Bachblüten gegen Ängstlichkeit? :: Gesundheit & Hund

Bachblüten gegen Ängstlichkeit?

von Kathrin(YCH) am 08. Januar 2002 23:37

Unsere Tervuerenhündin Yara 2 1/2 Jahre(belg.Schäferhund)entwickelt seit kurzer Zeit vermehrt Angst gegen: Schüsse, Musikkapellen, klapperndem Kamin, andere laute Klappergeräusche. Grundsätzlich ist sie schon immer Geräuschen gegenüber eher ängstlich. In der Prägephase haben wir bewusst mit Ihr alles mögliche unternommen. Sie ist wirklich gut sozialisiert, anderen Hunden gegenüber aufgeschlossen und eher dominant, Menschen gegenüber allerdings sehr vorsichtig und zurückhaltend. Fremde dürfen sie füttern aber noch lange nicht streicheln - und erst recht nicht über den Kopf! Sie hat seit Welpenalter bei aufregenden Situationen ein Zittern an den Hinterbeinen und Schnauzenklappern. Ansonsten ist sie total verschmust, super gelehrig, lässt sich von uns überall anfassen tragen, Zähne putzen etc. und hat großes Vertrauen.
Leider hat das Klappern unseres Kamins Sie vor zwei Wochen nachts (wir haben es nicht gehört) so in Angst versetzt, dass Sie vor Ihr Körbchen uriniert hat und sich anschließend auf (nicht unter) meinem Schreibtisch versteckt hat. Beim Agility letzte Woche fiel ein Schuss und dann war mit Ihr nicht mehr zu trainieren - nur noch weg vom Platz!
Können Bachblüten hier helfen?

Würde mich über gute Tipps sehr freuen.

Kathrin & Yara

von Susanne07(YCH) am 09. Januar 2002 09:21

Hallo Kathrin,

Bachblüten können in deinem Fall sicherlich ein Ansatz sein.
Ich selbst habe in einem ähnlichen Fall bei meiner Hündin sehr gute Fortschritte erzielen können. Da ich aber zu wenig "Experte" auf diesem Gebiet bin, möchte ich keine konkreten Vorschläge zu bestimmten Blüten geben - ich glaube da würde ich mich zu weit aus dem Fenster lehnen...

So habe ich es gemacht: ich habe mir Literatur zum Thema besorgt, erstmal alles durchgelesen (normalerweise werden in solchen Büchern die einzelnen Blütenpräparate und ihre Anwendungsgebiete beschrieben). Danach bin ich nochmal die Blüten durchgegangen und habe eine erste Auswahl getroffen. Diese habe ich immer weiter gefühlsmäßig eingegrenzt. Danach hat mein Freund die selbe Prozedur durchgeführt. Dann haben wir unsere Ergebnisse abgeglichen und durchdiskutiert. So kamen wir zu einer endgültigen Blütenauswahl.

Viel Glück!

Gruß,
Susanne007

von Kathrin & Yara(YCH) am 09. Januar 2002 09:44

: Hallo Susanne,
:
: Danke für den Tipp. Ich habe mir gestern schon das Buch Bach-Blüten für Hunde von Petra Stein bestellt. Befürchte nur, dass mein Mann nicht mitspielt!

Gruß,
Kathrin


von Susanne07(YCH) am 09. Januar 2002 10:06

Hallo Kathrin,

*lol* mein Freund stand dem Ganzen auch ziemlich skeptisch gegenüber...

Ich ehrlichgesagt auch, aber was soll's? Nachdem die Angstzustände meiner Hündin durch viel Liebe schon sehr viel besser geworden waren stagnierte irgendwann ihr Zustand. Irgendwas mußte passieren - und siehe da: es hat geklappt!
Im Zweifel treffe die Entscheidung für die richtigen Blüten selbst. Bei uns war's ähnlich - ich hatte das letzte Wort *schmunzel*. Wir Weiber haben bei diesen Gefühlsdusel-Themen doch sowieso das Zepter in der Hand!

Kopf hoch!

