Borreliose! Wer hat damit Erfahrung. :: Gesundheit & Hund

Borreliose! Wer hat damit Erfahrung.

von Sabine S.(YCH) am 24. Januar 2002 18:03

Hallo Chris,

nur interessehalber: War Silas gegen Borreliose geimpft?

Ich habe meine Bernerin letztes Jahr impfen lassen, weil sie wirklich immer sehr viele Zecken hat.
Jetzt stehe ich wieder vor der Entscheidung "Auffrischen oder nicht??" und tendiere eher zu zweiterem, zumal ein Rotti in meinem Bekanntenkreis kürzlich trotz Impfung erkrankt ist.:-((

Grüße
Sabine

von Kaya(YCH) am 25. Januar 2002 00:09

Hallo Sabine!

Mit der Impfung wäre ich eher vorsichtig. Es gibt inzwischen auch viele Tierärzte, die abraten. Erstens kommt die Impfung aus Amerika und wirkt gegen die dortige Borrelie, die hier leider nur eine von vieren ist (und die seltenste). Zweitens kann durch die Impfung die Krankheit auch erst ausgelöst werden, wenn der Hund vorher nicht absolut frei von Infektionen war. Und das läßt sich nicht mal durch einen Test sicherstellen, weil in der Zeit, in der der Test ausgewertet wird, der Hund schon wieder eine Zecke haben kann oder sonst eine Entzündung.

Berner sollen generell für Borreliose anfällig sein - jedenfalls sind sie wohl überdurchschnittlich oft betroffen. Eine Bekannte mit einem Berner hat ihren Hund vor zwei Jahren beinahe verloren. Er humpelte nicht, atmete aber plötzlich schwer, wenn er gelaufen war. Da es Sommer war und heiß, dachte man sich nicht gleich etwas dabei. Irgendwann beruhigte er sich nach dem Laufen überhaupt nicht mehr. Er lag, sprang auf, legte sich wieder, hechelte, trank nichts ... kurz, zeigte alle Anzeichen von Unruhe. Nach fünf Minuten merkte sie, daß es nicht besser wurde und er sich ganz heiß anfühlte.

Sie schnappte den Hund und fuhr zum Tierarzt. Als sie nach einer Viertelstunde ankam, hatte der Hund bereits fast 41 °C Fieber und war innerlich fast am Kochen. Drei Stunden haben sie in der Praxis den Hund gekühlt, Infusionen gegeben, ... Dann war er endlich über den Berg. Erst die nachfolgende Untersuchung konnte allerdings bestätigen, daß noch keine inneren Organe beschädigt worden waren. Der Hund bekam Antibiotika, der Borreliosetest war positiv und nach Beendigung der Therapie ging es ihm wieder gut wie zuvor. Er hatte ein Jahr später noch einmal eine leichte Borreliose, dieses Mal zeigte sie sich durch Humpeln, wurde sofort behandelt und der Hund ist heute fit wie ein Turnschuh. Aber damals war es ziemlich knapp.

Grüße, Kaya

von Chris+Silas(YCH) am 25. Januar 2002 06:27

Hallo Sabine,

: nur interessehalber: War Silas gegen Borreliose geimpft?

Ich habe Silas mit 6 Monaten gegen Borreliose impfen lassen - das war im Herbst 2000. Die Wiederholungsimpfung nach 1 Jahr habe ich nicht mehr machen lassen, weil ich wegen der Risiken unsicher wurde.

Jetzt habe ich den Salat, wobei ich nicht mal sagen kann, ob eine Impfung im Herbst die Borreliose nun verhindert hätte.

Liebe Grüsse
Chris + Silas, der borrelien-geplagte Berner :-((

von Martina&A&A(YCH) am 25. Januar 2002 08:14

Hallo Chris,

bei unserem Berner hatte sich die Borreliose ja auf die Gelenke nieder-
geschlagen. Ich weiß nicht mehr, welches Antibiotikum er damals bekam,
es hat aber sehr schnell gewirkt. Bereits nach ein paar Tagen war eine
deutliche Besserung zu erkennen.

Als nun Arko (Landseer) vorletztes Jahr Borreliose hatte, dauerte es
Wochen, bis überhaupt eine Heilung erkennbar war und Monate bis sein
Auge wieder so war, wie zuvor. Bei ihm hat Synulox jedenfalls NICHT
geholfen, erst mit Doxycyclin haben wir die Sache in den Griff gekriegt.
Arko bekam übrigens Borreliose TROTZ IMPFUNG. Ich habe seitdem auch
nicht mehr nachimpfen lassen.

Alles Gute für Silas!
Liebe Grüße
Martina mit Anhang

von Sabine S.(YCH) am 25. Januar 2002 08:22

Hallo Kaya,

: Mit der Impfung wäre ich eher vorsichtig. Es gibt inzwischen auch viele Tierärzte, die abraten.

Ja, das stimmt. Aber jeder hat andere Argumente, für den Laien schwer zu durchschauen das Ganze.
Mein Haustierarzt rät zu, das ist aber auch ein überzeugter Anhänger der Schulmedizin, der gerne mit Kanonen auf Spatzen schießt. Diagnostisch ist er allerdings sehr gut.

:Erstens kommt die Impfung aus Amerika und wirkt gegen die dortige Borrelie, die hier leider nur eine von vieren ist (und die seltenste).

Das stimmt so nicht ganz:
Bis vor zwei Jahren gab es hierzulande nur eine Impfung, die aus USA importiert wurde und wirklich nur gegen die dort verbreiteten, bei uns eher seltenen Arten von Borrelien wirkten.
Dann wurde aber von der Firma Merial ein Impfstoff gegen einen vor allem im süddeutschen und österreichischen Raum verbreiteten Erreger ("Burgdorferi"winking smiley namens "Merilym" entwickelt.
Da ich aus dieser Gegen komme, habe ich impfen lassen und die Impfung hat meine Kleine auch problemlos vertragen.

:Zweitens kann durch die Impfung die Krankheit auch erst ausgelöst werden, wenn der Hund vorher nicht absolut frei von Infektionen war. Und das läßt sich nicht mal durch einen Test sicherstellen, weil in der Zeit, in der der Test ausgewertet wird, der Hund schon wieder eine Zecke haben kann oder sonst eine Entzündung.

Ja, das stimmt. Bei uns ging es zum Glück gut.
Damals wußte ich das nämlich noch nicht.

Ich habe im Bekanntenkreis miterlebt, wie ein (ungeimpfter)Hund innerhalb weniger Tage am Burgdorferi-Erreger eingegangen ist und ich habe eine schwere Borreliose bei meiner Mutter miterlebt.
Vor allem durch die Erkrankung meiner Mutter weiß ich auch, wie wenig Ärzte über Borreliose wirklich Bescheid wissen, wie oft falsch oder zu spät behandelt wird. :-((
Bei Tierärzten wird es nicht anders sein....

Man braucht eben auch viel Glück im Leben.

Gruß
Sabine


von K. Keck(YCH) am 05. Februar 2002 21:42

Hallo,

: Er hatte ein Jahr später noch einmal eine leichte Borreliose, dieses Mal zeigte sie sich durch Humpeln, wurde sofort behandelt

wie dianostizierte man beim zweiten Schub die Borreliose?? Oder wurde gleich eine Antibiotikakur begonnen?

Viele Grüße

K. Keck

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