Absetzen des Clickers? :: Clickertraining

Absetzen des Clickers?

von Mina(YCH) am 27. März 2002 04:36

Servus Dodo,
ja, bei mir liegt auch irgendwo ein Groschen auf einem Regal oder so, der darauf wartet, dass er fällt. Bälle liebt Seven über alles, er schleppt auch sonst alles durch die Gegend, doch leider knautscht er auf allem rum, zerstückelt es oder weicht es durch. Eigentlich möchte ich das Verhalten nicht mit dem Hantel in Verbindung bringen smiling smiley. Doch ich probier mal die Idee mit dem Platz aus, die von Beate kam. Danke dir.
Mina

von ClaudiaII(YCH) am 27. März 2002 09:08

: Tach Claudia,
:
: äh, wo ich wohne? Kalifornien, nördlich von Los Angeles. Morgan Spector ist dauernd verreist, irgendwie schaffe ich es nicht, mit ihm zu einem Termin zu kommen. Zum Greifen nahe und doch so fern ...

:-)
Ja, weil Du meintest, Du wohnst in seiner Nähe. Aber is mir dann doch bissl zu weit...

Neidische Grüße zwecks Sonnenscheinfaktor
ClaudiaII

von Jenny(YCH) am 28. März 2002 16:20

: So meinte ich das nicht. Mich interessiert das sehr. Vielleicht hat der ein oder andere ja wirklich eine Kleinigkeit entdeckt, die ihn stört. Vielleicht daß der Hund zu verbettelt geworden ist, zu hyperaktiv etc. :

Dazu kann ich Dir nur erzählen: ich klickere mit meinen 3 sehr unterschiedlichen Hunden. Sally, schüchterner und sehr empfindlicher Collie-Mix, gewinnt dadurch zusehends an Selbstbewusstsein. Bille, mächtig phlegmatischer Golden-Retriever mit ausgeprägter komm-ich-heut-nicht-komm-ich-morgen-Mentalität wird dadurch aufgeweckter und temperamentvoller, richtig "hibbelig", wenn es ums lernen und ums Erarbeiten neuer Dinge geht, Leo, "Hibbelhund" und von mehreren Hundeschulen als unerziehbar abgeschrieben, weil er sich keine 5 Sekunden auf mich konzentrierte, wird mit jedem Click ruhiger und kann sich zunehmend besser auf mich konzentrieren - sogar bei Ablenkung durch andere Hunde erfolgt manchmal schon eine Ausrichtung zu mir. Nachteile? Nun, ich kann nicht mehr jammern, dass mit meinen Hunden ja alles sooooo schwierig ist. ;-)
Liebe Grüße und viel Spass beim Clickern
Jenny


von Bianca(YCH) am 29. März 2002 00:19

Hallo Claudia,

: Aha! Das habe ich nämlich auch schon mal anders gehört...

Inwiefern?
: :
: So meinte ich das nicht. Mich interessiert das sehr. Vielleicht hat der ein oder andere ja wirklich eine Kleinigkeit entdeckt, die ihn stört. Vielleicht daß der Hund zu verbettelt geworden ist, zu hyperaktiv etc. . Wobei das ja dann wahrscheinlich Fehler von Menschenseite waren, aber würde mich trotzdem interessieren, was so alles schief gehen könnte. Und dann kann man dem auch entsprechend gegensteuern.
: Oder einer hat damit angefangen und aus welchem Grund auch immer wieder aufgehört (wie bspw. Margot weil Hund zu clever). Das ist dann für den Hund wohl auch nicht schön, damit dann wieder aufzuhören, oder? Wie geht ein Hund damit um, wenn wieder Clickerstop ist?

