Gewissensfrage :: Gesundheit & Hund

Gewissensfrage

von unbekannt(YCH) am 08. August 2003 09:38

Hallo Kathi,

du hast das REcht, dir aufgrund meiner Daten und Angaben eine persönliche Meinung zu bilden und letztendlich wollte ich diese ja auch erfahren, sonst hätte ich mich in mein Kämmerchen vergraben und eine Entscheidung getroffen.

Ich schreibe diesmal nicht namentlich, weil ich weiß, daß meine Kinder auch hier surfen und bisher noch nichts von der ganzen Geschichte ahnen, dazu kommt, daß der ein oder andere mich kennt und ich hier vorerst keinen jeck machen will. Es ist noch überhaupt nichts entschieden

unbekannt

von Kathi(YCH) am 08. August 2003 09:46

Hi,

: du hast das REcht, dir aufgrund meiner Daten und Angaben eine persönliche Meinung zu bilden und letztendlich wollte ich diese ja auch erfahren,

eben drum. Ich hab meine Meinung geschrieben und gut. Weiter wollte und werde ich mich dazu auch nicht auslassen.

Kathi

von Susanne & Zasko(YCH) am 08. August 2003 10:24

Hallo unbekannt,

confused smileychmerzen hat er erkennbar keine, obwohl er die Hüfte etc. entlastet und ungerne springt und sich schnell hinsetzt. Es geht ihm soweit ich das beurteilen kann gut.
:Wenn sich der Verdacht bezüglich des Tumors bestätigt, hat der TA mir wenig Hoffnung auf Heilung etc. gemacht. Würdet ihr an dieser STelle direkt einschläfern oder abwarten, bis es schlimmer wird?

Ich würde ihn nicht sofort nach der Diagnose einschläfern lassen. Solange es dem Hund gut geht und er eben noch nicht leidet, ändert die Diagnose daran doch nichts. Die Diagnose ist also absolut kein Grund, den Hund einzuschläfern. So wie ich deine anderen Antworten jetzt aber verstanden habe, war diese Frage falsch ausgedrückt, d. h. du willst/wirst ihn eh nicht direkt einschläfern lassen.

Bleibt also m. E. die überaus schwierige Frage, wann ist der richtige Zeitpunkt? Für mich ist der richtige Zeitpunkt, wenn der Hund erkennbar leidet und/oder an Lebensqualität einbüßt. Also z. B. nicht mehr mit Schmerzmitteln zu behandelnde starke Schmerzen, nicht mehr laufen/fressen können/wollen, etc. Inwieweit er im Rudel leidet, wenn er eine untergeordnete Stellung bekommt, kann man nicht vorraussehen, das muss man abwarten und das kannst dann nur du entscheiden, ob er das gut akzeptieren kann und halt nicht platt gemacht wird, oder ob er ständig angegangen wird und leidet. Und auch nur du kannst entscheiden, ob eine räumliche Trennung im letzteren Fall für den kranken Hund eine Verbesserung darstellt, oder ob er nun vielmehr leidet, da er eben ganz alleine sein muss, was er sonst nicht kannte.
Die Entscheidung kann dir also keiner abnehmen, weil nur du sehen kannst, ab wann der Hund leidet. Aber das weißt du ja offensichtlich auch. Ich bin allerdings der Meinung, dass es keinen Grund gibt, den Hund prophylaktisch einzuschläfern, weil er ja irgendwann anfangen wird zu leiden. Du weißt ja gar nicht, wie lange es bis dahin noch ist. Vielleicht noch 2 Wochen, 2 Monate oder ein halbes Jahr? Diese Zeit hat er verdient, noch zu leben. Und wenn er dann anfängt zu leiden, und man dieses Leiden nicht mehr mit Medikamenten oder anderen Methoden behandeln kann, solltest du ihn einschläfern lassen und nicht das Leiden in die Länge ziehen.

