3Tage-Cortison-Kur :: Gesundheit & Hund

3Tage-Cortison-Kur

von Anneliese(YCH) am 25. Januar 2002 11:35


:
: eine niedrige Dosierung wurde versucht, völlig ohne Ergebnis! (4 Tage 50mg täglich)
:
: Was hättest Du gemacht??
:
: Viele Grüße
:
: K. Keck

Hallo K. Keck,

4 Tage Cortison iste doch keine optimale Anwendung.

Welche Derivat, wann, wie (i.v., i.m., sc.) ???

Ich würde eines der neueren nichthormonalen Antiphlogistika
einsetzen. Versuchsweise wohlgemerkt wegen der Magen-/Darm-
verträglichkeit. Unter 2-3 Wochen ist aber in keinem Fall
mit einer anhaltenden Wirkung zu rechnen.

Diese Präparate kann man besser verträglich machen, wenn man
sie immer mit den Mahlzeiten gibt, eventuell gelöst in Milch.

Auch Zäpfen sind in der Regel besser verträglich, denn es ent-
fällt dann die lokale Irritation der Magenschleimheit, auch wenn
im Übrigen eine systemische Wirkung besteht.

Zusätzlich kann man mit Cortisonderivaten kombinieren, wobei aber
das Risiko einer Potenzierung der Nebenwirkungen besteht.

Wenn man Cortison allein anwenden will, muss dies länger wie
4 Tage geschehen, wobei die Dosierung mehrfach täglich oral er-
folgen kann.

Freundliche Grüße

Anneliese

von Juliane H.(YCH) am 25. Januar 2002 12:05

Hi K.K.,

Zitat:
GK: Durch die starke entzündungshemmende Wirkung, lässt durch die Gabe von Cortison (GK) auch der Schmerz schnell nach, der durch die Entzündung entsteht. Cortison beseitigt aber nur das Symptom, eine Heilung kann dadurch nicht bewirkt werden.
Anmerkung: Da es den Schmerz nur unterdrückt, fühlt sich der Hund bewegungsfreier und der Nacheffekt ist umso drastischer!

Zitat:
Nebenwirkungen:
Cortison ist ein körpereigenes Hormon, das von der Nebennierenrinde hergestellt wird. Es ist lebenswichtig und hat viele Funktionen. Heute weiss man, dass die größten Nebenwirkungen bei einer hochdosierten und langfristigen Cortisongabe auftreten. Nebenwirkungen bei niedriger Dosierung sind viel seltener (aber vorhanden).
Cortison wirkt stressregulierend und entzündungshemmend. Die Nebenwirkungen hängen eng mit der Wirkung zusammen.

Schlafstörungen
Nervosität
Schwindel
Kopfschmerzen
Stimmungsschwankungen
verstärkte Körperbehaarung
verstärktes Hungergefühl und Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen (wäre bei Spondylose nicht gerade vorteilhaft!!)
Kalziummangel (auch kein großer Vorteil bei Skelettproblemen)
Osteoporose (fatal bei Spondylose)
steigender Blutzuckespiegel,latenter Diabetes mellitus
Ausbleiben des Eisprungs bei der Frau, vorübergehende Unfruchtbarkeit
Muskleschwäche (auch fatal bei Spondylose)
Magenschleimhautentzündung
Magengeschwüre

Vereinbaren sie mit dem Arzt laufende Kontrolluntersuchungen
Bei einer Cortisontherapie ist eine ausgewogene und vielseitige Ernährung sinnvoll, um mögliche Mangelerscheinungen vorzubeugen.
Jährliche Augenarztkontrolle


Juli

von K. Keck(YCH) am 25. Januar 2002 11:46

Hallo,

: 4 Tage Cortison iste doch keine optimale Anwendung.

aha!!

: Welche Derivat, wann, wie (i.v., i.m., sc.) ???

Prednisolon!

: Ich würde eines der neueren nichthormonalen Antiphlogistika
: einsetzen. Versuchsweise wohlgemerkt wegen der Magen-/Darm-
: verträglichkeit. Unter 2-3 Wochen ist aber in keinem Fall
: mit einer anhaltenden Wirkung zu rechnen.

