Blasensteine... :: Gesundheit & Hund

Blasensteine...

von Martina mit Floh am 10. Februar 2010 10:29
Hallo zusammen,

wir haben leider mal wieder ein Problem mit unserem Yorkie Floh...
Nachdem er seit Sonntag morgen nur noch tröpfchenweise pinkeln konnte, stellte sich am Montag beim TA raus, dass er einen Blasenstein hat, der in die Harnröhre gewandert ist und diese verlegt hat.
Nachdem es zwischenzeitlich hieß, er müsse notoperiert werden, konnte der Stein dann doch noch mittels Katheter in die Blase zurückgespült werden.
Nun stellt sich die Frage, was wir machen sollen:
Einmal die Möglichkeit, zu hoffen, dass der Stein da liegenbleibt und möglichst keine Schwierigkeiten macht.
Zum anderen die Möglichkeit einer OP. Dazu müsste die Blase geöffnet und der Stein entfernt werden :-(
Dazu ist zu sagen, dass Floh 10 Jahre alt ist, sein Herz zu langsam schlägt und vergrößert ist. Dafür bekommt er seit August 2008 (damals hatte er etwas Wasser in der Lunge) Vetmedin, Fortekor und Dimazon. Mit den Medikamenten ist er gut eingestellt, hustet nicht, ist munter und fröhlich. Im Winter geht es ihm eigentlich immer supergut, der Sommer (wenn's heiß ist) macht ihm mehr zu schaffen.

Wir sollen uns nun entscheiden...
Hat jemand Erfahrung mit so einer OP? Wie heftig ist sowas? Kann Floh das mit seinem Alter und den Herzproblemen überhaupt wegstecken?

Ach ja, wenn OP, dann sollte er auch gleich kastriert werden. Zum einen ist seine Prostata etwas vergrößert (macht aber noch keine Probleme), zum anderen wurde Ende letzten Jahres festgestellt, dass seine Hoden unterschiedlich (deutlich) groß sind. Da wurde US gemacht, es gab zwar zu dem Zeitpunkt noch keine Anzeichen einer bösartigen Veränderung, unsere TÄ meint aber, wenn schon in Narkose, dann dieses Problem mit erledigen.

Vielleicht hat jemand einen Rat für uns oder Erfahrung mit Blasensteinen und evtl. OP?

Schon mal vielen Dank,
Martina mit Floh

von straalster am 10. Februar 2010 16:29
Meine Hündin hatte früher sehr häufig das Problem Harnsteine und -grieß. OP stand auch mal an, da sie aber auch schon etwas älter ist bin ich gegen jede vermeidbare Narkose. Und habe mich für andere Wege entschieden.

Bei den Medikamenten die dein Hund nimmt und dem Herzproblem würde ich zunächst zu einer Zweitmeinung (möglichst Tierklinik) raten. Wie beim Menschen können nämlich auch bei Tieren die Harnsteine durch einen nicht invasiven Weg zertrümmert werden - durch den Einsatz von Wellen. Schmerz- und risikofrei.

Bei dem Hoden'problem' - wie lange ist dass denn schon so? Bei einem deutlichen Größenunterschied der aber noch nicht durch z.B. Ultraschall näher diagnostiziert wurde könnte es sich auch um eine Hydrozele testis handeln. Viele Männer kennen das - einmal beim Fußball oder sonstigem Sport einen Ball abbekommen und schon ist ein Hoden meist dauerhaft vergrößert. Dabei handelt es sich aber lediglich um Wasser in der Hodenhülle, vollkommen ungefährlich.
Bei einer Kastration wäre ich gerade bei einem bereits deutlich bestehenden Hang zur Bildung von Harnsteinen(der durch Kastration noch verstärkt werden würde) sehr sehr abgeneigt solange kein Befund für den vergrößerten Hoden vorliegt.

von Martina mit Floh am 11. Februar 2010 09:33
Vielen Dank für deine Antwort.
Das Hodenproblem ist Ende November 2009 bei einer Herzuntersuchung zufällig aufgefallen.
Unsere TÄ hat sich den Hoden dann per US angesehen und gemeint, es sei nichts Auffälliges zu sehen, sie meinte, das könne wohl eine altersbedingte Veränderung sein. Danach hab ich mir ehrlich gesagt nichts mehr gedacht.
Am Montag bei der Untersuchung war unsere TÄ nicht da, da ist es ihrer Kollegin auch gleich aufgefallen. Die meinte aber, sowas würde meistens irgendwann bösartig, wenn er schon für die Blasenstein-OP eine Narkose bräuchte, würde sie ihn gleich auch kastrieren lassen...
Daraufhin haben wir uns die Sache mal genauer angesehen, der Unterschied ist schon wirklich ziemlich groß. Allerdings muss ich gestehen, ich kann nicht sagen, ob der Größenunterschied seit Nov 09 zugenommen hat. Nach dem US war ich ziemlich unbesorgt und habe nicht weiter drauf geachtet.