Richtig, Du beschreibst es korrekt. Wenn der Hund zu hyperaktiv geworden ist, mache ich etwas falsch, ich gehe vermutlich auf jede seiner Forderungen ein, aber auch da sollte ein Hund lernen, dass dies ihn eben nicht zum Erfolg führt. Wenn ein Hund schnell lernt, muß ich mich darauf einstellen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass der Hund dieses "Zeremoniell" schon gelernt hat (man nimmt sich Leckerchen und den Clicker!, was den Hund hektisch werden lässt, somit nicht mehr aufnahmefähig oder er bietet alles an und macht somit alles falsch, man wird selber noch hektisch, korrigiert, "Mist, gestern hat er es doch noch gekonnt"winking smiley. Ein Hund wird sicherlich nicht durchs Clickertraining zu verbettelt, nur ICH clickere und gebe somit die Belohnung, wenn ich soweit bin, das ich das Verhalten sicher habe, was ich mir wünsche, gibt es auch einige Leerläufe, wo es nichts gibt, ich IGNORIERE dieses Verhalten. Ich finde überhaupt nicht, dass dies etwas mit "Betteln" zu tun hat, merke dies auch nicht an meinen Hunden, obwohl die unterschiedlicher nicht sein könnten. Aber erst muß ein Hund lernen, was ich von ihm möchte, bin ich soweit, dass er dieses sicher zeigt, kann ich dieses mit einem Signal belegen und der Hund wird mir dieses trotzdem zeigen, weil er es eben gerne tut. Er hat damit keine negativen Erfahrungen gemacht.

Und ich muß ehrlich sagen, vielleicht sehe ich das auch etwas anders, mir ist es lieber, zwei Hunde kommen zu mir gerannt, wenn ich sie rufe, in der Erwartungshaltung, es könnte etwas geben, da der Reiz entsprechend groß gewesen ist, alle anderen 15 Hunde rennen aber zu dem anderen Hund, obwohl die Halter scheppern und rasseln, ist mir Ersteres auf jeden Fall willkommener. Ob es dann wirklich etwas gibt, liegt dann an mir! Die Erwartungshaltung ist sicherlich da und mir ist sie in diesem Falle sogar sehr recht!

Es liegt weniger am Clicker, wenn etwas schiefläuft, sondern einfach an der falschen Bestärkung oder am falschen Verständnis.

Ich habe ständig Junghundebesitzer, die einfach nicht glauben, dass sich ein Hund ablenken lässt, wenn man einfach nur einen höheren Reiz dem entgegenkommenden Hund entgegensetzt, so hoch, dass er die Entgegenkommenden sogar ignoriert, weil es einfach interessanter ist, beim Halter zu bleiben. Anfangs stehen sie da und warten ab, was der Hund tut, natürlich mit der Folge, dass sich dieser für den anderen entscheidet. Logisch! Wenn man sich selber aber in Aktion setzt, hat er überhaupt keine Veranlassung, dort hinzu laufen. Natürlich kann ich dieses auch unterbinden, was aber ja nicht Sinn und Zweck sein soll, sondern er soll lernen, Kontakt aufzunehmen, wenn ich ihm die Freigabe dafür gebe. Aber welche Vorgehensweise wird wohl den größeren Erfolg haben? Ständig erlebe ich offene Münder, wie einfach es doch ist und wie sicher einem ein Hund folgt, wenn man sich richtig entscheidet und vorausschauend handelt. Und nicht anders verhält es sich mit dem Clicker, vorausgesetzt, man entscheidet richtig, zeitgemäß und den Anforderungen und dem Lernstand entsprechend und das muß man erst einmal lernen, auch ohne Clicker.

Wichtig ist doch zu wissen, was ich überhaupt möchte, soll mich mein Hund anschauen, soll der Hund warten, soll der Hund Fuß lernen und wie erreiche ich dies alles? Alles bietet ein Hund an, man muß ich es sich nur zunutze machen. Und wenn mich mein Hund dann ständig anschaut: Klasse! Er hats verstanden! Besser kanns nicht laufen!

Wir arbeiten nicht mit dem Clicker, anfangs, weil einfach die Halter zu viel lernen müssen. Sie lernen aber, welche Verhaltensweisen man sich zunutze machen SOLLTE, das Prinzip ist also das Gleiche. Das einzige, was ich erkennen kann, ist, dass der Hund dieses Verhalten anbietet, was wir möchten und das ist doch ideal, nur, die Halter erkennen es nicht! Das der Hund dadurch verbettelt wird, habe ich noch nicht erlebt, obwohl der Hund natürlich für ein "Warte" oder "Guck mal" oder "Fuß" eine Belohnung erhält. Er bietet es anschliessend häufiger an. Toll!

So, genug des Guten, ich schweife schon wieder ab!

Viele Grüße
Bianca, die ihre eigenen Hunde und auch die anderen nach diesem Prinzip erfolgreich händelt bzw. bei Zweiterem eher die Halter!

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