Absetzen des Clickers? :: Clickertraining

Absetzen des Clickers?

von ClaudiaII(YCH) am 25. März 2002 16:04


Hallo Clicker-Gemeinde,

kann man den Clicker nach einer gewissen Zeit VOLLSTÄNDIG absetzen? Oder muss man hin und wieder immer mal wieder clickern? Wie häufig kann man auf Mitnahme des Clickers verzichten nachdem die Befehle exakt ausgeführt werden?
Gibt es denn auch etwas, was aus Eurer Meinung nach nachteilig an der Clickermethode insgesamt ist? Auch wenn es noch so eine Winzigkeit wäre, es würde mich wirklich sehr interessieren!!

C+T
ClaudiaII

von Martin + Mirko(YCH) am 25. März 2002 16:31

Grüß dich Claudia,

: kann man den Clicker nach einer gewissen Zeit VOLLSTÄNDIG absetzen?
Natürlich. Die evolution des hundes fand ohne clicker statt - aber sie entwickelte das operante lernen. Und auf dessen grundlage solltest du bleiben.

: Oder muss man hin und wieder immer mal wieder clickern?

Nein, aber bestärken! Dabei schätzt der hund den clicker allerdings sehr. Er ist ihm ein vertrautes, sehr angehnehmes geräusch + folgen.

: Wie häufig kann man auf Mitnahme des Clickers verzichten nachdem die Befehle exakt ausgeführt werden?

Du kannst beliebig verzichten, solange der hund gelegentlich irgendwelche FÜR IHN erkennbare vorteile der befehlsausführung hat.

: Gibt es denn auch etwas, was aus Eurer Meinung nach nachteilig an der Clickermethode insgesamt ist?

Ja. Man muss sich zunehmend beherrschen lernen, wenn man sieht, wie sinnlos manche menschen an ihren hunden rumzerren.

tschüß Martin & Mirko

von ClaudiaII(YCH) am 25. März 2002 16:58

Hallo M&M,
:

:
: Du kannst beliebig verzichten, solange der hund gelegentlich irgendwelche FÜR IHN erkennbare vorteile der befehlsausführung hat.

Aha! Das habe ich nämlich auch schon mal anders gehört...
:
: : Gibt es denn auch etwas, was aus Eurer Meinung nach nachteilig an der Clickermethode insgesamt ist?
:
: Ja. Man muss sich zunehmend beherrschen lernen, wenn man sieht, wie sinnlos manche menschen an ihren hunden rumzerren.

So meinte ich das nicht. Mich interessiert das sehr. Vielleicht hat der ein oder andere ja wirklich eine Kleinigkeit entdeckt, die ihn stört. Vielleicht daß der Hund zu verbettelt geworden ist, zu hyperaktiv etc. . Wobei das ja dann wahrscheinlich Fehler von Menschenseite waren, aber würde mich trotzdem interessieren, was so alles schief gehen könnte. Und dann kann man dem auch entsprechend gegensteuern.
Oder einer hat damit angefangen und aus welchem Grund auch immer wieder aufgehört (wie bspw. Margot weil Hund zu clever). Das ist dann für den Hund wohl auch nicht schön, damit dann wieder aufzuhören, oder? Wie geht ein Hund damit um, wenn wieder Clickerstop ist?

Grüße
CII


von Martin + Mirko(YCH) am 25. März 2002 17:17

Grüß dich Claudia,

: : Du kannst beliebig verzichten, solange der hund gelegentlich irgendwelche FÜR IHN erkennbare vorteile der befehlsausführung hat.
:
: Aha! Das habe ich nämlich auch schon mal anders gehört...

Ich weiss natürlich nicht, was du gehört hast, aber diese aussage, wenn du sie genau anschaust, gilt für jegliche art des befehlslernens:

"Signale (befehle) kündigen die folgen von verhalten an."

: : : Gibt es denn auch etwas, was aus Eurer Meinung nach nachteilig an der Clickermethode insgesamt ist?
: :
: : Ja. Man muss sich zunehmend beherrschen lernen, wenn man sieht, wie sinnlos manche menschen an ihren hunden rumzerren.
:
: So meinte ich das nicht.

Ich weiss, aber das ist tatsächlich der größte nachteil. Die frage wird ja nicht zum ersten mal gestellt.

