alte, schwache hündin :: Gesundheit & Hund

alte, schwache hündin

von Micky(YCH) am 02. Mai 2001 21:21

Hallo,
meine Hovawarthündin Eliza ist 14 Jahre und einen Monat alt. Mittlerweile ist sie auf den Hinterläufen mächtig schwach geworden, so daß Treppensteigen (1. Stock) immer ein Geduldsspiel ist. Zur Zeit muß ich ihr aufgrund ihrer Rutschangst Babystoppersocken anziehen. Dazu kommen mehrere Geschwülste am Gesäuge, eine Geschwulst (fast Hühnereigröße) wächst fast täglich, scheint sie aber auf Druck nicht zu schmerzen. Vor zwei Tagen waren wir an einem See. Dieser wasserverrückte Hund hatte natürlich nichts besseres zu tun, als ins Wasser zu stacksen und dort möglichst auch nicht mehr herauszukommen; u.a. weil sich das Fell derart mit Wasser vollgesogen hat, daß sie aus eigener Kraft den Hintern nicht mehr aus dem Wasser bekam. Nun hat sie leichte Schwierigkeiten beim Wasserlassen (reguliert sich das wieder von alleine?).
Gibt es noch Möglichkeiten, eventuell durch Massage, ihre Hinterhand wieder etwas zu stärken (wobei ein vorgehaltenes Leckerle auch zu einer mächtigen Beschleunigung beiträgt, wohl aber keine Dauerlösung ist). Wie sieht es mit diesen dicken, scheinbar abgekapselten Geschwüren aus?

Ich habe schlichtweg die Befürchtung, vielleicht ihr Leiden nicht mitzubekommen. Sie ist jedoch noch in ihrem Rahmen recht aufmerksam und sehr liebebedürftig. Vielleicht habt ihr ja Erfahrungen mit alten schwachen Hunden gemacht, die mir etwas Auftrieb geben.

von birgit w(YCH) am 02. Mai 2001 22:08

Hallo,
mein alter W.Schäferhund-Rüde wird im Juli 14 Jahre alt und auch er hat Schwierigkeiten beim Laufen mit der Hinterhand. Gottseidank habe ich keine Treppen.

Er bekam täglich kleine Mengen von "Anabolika" oder Cortisontabletten, welche mir der TA mitgab. Seit einigen Wochen erbricht er allerdings sein Futter und ich habe die Tabletten abgesetzt. Er bekam jetzt Spritzen. Nach der Spritze läuft er wieder einigermaßen gut und bricht nicht mehr.

Ich habe auch immer ein schlechtes Gewissen, wenn Leute kommen und sagen, wie kannst Du nur ...
Die Kehrseite ist, er bringt mir seinen "Hubert" (Stofftier) und fordert mich zum spielen auf, er steht auf wenn es klingelt und er kann es sich einfach nicht verkneifen, Nachbarsrüden im "Schweinsgalopp" zu verfolgen und zu attakieren. Sein Futter frißt er auch.

Somit denke ich, er muß noch Spaß am Leben haben und bringe es nicht fertig einfach "lieber Gott " zu spielen.

Die Blasenschwäche hatte meine alte Hündin ( sie wurde 13 Jahre und 2 Monate alt) auch. Dies aber meist, wenn sie zu lange kühl gelegen hatte. Nach ein bis zwei Tagen immer schön warm, klappte das kleine Geschäft dann auch wieder nur draußen.

Wenn ich merke (wie bei meiner Hündin), daß der Glanz in den Augen verschwindet und daß sie "gehen" will, dann werde ich auch bei ihm den letzten Schritt mit ihm gehen und den TA nachhause kommen lassen. Aber so wie ich meinen Dicken kenne, erreicht er für einen Schäferhund ein biblisches Alter :-))

Liebe Grüße
Birgit W

von Syriebille(YCH) am 02. Mai 2001 22:36

Hallo Mickey,
meine Gordon-hündin ist zwar erst 12, aber auch schon schwach auf den Hinterbeinen. Sie will nur noch kurze Spaziergänge. Treppen haben wir keine! Sie käme nicht mehr runter.
Sie bekommt diverse "Stärkungstabletten", gegen ihre Taubheit können wir nichts machen! So lange sie noch wedelt, wenn sie uns und die anderen Hudne sieht und einigermaßen am leben teilnimmt, soll sie so leben, wie es ihr am besten gefällt. Wenn wir die schwere Entscheidung getroffen haben, sie zu verabschieden, werden wir auch den TA nach Hause kommen lassen!
Genießen wir alle die zeit mit unseren Oldies!
Sybille

