Blasensteine... :: Gesundheit & Hund

Blasensteine...

von straalster am 22. Februar 2010 12:45
Oh, na dann drück ich weiter die Daumen für die Ergebnisse!
Die OP meiner Hündin ist auch gut verlaufen - Mammtumor gutartig, zwei Zahnextraktionen, Narkose gut überstanden. Die ersten 12 Stunden danach waren anstrengend weil sie nach jedem Augenschließen vergaß wo sie ist und wieder anfing mich zu suchen, dazu permanent winselte und desorientiert war - und das 12Stunden am Stück. Das man dabei nicht helfen kann, sondern es aussitzen muss macht mich immer wieder fertig...

von Martina mit Floh am 23. Februar 2010 08:17
Das freut mich, dass deine Hündin alles gut überstanden hat. Dann noch die gute Nachricht, dass die Tumore gutartig sind, das ist doch toll. Wie alt ist denn deine Hündin? Ich habe in einem anderen Thread gelesen, dass du nach Futter für Zahnlose gefragt hast. Hat sich das Problem erledigt, du schreibst hier, dass zwei Zähne gezogen werden mussten? Oder haben ihr vorher schon mehrere gefehlt?
Oh ja, die ersten Stunden nach der Narkose sind immer anstrengend... Und das schlimmste ist immer, man kann nichts tun, nur warten bis es besser wird und da sein.

Unseren Termin haben wir gestern auch hinter uns gebracht: Die Entzündung in der Blase ist schön zurückgegangen, allerdings sind Blutspuren (nicht sichtbar) im Urin, weil der Stein einfach die ganze Zeit an der Blasenwand scheuert. Es wurde gestern wieder versucht, den Urin auf Kristalle zu untersuchen. Sie fanden aber wieder nichts und können somit nicht feststellen, um welche Steinart es sich handelt :-( Allerdings ist der Urin sauer, was ja gegen Struvit spricht. Der Stein wurde gestern per Ultraschall nochmal kontrolliert, er liegt weiterhin in der Blase (verlegt also im Moment nichts).
Der Hoden wurde gestern auch noch per Ultraschall kontrolliert. Und da kann man jetzt ganz deutlich verändertes Gewebe erkennen. Das war beim letzten US vor drei Monaten noch nicht. Es wurde uns auch am Monitor gezeigt und erklärt. Wenn man das Bild mit dem anderen Hoden vergleicht, erkennt man den Unterschied auch als Laie ganz klar. Also kommen wir um die Kastration auf alle Fälle nicht rum. Eine Biopsie halte ich für sinnlos, auch das wird nur unter Narkose gemacht, dann muss Floh evtl. zweimal in Narkose. Uns wurde auch angeboten, nur den einen Hoden zu entfernen, falls wir generell gegen eine Kastration sind. Aber auch das halte ich nicht für sinnvoll. Was ist, wenn dann im zweiten Hoden auch was auftritt?
Jetzt sehen wir uns in zwei Wochen nochmal, dann wird der Blasenstein nochmal kontrolliert. Sollte er sich durch ein Wunder oder sowas deutlich verkleinert oder aufgelöst haben, wird nur die Kastration gemacht, ansonsten - was halt wahrscheinlicher ist - wird beides "in einem Aufwasch" gemacht.
Zum Schluss waren alle drei Tierärztinnen um uns rumgestanden. Alle drei sind sich einig, dass - wenn wir davon ausgehen, dass Floh noch ein paar Jahre Lebenszeit vor sich hat - eine OP die sinnvollste Alternative ist.
Sicher bleibt ein Risiko aufgrund seiner Herzprobleme. Aber dieses Risiko wird natürlich nicht besser, sondern mit fortschreitender Zeit immer größer. Momentan ist er stabil, gut auf seine Herz-Medikamente eingestellt, wenn, dann sollten wir es bald wagen.
Ich hoffe so sehr, dass Floh das nochmal wegsteckt und uns dann noch ein paar ruhige Jahre vergönnt sind! Bitte drückt uns ganz fest die Daumen!

von straalster am 24. Februar 2010 12:34
Danke. Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen oder eigentlich eher Floh winking smiley
Wenn die Voruntersuchungen jetzt alles aufgeklärt haben kann man ja auch nichts mehr gegen eine OP einwenden. Außer natürlich der Sorge es könnte etwas passieren.
Ich hab auch grundsätzlich nichts gegen chirurgische Eingriffe, nur wenn es auch anders geht kann man ja auch Alternativen testen.

Ich wünsch euch auf jeden Fall eine schnelle Genesung und noch viele schöne Jahre.

