Tumorbefund da.Was würdet Ihr tun? :: Gesundheit & Hund

Tumorbefund da.Was würdet Ihr tun?

von Maja mit Mäxie+Carlo(YCH) am 08. Februar 2001 18:23

Hallo yorkies,
letzten Donnerstag wurden bei meiner Mäxie wegen Tumoren in der Gesäugeleiste die rechte Milchleiste herausgenommen und die Gebärmutter.
Es waren 3 Tumore in der rechten Milchleiste, davon waren die zwei größeren gutartig, der kleinste bösartig. Die Gebärmutter war zwar voller Zysten aber keine Tumore. In der linken Milchleiste hatte sie auch einen kleinen Tumor, der herausgeschnitten wurde. Blödsinnigerweise hat das Labor diesen Tumor nicht untersucht und ich weiß auch nicht, ob das Gewebe noch vorliegt und sie den Befund nachliefern können.
Mein TA sagt nun, es gäbe 2 Vorgehensweisen, die er beide vertreten könne:
- die 2. Milchleiste vorsorglich entfernen nach Abheilung des 1. Eingriffs, da ja auch in der anderen Leiste gut- und bösartige Tumorbildung war.
- warten, ob sich in der 2. Leiste wieder Tumoren bilden und dann die Milchleiste entfernen.
Was meint ihr, soll ich abwarten, ob sich wieder etwas tut oder gleich (nach Abheilung der 1. OP) operieren lassen?
Mäxie ist 6 Jahre alt. Von der 1. OP hat sie sich erstaunlich gut erholt - ich habe sie aber auch bewacht wie ein Schießhund, sie hat sich gut ausgeruht und so gut wie nicht an der Wunde geleckt, dafür hat sie sich genüßlich mit Bepanthen einreiben lassen.
Ich möchte das Beste für meine Süße - was würdet ihr an meiner Stelle tun?
Maja mit Mäxie+Carlo

von Merlino(YCH) am 08. Februar 2001 18:29

hallo, Maja!

da ein guter Freund von mir innerhalb von 10 Tagen seine Hündin am Milchleistentumor verloren hat, aus heiterem Himmel, würde ich persönlich auf Nummer Sicher gehen und die 2. Milchleiste entfernen lassen, bevor sie dort auch was bekommt.

Gruß
Merlino

von Ingrid und Sina(YCH) am 08. Februar 2001 18:44

Hallo Maya,


als erstes würde ich nochmal nachforschen, was mit dem Tumor in dem Labor passiert ist. Das kann ja wohl nicht angehen, dass Du bzw. Dein Hund jetzt darunter leiden müssen. Denn beide Entscheidungen sind ja nicht so toll. Dazu gleich.

Falls das Labor das Gewebe nicht mehr hat, würde ich wohl meinen Anwalt anrufen. Ich bin in solchen Dingen krass, aber wenn es um mein Recht geht, dann kenne ich nichts. Zumindest sollen sie sich dann an den Kosten für eine 2. Op beteiligen. Denn wenn der Tumor sich als gutartig herausgestellt hätte, wäre die Euch ja erspart geblieben.

Und damit hast Du meine Antwort.

Ich würde mich wohl eher für die Op entscheiden. Aus folgendem Grund:

Mäxchen hat sie gut weggesteckt.D.h. sie ist zur Zeit körperlich stabil. Natürlich würde ich ihr eine ausreichende Zeit geben, sich komplett von dem Eingriff zu erholen. Aber wenn die Leiste dann weg ist, dann bist Du sicher, dass zumindest von der Seite nichts mehr kommt.

Ich könnte nicht mit der Angst leben, dass das vielleicht doch noch was nachkommt. Oder sich Tumore entwickeln, die Du noch nicht ertasten kannst und die sich dann u. U. weiter im Körper ausbreiten. Und was ist, wenn Du sie zwar früh genug erstastest, aber der Hund ist dann körperlich gerade in einer schlechten Verfassung.

Sicher ist das keine Garantie, dass Mäxchen nie wieder Tumore hat, die können sich auch anders wo bilden. Aber was ist, wenn der Tumor rechts bösartig war?

