3Tage-Cortison-Kur :: Gesundheit & Hund

3Tage-Cortison-Kur

von K. Keck(YCH) am 25. Januar 2002 09:18

Hallo zusammen,

wieder mal ne Frage im Zusammenhang mit den Rückenproblemen meiner alten Mastinohündin. Nachdem sich auch nach Wochen trotz Massagen, Rotlicht, Traumel, Zeel (o.k. das war keine klassische Homöopahtie, aber da streiten sich ja die Experten, was sinnvoll und besser ist) usw. nichts gebessert hat, hab ich mich durchgerungen, eine "harte" Cortisonkur mit ihr zu machen. Dazu wurden jetzt 3 Tage hintereinander 1000mg Cortison direkt in die Vene gespritzt. Das ist extrem viel, das ist mir klar. Lt. meinem TA bekommen aber z. B. Menschen bei MS während eines Schubes wesentlich höhere Dosierungen.

Wie zu erwarten war, trinkt sie mehr und pinkelt mehr und ist noch gefräßiger als sonst. Sie ist auch extrem unruhig, hechelt ständig beim Laufen und auch ab und zu im Liegen. Auf der anderen Seite ist sie aufgeweckt, munter und aufmerksam. Laut Tierarzt sind auch diese Nebenwirkungen zu erwarten gewesen und all diese Dinge müßten bis Sonntag abgeklungen sein (Mo, Di, Mi hat sie die Spritzen bekommen).

Ich weiß, daß viele Leute gegen Cortison sind wegen den Nebenwirkungen. Ich auch! Aber ich bin auch dagegen, daß mein Hund auf Dauer Schmerzen hat. Ich habe die Hoffnung, daß die Ursache für die aktuen Beschwerden durch die Radikalkur bekämpft wird. Ich vermute eine Entzündung der Nerven im Rücken. Klar, die Grundursache sind die Spondylosen oder Bandscheiben und dagegen hilft Cortison natürlich nicht. Aber wenn die Nerven entzündet sind und diese Entzündung nicht bekämpft wird, dann wird da nix besser, kann eher noch viel schlimmer werden. Nur deshalb hab ich mich zu dem Schritt entschlossen.

Vielleicht meinen viele, daß Homöopathie hier sinnvoller wäre. Gut, aber meine Versuche diesbezüglich sind wieder mal kläglich gescheitert. Ich habe hier keinen erfahrenen Homöopahten, der zudem meinen Hund so gut kennt wie ich. Meiner Meinung nach, muß beides zutreffen, sonst nutzt es nichts. Ich habe in den letzten Jahren schon sehr viel Geld und Zeit in Homöopathie investiert ohne großartige Erfolge, zumindest nicht bei akuten kritischen Erkrankungen, kleinere Erfolge gab es bei chronischen, "harmloseren" Problemen.

So, langer Rede, kurze Fragen:
Wer hat so eine Kur mit seinem Hund auch gemacht, welche Nebenwirkungen traten auf? Verschwanden diese wieder? Hat es etwas genutzt? Wenn ja, wielange hat die Wirkung angehalten?

Viele Grüße

K. Keck

von Anneliese(YCH) am 25. Januar 2002 10:18


: So, langer Rede, kurze Fragen:
: Wer hat so eine Kur mit seinem Hund auch gemacht, welche Nebenwirkungen traten auf? Verschwanden diese wieder? Hat es etwas genutzt? Wenn ja, wielange hat die Wirkung angehalten?
:
: Viele Grüße
:
: K. Keck
:

Hallo K. Keck,

oh Gott, das ist ja eine Rosskur für einen armen alten Hund!

Da kann das Hypophysen-/Nebennierenrindensystem zusammenbrechen
mit weitreichenden Folgen. Corticosteriode jeder Art sind immer
so nieder wie möglich und ausschleichend zu dosieren.

Am geringsten wäre noch ein Diabetes.

Nimm es mir bitte nicht übel, solche Experimente auf Verdacht
und gut Glück macht man doch nicht.