Meine Hündin ist fast 9 und hat von Geburt an einen schiefen Kiefer. Ob der Knochen bereits genetisch deformiert war oder das beim Geburtstrubel passierte, konnte mir die Züchterin nicht sagen. Eigentlich lebt sie damit auch ohne Probleme was das Fressen angeht. Nur leider musste sie wegen der problematischen Zahnstellung und diverser anderer Kieferprobleme mittlerweile 4mal operiert werden. Zähne hat sie schon noch aber eben nicht mehr viele. Bis vor kurzem hat sie auch Trockenfutter bekommen aber bei den relativ frischen Wunden (wegen des Zahnziehens) hab ich für sie einfach häufiger gekocht und so langsam hatte ich alles was ich in Büchern gefunden habe durchprobiert und wollte einfach mal was neues testen und anbieten.

von Martina mit Floh am 01. April 2010 12:05
Hallo zusammen,

nachdem ich mich lange nicht gemeldet habe, wollte ich euch nur kurz berichten, wie die Sache weiterging.
Floh wurde am Dienstag operiert, es ist alles problemlos gelaufen! Es gab keine Probleme mit der Narkose, er war sehr schnell wieder wach (wurde um 10 Uhr operiert, um 15:30 Uhr durfte ich ihn schon abholen), hat gleich selbständig gepieselt. Und das, obwohl mir gesagt wurde, dass es gut sein kann, dass er die Nacht über in der Klinik bleiben muss.
Es wurde der Blasenstein entfernt, er wurde kastriert und dann wurde ihm auch gleich noch ein Adenom am After weggemacht. Das war zwar gutartig, ist aber stetig etwas weitergewachsen. Deswegen haben wir gesagt, wenn alles gut läuft, wird das gleich noch mitgemacht.

Dienstag war er noch etwas durch den Wind von der Narkose, obwohl ich mir auch das schlimmer vorgestellt habe. Seit gestern ist er wirklich erstaunlich gut drauf. Heute sind wir das erste Mal wieder in der Arbeit, alle meine Kollegen meinen, sie können es gar nicht glauben, dass Floh erst am Dienstag operiert wurde.

Der Blasenstein wurde eingeschickt, um nun endlich die Art des Steins zu ermitteln. Am Samstag kriegt er noch eine Antibiotikaspritze und die Nierenwerte werden kontrolliert. Ich hoffe, dass es da keine Probleme mehr gibt. Unsere TÄ meint, da die OP und Narkose so problemlos verlaufen ist, ist es unwahrscheinlich, dass die Nieren noch Probleme machen werden.

So, nun hoffe ich, dass er sich weiterhin so gut erholt und das Ganze in knapp zwei Wochen, wenn die Fäden gezogen werden, entgültig nur noch eine böse Erinnerung ist!

Schöne Grüße,
Martina mit Floh

von straalster am 06. Mai 2010 21:51
Hallo Martina und Floh,

da ich lange nicht mehr hier war, habe ich gerade erst deine Nachricht gelesen und freu mich sehr für euch beide!
Wie schnell sich Tiere von Operationen erholen können finde ich immer wieder erstaunlich.
Da ich mittlerweile schon häufiger mit Blasensteinen zu tun hatte, hab ich mal einen Artikel verfasst der die häufigsten Arten, Therapien und Risikogruppen zusammenfasst:

Artikel über Harnsteine bei Tieren

Vielleicht hilft das hier ja dem ein oder anderen.

Welche Art war es denn bei Floh?

von Martina mit Floh am 07. Mai 2010 13:04
Hallo straalster,

Danke für Deine Nachricht.

Der Blasenstein war ein Kalzium-Oxalat-Stein. Floh bkommt nun das Diätfutter von Hill's, ich glaube u/d ist es. Gott sei Dank frisst er es gerne und verträgt es auch.
Allerdings mag er nur Trockenfutter und das auch wirklich trocken, also nicht angefeuchtet oder so. Und das mit dem viel Trinken ist halt auch schwierig umzusetzen...
Dein Artikel ist sehr informativ, Danke!

Bis auf einen heftigen Bluterguss über fast den ganzen Bauch ist die Heilung super verlaufen, auch die Nierenwerte waren in Ordnung.
Insgesamt hat die OP wie eine kleine Verjüngungskur gewirkt. Er ist jetzt wirklich lebhafter, kommt wieder öfter mit seinem Spielzeug an. Offensichtlich hatte er doch Beschwerden, die man ihm aber nicht richtig angemerkt hat. Das Ruhiger-Werden schiebt man halt auf's Alter...

Alles in allem sind wir sehr froh, dass wir die OP gemacht haben. Hat zwar einige Nerven gekostet, aber es hat sich auf alle Fälle gelohnt. Nun hoffe ich, dass Floh für sein restliches Hundeleben von diesen blöden Blasensteinen verschont bleibt!

Liebe Grüße,
Martina mit Floh

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