Und was den Aufwand betrifft, solange sich das Leiden noch durch geeignete Maßnahmen aufhalten lässt:
Die Nerven für die Pflege eines alten/kranken Hundes solltest du dir zulegen, die Zeit ist eine Frage des "wielange muss ich diesen Aufwand betreiben?". Über einen überschaubaren Zeitraum (mehrere Monate) bin ich schon der Meinung, dass man Freizeitaktivitäten stark einschränken kann/sollte und halt auch kürzer schläft, um die Zeit für den Hund zu haben, auf Dauer ist das aber nur durchzuhalten, wenn man es sich mit mehreren Leuten teilen kann. Und natürlich kann man nicht seine Arbeit aufgeben, um den Hund zu pflegen und es hat auch keinen Sinn, seine eigenen Grenzen soweit zu überschreiten, dass man irgendwann selbst zusammmenbricht. Für mich spielt es dabei allerdings keine Rolle, ob am Ende diese Aufwandes die Heilung oder die Einschläferung steht, sondern es geht allein darum, ob es mit diesem Aufwand möglich ist, den Hund so zu halten, dass er nicht leidet. Das bin ich meinem Hund schuldig.
Bei der Frage des Geldes sehe ich das ähnlich, ich bin schon der Meinung, dass man sich soweit es geht einschränken sollte (wobei für mich da z. B. auch zu zählt, halt mal nicht in Urlaub zu fahren), um das Geld für die Behandlung des Hundes aufzubringen. Wird die finanzielle Belastung aber zu stark, so dass man seine eignenen Grundbedürfnisse nach Nahrung/Wohnung usw. nicht mehr finanzieren kann, dann geht es halt nicht mehr. Ob an dieser Stelle die Einschläferung oder die Abgabe des Hundes besser ist, kann man auch nur im Einzelfall entscheiden. Manch ein Hund mag sich im Alter noch gut umgewöhnen können und manch einer leidet ganz enorm, wenn er nicht mehr seine gewohnte Umgebung hat, und das sollte man ihm nicht zumuten.

Nun hast du wahrscheinlich noch mehr, über das du nachdenken kannst, aber du wolltest ja unsere Meinung hören ;-)

Liebe Grüße
Susanne & Zasko

P.S. Deine Gründe, weshalb du diesmal anonym schreibst, kann ich verstehen, allerdings wäre es gut gewesen, wenn du das gleich mit dazugeschrieben hättest. Bevor ich deine anderen Antworten gelesen hatte, hatte ich die Frage, weshalb anonym nämlich auch schon sozusagen "auf den Tasten liegen" und dieser Gedanke "steht noch nicht mal dazu" fördert das Schubladendenken ganz enorm ;-).

von Grizzly(YCH) am 08. August 2003 10:36

Hallo,

Du und Dein Rüde, ihr habt lange Zeit zusammenverbracht (was ich nun einfach mal unterstelle), ihr habt eine Bindung aufgebaut und gegenseitig Gefühle vermittelt.

Hunde können nicht sprechen, und so lernen wir (hoffentlich) auf einer eigenen Ebene miteinander zu kommunizieren. Und wenn du auf dieser "Kommunikationsebene" mit deinem Hund bleibst, wirst du merken, was wann zu tun ist.

Keiner kennt den Hund so wie du ihn kennst, also wird keiner dazu etwas sagen können, was dich wirklich weiterbringt, das könnt ihr nur untereinander austauschen.

Das mag sich jetzt ziemlich abgehoben oder spirituell, aber wenn es um Gefühle und Beziehungen geht sind wir Menschen doch leider oftmals sprachlos.

Ich drück dir die Daumen, vor allem, dass du vor lauter Abwägen und Nachdenken den Kontakt zu deinem Hund nicht verlierst.

