Der Clicker Mensch an der Leine ! :: Clickertraining

Der Clicker Mensch an der Leine !

von Stephanie+Frechdachs(YCH) am 09. März 2001 15:20


Hallo,

Eure Nervensäge traut sich doch noch mal etwas zu fragen.
Wie geht ihr an der Leine. Also mein Hund läuft Fuss an der Leine.
Jetzt sagen die einen normales Tempo, die anderen sagen schnell und zuügig, die dritten sagen so als ob der Hund nicht da wäre.
Ich laufe so : Hund an die Leine und los gehts, ich schaue nicht was sie macht schaue sie nicht an, sondern gehe so als wäre ich alleine mit meinem gewohnten zügigen Schritt. 1-2 mal schaue ich ganz kurz nach ihr, an sonsten gehe ich einfach .
Jetzt habe ich eine Frau getroffen die gesagt hat, man soll öfters nach seinem Hund schauen, als Bestätigung. MMh, das paßt ja eigentlich auch besser zum Clickern. Bis jetzt schaue ich nur wenn etwas ist, läuft sie ruhig C+B. Wie macht ihr Clickerer das ?
In der H. Schule habe ich meine Hundetrainerin mit ihrem Hund gesehen. Sie schaute ihn nicht an, aber er schaute die ganze Zeit zu ihr. Sie sagte ja auch mal, nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken, wofür sollte sich der Hund denn dann noch anstrengen ? Und der der Schaut richtet sich nach dem anderen. Also schaue ich auf meinen Hund richte ich mich nach ihr. Sie soll aber mit mir laufen.
Habe nicht das Gefühl, das sie besonders Froh ist, denn ich schaue in 20 Minutan vielleicht 2 Mal runter, ansonsten forscher Schritt voraus.
Paßt aber nicht zum Clickern oder ?

Wie macht ihr das ?

So, die Frage mußte ich doch noch stellen, ließ mir keine Ruhe.


Stephanie+Frechdachs

von Martin + Mirko(YCH) am 09. März 2001 15:59

Grüß Dich Stephanie,

du fragst

: Paßt aber nicht zum Clickern oder ?

Naja, ich habe den hund ja nicht zum clickern angeschafft, sondern eher den clicker, um mich mit dem hund besser verständigen zu können.

Weswegen hast du den hund dabei:

- damit er auslauf hat und hund sein kann?
- weil du joggen möchtest und einen begleiter brauchst?
- weil du zum bäcker willst un den hund nicht allein lassen möchtest?
- weil du einen schönen spaziergang machen möchtest und viel zeit hast?

Siehst du, in jedem dieser fälle gehe ich anders mit dem hund. Gehe ich von A nach B und habe es eilig, dann gehe ich, ohne mich um den hund zu kümmern. Gehe ich seinetwegen, passe ich mich seinen bedürfnissen an. Jogge ich, soll er laufen. Schnuffeln kann er in meinen pausen. Mache ich einen schönen spaziergang verständigen wir uns durch blickkontakt über unsere gegenseitigen wünsche, d.h. fragt an "ist das OK?" Falls ich nicke, geht es in diese richtung oder aktivität weiter.

Wenn mein hund überraschend stehen bleibt, dann ist das für mich wie ein eingerammter pfahl. Aber ich bin schon 500 m mit der 1m-leine, hand in der jackentasche gegangen und habe nicht gemerkt, dass ich einen hund an der leine habe. Ich war in gedanken und ging anders. Das war ihm signal genug, sich nach mir zu richten.

Die art zu gehen sollte für den hund eindeutig sein. Auch hier ist inkonsequenz nur misslich.

Also denk nicht über das clickern nach, sondern dass ihr zwei ein team seid. Was habt ihr als nächstes vor?

tschüß Martin & Mirko

von Sabine S.(YCH) am 09. März 2001 16:31

Hallo Stephanie,

geh doch mit Deinem Hund einfach so, wie es für Euch zwei am angenehmsten ist!

Im "normalen" Leben braucht mein Hund i. d. R. nicht "Fuß" zu laufen, sondern darf, wenn er angeleint ist, die Leinenlänge voll ausnutzen und auch mal schnüffeln. Ziehen ist natürlich tabu!

