Aussage Tierarzt zum Thema Impfen :: Gesundheit & Hund

Aussage Tierarzt zum Thema Impfen

von Gaby(YCH) am 14. März 2002 15:23

Hallo Cindy,

: : Sogenannte Bauernhofhunde fristen zwar teilweise ein klägliches Leben und werden nicht so alt wie der geliebte Sofawolf - aber sie sterben so gut wie nie an Krebs. Bauernhofhunde werden übrigens auch selten geimpft, weil das ja GEld kostet....
: :
: Woher weisst Du, dass sog. Bauernhofhunde selten an Krebs sterben? Ich bezweifle mal ganz stark, dass jemand, der wegen des Geldes nicht impfen lässt, eine pathologische Untersuchung zur Feststellung der Todesursache bezahlt. Insofern kann wohl kaum eine vernünftige Aussage darüber gemacht werden, woran ein Hund, der morgens tot im Hof liegt, gestorben ist.

Nun, Du weißt bestimmt, das es reichlich Tumore gibt, die man schon sehen kann bzw. die den Hund beeinträchtigen.
Einige Hofhunde bzw. deren Besitzer kenne ich auch. Einer ist mit 17 Jahren gestorben, weil er Rattengift gefressen hat.
Sicher, die Aussage könnte man nur dann untermauern, wenn man jeden gestorbenen Hund obduziert, da hast Du schon recht.
In meinem Verein gibt es einige sehr alte Leute, die sich noch gut an "frühere Zeiten" erinnern und auch weiter so verfahren nach dem Motto "haben wir immer so gemacht".
Die lassen reichlich wenig impfen, Hunde ab 7 oder 8 Jahren schon mal gar nicht. Das heißt aber nicht, das sie nicht zum TA gehen.

Es lassen sich aber durchaus Vergleiche zum Humanbereich ziehen, gerade zum Thema Impfen. Ich hab in letzter Zeit sehr viel dazu recherchiert und auch hier - die extreme Zunahme an allen möglichen Krankheiten kann nicht nur mit besserer Diagnostik oder Umweltverschmutzung erklärt werden. Ein Säugling bekommt, wenn man die Empfehlung der WHO befolgt, im ersten Lebensjahr die vierfache Dosis an Quecksilber als für einen Erwachsenen als Höchstwert angesetzt wird - durch Impfungen.

Grüße, Gaby

von Steffen(YCH) am 14. März 2002 17:07

Hi Dodo,
also scheinbar muß ich die TA bedingt korrigieren.
Zur rechtlichen Situation:
es gibt das Infektionsschutzgesetz - IfSG nachzulesen unter
[hepatitis-c.de]
Dann gibt es das Bundesseuchengesetz, das aber auf der einen Seite am 1.1.01 aufgelöst wurde auf der anderen nicht. Zu finden unter [www.google.de] Stichwort Bundesseuchengesetz Tollwut Hund
Dort findet man einige gute Angaben.
Wer weitersuchen will und der Sache auf den Grund gehen will sollte sich die Seite [www.raschwoerer.de] antun. Ich hab nur wiedergeben was mir gesagt wurde und daran werde ich mich zumindest bei der Tollwut halten.
Weiterhin gilt auch daß wer ins Ausland will und keinen gültigen Impfschutz bei Tollwut vorweisen kann nciht ausfahren darf. Denkt mal darüber nach. Kein Italien, kein Spanien, kein Plattensee etc. mehr weil der Hund keinen Impfschutz hat.
Gruß Steffen

von Therese(YCH) am 14. März 2002 18:18

Hallo Gaby

So viele Hunde waren das ja nicht, da alle sehr alt wurden. Krebs hatte keiner. Sie wurden meist wegen Altersschwäche eingeschläfert, d.h., sie konnten aus eigener Kraft plötzlich nicht mehr aufstehen. Und dass mein letzter Cairn unter Allergien litt, lag wohl eher an der Vererbung, da alle Wurfgeschwister, zu denen ich Kontakt hatte, auch darunter litten. Die Allergien traten übrigens schon mit 6 Monaten auf. Ob dies auf die Grundimmunisierung zurückgeführt werden kann, da fehlt mir das Wissen. Auf jeden Fall hat sich die Allergie auch nach regelmässigem Impfen nicht verstärkt, sondern konnte durch ein monatliche Immunisierung so gut kontrolliert werden, dass der Hund keine beeinträchtigte Lebensqualität hatte und in hohem Alter an einem Hirnschlag verstarb. Einzig die Suche nach all jenen Stoffen, auf die sie allergisch war, erwies sich als beschwerlich (Gräser, Pollen, Flöhe, Hausstaubmilben). Als dies klar war, hatte mein Hund ein sehr aktives und weitestgehend beschwerdefreies Leben, was sie uns auch täglich zum Ausdruck brachte. Sie spielte noch mit 15 Jahren wie eine junge Hündin.
Mit diesem Zeilen betrachte ich meine Beiträge zum Thema Impfen als abgeschlossen.
Grüsse
Therese

von Gaby(YCH) am 14. März 2002 18:39

Hallo Therese,

bitte lasse Dir mal beim nächsten Impftermin den Beipackzettel zeigen.