: Mich interessiert das sehr. Vielleicht hat der ein oder andere ja wirklich eine Kleinigkeit entdeckt, die ihn stört. Vielleicht daß der Hund zu verbettelt geworden ist, zu hyperaktiv etc.

Um ehrlich zu sein, deine frage kann man (ich) so nicht beantworten. Jegliche antwort hängt ja vom standpunkt (wünsche) des poster ab und von den möglichkeiten seines hundes.
Der eine sagt "betteln" und der andere sagt "will arbeiten" ....

Mit dem clicker aufhören, was soll das nun heißen?
Mit dem training von neuem oder verbessertem verhalten aufhören oder auf andere art und weise das gleiche üben?

Mit einem cleveren hund aufzuhören, aktiv an etwas zu arbeiten, heißt, ihn sich selbst zu überlassen, bis er genügend störendes verhalten "von selbst gelernt" hat. Es ist in etwa wohl ähnlich, wie ein hochintelligentes kind ständig zu unterfordern.

Natürlich kann man fehler mache, die in sackgassen enden. Aber das war nicht deine frage. Und ein wenig scheint sie mir die frage nach der "besten aller schlechten welten zu sein."

Ich frage mich nicht, was nachteilig ist, ich frage mich, was gibt es im konkreten fall besseres? Gibt es darauf eine klare antwort, weiß ich, was ich tun werde.

tschüß Martin & Mirko

von ChristineHd(YCH) am 25. März 2002 17:59

Hallo,

Ich ganz persönlich denke mal, die "Clicker-Methode" ist, wenn wirklich ernsthaft und seriös durchgeführt, eine der wenigen Methoden, die ohne Nachteil sind.
Persönliche Nachteile oder Fehler usw. findest Du hier im Forum, Du brauchst nur zu suchen, und die liegen nicht im System, sondern in der Anwendung oder des Anwenders.

Ein vielleicht häufiger? Fehler, ich weiß es nicht, ist das Verkaufen oder Anwenden des Clickers nur als Nebenbei-Produkt. Mensch will alles haben: Die moderne Methode und weiterhin sein altes Verharren in "Dominanz" und Strafen.
Sich von diesem Denkmuster zu lösen, auch als Hundetrainer, ist sicher nicht immer ganz einfach, für mich aber ein muß, denn Clickertraining, zumindest für mich, ist wesentlich mehr als nur Click-Clack mit dem Hund.

Bambuli wurde komplett mit dem Clickerprinzip resozialisiert, sie kennt kein Nein, keine Strafe, keine direkt gesetzte Grenze. Wie sie geworden wäre mit "konventioneller" Erziehung, kann ich Dir nicht sagen.
So aber ist sie in nur 1 1/2 Jahren ein toller, lebendiger, lebensfroher Hund geworden, der sogar heftige Rückschläge von außen inzwischen versteht, zu verarbeiten.
Das Clickern wird benützt, um die im Hund verborgenen Talente usw. zu fördern, nicht, um irgendwas im Hund zu hemmen.

Es geht auch nicht darum, im Clickern irgendwo, und sei er noch so klein, einen Nachteil zu suchen und dann sicher auch zu finden, es geht darum, den Clicker so einzusetzen für das Individuum Hund, daß es für den Hund nur zum Vorteil ist. Und das braucht den Menschen, der bereit ist, zu beobachten und seine eigenen, individuellen Fehler zu erkennen.

Liebe Grüße
Christine


von ClaudiaII(YCH) am 26. März 2002 08:07

Hallo Martin und Clicker-Fans,

: Und ein wenig scheint sie mir die frage nach der "besten aller schlechten welten zu sein."

: Ich frage mich nicht, was nachteilig ist, ich frage mich, was gibt es im konkreten fall besseres? Gibt es darauf eine klare antwort, weiß ich, was ich tun werde.

:-)) Bin jetzt doch noch neugieriger geworden, habe mir gerade u.a. Dein Clicker-Video bestellt... Vielleicht werden ja meine letzten Zweifel bzw. so über Bord geworfen?!

Grüße und aller Wahrscheinlichkeit bis bald wieder hier mit einer neuen Frage

ClaudiaII

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