Milzdrehung! :: Gesundheit & Hund

Milzdrehung!

von Michael(YCH) am 06. März 2001 17:47

Hallo zusammen,

Leider mußte Akua (RR-Rüde; 3,5 Jahre) in der Nacht vom 02. auf den 03. März notoperiert werden. Aus ungeklärtem Grund hatte sich seine Milz, ein Teil des Dünndarms und der Magen um die Gegrösewurzel geschlungen. Gemerkt haben wir dies zunächst nicht. Erst als er uns etwas dick vorkam, der Bauch sehr prall war und er dann abends laut pupsen mußte sind wir zum Tierarzt. An Akuas Verhalten hatte man überhaupt nichts bemerkt, er hat weder gehechelt noch sonstige Anzeichen von Unwohlsein gezeigt! Deshalb ist es uns ein Anliegen, alle Hundebesitzer auf die Symptome einer evtl. Magendrehung oder eben wie bei Akua aufmerksam zu machen. Bitte geht sofort zum Tierarzt, wenn der Bauch Eures Lieblings beginnt aufzugasen. Denkt nicht, es könnte sich um verirrte Blähungen handeln, die morgen eventuell wieder weg sind. Akua wurde noch in der Nacht fast zwei Stunden lang operiert und hätte nach Aussage der Tierärzte ohne Behandlung noch in dieser Nacht sterben können.

Also passt gut auf Eure Lieblinge auf und geht lieber einmal zuviel zum Tierarzt!

Nun aber unsere Frage:

Hat jemand von Euch schon Erfahrungen mit dieser Verletzung sammeln können (besser gesagt müssen)?
Habt Ihr diesbezüglich irgendwas umgestellt, Futter, Art des Spielens oder so?
Da wir keinerlei Erfahrung haben, ob es evt. Auswirkungen auf Akuas Leben oder evt. Spätfolgen haben könnte, wären wir über alle Erfahrungen dankbar.

Vorab schon vielen Dank
Michael



von Nikka(YCH) am 06. März 2001 19:15

Hallo Michael,

die Magendrehung ist eine eigentlich recht bekannte und v.a. bei großen Hunden vorkommende Erkrankung.
Dabei kommt es, v.a. bei Aufnahme einer großen Futtermenge in Verbindung mit nachfolgendem Toben zu einer Drehung des Magens, der die mit einem Band an ihm befestigte Milz mit sich zieht. Es wird auch eine genetische Komponente diskutiert, bei der extrem lange Magen-Leberbänder vorhanden sind. Im laufe der Magendrehung kommt es zu einer Aufgasung des Magens, der Hund versucht zu erbrechen, wird schnell dicker und klingt bei Klopfen auf der linken Seite regelrecht hohl. Das Allgemeinbefinden verschlechtert sich schnell, da das Blut weiterhin in die abgedrehte Milz gepumpt wird, aber nicht mehr abfließen kann, der Kreislauf geht also in die Knie.
Es muß so schnell wie möglich operiert werden! Der Hund kann innerhalb weniger Stunden qualvoll verenden.
Bei der Operation wird meist ein Teil der Magenwand mit in die Bauchnaht genäht, um einen Rückfall zu vermeiden.
Keine Sorge, nach der OP kommen die Tiere i.d.R. wieder sehr gut in Ordnung, manchmal kann es in den ersten Tagen danach zu Herzproblemen kommen, die aber wieder verschwinden.
Wichtig ist, gerade bei großen Hunden besser 2x täglich zu füttern, um gro´ße futtermengen im magen zu verhindern, ferner sollte das Tier nach dem Fressen erst mal etwa 2 Stunden Ruhe haben, um zu verdauuen.

So, das war erst mal das wichtigste,
Gruß,
Nikka

von Merlino(YCH) am 06. März 2001 22:46

hallo, Michael!

gib hier doch mal "Magendrehung" oder "Magendreher" in die Suchfunktion ein.
du wirst viele Tips und Hinweise erhalten.
Nikka hat dir schon das Wichtigste erzählt.
mein Großer hatte vor gut 1 Jahr auch einen Magendreher, aus heiterem Himmel trotz aller Vorsichtsmaßnahmen.
er bekommt seitdem aber KEIN Trockenfutter mehr und er bekommt 3 Mahlzeiten am Tag.
damit kann man das Risiko weiter minimieren.
und ich lasse meine Hunde 2 h nach dem Fressen nicht mehr allein. notfalls fällt eine Mahlzeit aus.
Spätfolgen oder weitere Auswirkungen wird es nicht haben.
ich nehme an, sein Magen wurde hinterher sicherheitshalber festgenäht? ist Standard.
damit diese Naht in Ruhe ausheilt, hatte mein Großer hinterher 4-5 Wochen Leinenzwang und Tobeverbot. war bitter für den Kleinen, aber ging nicht anders.
es ist jetzt 14 Monate her und meinem Großen gehts blendend :-)

Gruß
Merlino

von elfi(YCH) am 07. März 2001 09:27

Hallo Michael,
mein Rocky hatte vor drei Jahren ein Milzdrehung. Wir sind mehrmals beim TA gewesen, da ich merkte, dass etwas nicht stimmte, jedoch nicht genau sagen konnte, was. Die Symptome, die Du schilderst, wie aufgeblähter Bauch usw. haben wir nicht festgestellt, er kam uns nur insgesamt merkwürdig vor. Wir sind jedes Mal wieder weggeschickt worden, so dass ich nach einiger Zeit (kurz vor unserem Urlaub) den TA wechselte und Rocky wurde am nächsten Tag sofort operiert (der Urlaub war damit gestrichen). Die OP hat er gut überstanden, doch ein Jahr später hatte er eine Magendrehung. Ob da ein Zusammenhang besteht weiss ich nicht. Ich habe nach der Magendrehung folgendes geändert: Kein Trockenfutter mehr, er bekommt kleinere Portionen (obwohl er schon immer ein schlechter Fresser war) und wird nie gefüttert, wenn er anschliessend alleine bleiben muss. Das Spielen hält sich bei ihm (inzwischen 11 Jahre) sowieso in Grenzen.

Gruss
Elfi

von Sabine & Pelle(YCH) am 07. März 2001 19:31

Hi Micha,
Was macht Ihr denn für Sachen!!! - DAMIT haben wir (zum Glück) bisher keine Erfahrungen gemacht, aber Pelle (und wir natürlich auch) wünscht Akua trotzdem gute und v.a. ganz schnelle Besserung und hält ihm ganz fest die Pfoten, daß das keine Folgen hat und v.a. daß seine Portionen jetzt nicht kleiner werden!!! *grins*
Ganz liebe Grüße und Euch allen alles Gute
Sabine & Pelle


von Michael(YCH) am 12. März 2001 12:14

Hallo Ihr zwei,

wir haben ja schon ewig nichts mehr von Euch gehört. Ich hoffe es geht Euch gut!
Da ich von hier aus nicht mailen kann, sage ich Euch eben auf diesem Weg Danke für die Genesungswünsche!

Akua geht es den Umständen entsprechend gut, er hat aber noch Probleme mit der wilden Gerenukhummel mithalten zu können, springen scheint noch ganz schöne weh zu tun. Heute bekommt er übrigens die Fäden gezogen.
Auf der Homepage haben wir seine Krankengeschichte etwas ausfühlicher beschrieben.

Viele liebe Grüße aus Karlsruhe
(leider etwas in Eile)
Michael

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