Da steht, das kranke Hunde, chronisch kranke Hunde, Allergiker und Epileptiker nicht geimpft werden dürfen.

Grüße, Gaby

von Daniela S.(YCH) am 14. März 2002 20:10

Hallo Steffen und die anderen,
es gibt ein Tierseuchengesetz, das für die Seuchenbekämpfung bei Tieren (d.h. auch Zoonosen)gilt. Dort wird das Verhalten bei allen melde- und anzeigepflichtigen Tierseuchen geregelt. Zu diesem Gesetz gibt es diverse Verordnungen, wo Desinfektions- und Quarantänemassnahmen noch mal gesondert dargelegt werden. So z.B. die Tollwutverordnung ("Verordnung zum Schutz gegen die Tollwut", gültige Fassung vom 11.4.01).
Da in Deutschland keine Tollwutimpfung für Haustiere vorgeschrieben ist, es aber ständig wieder zu Tollwutfällen kommt und die Krankheit für den Menschen äusserst gefährlich ist, sind die Regelungen ziemlich rigoros.
So gilt eine Impfung als wirksam, wenn der Welpe bei der Impfung mindestens 3 Monate alt ist und die Grundimmunisierung mindestens 30 Tage her ist, ansonsten darf die Impfung nicht älter als 12 Monate sein.

Das Impfen seuchenverdächtiger oder seuchenkranker Tiere ist verboten.

Jeder Heilversuch an verdächtigen Tieren ist verboten.

Heilversuche an Tieren, die mit verdächtigen Tieren in Kontakt kamen, dürfen mit Ausnahmegenehmigung durchgeführt werden, wenn diese nachweislich gültig geimpft waren.

Seuchenverdächtige Tiere MÜSSEN getötet werden.

Ausnahmen können gemacht werden, wenn die seuchenverdächtigen Tiere unter gültiger Impfung standen oder einen Menschen gebissen haben. Dann sind diese Tiere unter Beobachtung zu stellen, bis der Verdacht sich bestätigt oder beseitigt wird.

Wenn Hunde oder Katzen mit seuchenKRANKEN Tieren in Berührung gekommen sind, oder dies anzunehmen ist, MUSS die sofortige Tötung angeordnet werden.
Wenn der Kontakt nur mit seuchenVERDÄCHTIGEN Tieren stattgefunden hat oder es anzunehmen ist, KANN die sofortige Tötung angeordnet werden.

Ausnahmen gibt es nur für Hunde und Katzen, die unter gültigem Impfschutz stehen. Dann müssen diese sofort erneut gegen Tollwut geimpft werden (es sei denn, dies ist mehrmals in kurzen Abständen kurz vor dem Kontakt geschehen)und kommen in behördliche Beobachtung (Quarantäne). Die Quarantäne dauert 6 Monate. Die Quarantäne kann auf 2 Monate verkürzt werden (wenn der Hund geimpft war und sofort wieder geimpft wurde).
Die Quarantänestelle ist nicht festgelegt, es gilt die "behördliche Beobachtung", das Tier darf nur mit behördlicher Genehmigung seinen Standort wechseln.

In Einzelfällen können auch ungeimpfte Hunde und Katzen sofort mindestens 3 Monate eingesperrt und behördlich beobachtet werden.

Ausserdem dürfen in Tollwut-gefährdeten Bezirken nur geimpfte Hunde ohne Leine laufen gelassen werden, sofern sie gehorchen und unter Aufsicht stehen. Es ist ausserdem verboten, seinen Hund ohne Kennzeichnung (Steuermarke, Telefonnummer...) frei laufen zu lassen, auch wenn es sich nicht um einen Tollwutbezirk handelt!

Nachzulesen:
BGBl. I Nr. 17 v. 23.4.2001, S. 598

Wo´s im Internet steht, kann ich nicht sagen, mal die Suchmaschinen benutzen...

LG
Daniela S.

.

von Michaela(YCH) am 15. März 2002 18:48

unter www.tiere-suchen-ein-zuhause.de

steht ein Artikel dazu...

Man kann, wenn man ganz sicher gehen will, auch ein Blutuntersuchung beim Tierarzt machen lassen um zu sehen was geimpft werden muß und was nicht. Dem Tier zuliebe sollte man das machen. Denn zuviel ist nicht immer gut. Und die Häufigkeit der Impfschäden nehmen, beim Hund wie beim Menschen, immer mehr zu.
War ,glaube ich, Gaby die geschrieben hat das kranke Hunde usw. nicht geimpft werden dürfen.
Mein TA impft immer nur wenn der Hund gesund ist. So sollte es auch sein.

Ohne Tollwutimpfung kann die Einreise mit einem Hund in ein anderes Land zum Problem werden. Ganz sicher aber die Ausreise, wenn kontrolliert wird.

Gruß Michaela

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