Foto vom HD-Gelenk von Hund von Rolf :: Gesundheit & Hund

Foto vom HD-Gelenk von Hund von Rolf

von Amelie(YCH) am 27. März 2001 06:06

Hallo, Rolf !
Du hattest gefragt, ob noch jemand so einen Befund schon mal ahtte bei seinem Hund : ja, hatte ich. Mein vorheriger Hund wurde mit 18 Monaten geröngt, und die eine Seite war schwere HD, die andere mittelschwere HD. Das Bild sah auch ziemlich erschreckend aus, der Spalt war so groß, da hättest Du locker Finger zwischenlegen können. Mein Hund wurde vorher (vor dem Röntgen) normal-sportlich belastet, allerdings schon auch mit Springen-über-Baumstämme usw. Er hatte keinerlei Schmerzen und es war absolut nichts zu merken. Die ersten HD-Schübe traten mit ca. 6 Jahren auf, da konnte er ganz plötzlich von 1 Tag zum anderen nicht mehr ins Auto klettern bzw. aufs Sofa springen. Er hat dann für 3-5 Tage Tabletten bekommen, dann war's wieder o.k.. Der nächste Schub kam dann erst 6 Monate später, zog sich aber ungefähr 1 Woche hin. Danach war er wieder fit und fröhlich. Was damals sehr geholfen hat, waren leichte krankengymnastische Übungen und Akupressur. Da gibt es so einen Punkt an der Hüfte, nicht direkt, wo der Gelenkspalt ist (da würde es dem Hund wehtun), sondern etwas mehr nach innen/oben - ist schwer, hier zu erklären :-)). Wenn Du den gleichmäßig drückst, nimmt das die Schmerzen. Außerdem kannst Du rund ums Gelenk massieren und das Bein so langsam-gleichmäßig strecken ("ausstreichen"winking smiley und vor-und zurückziehen. Am besten, Du läßt Dir das mal von einem Physiotherapeuten zeigen (ich sitze da zum Glück an der Quelle). Du kannst auch, falls tief genug, Bewegungsbäder in der Badewanne machen, das Wasser muß allerdings mindestens bis zur Hüfte reichen. Dann bewegst Du darin das Bein auf- und ab, vor und zurück. Baut auf sanfte Art Muskeln auf und entlastet die Hüfte. Aber wie schon die anderen sagten : es gibt Hunde, die werden mit schwerer HD steinalt, und andere, die können schon in jungen Jahren kaum noch laufen. Aber das fällt bei Euch ja 'Raus, wenn Dein Hund jetzt noch so fit ist. Liebe Grüße, Amelie

von Sabine S.(YCH) am 27. März 2001 06:27

Hallo Rolf,

bei der Golden Retriever Hündin einer Freundin wurde mit 12 Monaten beidseitige, schwere HD festgestellt. Sie fiel aus allen Wolken, weil sie die Hündin aus einer erstklassigen jagdlichen Zucht hatte und auch bei der Aufzucht keine Fehler gemacht hatte.
Die Hündin war sehr lebhaft und bewegungsfreudig und zeigte nicht die geringsten Symptome.
Sie ist heute 8 Jahre alt und hat erst seit kurzem hin und wieder einen schmerzhaften Schub, der dann mit entzündungshemmenden Medikamenten behandelt wird. Ansonsten ist sie topfit.
Sie wurde immer sehr schlank gehalten und nicht übermäßig geschont, hat sogar Dummy-Arbeit gemacht.
Extreme Sprünge waren natürlich tabu, aber v.a das Apportieren aus dem Wasser (Schwimmen) und gleichmäßiges Traben haben ihr gutgetan.

Es gibt heute schon sehr viele Möglichkeiten, die Symptome von HD hinauszuzögern oder zu lindern, ich denke dein Hund hat alle Möglichkeiten für ein erfülltes Hundeleben!
Natürlich kann man nicht genau voraussagen, wie alt er werden wird.
Aber kann man das bei einem gesunden Hund?

Und zum Thema Ernährung:
Ich habe meine Berner-Hündin auf Anraten des Züchters von Anfang an mit einem TroFu für ausgewachsene, normal aktive Hunde ernährt (22 % Eiweiß, 1,2 % Kalzium), auf jegliche Zusätze verzichtet und sie auch mengenmäßig regelrecht großgehungert.
Sie ist HD/ED-frei.
Ich denke auch, daß Grundsatz "Viel hilft viel" bei den schnellwüchsigen Rassen ins Verderben führen kann.
Wobei natürlich schwer zusagen ist, welchen Anteil die Gene und welchen die Aufzucht hat.

Ich wünsche Euch alles Gute!
Sabine S.

von Heike(YCH) am 27. März 2001 06:25

Hallo,

kennst Du nicht die Ausarbeitung "Der Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin"?
Sicher interessant für Dich in diesem Zusammenhang. Habe Dir den Link angeführt!!