Für dieses An-der-Leine gehen verwende ich das Hörzeichen "Langsam", dann weiß meine Süsse, was gemeint ist. Mittlerweile erkennt sie aber schon an der Leine, welche Gehweise gefragt ist, weil ich für das UO-Training eine andere verwende. Im Training mit dem Kommando "Fuß" ist natürlich prüfungsmäßiges Laufen mit Anhimmeln angesagt, das ich auch immer noch in unregelmäßigen Abständen bestätige.

Wenn wir ohne Leine spazierengehen, darf sie laufen, wie sie will. Wenn Leute entgegenkommen, dann läuft sie mittlerweile schon von selbst zu mir, weil sie weiß, daß es dann eine kleine Belohnung für die Aufnahme des Blickkontaktes gibt. Dann gebe ich sie entweder mit "Lauf" frei oder ich sage "bleib da" (falls sich die Passanten ängstlich zeigen).

Ich versuche eigentlich in allen Situationen die Kontaktaufnahme zu mir (Blick oder Zu-mir-kommen) zu bestätigen, das funktioniert sehr gut, (auch ohne Clicker) und festigt die Bindung.

Frag dich doch einfach, mit welcher Vorgehensweise du dich am wohlsten fühlst und auf welche dein Hund am besten anspricht und zerbrich dir nicht den Kopf darüber, was nun "clickermäßig" ist.
Viele Wege führen nach Rom!

Alles Gute
Sabine S.

von Stephanie+Frechdachs(YCH) am 09. März 2001 19:05

: Hallo Martin,

Du sagst

: Siehst du, in jedem dieser fälle gehe ich anders mit dem hund. Gehe ich von A nach B und habe es eilig, dann gehe ich, ohne mich um den hund zu kümmern. Gehe ich seinetwegen, passe ich mich seinen bedürfnissen an. Jogge ich, soll er laufen. Schnuffeln kann er in meinen pausen. Mache ich einen schönen spaziergang verständigen wir uns durch blickkontakt über unsere gegenseitigen wünsche, d.h. fragt an "ist das OK?" Falls ich nicke, geht es in diese richtung oder aktivität weiter.

Ja, stimmt ist mir noch gar nicht aufgefallen. Dann ist alles okay und ich mache alles richtig. Denn sie geht gerne an der Leine und schaut sehr viel und fragt sehr viel und zeigt an, welche Situation ihr zu großen Stress macht. Z.B. viele viele Kinder. Sie macht schnelle Calmings und schüttelt sich. Ich gehe dann eine andere Richtung oder begebe mich an eine Stelle, wo sie nicht so Kontaktmit den Kindern hat sage Sitz und stelle mich etwas vor sie. Das findet sie ganz ganz toll. Ich scheine dann die Größte für sie zu sein.
:
: Die art zu gehen sollte für den hund eindeutig sein. Auch hier ist inkonsequenz nur misslich.

Aha, werde mal darauf achten.
:
:
Also denk nicht über das clickern nach, sondern dass ihr zwei ein team seid.


JA, stimmt das muß mal weg, dieses ewige Denken. Zu viel denken ist nicht gut. Sollte doch mehr nach meinem Gefühl gehen. Anscheinend kann ich mich darauf verlassen.

Was habt ihr als nächstes vor?


