Gewissensfrage :: Gesundheit & Hund

Gewissensfrage

von Melli und Sammy(YCH) am 08. August 2003 16:24

Hallo!

Die selbe Frage musste ich mir in den letzten Tagen auch stellen (betrifft Frett nicht Hund).

Um kurz zu umreißen: Knoten hatte sich an Schwanz gebildet, waren bei zwei TA, erster TA wollte sofort amputieren, zweiter versuchte es vorerst medikamentös (knoten vergrößerte sich in kurzer seit um ein dreifaches), musste dann aber doch 1/3 des schwanzes abnehmen.
Der TA diagnostizierte ein Osteokarzinom, falls es gestreut hat (was er für wahrscheinlich da häufig hält) und der nächste Tumor ungünstiger liegt rechnet er keine allzu großen Chancen aus.

Vor allem da Timmi am 3. und 4. Tag nach der OP ziemlich geschwächelt hat (kein Appetit, kein Durst, konnte nicht mehr richtig laufen, von springen gar nicht zu reden), haben wir uns dann die Frage gestellt ob wir noch abwarten oder ihn lieber erlösen sollen .
Am 5. Tag hat sich der Zustand etwas gebessert, ansonsten hätte ich ihn wohl am nächsten Tag einschläfern lassen.
Wir waren am 6. Tag zur Kontrolle, er bekommt jetzt Calo-Pet (Kalorienpaste) und ich überwache seine Wasseraufnahme, ansonsten sind motorische Funktionen wieder relativ okay.

Im allgmeinen hat er sich jetzt wieder ganz gut erholt und solange sein Zustand so (schmerzfrei) bleibt bzw. erhalten werden kann hat er auch ein Recht auf Leben.
Wäre der Zustand aber auf dem Niveau vom 3./4. Tag geblieben - ich hätte keine Sekunde gezögert ihn einschläfern zu lassen und werde es auch nur so lange nicht tun, solange er nichts an Lebensfreude einbüßen muss.

Ich wünsche dir und deinem Hund noch eine ebenso schöne Zeit,
liebe Grüße
Melanie, Sammy und die zwei Fretts

von josh(YCH) am 08. August 2003 17:12

Hi,
ich hab ja nicht gesagt, daß man den Hund unter Schmerzen leben lassen soll. Natürlich soll man ein leidendes Tier töten und es auf keinen Falls aus Egoismus am Leben lassen. Und genauso natürlich soll man ein lebenswilliges Tier nicht einschläfern, nur weil man bei ihm einen Tumor diagnostiziert hat, der später mal Probleme machen wird. Ich denke, man sollte dann einschläfern, wenn das Tier deutlich Schmerzen hat und/oder an Lebenslust verliert und nicht, bevor es soweit ist - es ist dann ja immer noch schwierig genug, die richtige Entscheidung zu treffen zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.
Leider habe ich in fünf Jahren Arbeit bei einem Tierarzt mehrmals pro Monat Leute gesehen, die ihren Hund/Katze etc. unter fadenscheinigen Gründen einschläfern lassen wollten. Oft auch "er leidet", wenn ein munterer, fitter Hund vor uns stand, der leider, leider keine Welpen mehr bekommen kann, keine Pokale mehr holt, einfach lästig geworden ist, aus Angst knurrt etc. usw... und das bei einem TA, der als Vorsitzender des TSV ortsbekannt war. Ich möchte nicht wissen, was die anderen Kleintierärzte so alles "eingeschläfert" haben. Naja, nichts für ungut, daher meine Vermutung. Wenn dem nicht so ist, wunderbar winking smiley.

Grüße
josh

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