Dass sich eine Kastration negativ auf die Blasenstein-Problematik auswirkt, habe ich auch nicht gewusst. Begünstigt das die Entstehung von Blasensteinen? Wodurch?

Wegen dem Zertrümmern der Steine: Wird das bei Hunden wirklich gemacht? Ich habe im Internet dazu absolut nichts gefunden. Wir sind zwar in einer Tierklinik in Behandlung, allerdings keine große (also nicht sowas wie z.B. in München). Müsste man sich da an eine Uni-Klinik wenden oder wer macht sowas? Wo hast du es denn machen lassen? Braucht der Hund dazu nicht auch eine Narkose?

Sorry, schon wieder viele Fragen...
Martina mit Floh

von straalster am 11. Februar 2010 12:21
Erstmal zum Hoden: Ich würde an deiner Stelle nochmal genau nachfragen was der US ergeben hat - Hydrozele (also Flüssigkeitsansammlung) oder Gewebezunahme. Nach diesem Befund solltest du dich dann auch erst entscheiden, selbst bei zuerst gutartigen Geweben kann es dazu kommen das daraus Krebs entsteht - da wäre eine Kastration also durchaus ratsam. Bei einer Hydrozele wäre die einer Kastration folgende hormonelle Veränderung im Organismus deines Hundes unnötig.
Nach einer Kastration verändert sich das hormonelle Gleichgewicht, der Hund wird ruhiger - daher vergrößert sich das Risiko der Harnstein-Entstehung (also durch Hormonveränderung und weniger Bewegung).

Bei meiner Hündin wurde das in einer kleineren aber sehr fortschrittlichen Klinik gemacht (ohne Narkose weil dadurch keinerlei Schmerzen entstehen), allerdings wurde bei kleineren Steinen der Abgang auch manchmal einfach durch Manipulation der Blase von Außen bewirkt. Auf Deutsch: meine Tierärztin hat sie etwas härter abgetastet um die Steine aufzuwirbeln, beim nächsten Wasserlassen kamen dann die Steinchen und der Grieß raus. Das klingt erstmal grausam aber meine Hündin hat dabei keinen Mucks gesagt und sie tut sonst sehr lautstark Kund wenn ihr etwas unangenehm ist oder sie Schmerzen hat.

In deinem Fall würde ich wirklich nochmal zu einer Zweitmeinung raten, vielleicht auch mal von einem Spezialisten dafür. Vorallem solltest du darauf achten dass erst Untersuchungen gemacht werden bevor die Aussage 'wir müssen operieren' fällt. Was ich an Kliniken nicht mag (daher gehe ich auch nur bei größeren Sachen in eine) ist das häufig jeder eine andere Meinung hat - wie du ja jetzt auch gesehen hast, der eine sagt es ist nix, der andere will sofort operieren. Da kann man schlecht Vertrauen aufbauen.

von straalster am 11. Februar 2010 12:30
Nochmal zu dem Größenunterschied: wäre einer extrem gewachsen wäre es dir doch sicherlich aufgefallen oder? Vielleicht war das einfach schon immer so, bzw. kommt von einem stumpfen Trauma das weit zurückliegt - das solltest du unbedingt genau abklären lassen.

Was mir in Kliniken immer sauer aufstößt ist das die meisten da viel zu schnell mit dem Skalpell wedeln oder mit vielen unnötigen Untersuchungen die gar nichts ergeben können aber ordentlich was kosten. Frag einfach immer sehr genau da, wofür das gemacht wird - was genau sie vermuten und verlang dass sie es erklären. Damit entlarvt man dann schon des öfteren Mal TÄ denen es nur ums Geld geht.

von straalster am 12. Februar 2010 10:18
Hab gerad meinen Medizinschrank durchgeschaut und dabei noch etwas für dich hilfreiches entdeckt 'Uro-Pet'. Das ist eine Paste die präventiv aber auch therapeutisch gegen Struvit-Steine eingesetzt wird.

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