von Wilma u. Arno(YCH) am 02. Mai 2001 22:52

Hallo Micky,

für mich klingt das als hätte Deine Eliza trotz ihrer Beschwerden noch Freude am Leben. Und das ist es was zählt, nicht wie lange sie für die Treppe braucht oder wie kurz die Spaziergänge sind.
Ob man irgendwas zur Stärkung ihrer Hinterbeine tun kann, kann Dir wohl nur ein Tierarzt sagen. Auch ihre Probleme beim Wasserlassen und die Geschwüre würde ich mal kontrollieren lassen (wobei bei zweiteren wohl nix mehr machbar ist weil die Narkose in dem Alter oft schädlicher ist als die OP. Aber wenn sie keine Schmerzen hat und die Dinger sie nicht behindern, ist das ja auch okay.
Ansonsten könnte ihr vielleicht so eine Art Tragegurt (hab ich mal bei Schecker gesehen) den Treppenaufstieg leichter machen.
Genießt die Zeit, egal wie lange sie noch dauert. Und glaub mir, wenn man seinen Hund so lange kennt merkt man, wenn er nicht mehr will. Man muß es sich dann nur selbst eingestehen.
Viele Grüße
Wilma u. Arno (der im Dezember die Nachfolge meiner geliebten Fellow angetreten hat, die mit 17 Jahren u. 8 Tagen gestorben ist)

von Claudia(YCH) am 03. Mai 2001 08:56

Hallo!
Hast Du mal abklären lassen, ob Dein Hund auch Probleme mit dem Herzen hat? Daraus ergibt sich dann auch oft eine gewisse allemeine Schwäche, die man behandeln kann. Oft haben alte Hunde auch morgens Probleme mit Husten, weil manchmal die Herzklappen nicht mehr richtig schließen. Das Blut staut sich zurück in die Lungenaterie und versackt dort, der Hund muß also morgens husten, um den Druck loszuwerden. Ist das vielleicht auch bei Deinem Hund der Fall?
Gruß Claudia

von Nikka(YCH) am 03. Mai 2001 10:33

Hallo Micky,

: meine Hovawarthündin Eliza ist 14 Jahre und einen Monat alt. Mittlerweile ist sie auf den Hinterläufen mächtig schwach geworden, so daß Treppensteigen (1. Stock) immer ein Geduldsspiel ist. Zur Zeit muß ich ihr aufgrund ihrer Rutschangst Babystoppersocken anziehen.

Klingt nach Rückenproblemen. Im Alter kommt es bei vielen Hunden zur Bildung von Spondylosen, einer Art Arthrose der Wirblekörper. Solltest Du vom TA besser abklären lassen.
Diese Spondylosen sind oft, nicht immer, schmerzhaft, dadurch schont der Hund die Hinterbeine und es kommt zu einer Abnahme der Bemuskelung. In dem Fall würden Anabolika und eine regelmäßige, nicht zu belastende Bewegung helfen (schwimmen oder spazieren in mäßigem, gleichmäßigen Tempo). Eventuell auch rheumatische Mittel, die gegen eine Entzündung (die Arthrose ist eine chronische Entzündung mit degenerativen veränderungen) und gegen eventuelle Schmerzen wirken.


Dazu kommen mehrere Geschwülste am Gesäuge, eine Geschwulst (fast Hühnereigröße) wächst fast täglich, scheint sie aber auf Druck nicht zu schmerzen.

Hm, ich denke, in ihrem Alter kommt eine OP nicht mehr in Frage...

Nun hat sie leichte Schwierigkeiten beim Wasserlassen (reguliert sich das wieder von alleine?).

Vielleicht hat sie sich die Blase bei ihrem Ausflug in den See verkühlt. Warm halten und weiter beobachten, wenn sie sich eine Blasenentzündung zugezogen hat, sollte diese behandelt werden.

: Gibt es noch Möglichkeiten, eventuell durch Massage, ihre Hinterhand wieder etwas zu stärken (wobei ein vorgehaltenes Leckerle auch zu einer mächtigen Beschleunigung beiträgt, wohl aber keine Dauerlösung ist). Wie sieht es mit diesen dicken, scheinbar abgekapselten Geschwüren aus?

s.o. Diese Geschwüre stellen vermutlich Tumore des Gesäuges dar. Ob gut- oder bösartig, ließe sich nur durch eine Entnahme feststellen, allerdings können auch beide Formen nebeneinander vorkommen...

: Ich habe schlichtweg die Befürchtung, vielleicht ihr Leiden nicht mitzubekommen. Sie ist jedoch noch in ihrem Rahmen recht aufmerksam und sehr liebebedürftig. Vielleicht habt ihr ja Erfahrungen mit alten schwachen Hunden gemacht, die mir etwas Auftrieb geben.

Beobachte sie einfach weiter sehr gut, stelle sie am besten mal einem TA vor (v.a. wegen der Hinterhandschwäche). Solange sie Freude am Leben zeigt, gut frißt, trinkt, ihre Hinterlassenschaften gut absetzen kann: prima.

Ich hoffe, sie hat noch eine ganze Weile eines guten Lebens vor sich. :-)

Grüßle,
Nikka
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