LG
Astrid & Grizzly

von sonja(YCH) am 08. August 2003 13:41

hallo

nun 7 Jahre ist noch kein alter. ich habe zwei 16 jährige fitte senioren.

warum den kopf hängen lassen ? nein. nun male den teufel nicht an die wand. sondern höre dir die meinung des TA erst mal gründlich an, wenn die untersuchungen gelaufen sind . frag ihn löcher wenn du nicht draus kommst. frag ihn wie es weiter geht, was die günstigste und was die schlechteste variante ist. frag ihn, wie er seine diagnose begründen kann und wie die weiteren möglichen therapievarianten aussehen.

wenn du nicht zufrieden bist, so hole dir eine zweite meinung ein.

therapien ob op oder nicht das ist nun alles zu früh. es bringt es nicht sich verrückt zu machen.

geld ja es spielt eine rolle. aber ein guter TA kann dir helfen wenn medis evt. auch günstigere varianten, generetikas, oder sachen der Humanmedizin zu nennen. das musst du mit dem TA zusammen erörtern.

ein tier kommt mit schmerzen viel besser zurecht wie wir menschen. und viele TA akzeptieren heute Ratenzahlung bei Op's. ok, irgenwann ist die fin. Schmerzgrenze klar erreicht, das ist nachvollziehbar. aber solange der Hund an Lebensqualität gewinnt oder gewinnen kann, so sollte das bestmögliche getan werden.

und ein TA schläfert keinen erst 7 jährigen Hund ein, der eine Lebenschance hat.

also lass den kopf nicht hängen sonder geh die ganze sache etwas gefasster und neutraler an. es kommt wie es kommen muss und du wirst die entscheidungen ganz natürlich treffen. aber jetzt sich für und dawieder und vielleicht und evtl. verrückt zu machen nein. das bringt es nicht.

ich habe auch gemeint ich müsse meine hündin einschläfern lassen vor 3 wochen. die blutwerte sind miserabel. der hund hatte zudem noch ein "hexenschuss" aber meine hündin zeigte ganz klar ich bin noch da und will leben und das war für mein TA der grund, nun das möglichste zu machen solange der hund zeigt ich will. und siehe da, gestern ist die 16 jährige dame wie ein junger hund dem bälleli hinterhergerannt als wäre sie erst 10 und nicht 16. darum auch ich frage nicht mehr nach dem vielleicht sondern nehme es wie es kommt. eines tages muss ich die entscheidung auch treffen, aber der hund wird sie mir zeigen.solange geniesse ich meine senioren.

von Helen(YCH) am 08. August 2003 14:44

Hallo! Es ist vollkommen klar, dass der Hund jede Unterstützung zum Leben bekommt, so lange es ihm einigermassen gutgeht! ICH möchte aber nicht erleben, dass mein Hund unter jämmerlichen Schmerzen seinem Ableben entgegensehen muss. Ich habe in meiner Umgebung schon oft erlebt, dass der Hund die Schwäche seines Halters "ausbaden" muss, weil dieser den endgültigen Schritt zur Euthanasie scheut. Die 17-jährige Hündin von Bekannten hat trotz stärkster Schmerzmedikamente eine ganze Nacht geschrien vor Schmerzen bis sie der TA morgens um 6 Uhr erlösen konnte. 2 Monate davor hatte sie einen leichten Schlaganfall, zeigte auch, wie Du schreibst, noch Anzeichen von sogenanntem "Lebensmut" (woher weiss der Mensch, dass die Befriedigung der Urbedürfnisse wie fressen etc gleichzusetzen sind mit Lebenswillen??), d.h. sie frass, sie lief torkelnd an den Wänden entlang herum und lebte bis auf diese Gleichgewichtsstörungen und Herzbeschwerden ziemlich normal. Man hätte diesem Hund einen grossen Gefallen getan, ihn in dieser Phase gehen zu lassen und nicht zuzuwarten bis er elendiglich schreiend sterben musste. Das ist meine persönliche Meinung, ich lasse jede andersartige Einstellung gelten - das muss jeder für sich entscheiden. Ich persönlich werde für meine Hunde immer nur über die vorhandene Lebensqualität entscheiden und eher etwas zu früh als zu spät den Entschluss zur Euthanasie fällen, wenn meine Hunde unheilbar krank oder sehr alt und gebrechlich sind.

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