Gut zu wissen. Welche Dosierung würdest Du dann empfehlen? Sind 50 mg mg richtig bei 50 kg Hund!


: Diese Präparate kann man besser verträglich machen, wenn man
: sie immer mit den Mahlzeiten gibt, eventuell gelöst in Milch.
:
: Auch Zäpfen sind in der Regel besser verträglich, denn es ent-
: fällt dann die lokale Irritation der Magenschleimheit, auch wenn
: im Übrigen eine systemische Wirkung besteht.
:
: Zusätzlich kann man mit Cortisonderivaten kombinieren, wobei aber
: das Risiko einer Potenzierung der Nebenwirkungen besteht.
:
: Wenn man Cortison allein anwenden will, muss dies länger wie
: 4 Tage geschehen, wobei die Dosierung mehrfach täglich oral er-
: folgen kann.

o.k. ich bekam die info nicht von dem TA, sondern von jemand anderen), daß nach 4 Tagen eine gewisse Besserung zu sehen sein muß, sonst nutzt es nichts....

Vielen Dank für die Infos.

Viele Grüße

K. Keck

von Anneliese(YCH) am 25. Januar 2002 12:06

Hallo,

: Prednisolon!

Das ist doch ein alter Hut und nicht mehr modisch bzw. zeit-
gemäß.



: Gut zu wissen. Welche Dosierung würdest Du dann empfehlen? Sind 50 mg mg richtig bei 50 kg Hund!
:

50-100 mg Suppositorien am Abend vor dem Schlafengehen.

: o.k. ich bekam die info nicht von dem TA, sondern von jemand anderen), daß nach 4 Tagen eine gewisse Besserung zu sehen sein muß, sonst nutzt es nichts....

Eine falsche Information, die auch durchaus vom Tierarzt sein kann.

: Vielen Dank für die Infos.
:
: Viele Grüße
:
: K. Keck


P. S. Nur eine Bemerkung nebenbei: Ich habe mehrere Jahre in der
Rheumatologie in Klinik und Praxis gearbeitet.

Freundliche Grüße

Anneliese

von Christa(YCH) am 25. Januar 2002 12:18

Hallo K.,

solch eine "Roßkur" haben wir noch nicht gemacht, wohl aber zweimal (1999 und 2001) eine Cortisonbehandlung mit Predni-H-Tablinen.
Was mich erstaunt, ist, daß Cortison in so hoher Dosierung gegeben und dann abrupt abgesetzt wird.
Wohlgemerkt, ich kenne mich damit nicht aus, weiß aber sowohl aus der Literatur und vor allem von Strolchis Tablettenbehandlung, daß man sich langsam "ausschleichen" muß, weil sonst lebensbedrohliche Zustände die Folge sein können. Bei uns bedeutete das, 1 Woche hohe Dosis, dann über viele Wochen langsame Reduzierung.

Die Nebenwirkungen waren so, wie Du sie beschreibst: Verstärkter Durst, entsprechend häufigerer Harndrang. Vermehrter Appetit (Heißhunger). Was psychische Veränderungen betrifft, habe ich gelesen, es kann sowohl euphorisch als auch depressiv machen. Wir haben beides erlebt. 99 war Strolchi während der Behandlung lahm und träge, letztes Jahr war sie fast hyperaktiv.

Alles Gute und viele Grüße

Christa


von Gina(YCH) am 25. Januar 2002 13:45

: Ich würde eines der neueren nichthormonalen Antiphlogistika
: einsetzen. Versuchsweise wohlgemerkt wegen der Magen-/Darm-
: verträglichkeit. Unter 2-3 Wochen ist aber in keinem Fall
: mit einer anhaltenden Wirkung zu rechnen.

Hallo Anneliese,

da auch ich einen Hund mit Bandscheibenproblemen habe, würde mich interessieren, welche Markennamen hinter den "nichthormonalen Antiphlogistika" stecken. Ich habe bislang Metacam angewandt. Ist bei diesem Medikament auch mit einer besseren Verträglichkeit in Verbindung mit Milch zu rechnen?

Vielen Dank im Voraus für Deine Antwort.

Gina

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