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HD-OP's: Wer hat Erfahrungen gemacht? :: Gesundheit & Hund

HD-OP's: Wer hat Erfahrungen gemacht?

von Joe(YCH) am 29. Oktober 2001 13:16

Hoi zäme

Unsere "Liv" ist eine 8 Monate junge Mischlingshündin (Labrador, Collie, dt Schäfer und ???;-). Ihr Name bedeutet "Leben" und sagt eigentlich schon alles über ihr überschäumendes Temperament aus!

Vor drei Wochen hat sie beim Spiel mit einer anderen Junghündin plötzlich gejault und danach für ein paar Minuten am linken Hinterlauf gelahmt. Obschon gleich vorüber, hatte ich das Gefühl, dass danach etwas an ihrem Gang nicht mehr so war wie vorher. Ein erster "Sicherheits-Check" beim Tierarzt war alles andere als beruhigend - Liv musste zum Röntgen. Die Diagnose war niederschmetternd: HD an beiden Hüften, im höchsten Grad!

Die Optionen fallen dementsprechend krass aus:
Einschläfen (kommt nicht in Frage)
Zusehen (schon gar nicht)
Operation/en

Unser Tierarzt schlägt vor, jetzt eine Pektinektomie (Muskeldurchtrennung) vornehmen zu lassen und falls nötig zu einem späteren Zeitpunkt pro Hüfte eine dreifache Beckenosteotomie (Pfannendachschwenkung) durchzuführen.

Liv ist zu ihrem Glück grazil gebaut und für ihre Grösse ein Leichtgewicht (22 kg). Ihre Gelenke sind "noch gesund". Es ist aber eine Frage der Zeit, bis gem. Tierartzt die Schmerzen beginnen werden.

Wir wollen das Beste für unseren Hund und sind bereit, alles Nötige zu unternehmen. Wir wollen aber unsere Liv nicht einem langen "Leidensweg" aussetzen, ohne zuerst andere betroffene Hundehalter/innen über ihre Erfahrungen mit HD-OP's und deren Erfolg gehört zu haben. Uns interessiert einfach alles, z.B.:

Wie sind die Erfolgsaussichten?
Gibt es Komplikationen, Risiken?
Wie schmerzhaft, lange ist die Rekonvaleszenz?
Ist das Tier nach der postoperativen Genesung weitgehend uneingeschränkt in seiner Bewegungsfreiheit?
Wie gross ist die physische und psychische Belastung für den Hund?
Gibt es spezialisierte Aerzte, Chirurgen, Kliniken in der Schweiz?

Wir sind für jeden Erfahrungsbericht, Tipp oder Hinweis dankbar!

Mit ganz liebem Gruss
Liv, Joe und Trix



von Marion(YCH) am 29. Oktober 2001 14:20

Hallo Ihr Drei,

meine 10 Monate alte Labbi-Hündin Luna ist morgen vor 6 Wochen wegen HD operiert worden. Von der Muskeldurchtrennung halte ich persönlich nichts weil die wieder zusammen wachsen können und außerdem die Ursache nicht beheben.

Wir haben die besagte ITO-OP vorgenommen. Ich und mein TA sind sehr zufrieden und Luna geht es auch sehr gut. Aber !!!! Ich sage Euch es ist anstrengend !!! Für den Hund und für Euch !! Sie muß 6 Wochen an der kurzen Leine laufen und 6 Monate kontrolliert (auch an der Leine) laufen. Nach 3 Monaten müßt Ihr den Muskelaufbau beginnen. Das hört sich alles sehr leicht an aber das ist es nicht. Der Hund ist jung will spielen und darf nicht. Ich denke der psychische Stress ist für Hund und Mensch sehr hoch...

Leider kenne ich keinen Arzt in der Schweiz der darauf spezialisiert ist da ich aus Köln komme. Naja die OP ist heute bei TA die das schon seit Jahren machen eine reine Routine. Ich hoffe so anstrengend es werden wird den Wirbelwind ruhig zu halten desto lohnender wird das Ergebnis sein.

Gruß und viel Glück, Marion & Luna

von Me & Bär(YCH) am 29. Oktober 2001 15:37

Hallo,

ich setze Dir nen Link auf eine Homepage die sich vor allem mit HD, Entstehung, Prophylaxe und den verschiedensten Behandlungsmethoden beschäftigt.

Dort sind zu den verschiedenen Behandlungsmethoden auch Berichte von Betroffenen hinterlegt, die Du evtl. auch anschreiben könntest um Dich auszutauschen.

