Magendrehung, Milchzähne :: Gesundheit & Hund

Magendrehung, Milchzähne

von Anna(YCH) am 15. Januar 2002 23:07

Ich habe seit 4 Monaten eine Yorkihündin. Sie wurde am 29.06.01 geboren und wiegt jetzt 1.500 Gramm. Da ich hier sehr viel über eine Magendrehung lese, würde ich gerne mal wissen, was das überhaupt ist und wodurch sowas entstehen kann. Muß ich irgendwie besonders aufpassen? Zum 2. habe ich eine Frage bzgl. der Milchzähne. Meine Hündin hat noch ca 4 ihrer Milchzähne, wobei die neuen schon fast komplett neu gewachsen sind. Am 23. haben wir einen OP-Termin und davor habe ich schon große Angst, da ich auch oft gehört habe, daß so ein kleiner Yorki nicht wieder aus der Narkose erwacht ist. Nun teilen sich jedoch die Meinungen, manche sagen, ich soll noch warten mit der OP, andere sagen wieder, die Zähne müssen dringend raus. Könnt ihr mir helfen? Vielen Dank und viele Grüße Anna

von Daniela(YCH) am 16. Januar 2002 06:33

:
Hallo Anna!

Ich habe seit 4 Monaten eine Yorkihündin. Sie wurde am 29.06.01 geboren und wiegt jetzt 1.500 Gramm. Da ich hier sehr viel über eine Magendrehung lese, würde ich gerne mal wissen, was das überhaupt ist und wodurch sowas entstehen kann. Muß ich irgendwie besonders aufpassen?

Du brauchst keine Angst zu haben wegen einer Magendrehung, das ist eine Erkrankung, die praktisch ausschließlich mittelgroße und große Hunde betrifft. Es hängt ursächlich mit der Anatomie der Magenaufhängung zusammen, ob ein Hund eine Disposition zur Magendrehung hat oder nicht. Bei Yorkies würde ich das ausschliessen.

Zum 2. habe ich eine Frage bzgl. der Milchzähne. Meine Hündin hat noch ca 4 ihrer Milchzähne, wobei die neuen schon fast komplett neu gewachsen sind.

Persistierende Milchzähne kommen bei Yorkies häufig vor, die müssen auf jeden Fall entfernt werden, weil sie die bleibenden Zähne schädigen können. Wenn die Eckzähne mit 6 Monaten noch nicht ausgefallen sind, muß man da nachhelfen, und das geht nur unter Narkose (tut schliesslich weh!)

Am 23. haben wir einen OP-Termin und davor habe ich schon große Angst, da ich auch oft gehört habe, daß so ein kleiner Yorki nicht wieder aus der Narkose erwacht ist. Nun teilen sich jedoch die Meinungen, manche sagen, ich soll noch warten mit der OP, andere sagen wieder, die Zähne müssen dringend raus. Könnt ihr mir helfen?

Vor einer Narkose braucht man mit einem jungen, gesunden Hund keine Angst zu haben. Aber wenn Du Angst hast, dann sag das doch deinem Tierarzt und frage ihn, ob ihm schon mal Hunde bei so etwas gestorben sind, was für eine Narkose er macht, wo die Vor- und Nachteile dieser Narkose sind und welche Möglichkeiten er bei einem Narkosezwischenfall hat. Ausserdem wird er den Hund auf jeden Fall vor der Narkose untersuchen, ob er überhaupt narkosefähig ist. Jeder TA hat vor einem Eingriff eine Aufklärungspflicht gegenüber dem Tierhalter, er wird Dir diese Fragen nicht übel nehmen. Bei den heutigen Narkosemitteln ist die Gefahr, daß ein gesunder Hund stirbt, praktisch gleich null.

Was den verstorbenen Hund angeht, da ist immer die Frage, was da noch eine Rolle gespielt hat. Was die betreffenden Tierbesitzer meist nicht wissen oder nicht erzählen, ist z.B. irgendeine Vorerkrankung, wie Herzfehler o.ä.. Ich würde mich davon nicht verrückt machen lassen!!!

LG
Daniela


von Stefan K(YCH) am 16. Januar 2002 07:03

Hallo Anna,

: ... Da ich hier sehr viel über eine Magendrehung lese, würde ich gerne mal wissen, was das überhaupt ist und wodurch sowas entstehen kann. Muß ich irgendwie besonders aufpassen?

Einfach ausgedrückt: Der Magen des Hundes ist nirgendwo fixiert, also recht beweglich gegenüber Bewegungen in der Längsachse. Ist er voll, wird er in seiner Beweglichkeit träger als es der Hund ist. Dadurch ist es möglich, daß sich Dein Hund z.B. beim Toben schneller bewegt, als der Magen diesen Bewegungen folgen kann. Das hat kann zur Folge haben, daß sich Dein Hund dreht, der Magen diese Bewegung aber nicht (vollständig)mit macht. Das Ergebnis ist das gleiche, als wenn Du einen Gartenschlauch verdrehst: Die Ein- und Ausgänge werden dicht gemacht und die Blutzirkulation wird mindestens vermindert oder sogar vollständig unterbrochen. Dadurch gast der Magen durch die Verdauung noch mehr auf, wird noch mehr in dieser Position fixiert. Genau das wird jetzt für Dich durch einen deutlich sichtbaren aufgeblähten Bauch sichtbar. Spätestens jetzt geht es auf Zeit, um durch eine sofortige OP das Leben Deines Hundes zu retten. Hinzu kommen Symptome wie u.a. der Versuch des Erbrechens sowie eine ständige Unruhe und Schmerzen. Nur durch diese Not-OP kann der Magen wieder in seine ursprüngliche Lage gebracht werden, anderenfalls stirbt der Hund. Die Reaktionszeit von Dir bzw. des TA ist dabei recht kurz. Ob Dein Hund überlebt ist aber zum erheblichen Maß von der allgemeinen Konstitution abhängig. Meine Leonberger-Hündin hatte mit 10,5 Jahren eine Magendrehung, die sie nur dank ihrer guten Kondition durch den Hundesport überlebte (und natürlich Dank dem know how des TA).
Vorbeugen kannst Du kaum, Du kannst nur Risiken minimieren. Füttere Deinen Hund nicht nur einmal am Tag, lasse ihn nach den Mahlzeiten ruhen. Das verhindert zumindest den vollen Magen beim Toben.
Vermeide soweit wie möglich Streß nach dem Füttern, bei meiner Hündin war mutmaßlich eine massive Verkrampfung durch Streß die Ursache für die spätere Drehung.
Ansonsten gilt wie bei allen Sachen: Beobachte einfach Deinen Hund hinsichtlich Veränderungen und frage im Zweifel eher den TA als dieses Forum.