Meine letzte Hündin Mona hatte immer Leberprobleme (diese zersetzte sich). Im Dezember 99 waren sie extrem super hoch. Wir fuhren zum Ultraschall. Das war in Ordnung. Es war zwar etwas in der Leber zu sehen, das waren aber keine Tumore. Wir gaben ihr eine Leberkur und die Werte verbesserten sich. Im Mai 2000, also nur 5 Monate später, hatte sie 2 Lebertumore und 50 % der Lunge war voll Metastasen. Vermutlich war das was wir im Ultraschall gesehen haben, gerade der Anfang einer Tumorbildung. Mir hat mal jemand erklärt, dass Hunde ja auch schneller altern als wir, dementsprechend können sich auch schneller Tumore bilden. Ob das stimmt weiss ich allerdings nicht.

Bei Sina habe ich ja im Dezember ein Blutbild bzg. span. Parasiten machen lassen. Sie hatte welche, sehr viele Babesien und wir behandeln sie gerade. Auch der Borreliose Wert war erhöht. Der Parasitologe meinte, man muss es nicht unbedingt behandeln, der Wert sei nicht dramatisch erhöht. Aber wenn der Besitzer sehr vorsichtig ist, dann könnte man. Der Besitzer, also ich, war sehr vorsichtig. Denn mir ist ein Borreliose Titer von 0 einfach sicherer.

Also ich wünsche Dir viel Glück bei der Entscheidung. Und haue im Labor mal kräftig auf den Tisch. Denn eine solche Schlamperei ist nicht ok.

Ingrid und Sina

von Maja&Co(YCH) am 08. Februar 2001 18:40

Danke für die schnelle Antwort...
Die blöden Armleuchter vom Labor haben auch die histologische Untersuchung vom Lymphknoten verschlampt (der auf der rechten Seite zusammen mit der Milchleiste entfernt wurde). Ich frage mich, wie so etwas passieren kann - gerade dieser Befund wäre doch so wichtig gewesen...

: da ein guter Freund von mir innerhalb von 10 Tagen seine Hündin am Milchleistentumor verloren hat, aus heiterem Himmel
- das ist ja erschreckend, so schnell...

Ich will sie ja nur nicht unnötig quälen - Hunde "sagen" nicht viel, was ja nicht heißen muß, daß sie nicht leiden.
Aber wahrscheinlich werde ich mich zu der 2. OP entschließen.
Mein TA meint, daß andere Methoden wie Spinnengift oder Homöopathie seiner M.n. ihre Wirksamkeit noch nicht bewiesen haben und daß er auch keine wirksame Chemotherapie für Hunde kenne - mit anderen Worten, die 2. OP sei eine reale Chance und der Rest liegt dann nicht mehr in unserer Hand.
Maja

von Ingrid und Sina(YCH) am 08. Februar 2001 18:48

Hallo Maja,

mein TA hat mal in New York in der Tierklinik gearbeitet (die grösste der Welt). Wir haben auch mal über Chemo gesprochen. Er sagt zwar, dass sie wirkt, aber die Nebenwirkungen sind einfach extrem hoch. Schwere Herzprobleme usw. Soll heissen am Ende ist vielleicht der Krebs besiegt, aber der Hund stirbt an den Nebenwirkungen.

Ingrid und Sina

von Maja&Co(YCH) am 08. Februar 2001 19:31

Hallo Ingrid,
habe eben gerade nochmal mit meine TA gesprochen - der wird sich das Labor morgen nochmal vorknöpfen. Aber er sagt auch, daß man selbst, wenn der Tumor auf der intakten Gesäugeleiste gutartig wäre, man nicht sicher sein könnte, daß da nichts nachkommt. Der sicherere Weg sei die Entfernung.

: Ich könnte nicht mit der Angst leben, dass das vielleicht doch noch was nachkommt. Oder sich Tumore entwickeln, die Du noch nicht ertasten kannst und die sich dann u. U. weiter im Körper ausbreiten.

Das ist das Argument. Ich muß es auch irgendwann wieder aus dem Kopf kriegen - im Moment frißt es mich regelrecht auf...
Danke für die liebe Unterstützung!!
Maja

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