angst wegklickern? :: Clickertraining

angst wegklickern?

von nici(YCH) am 20. Januar 2003 22:38

hallo. meine 2jahrige spaniel hündin hat panische angst vor anderen hunden. wenn sie nur einen andern hund sieht beginnt sie - inzwischen nur mehr meistens und nicht mehr immer - wie ein welpe zu quietschen und bellen und lässt sich nicht mehr beruhigen. heute ist sie - weil ausnahmsweise ohne leine - wie wild weggerannt und über die fahrbahn gelaufen. ich habe sie mit 18 wochen bekommen und da hatte sie auch schon diese angst. wir waren dann im welpenkurs und später in der hundeschule aber es hat sich nicht gebessert. sie will auch nie mit anderen hunden spielen. ich habe von beruhigen über schimpfen bis hin zu happi geben alles probiert. da wir seit 2 monaten clickern dachte ich jetzt man kann vielleicht auch bei diesem problem mit dem clicker helfen. aber was soll ich clickern? wenn ein anderer hund kommt und sie nichts macht? oder ein alternativverhalten anbieten? aber was? wenn ich sie zb ins fuss nehmen würde kommt sie ja wieder nicht in kontakt mit anderen hunden. oder hat jemand einen ganz anderen tipp? bitte helft uns, wir sind echt schon ratlos. lg nici

von Susanne & Linus(YCH) am 21. Januar 2003 12:52

Hallo Nici!
Das klingt nach einem langwierigem Problem. Aber clickern ist ein guter Ansatz. Wenn Deine Hündin clickern bereits kennt, ist das ein guter Anfang, da clickern für sie vielleicht bereits Spaß, keine Bestrafung
und Sicherheit bedeutet. Wenn Du das erreicht hast, kannst Du anfangen. Ganz langsam; wähle den Abstand zu anderen Hunden, den Deine Hündin noch ertragen kann, d.h.sie sich noch "normal" benimmt. C&B. Dann die Entfernung im Laufe der Zeit langsam reduzieren, aber immer nur so weit, wie sie es gut erträgt und Du sie bestätigen kannst. Aber nicht überstrapazieren. Lieber kurz & gut als zu lange und das unerwünschte Verhalten setzt ein, weil sie es nicht mehr erträgt. Sieh zu, daß Du wenn ihr daran arbeitet, immer mit Bestätigungen enden kannst.

Problem dürfte sein, daß Euch auf Spaziergängen zwischendurch Hunde unplanmäßig zu nahe kommen bevor das Problem Deiner Hündin gelöst ist (dafür würde ich mindestens ein paar Wochen einplanen...). Dann solltest Du ihr Verhalten ignorieren, weder beruhigen noch strafen, und selbst einigermaßen locker am Objekt ihrer Angst vorbeigehen (und andere Hundehalter bitten, ihre Bellos von Deinem Hund fernzuhalten). Du könntest dabei vielleicht ausgiebig gähnen... (siehe "Calming signals" von Turid Rugaas).

Viel Geduld und Erfolg wünschen Dir
Susanne & Linus

von nici + kiki(YCH) am 21. Januar 2003 13:39

Hallo Susanne!
danke für deine antwort

:wähle den Abstand zu anderen Hunden, den Deine Hündin noch ertragen kann, d.h.sie sich noch "normal" benimmt. C&B.

das problem ist dass sie sobald sie einen andern hund sieht (auch auf entfernung) zumindest zu knurren beginnt. meinst du ich soll dann C&B? das ist zwar nicht das erwünschte verhalten, aber besser als hysterisch kläffen
oder soll ich c&b bevor sie den hund sieht? aber dann weiß sie ja nicht wofür.
ich fürchte auch, dass sie dann nach c&b losbellen wird (so wars beim happigeben ohne c)

wenn uns ein anderer hund entgegenkommt und sie bleibt bei zb 15 m entfernung ruhig - c&b. und dann die straßenseite wechseln? weil sonst kommt sie ihm ja erst recht zu nahe. oder fördere ich dann noch mehr ihre distanz zu hunden?

liebe grüße clickernde nici + quietschende kiki ;-)

von Martin + Mirko(YCH) am 21. Januar 2003 16:34

Grüß dich Nici,

du fragst

: ... oder soll ich c&b bevor sie den hund sieht? aber dann weiß sie ja nicht wofür.