Tschüß
Stefan

von Dodo(YCH) am 16. Januar 2002 11:14

Hallo Anna. Stell dir den Magen wie einen Luftballon vor,mit je einem dünnen Band am Ende als Aufhängung.Schaukelst du den Luftballon leer passiert nicht viel,ist er dagegen voll,kann er sich rumdrehen und die Enden werden somit verschlossen.Da das lebensbedrohlich sein kann,sollte man seien Hund ca 2 Std nach dem Fressen nicht toben lassen.Ob klein oder Groß spielt für mich keine Rolle,da die Innereien doch wohl gleich sind,oder seh ich das falsch?Wenn ja, klärt mich doch bitte auf.
Dodo

von Jess(YCH) am 16. Januar 2002 12:18

Hey Dodo,

größere Hunde, v.a die mit einem großen, breiten Brustkorb (z.B. Boxer), sind auf jeden Fall mehr gefährdet, als kleine Hunde. Der Magen hat bei ihnen mehr "Platz" sich zu drehen und die Magenaufhängung ist lockerer als bei kleinen Hunden.
Die Möglichkeit eine Magentorsion besteht natürlich trotzdem - und warum sollte es falsch sein, seinen Hund nach dem Fressen ruhen zu lassen?!

Liebe Grüße, Jess

von simone(YCH) am 16. Januar 2002 12:24

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: Hallo Anna!
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: Ich habe seit 4 Monaten eine Yorkihündin. Sie wurde am 29.06.01 geboren und wiegt jetzt 1.500 Gramm. Da ich hier sehr viel über eine Magendrehung lese, würde ich gerne mal wissen, was das überhaupt ist und wodurch sowas entstehen kann. Muß ich irgendwie besonders aufpassen?
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: Du brauchst keine Angst zu haben wegen einer Magendrehung, das ist eine Erkrankung, die praktisch ausschließlich mittelgroße und große Hunde betrifft. Es hängt ursächlich mit der Anatomie der Magenaufhängung zusammen, ob ein Hund eine Disposition zur Magendrehung hat oder nicht. Bei Yorkies würde ich das ausschliessen.
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: Zum 2. habe ich eine Frage bzgl. der Milchzähne. Meine Hündin hat noch ca 4 ihrer Milchzähne, wobei die neuen schon fast komplett neu gewachsen sind.
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: Persistierende Milchzähne kommen bei Yorkies häufig vor, die müssen auf jeden Fall entfernt werden, weil sie die bleibenden Zähne schädigen können. Wenn die Eckzähne mit 6 Monaten noch nicht ausgefallen sind, muß man da nachhelfen, und das geht nur unter Narkose (tut schliesslich weh!)
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: Am 23. haben wir einen OP-Termin und davor habe ich schon große Angst, da ich auch oft gehört habe, daß so ein kleiner Yorki nicht wieder aus der Narkose erwacht ist. Nun teilen sich jedoch die Meinungen, manche sagen, ich soll noch warten mit der OP, andere sagen wieder, die Zähne müssen dringend raus. Könnt ihr mir helfen?
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: Vor einer Narkose braucht man mit einem jungen, gesunden Hund keine Angst zu haben. Aber wenn Du Angst hast, dann sag das doch deinem Tierarzt und frage ihn, ob ihm schon mal Hunde bei so etwas gestorben sind, was für eine Narkose er macht, wo die Vor- und Nachteile dieser Narkose sind und welche Möglichkeiten er bei einem Narkosezwischenfall hat. Ausserdem wird er den Hund auf jeden Fall vor der Narkose untersuchen, ob er überhaupt narkosefähig ist. Jeder TA hat vor einem Eingriff eine Aufklärungspflicht gegenüber dem Tierhalter, er wird Dir diese Fragen nicht übel nehmen. Bei den heutigen Narkosemitteln ist die Gefahr, daß ein gesunder Hund stirbt, praktisch gleich null.
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: Was den verstorbenen Hund angeht, da ist immer die Frage, was da noch eine Rolle gespielt hat. Was die betreffenden Tierbesitzer meist nicht wissen oder nicht erzählen, ist z.B. irgendeine Vorerkrankung, wie Herzfehler o.ä.. Ich würde mich davon nicht verrückt machen lassen!!!
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: LG
: Daniela
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: völlig ausschließen kann man bei keinem hund eine magendrehung auch nciht bei kleinen hunden! die anatomie bleibt die gleiche wie beim großen hunde wenn auch größere hunde anfälliger sind aber auschließen sollte man das nie .
gruß simone

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