Grüße,
Heike

: Ich frage mich, könnte es am Futter liegen? Beim ersten Hund machte ich das Futter noch selber, dem Zweiten gab ich zu 50% ein Futter für alte dicke Hunde ( ein alters Diätfutter )und die restlichen 50% machte ich selber. Dieser bekam das Hill`s für Junghunde und der hat nun HD. Die ersten beiden hatten Eltern die nicht ganz sauber waren und dieser hatte Eltern und Grosseltern mit HD A. Das ist schon alles sehr merkwürdig. Ich fühlte es, dass ich nun auch mal an der Reihe sein könnte, deshalb schaute ich sehr gut und trotzdem hat es nichts genutzt.
:
: Ich habe nun den dritten DSH und er ist der erste, der HD hat, die anderen starben ohne dass sie je ein Problem mit HD hatten.
:
: Mit freundlichen Grüssen Rolf

von Tina & RRR(YCH) am 27. März 2001 08:25

:
:
Bisher sind Deinen Äußerungen zufolge keine klinischen Symptome der HD aufgetreten, Du weißt von der "schlechten" Hüfte nur durch das Röntgenbild.

Hallo -

das stimmt so leider nicht....Die klinischen Symptome äußern sich hier im Schonen des Hinterbeines, was zum Schwinden der Muskulatur führt!

Ich denke, Rolf´s Hund hat eine Chance, wenn eingegriffen wird. Ich würde mir jetzt überlegen, welche Eingriffe da hilfreich sind. Goldakupunktur wäre ja vielleicht ´ne Möglichkeit, vielleicht auch die Pectineusdurchtrennung, je nach Sachlage. Ich würde verschiedene, SEHR erfahrene Ärzte konsultieren, vielleicht die Bilder an Experten an den großen Unikliniken schicken.

Grüße von Tina & RRR


von martin(YCH) am 27. März 2001 10:27

Hallo zusammen...
kennt jemand von euch eine adresse im web, wo man mal so richtig gute gelenke sehen kann? oder ev. gelenke die nach den verschiedenen schwere-graden bewertet sind?
vorab danke...
gruss martin

von Rainer(YCH) am 27. März 2001 15:55

Hi Rolf,
das Bild, noch schlimmer das zweite das Du gepostet hast, sieht beschissen aus. Und eigentlich spielt das nur eine untergeordnete Rolle (na klar, nicht züchten... usw). Denn zwischen dem Befund, der ja nur das zu flache Hüftgelenk zeigt, und der tatsächlich sich entwickelnden Arthrose besteht kein so strikt zwingender Zusammenhang. Es gibt Hunde mit haarsträubenden Bildern, die gut laufen, und solche mit Übergangsform, die kaum kriechen können.
Viel schwerer wiegt, das Du schreibst, die Muskulatur wäre schon so unterschiedlich, teilweise atrophisch. Also tut es echt weh, der Hund schont ein Bein, überlastet das andere, das auch auf keinem gesunden Gelenk lastet.
Man kann jetzt ganz unterschiedlich vorgehen. Genau ist das nicht zu sagen, weil ich nicht weiss wie alt das Bild ist. (und man Röntgenbilder am PC ohnehin nicht gut beurteilen kann, weil der Monitor das nicht hergibt)
- Zu einem echten Knochenspezialisten gehen und wegen OP Möglichkeit nachfragen. (würde ich zuerst tun)
- Den Hund dauerhaft unter Schmerzmittel stellen. (Würde ich tun, wenn s.o. nicht möglich) Das klingt wahnsinnig, ist es aber nicht. Sicher ist das nicht ideal, aber schmerzfreie Lebensjahre sind schmerzfreie Lebensjahre! Was ist (wenn man nicht operieren kann/will oder auch ganz ehrlich das nicht bezahlen kann besser? Ein Hund der vor Schmerzen nicht mehr fröhlich ist? Oder ein Hund, der in einigen Jahren vielleicht! einen Nierenschaden entwickelt... davon aber nichts weiss... und sich einigermassen ordentlich bewegen kann? Aus Sicht des Hundes?
Ich habe das auch schon mit eigenen Hunden mitgemacht. Konnte mit 8 Jahren nicht mehr laufen, bekam das alte Butazolidin, lief bis zum 13. Lebensjahr ganz gut, musste dann eingeschläfert werden, aber aus ganz anderem Grund.
Also, auch wenn ich im Forum jetzt wahrscheinlich gesteinigt werde, es ist durchaus möglich einem Hund über viele Jahre mit Schmerzmitteln ein erträgliches Dasein zu bereiten. Das ist immer noch besser als einen Hund über Jahre Schmerzen leiden zu lassen.
Hüftersatz gibt es auch. Das bleibt auch noch als Alternative.
Und sonst: nicht überlasten, schwimmen lassen, Gewicht!!! gering halten, nicht Radfahren....mässig aber REGELMÄSSIG bewegen.

Gruss, Rainer






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