Ältere Hündinnen-Gefahr Gesäugetumore? :: Gesundheit & Hund

Ältere Hündinnen-Gefahr Gesäugetumore?

von Antje(YCH) am 06. Dezember 2001 06:26

Hallo Marion,

ich selbst habe in den letzten 30 Jahren nur zwei Hündinnen kennengelernt, bei denen ein Gesäugetumor aufgetreten ist. Bei beiden war die Operation kein Problem, in einem Fall entpuppte sich der "Tumor" als gutartige Geschwulst (die Hündin wurde 16 Jahre alt), auch die andere Hündin hat ein durchaus normales Lebensalter erreicht. Hingegen habe ich im gleichen Zeitraum recht viele Hündinnen kennengelernt, die aufgrund von Harnträufeln nach der Kastration zeitlebens Medikamente bekommen mußten bzw. müssen, mit teilweise nicht unerheblichen Nebenwirkungen. Zwei dieser Hündinnen wurden deswegen sogar eingeschläfert.

Manche Tierärzte beziffern das Risiko, daß unkastrierte Hündinnen an Gesäugetumoren erkranken, auf 70%. Da Brustkrebs ja auch bei Menschen sehr stark von einer genetischen Disposition abhängt, kann ich mir schon vorstellen, daß es bei einigen Rassen und hier wieder gehäuft in bestimmten Familien zu sehr vielen Fällen von Gesäugetumorn kommen kann, vielleicht sogar zu einer Quote von 70%. Das aber auf die Gesamtpopulation aller Hündinnen zu beziehen halte ich für weit überzogen. Und dieses Problem wäre warscheinlich mit "Zuchthygiene" besser zu bekämpfen als mit dem Skalpell, d.h. mit Hunden, in deren näherer Verwandschaft Milchleistenkrebs auftaucht, darf einfach nicht gezüchtet werden.

Falls Du jetzt selbst eine junge Hündoin hast und unsicher bist, was Du tun sollst, würde ich zuerst einmal herauszufinden versuchen, ob es in der Familie der Hündin bereits Gesäugetumore gegeben hat (Mutter, Großmutter, Schwestern, Tanten). Wenn ja, muß man Vor- und Nachteile der Kastration gegeneinander abwägen (auch bei der Kastration hast Du ja, genetisch bedingt, große Risiken, z.B. beträgt die Gefahr, daß Boxer- ode rDobermannhündinnen nach einer Kastration "träufeln", ebenfalls bis zu 70%).

Viele Grüße

Antje



von Nikka(YCH) am 06. Dezember 2001 19:11

Hallo Antje,

leider ist die Ursache von Milchdrüsenkrebs bei Mensch und Hund nicht vergleichbar. Beim Menschen liegen, wie Du sagst, genetische Dispositionen vor, beim Hund ist das allerdings eine hormonell induzierte Geschichte. Ich kann mal nach Quellen suchen, in denen das näher erklärt ist.

Meine Erfahrungen sind da irgendwie gegensätzlich zu Deinen. Ich kenne mehrere Hündinnen, die bösartige Gesäugetumoren haben / hatten, und z.T. wegen Metastasen eingeschläfert werden mußten, da nicht früh genug operiert wurde und einige Hündinnen mit Inkontinenz, die in den allermeisten Fällen gut behandelt werden kann. Mit ist nur von einer bekannt, daß sie eingeschläfert werden mußte.
Inkontinenz spielt im übrigen v.a. bei Hündinnen mit einem Körpergewicht von über 20 kg eine Rolle.

Vergleicht man die OP Kastration - Milchleistenentfernung, so muß man sagen, daß die Hündinnen mit der Gesäugeleistenentfernung mehr Probleme haben, weil die Verletzung eine größere ist.

Grüßle,
Nikka

von Nikka(YCH) am 06. Dezember 2001 19:15

Hallo Jess,

: aber es ist (würde ich mal behaupten) auf jeden Fall die häufigste Krebsart bei Hündinnnen.

ja, würde ich auch so sagen.

: Ducrh eine Frühkastration (vor der 1. Läufigkeit) kann man dieses Risiko sehr stark vemindern

Auch bei einer Kastration nach der ersten Läufigkeit ist das Risiko immer noch stark vermindert, erst nach der zweiten Läufigkeit bringt die Kastration kaum noch diesen Vorteil.
Ich tendiere auch eher dazu, wenn, dann nach der ersten Läufigkeit kastrieren zu lassen, da es den Hündinnen weit mehr Zeit lässt, physisch und psychisch auszureifen.

Grüßle,
Nikka

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