Wenn du es so probieren willst, am besten WENN sie ihn gerade erblickt (ist nicht so einfach zu timen.) Übrigens WEISS der hund nicht wofür der click kommt. Diese verbindung dauert. Und dann kann der schuss nach hinten losgehen: Ein click? - wo ist der andere hund?

: wenn uns ein anderer hund entgegenkommt und sie bleibt bei zb 15 m entfernung ruhig - c&b. und dann die straßenseite wechseln?

Genau das. Da ihr die anderen hunde stress bereiten, ist der abbau der stressigen situation die größte mögliche belohnung. Und dann kannst du ganz allmählich die entfernung auf einige meter verkürzen.
Bestehe also anfangs überhaupt nicht auf irgendwelchem hundekontakt. Aber begieb dich nach und nach unter kontrollierte hunde. Wenn deine kleine ruhig bleibt, click und wieder raus aus der gruppe. Hier kannst du ein leckerle geben, aber nicht als belohnung, sondern als test ob der stresslevel niedrig genug ist. Nimmt sie, ist es wahrscheinlich OK, nimmt sie nicht, musst du die anforderungen zurückstecken. Wenn sie es einmal gut geschafft hat, bitte die situation nicht wiederholen. (suche dazu hier einmal unter dem stichwort "murmeltier"winking smiley
Erst wenn sie das packt darfst du sie einmal ableinen. Dann kannst du sehen, ob sie sofort wieder flieht (dann hat sie noch viel stress) oder ob sie ein wenig neugierig wird.

tschüß und viel glück
Martin & Mirko



von nici + kiki(YCH) am 22. Januar 2003 10:54

Hallo!

WOW, bin echt begeistert wie gut es von anfang an mit dem clicker klappt.
nur bin ich nicht sicher, ob ich auch clicken soll wenn sie zb nur knurrt. das will ich ja eigentlich nicht bestärken; oder ist es ein schritt in die richtige richtung der bestärkt werden soll?

das wechseln der straßenseite erleichtert sie total und macht sie aber auch neugierig. (sie beobachtet dann ruhig!!! :-)den anderen und wenn er vorbei ist zieht sie sogar rüber).

Danke und LG Nici




von Sabine(YCH) am 22. Januar 2003 11:25

Hi,
: WOW, bin echt begeistert wie gut es von anfang an mit dem clicker klappt.
: nur bin ich nicht sicher, ob ich auch clicken soll wenn sie zb nur knurrt. das will ich ja eigentlich nicht bestärken; oder ist es ein schritt in die richtige richtung der bestärkt werden soll?
:
Lass mal für einen kurzen Moment ausser acht, was der Hund tut und sieh zu, dass er sich im Moment des ersten Clicks (in dem Moment, wo er einen Hund sieht) in einem noch erträglichen Stresspegel befindet, und danach sich rasch die Situation für den Hund verbessert (das ist äusserst wichtig)

: das wechseln der straßenseite erleichtert sie total und macht sie aber auch neugierig. (sie beobachtet dann ruhig!!! :-)den anderen und wenn er vorbei ist zieht sie sogar rüber).
:

Indem du ihr eine Weg aus einer für sie zunächst ausweglosen Situation zeigts (wenn ein Hund kommt kann man ausweichen) wird zunehmend der Anblick von Hunden nicht mehr so Stessbeladen sein. Ein sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Sabine & Oscar
: Danke und LG Nici
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