Liebe Grüße,
Me & Bär

von Attila(YCH) am 29. Oktober 2001 22:01

Hallo Joe,

tut mir leid für Dich und Deinen Hund. .thein Langhaar-Schäferhundrüde (5 1/2 Jahre) hat einseitige HD. Noch merkt man keinerlei Bewegungseinschränkungen und keinerlei Schmerzreaktionen. Aber er schont sich auf Spaziergängen deutlich, bleibt häufig zurück und ist längst nicht mehr der fidele Kerl, als den ich ihn (damals dreijährig) bekam.

Wenn die Schmerzen einsetzen und er sich nur noch eingeschränkt bewegen kann, werde ich den Tierarzt holen und den Hund einschläfern lassen. Bis dahin werde ich mit ihm umgehen wie mit einem gesunden Hund - ihn vor allem im Gewicht niedrig halten, ihm immer den gewohnten Auslauf, das gewohnte (wenn auch viel ruhigere) Spiel und seine Hundeplatz-Übungsstunde verschaffen. Er ist ein wunderschönes, stolzes Tier, das ich nicht eines Tages als einen Schatten seiner selbst, angewiesen auf ständige Hilfe und unfroh seines Lebens, dahinvegetieren lassen möchte.

Eine Operation mag Euren so jungen Hund einige Jahre schmerzfrei halten, aber dann werden die Beschwerden zurückkehren. Nach der Operation wird der Hund sicherlich ein halbes Jahr ständig kontrolliert und in seiner Bewegungsfreude gebremst werden müssen; kein Zustand für so ein junges Tier. Goldimplantate versprechen ebenfalls keinen dauerhaften Erfolg. Man überlege sich, was in freier Wildbahn mit einem gesundheitlich derart belasteten Tier geschähe.

Gruß, Attila


von Claudia(YCH) am 30. Oktober 2001 07:17

Hoi zäme

Also bei mir resp. meinem Labbierüden war folgendes. Bei ihm wurde mit 8 Monaten ED festgestellt und ich ging zu verschiedenen TIerärzten, bis ich einen fand der sich sehr sehr gut auskennt mit Gelenkproblemen. Er röngten meinen Hund richtig durch und besprach mit mir alles sehr genau, die Operation meine ich. Denn für diese entschloss ich mich nach langem hin und her. Ich bin froh das ich so entschieden habe. Es geht ihm jetzt sehr gut, er ist jetzt 1 1/2 jahre alt. Ich schau natürlich immer mit was für Hunden er spielt und dass das SPiel nicht zu grob wird. Und gebe ihm zusätzlich noch Caniviton Forte 30. Und das allerwichtigste Wurde schon erwähnt, das Gewicht, Du musst wahrscheinlich weniger acht geben, aber bei meinem verfressenen Labbie entwickelt sich das beinahe zur Lebensaufgabe...........!!

Ich weiss nicht wo Du wohnst in der Schweiz, aber ich kenne einen sehr guten Arzt in Regensdorf. Er praktizierte in Amerika und kennt sich eben sehr gut aus, gerade in solchen Dingen. Er hat eine eigene Klinik und Operiert dort auch gerade. Und sie gehen sehr sehr auf die TIere ein, das begeistert mich jedesmal wieder.

Meine Kollegin meinte, dass es nur drei Aerzte in der Schweiz gibt, die auf sowas spezialisiert seinen, und er (mein Arzt) sei einer davon. (Die anderen zwei kenne ich nicht).

Wenn Du mehr erfahren willst, kannst Du mich anmailen.

Gruss

CLaudia und Labbie Chivas

von Marion & Luna(YCH) am 30. Oktober 2001 11:42

Eine Operation mag Euren so jungen Hund einige Jahre schmerzfrei halten, aber dann werden die Beschwerden zurückkehren. Nach der Operation wird der Hund sicherlich ein halbes Jahr ständig kontrolliert und in seiner Bewegungsfreude gebremst werden müssen; kein Zustand für so ein junges Tier. Goldimplantate versprechen ebenfalls keinen dauerhaften Erfolg. Man überlege sich, was in freier Wildbahn mit einem gesundheitlich derart belasteten Tier geschähe.

Hallo Attila,

in der Natur würde es die Außmaße der HD nicht geben weil es dort diese Art von Überzüchtung nicht gibt. Eine Garantie nach der OP haben wir nicht aber die Schmerzen haben wir unseren Hunden genommen!!! Davon mal abgesehen das ein Hund nach einer ITO gut 14 Jahre alt werden kann!!Dein Hund hat Schmerzen auch wenn Du meinst das es nicht so ist. Ich finde es unfair dem Tier gegenüber mit Schmerzen leben zu lassen!! Du sagst er hat keine Schmerzen warum schont dein Hund dann!!
Läßt Du dich auch einschläfern wenn Deine Hüfte mal kaputt sein sollte oder läufst Du solange mit Schmerzen rum bis es nicht mehr geht??

Gruß Marion

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