiziert. Manche Leute bilden ausschließlich mit Hilfe von negativen Strafreizen aus. Beides hat Erfolg in der Hinsicht, dass der Hund begreift, was von ihm verlangt wird.
Natürlich kann man auch beides miteinander kombinieren, ich würde meinen, dass dadurch der Erfolg sogar wesentlich schneller gegeben ist. Ich messe allerdings nicht die Qualität einer Ausbildungsform an der Zeit, bis der Erfolg eintritt.

Bis dann

Franziska

von Jenny(YCH) am 17. Januar 2001 00:53

: Klüger wäre, den Hund dann zu dem begehrten auf dem Boden liegenden Leckerchen zu lassen.

Warum wäre das klüger? Das geht mir nicht so in den Kopf rein. Wäre es nicht noch ein bisschen klüger NOCH etwas tolleres zu haben und dieses dann dem Hund als Belohnung geben, so dass der Anreiz vom Ding auf dem Boden möglichst schwach wird?

Gruss
Jenny

von Joe und Benny(YCH) am 17. Januar 2001 08:49

Hallo Martin,
: P.S. bisschen lang oder?
Das Thema ist es wert ausführlich behandelt zu werden.
Wie du sicher weisst, gibt es dazu einen ausgezeichneten Artikel von Gary Wilkes. Von besonderem Interesse ist dabei die dem Artikel vorrausgehende WARNUNG.
Für alle die es interessiert unten der entsprechende Link

Gruss
Joe und Benny

von Martin + Mirko(YCH) am 17. Januar 2001 09:53

Grüß Dich Sabine,

: mein Hauptproblem ist: Ich bin kein Hund.
: Ob mein Hund das weiß?

Nein, für ihn bist du ein ganz besonderer hund. smiling smiley))

tschüß MaRTIN & Mirko

von Martin + Mirko(YCH) am 17. Januar 2001 10:10

Grüß Dich Andreas,

du meinst

: Das kann ich nun nicht ganz abgrenzen. Zeige ich dem Hund nun an, dass das gezeigte Verhalten keine Belohnung einbringt ...

das tut man, wenn das verhalten unkritisch ist. Vorausgesetzt die motivation des hundes, eine belohnung zu verdienen ist aktiv (!), wird dieses verhalten als unergiebig gelöscht.

: ... oder zeige ich ihm an, dass das Fortsetzen des Verhaltens unangenehme Folgen haben wird (wenn "nein" entsprechend konditioniert wurde)? Ich weiss leider nicht, wie ich Dich da verstehen soll. Das "nein" wird ja nicht "wohlkonditioniert", indem die Belohnung ausbleibt.

Das NEIN oder etws analoge (HEY von Daniel) muß zuvor sicher etabliert sein. Das kann je nach hund verschieden aussehen. Es ist aber günstig, nicht auf eine schwierige situation - den realfall - zu warten, sondern es zuvor in einer langweiligen situation zukonditionieren. Es geht ja darum, das NEIN ein meideverhalten sicher auslöst, nicht dass ich dem hund unrecht tue, weil er ja gar nichts gemacht hat.

: Ersteres klingt für mich teilweise eher nach "falsch" (als nrm) um Hund zum Ausprobieren des richtigen Verhaltens zu animieren oder "nein", um Hund bei seinem aktuellen Tun schlichtweg nur zu stoppen?

Ja. Kommt das NEIN präzis mit dem ansatz zum fehlverhalten, wird dieses gemieden, da die folgen für den hund erkennbar unangenehm sein werden.
Man muss dann aber auch die eigenen emotionen im griff haben und nicht noch nachklappen. Dann kann etwas ganz anderes passieren - das gewünschte meideverhalten wird duch unsere mangelnde selbstkontrolle bestraft und damit steht der hund in einem konflikt meiden-meiden, was von beidem. ?

tchüß Martin & Mirko

von Martin + Mirko(YCH) am 17. Januar 2001 10:22


: Mein Hund, ein eingefleischter Leinenknurrerbeller und Beißer, läßt sich mit Klapperdose und Anknurren und Bedrohen meinerseits, sehr wohl stoppen und dann (mit diesem "Fuß in der Türe"winking smiley mit Leckerli und Ball auch in unmittelbarer Nähe eines anderen Rüden ablenken.
: Trotzdem. Bei neuer Situation mit neuem Hund wieder das Gleiche.

Pure behavioristen würden sagen, denk nicht über den hund nach, beobachte das verhalten. Er zeigt es regelmäßig, also wird er auf irgendeine art dafür bestärkt. Das wird eine ganze verhaltenskette sein.
Der andere hund kündigt spiel und wonne an -
- zuvor muß ich knurren und rumtun,
- der andere hund muss vertrieben werden,
- dann gibt es was tolles.

Kann so sein, mzuss nicht. Die weitaus meisten leinenaggressionen sind erlerntes verhalten. Deswegen tun sich die hundehalter damit so schwer. Sie passen wie ying und yang perfekt zusammen.

: : Die allermeisten instinkt-ausgelösten fehlverhalten kann man mittels "auszeit und alternativverhalten bestärken" in den griff bekommen.
:
: Wie sieht eine Auszeit in dem Fall aus?

Mit dem hund ein paar schritt zu seite zu gehen und den anderen vorbeilassen. Warten. Erst nach 1-2 minuten geht es weiter.
Nicht auf den anderen direkt zu laufen, kleinen bogen gehen.

In einer späteren version, kann man, wenn der hund sich schon bis kurz vor dem andern brauchbar verhält, überraschend schnell vorbeilaufen.

Beim typ hund aggressiv an der leine, gut ohne, gibt man als belohnung hundekontakt ohne leine, falls er sich an der leine anständig benimmt. (mit clicker + leinen los) ...

Im territorialen bereich des eigenen umfeldes ist alles nicht so einfach. Da ist man auf die kooperation des anderen hundehalters angewiesen. Leider findet man die nicht immer.

tschüß Martin & Mirko


:
: : Nur in extremfällen sollte man zu 1xtrial methode greifen.

: Ähh, was ist das?

Lernen in einem einzigen ereignis. Intensives meideverhalten und phobien werden oft so gelernt.

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