Oh, über diese Frage freue ich mich sehr. Nachdem ich nach meinem gestrigen Posting wieder meinen Kopf etwas in Ordnung gebracht habe eigentlich nichts besonderes. Kennen lernen, verstehen lernen, enger zusammen rücken.
Die Sache mit den Kindern läuft gut an, sie geht schon oft ruhig vorbei.
Ziel ist eigentlich alles , verstärkt andere Hunde. Ander Leine geht es suuper gut, endlich. Im Freilauf hat sie schon einige Male gespielt, dank Clicker . Habe angefangen wenn sie ruhig geschnuppert hat C+ wieder zum Hund. Und immer ein Stück weiter. Ja, bin jetzt dabei ihr zu zeigen, wenn sie unsicher ist , oder keinen Kontakt will, oder sich bedrängt fühlt , zu mir zu laufen. Da sie in diesen Situationen zuschnappt. Sie schaut schon auf eine bestimmte Art und Weise, ich weiß es dann schon und kann reagieren, das ist schon mal suuper.
Heute war ich ganz gerührt. Wir liefen an einem Zaun vorbei, ein Labi Mischling bellte hinterm Zaun als er uns sah. ich lief normal weiter, aber meine Sassy war extrem Unsicher, ging im Kreis Schnupperte heftig Schüttelte schnell, bewegte sich nicht und knurrte schließlich.
Ich überlegte mir spontan das zu nutzen und ging zum anderen Hund und machte Calming Signales, da er immer noch am Kläffen war wie ein wilder. Ich machte Calmings das mir fast die Zunge einschlief. Erfolg , der Hund kam an und leckte meine Hand ab. Meine sah das und kam auch und machte auch ein kurzes Calming ich haute sofort auf den Clicker sie kam und wollte eine Belohnun haben ich gab ihr reichlich.
Es war toll, sie hatte mich beobachtet und machte das gleiche.Von da an, schaute sie immer zu mir, machte ich Calmings wenn ein Hund da war (haben heute sehr viele getroffen) ging sie ruhig weiter oder sie schnupperte ganz kurz ich gab jedes mal C+ immer wollte sie Wurst.
Bei einem Hund der mir sehr agressiv erschien, den der Man konnte ihn kaum halten, sagte ich leise Fuss, Sassy Fuss, sie tat es ganz ganz ruhig und schaute einmal kurz zum anderen Hund und dann wieder zu mir .
Als der Hund weg war machte sie einen Freudenbtanz und schleckte meine Hand ab.
Da kamen mir fast die Tränen vor Rührung. Heute war der Durchbruch, ich übe daran natürlich schon länger, aber heute hat sie es verstanden.
Toll was ??? Oder deute ich etwas falsch ? Was meinst Du dazu ?
Oh, Sorry für diesen Roman Martin, aber eine Stephanie kann sich einfach nicht kurz fassen, trotz aller Versuche.


Liebe Grüße

Stephanie+Frechdachs


p.s. bin gespannt was Du sagst.
:
: tschüß Martin & Mirko
:

von Jana L + P(YCH) am 09. März 2001 20:44

Hallo Stephanie,

also, meine Hunde laufen höchstens mal 5 Minuten (Maximum) an der Leine. Und dann bestimme ich das Tempo (meist zügig). 95% ohne Leine - da können sie sich 5% der Zeit nach mir richten. Allerdings dürfen sie schon mal kurz schnüffeln, wenn wir aus dem Haus kommen. Müssen ja schließlich die "Zeitung" lesen.

Liebe Grüße - Jana, Liza & Plastic

von Mina(YCH) am 09. März 2001 21:52

Hallo Stephanie,
also bei mir gibt es kein eindeutiges Leinen-Spaziergeh-Verhalten. Denn meine Vorstellungen sind ja auch unterschiedlich. Wenn ich mit allen Hunden (vier smiling smiley) unterwegs bin, alle an der Leine, geht es nun mal nicht, dass jeder so seine Schnüffelminuten einlegt, denn dann könnte ich auch im Garten bleiben. Auch klar, dass so kein "richtiger" Auslauf möglich ist. Für meine Hunde ist die entsprechende "Viererleine" Signal genug, um zu wissen, dass wir gemeinsam beispielsweise die Kinder von der Schule abholen. Alle vier laufen dann im regelmäßigen Gleichschritt, Anordnung nach Größe, wegen der Leine. Arbeite ich jedoch Unterordnung mit einem der Hunde, gibt es viel Aufmerksamkeit, Blickkontakt, zügige Bewegungen (!) und auch Geschwindigkeit. Je nach Motivationsbedarf. Dann gibt es noch den Einzelspaziergang, dort kann jeder der Hunde schnüffeln, pinkeln, hin und her laufen, solange er sich Leinenradius befindet. Ich bin auch vorsichtig damit, ein ausbildungsmäßiges Fuß mit einem Spaziergangfuß zu vermischen. Beim Spaziergang erwarte ich eher ein "bleib in meiner Nähe", statt einem perfekten Fuß. Also nenne ich das auch entsprechend anders.
Lange Rede, kurzer Sinn. Was erwartest du von deinem Hund auf bestimmten Spaziergängen? Ein Dauerfuß ist ja auch nicht sonderlich interessant für den Hund. Kombiniere deine Erwartungen, die Erwartungen des Hundes und die Möglichkeiten der Umgebung und mixe dir somit verschiedene Spaziergehvarianten zusammen. Diese verbindest du dann mit Signalen (unterschiedliche Halsbänder, Leinen, Gangarten oder verbale Kommandos) und setzt sie nach euren (!) Bedürfnissen ein.
Mina

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