Freundliche Grüße

Anneliese

von elliot(YCH) am 25. Januar 2002 10:50

Hallo,

hier würde ich mal dem TA vertrauen bzw. einen zweiten zu dem Problem befragen, nicht das Forum. Ich finde, wichtig ist, die alte Hündin erst mal schmerzfrei zu bekommen, um ihr noch einen lebenswerten "Lebensabend" zu bescheren. Bei allen guten Erfahrungen mit der Homöopathie - wenn sie nicht mehr greift, würde ich persönlich auch so "schwere Geschütze" auffahren, um den Schmerz- und Entzündungskreis zu durchbrechen. Erfahrungsgemäss hat Cortison als kurzfristiger Schub - anders als bei einer Langzeitbehandlung - keine dauerhaften Nebenwirkungen.

Viele Grüsse
elliot

von Juliane H.(YCH) am 25. Januar 2002 10:46

Hi K.K.,

blöde Frage, warum hat Dein TA denn überhaupt Cortison gespritzt. Ich kenne einige Fälle von Spondylose sowie Cauda Equinas und die wurden wunderbar mit Metacam (einem Schmerzmittel, dass auch entzündungshemmend ist) behandelt. Gerade bei den Nervenentzündungen........

Cortison ist meiner Meinung nach ein ziemliches Risiko, vor allem, wenn es intravenös verabreicht wird!

Juli

von K. Keck(YCH) am 25. Januar 2002 11:05

Hallo Juli

: blöde Frage, warum hat Dein TA denn überhaupt Cortison gespritzt. Ich kenne einige Fälle von Spondylose sowie Cauda Equinas und die wurden wunderbar mit Metacam (einem Schmerzmittel, dass auch entzündungshemmend ist) behandelt. Gerade bei den Nervenentzündungen........

gute Frage. Ich nehme mal an, weil er es in diesem Fall für sinnvoller hielt.

Auch eine weitere Tierärztin (von der Uni in München) empfahl unabhängig von ihm (er weiß gar nicht, daß ich mich auch wo anderes erkundigt habe) Cortison.

Bei meinem verstorbenen Fila haben wir beides angewandt (zeitlich getrennt natürlich) und da hat Cortison viel besser geholfen. Metacam hat mein Fila z. B. auch ganz schlecht vertragen und ihm war ständig schlecht, so daß ich da leider einige Vorurteile habe...

: Cortison ist meiner Meinung nach ein ziemliches Risiko, vor allem, wenn es intravenös verabreicht wird!

Welche Risiken meinst Du genau. Was kann schlimmes geschehen, außer den bekannten Nebenwirkungen??

Neugierige und besorgte Grüße

K. Keck


von K. Keck(YCH) am 25. Januar 2002 11:09

:
: : So, langer Rede, kurze Fragen:
: : Wer hat so eine Kur mit seinem Hund auch gemacht, welche Nebenwirkungen traten auf? Verschwanden diese wieder? Hat es etwas genutzt? Wenn ja, wielange hat die Wirkung angehalten?
Hallo,

: oh Gott, das ist ja eine Rosskur für einen armen alten Hund!

ich weiß, aber ich weiß auch, daß die Tierärzte in meiner Klinik sehr gut sind (vor allem die drei Chefs dort) und erfahren und bisher noch NIE wirklichen Blödsinn bei meinen Hunden gemacht haben (in 10 Jahren, die ich dort bin).

: Da kann das Hypophysen-/Nebennierenrindensystem zusammenbrechen
: mit weitreichenden Folgen.

wie merkt man das??

: Corticosteriode jeder Art sind immer so nieder wie möglich und ausschleichend zu dosieren.

: Am geringsten wäre noch ein Diabetes.
:
: Nimm es mir bitte nicht übel, solche Experimente auf Verdacht
: und gut Glück macht man doch nicht.

eine niedrige Dosierung wurde versucht, völlig ohne Ergebnis! (4 Tage 50mg täglich)

Was hättest Du gemacht??

Viele Grüße

K. Keck

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