Allgemeine Frage zur Ellbogendysplasie :: Gesundheit & Hund

Allgemeine Frage zur Ellbogendysplasie

von Heike, Kimba & Aaron(YCH) am 18. September 1999 12:56

Ein sonniges Hallo an alle,

kurze Info bevor ich meine Frage stelle. Nachbarn haben zwei Rottis, jetzt 6 Monate alt. Eine von beiden wurde gestern operiert mit der Diagnose ED auf beiden Seiten. Mit 3 Monaten lahmt sie zum ersten mal.

Nun zu meiner Frage: Ist ED nur vererbbar oder kann es auch durch übermäßiges toben, laufen, springen entstehen.

Habe hierzu bereits zwei verschiedene Aussagen von zwei TA erhalten.

Hoffe auf jede Menge Infos.

Liebe GRüße,

Heike, Kimba & Aaron


von Daniel(YCH) am 18. September 1999 17:07

Hallo ihr

Es sind beide möglichkeiten richtig. Wie auch bei der HD kann bei überbeanspruchung
der Gelenke (bei Welpen und im Wachstum) schäden entstehen. Auch ein zu
schneller Körperwachstum kann zu HD u.ED führen ( Power Futter ).
Vererbung spielt auch eine Rolle. Nicht ohne Grund war der Schweiz.Klub
für Berner Sennenhunde der erste der eine ED - Röntgenpflicht eingeführt hat.
Nach diesem Obligatorium ist die Anzahl der ED Fälle gesunken.

Fazit : Kein Power - Futter verfüttern ( auf Alter abgestimmtes Futter verwenden)
Gelenke bei Welpen und Junghunden nicht überanspruchen (z.B. aus Auto Springen / Treppen steigen)
Vererbung kann man nicht verhindern ( wenn nur über auf ED-freie Eltern achten)

Ich hoffe ich habe dir gedient mit meinen Infos

Gruss Dani

von Heike, Kimba & Aaron(YCH) am 18. September 1999 17:13

Hallo Daniel,

ja, du hast mir schon ein wenig geholfen. Habe aber noch ein kleiens Problem damit. Wenn ein Hund im alter von 3 Monaten vom Sofa springt = Schuld des Halters, hund dreht beim Gassi gehen durch und springt Abhänge auf und ab = Schuld des Halters, Gassi gehen im alter von 4 Monaten 1 Stunde - 1 1/2 Stunden = Überbeanspruchung?, andere Hund laufen und spielen zusammen (erwachsene) Welpe rennt mit = kann durch sowas etwa ED entstehen???
Ich bin etwas erstaunt, denn unsere Nachbarn meinen das würde vom spielen und toben mit älteren Hunden kommen!?!?!?! Bin ich da etwa ein wenig auf den Kopf gefallen, oder kann es sein das dies tatsächlich stimmt. Ich denke das der Ausschlag aber die Vererbung ist.

vielleicht kannst Du mir da ein wenig auf die Sprünge helfen.

Danke schon mal, hoffe ich nerve nicht.

Liebe Grüße,

Heike, Kimba & Aaron


von daniela(YCH) am 19. September 1999 16:38

Hallo Heike!

Ich kann mich weniger auf ED als auf HD beziehen, doch bei der Hüftgelenksdysplasie sieht es so aus, daß ein junger Hund, der noch im Wachstum ist, auch weichere Knochen hat. Vorteil: sie geben eher "nach", sprich: sie sind etwas elastischer. Nachteil: die Gelenke können sich eher verformen.
Deshalb unterbinde ich jedes Toben meiner 11 Monate alten Setterhündin mit größeren oder kompakteren und schwereren Hunden, denn das Risiko einer Verletzung ist mir zu hoch. Wohlgemerkt: meine Hündin ist ein sehr temperamentvoller Hund und muntert immer die anderen zum Spiel auf - nicht umgekehrt. Doch schon ein Labrador selben Alters und Größe ist wesentlich kräftiger als sie, weil er einen ganz anderen Körperbau hat, viel kompakter und fester. Wenn die zwei im Spiel gegeneinander prallen würden, dann kann durchaus etwas passieren und das muß nicht sein.
Aber, wie erwähnt, ich habe Setter, keine Rottis. Rottis sind sicher rein körperlich doch wesentlich härter im Nehmen wie Setter, ähnlich wie eben auch die Retriever (wie sagt man so schön? Ein glücklicher Retriever rennt in seiner Begeisterung alles und jeden über den Haufen - dann kann er ihn besser abschlecken ;o)))).
Es kommt aber auch darauf an, wie die Hunde miteinander spielen. Mein erwachsener Rüde ist sehr vorsichtig mit der kleinen wüsten Hummel, ebenso alle erwachsenen Hündinnen, die wir treffen. Sie können noch so zickig gegenüber dem erwachsenen Rüden sein, die Kleine wird sehr vorsichtig behandelt, ganz egal, wie wild sie die Großen zum Spiel auffordert.
ich schätze, daß das bei Deinen Hunden ähnlich ist.
Hilft Dir das weiter?
Viele Grüße
Daniela

