Null Bock" auf Bei Fuss" :: Clickertraining

Null Bock" auf Bei Fuss"

von Constanze+Jule+Taiba(YCH) am 29. Januar 2001 00:13

Habe noch was vergessen. Statt immer nur Schnüffeln als Bestätigung, müsste doch bei einem waschechten Goldie auch hin und wieder mal ein Bällchenwurf zur Belohnung ganz gut ankommen.
Meine beiden wollen auf dem Spaziergang übrigens von Leckerchen gar nix wissen, sondern stehen auf Actionspiele als Belohnung.

von silke(YCH) am 29. Januar 2001 11:53

hallo christine !

mein hund läuft auch nicht gerade gerne bei fuss und nachdem ich so
ziemlich alles ausprobiert habe denke ich fast das dein hinweis
genau bei uns passt - läuft sehr gut solang ein leckerlie vorhanden ist bzw. ich ihn ständig locke, aber wenn ich das abstelle und "auf das ordentliche bei fuss" gehen bestehe und dann nach ca. 5-10 schritten lobe und leckerlie gebe (natürlich langsam) macht er es noch weniger (und unmotivierter als vorher).

was kann ich tun ???
danke silke

: Hallo Niki und Schnüffelmonster,
: ich glaube, Du hast dennoch deinen Hund zu lange im Fuß gelockt. Was lernt er? Dem Leckerchen nachlaufen und sonst nichts. Was lernt er weiter? Je unkonzentrierter, umso mehr reagierst Du auf ihn. Das, was Du ihm bietest, ist nicht mehr interessant.
: Gruß Christine

von Christine(YCH) am 29. Januar 2001 18:12

: hallo christine !
:
: mein hund läuft auch nicht gerade gerne bei fuss und nachdem ich so
: ziemlich alles ausprobiert habe denke ich fast das dein hinweis
: genau bei uns passt - läuft sehr gut solang ein leckerlie vorhanden ist bzw. ich ihn ständig locke, aber wenn ich das abstelle und "auf das ordentliche bei fuss" gehen bestehe und dann nach ca. 5-10 schritten lobe und leckerlie gebe (natürlich langsam) macht er es noch weniger (und unmotivierter als vorher).
:
: was kann ich tun ???
: danke silke
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Hallo Silke,
viele machen Fuß entweder zur Pflichtübung oder aber motivieren schon zu viel, so daß diese Übermotivation irgendwann ein Schuß nach Hinten ist. Fuß bedeutet ja, wir beide (Hund und Mensch) gehen als Team und Einheit, und nicht "Mensch macht kasperl für Hund".
Im Deinem Kopf also nicht: Wie bringe ich Hund dazu, neben mir zu gehen.
Fuß ist für viele Hunde nicht einfach, weil recht langweilig. Monoton gelockt oder gelobt, was ist das schon?
Probier mal das: Stell dich neben Deinen Hund, laß ihn sitzen. Nimm eine gespannte (uiiiii, gleich geht es los) Haltung ein, so daß der Hund schaut und wissen will, was jetzt von Dir kommt. Wenn seine Neugierde soweit ist, daß er fast, nur fast aufsteht, dann los (wenn er Kommando kennt, mit Kommando). Kein kaspertheater, kein Locken, nur mit Stimme motivieren. Fuß nicht mehr vorausschaubar abbrechen, z.B immer mit Leckerchen sondern: Spontan Platz, Sitz, spontan stehenbleiben, Kurve machen, oder Fuß mit überraschendem Spiel ablösen. So wird Fuß eine Einleitung, ein Übergang zu etwas noch schönerem, nach Fuß und einigen Schritten üben ist es noch nicht vorbei, im Gegenteil, dann wird es erst richtig spannend. Den Clicker würde ich ebenfalls nicht mehr voraussehbar einsetzen, also nicht mehr immer nach einer bestimmten Schrittzahl, weil der Clicker auch ein Ende der übung anzeigt. Click z.B für das spontane Platz usw.
Auf diese Weise ist das Fuß bei meinem Hund sehr zuverlässig geworden, auch an Rivalen vorbei und für die Kleine, die es erst lernt, ist Fuß ein Superpositives Kommando, mit dem ich sie inzwischen trotz Scheuheit ohne Leine an menschen vorbeibringe.

Vielleicht konnte ich Dir helfen, laß mal hören
Gruß
Christine

von Constanze+Jule+Taiba(YCH) am 29. Januar 2001 19:05

Hallo Christine,

ich glaube, was Du da schreibst, ist tatsächlich in vielen Fällen der Knackpunkt. Das Fuß sollte eine Einheit zwischen Hund und Mensch sein, der Hund soll aufmerksam und erwartungsvoll mit mir zusammen und nicht nur neben mir gehen. Diese Spannung erhalte ich aber nur aufrecht, wenn dann auch tatsächlich was Tolles passiert. Unvorhersehbare, gerne ausgeführte Anschlussübungen, Spiel usw. Was zählt schon ein dröges langweiliges Leckerchen auf einem Spaziergang?
Doch leider verkommt das Fuß nur allzu schnell zu einer monotonen Pflichtübungen. Im Alltag meistens dann eingesetzt, wenn es gilt, an anderen Hunden und Menschen, zu denen man doch sooo gerne mal hinrennen würde, vorbei zu kommen. Oft wird es sogar als Strafe eingesetzt, wenn Hundi Faxen macht. Ein scharfes Fuß, damit Fiffi sich wieder zusammenreißt. Kein Wunder, wenn da mit der Zeit die Motivation flöten geht.
Ich will das jetzt gar niemandem hier persönlich unterstellen, aber ich sehe es oft bei den Hunden, die mir auf dem Spaziergang begegnen. Und auch bei mir hatte sich dieses Verhalten bei meinen beiden früheren Hunden (die noch altmodisch ausgebildet waren) so eingeschliffen.
Gruß
Conny

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