Gruß,
Susanne007

von Katrin(YCH) am 09. Januar 2002 18:46

: Können Bachblüten hier helfen?
:
Hallo Kathrin,

ich habe mit Bachblüten bei Angst, Unsicherheit u.ä. bei verschiedenen Hunden sehr gute Erfahrungen gemacht und kann Dir deshalb nur zu einem Versuch raten. Du solltest aber schon voll dahinter stehen und auch ein gewisses Durchhaltevermögen haben, es kann auch schon mal einige Wochen dauern bis eine erste Wirkung erkennbar ist. Außerdem denke ich, daß i.d.R. auch noch eine Verhaltenstherapie/Desensibilisierung/Veränderung der Haltungsbedingungen dazu kommen sollte. Die BB vereinfachen das, weil sie den Hund psychisch stabilisieren und er ansprechbarer wird (hoffentlich).
Ich habe mit den BB angefangen, weil meine erste Hündin auf die Sylvesterknallerei panisch reagierte und das Beruhigungsmittel vom TA die Sache nur noch verschlimmerte. Mein Rüde (DSH-Hovi-Mix, mit ca. 1 1/2 und unbekannter Vorgeschichte aus TH) war/ist extrem unruhig, nervös, hyperaktiv?, unbeherrscht, konnte sich außerhalb der Wohnung gar nicht konzentrieren (war überhaupt nicht ansprechbar)und natürlich auch noch leinenaggressiv, usw. usw. Seit er BB bekommt bzw. seit die Wirkung zeigen ist er insgesamt viel ausgeglichener und ich kann auch draußen im Gelände oder Dorf/Stadt mit ihm "arbeiten". Er wurde ansprechbar, fing an Leckerlis zu nehmen (ich konnte ihn also endlich richtig belohnen), stürzte nicht mehr bei jeder Bewegung am Horizont völlig unkontrolliert los, beim Obedience und Agility arbeitet er schon richtig konzentriert... Hundebegegnungen sind zwar immer noch stressig, aber er bellt fast gar nicht mehr und ist schon kurzzeitig bereit, den anderen aus den Augen zu lassen und mich und das Leckerli anzusehen. Die BB bekommt er seit Juli. Im Okt. habe ich versucht sie langsam abzusetzen, nach einer Woche bellte er wieder bei jedem Hund also hab ich sie schnell wieder gegeben. U.U. muß man sie also schon über einen längeren Zeitraum geben, also nicht die Geduld verlieren.
Ich habe auch mit dem Buch von Petra Stein angefangen. Im Sommer habe ich dann bei meinen TÄ im Bücherschrank "Bach-Blüten-Therapie in der Tiermedizin : Grundlagen und Praxis" (Autorin: Heidi Kübler - TÄ und Vors. d. Ges. für ganzheitliche Tiermedizin-, Verlag: Johannes Sonntag Verlagsbuchhandlung, Stuttgart, 1999, ca.300 Seiten) entdeckt und natürlich gleich ausgeborgt. Es gefällt mir viel besser (ist zwar etwas teurer aber jede Mark wert), hauptsächlich weil es dutzende detaillierte Fallbeschreibungen enthält, bei denen nicht nur die eingesetzten Blüten angegeben werden, sondern nochmal genau erklärt wird warum gerade diese Blüte. Außerdem sind die Dosierungsangaben bei ihr "einfacher" und ich finde sie geht irgendwie etwas lockerer mit der Dosierung und Zusammenstellung der Blüten um, auch bezügl. des Einsatzes der Notfalltropfen (hoffentlich protestiert jetzt niemand, ich habe es einfach so empfunden und bin dadurch experimentierfreudiger -und erfolgreicher- geworden). Das Buch ist wirklich super gut zu lesen und auch für uns "Laien" ohne med. Wörterbuch zu verstehen. Kann es Dir nur empfehlen.
Oh, das ist jetzt ganz schön lang geworden. Ich wünsche Dir erstmal viel Erfolg mit den BB, falls Du da gar keine Wirkung hast, könntest Du ja mal über Homöopathie nachdenken. Machen auch schon TÄ, nicht nur Heilpraktiker.

Liebe Grüße

Katrin und Merlin (die Nervensäge)

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