von Heike, Kimba & Aaron(YCH) am 19. September 1999 20:04

Hallo Daniela,

: Deshalb unterbinde ich jedes Toben meiner 11 Monate alten Setterhündin mit größeren oder kompakteren und schwereren Hunden, denn das Risiko einer Verletzung ist mir zu hoch.

Kann sein, muß aber nicht. Meine beiden sind kerngesund und haben immer mit großen und schwereren Hunde gespielt. Aber da ist jeder anders. Ich nehme es aus keinem übel wenn er seinen Hund nicht mit meinen spielen lassen will. Aber jetzt kommt der Knackpunkt: DU unterbindest das Spiel, denn es sind Deine Hunde, und das ist es was mir wichtig ist. Jeder ist für seinen Hund verantwortlich und nicht die anderen für Deinen.

Ich denke aber nach wie vor, das ED wie auch HD zum großen Teil durch Vererbung weitergegeben wird. Nicht alleine durch wildes raufen und springen. Dann dürfte man seine Hunde ja nicht spielen lassen nur weil sie dadurch krank werden.

Liebe Grüße,

Heike, Kimba & Aaron


von daniela(YCH) am 19. September 1999 20:55

Hallo Heike!

Das Problem mit dem Spielen liegt in meinen Augen darin, daß Hunde von verschiedensten Rassen und damit von verschiedensten Körpergrößen, Gewicht und Körperbau zusammen kommen.
Gut möglich, daß meine Setterhündin ohne irgendwelche Verletzungen auch das wilde Toben mit zB einem Boxer überstehen würde, der ja viel kompakter und kräftiger ist. Man sieht auch nicht unbedingt sofort irgendwelche Schäden. Aber es MUSS ja nicht unbedingt sein, daß sich Hunde von extrem verschiedenen Rassen im zartem Alter balgen, das sind Risiken, die einfach nicht sein müssen. Ich habe vor kurzem eine junge Frau kennengelernt, die einen Doggenrüden besitzt. Sie erzählte mir, daß eine Dogge bis zum ersten Lebensjahr nicht länger als 5 min (!)täglich und auf keinen Fall zu wild toben dürfte, weil die Knochen/Gelenke so instabil wären. Ich weiß nicht, ob das nun stimmt, ich kenne mich mit Doggen überhaupt nicht aus (aber es klingt logisch, diese Tiere wachsen ja enorm in die Höhe).
In der "freien Wildbahn" treffen ja auch keine Hunde aufeinander, die trotz gleichem Alter so verschiedene Größen und Gewichte haben.

Aber Du hast recht, ICH unterbinde das Spiel, weil es meine Hunde sind. Übrigens, wenn ich erkläre, daß die Knochen meiner kleinen Hündin noch zu weich sind und sie deshalb nicht mit den größeren Junghunden spielen darf, dann hatte da bisher jeder Verständnis für.

Was die Ursprünge von HD/ED angeht, habe ich mal gelesen, das es aus 1 Drittel Vererbung, 1 Drittel falsche Aufzucht (Futter, zuviele Treppen steigen, Überlastung usw) und 1 Drittel heftige Stöße (zB durch Raufen mit einem wesentlich stärkeren Hund) zustande kommt.
Klingt für mich logisch.

Aber was den ursprünglichen Fall angeht: Laß Dir bloß nicht einreden, daß nur Du dafür verantwortlich bist, wenn der Rotti tatsächlich durch das Spiel verletzt wurde, der Hundehalter trägt immer die größte Verantwortung. Wenn der Hundehalter das Risiko nicht kannte, kann er/sie Dir nicht vorwerfen, daß Du es auch nicht kanntest! Das ist sowohl sehr bequem als auch recht feige.

Ganz liebe Grüße an Dich
Daniela

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