Ansprüche an Tierärzte :: Gesundheit & Hund

Ansprüche an Tierärzte

von Alex & Aris(YCH) am 05. August 2002 19:54

Hallo Porcha,

..........danke für die "passende Ergänzung" smiling smiley)

: .....Ergebnis war u.a., dass die Mehrheit (88 %) angegeben hat, dass insbesondere die Ansprüche der Patienten in den letzten Jahren gestiegen sind und dass die Informationen mit denen die Ärzte von den Patienten konfrontiert werden zu 40 % im Internet verfügbar wären. Das dürfte sich auch auf VetMeds übertragen lassen. Es wird auch dazu beitragen, dass sie sich auch intensiver mit ihren Kunden und Patienten auseinandersetzen müssen.

UND DAS IST GUT SO!!!

: Vor einigen Tagen gab's wieder einen Artikel, und zwar wurde erwähnt, dass in einer Umfrage die Mehrheit der befragten Ärzte angeben haben, dass Patienten sie immer mehr als Dienstleister sehen. Ein merkwürdiges Selbstverständnis, wenn sie sich bisher nicht so gesehen haben, oder? Sehr verwunderlich.

TRAURIG ABER WAR!!!

Ebenfalls Gute Nacht Grüsse

Alex


von Andreas(YCH) am 05. August 2002 20:19

Hallo,

: Hast du den zufällig (gleich) gefunden, oder erst nach anderen Erfahrungen.

nach meinem Umzug brauchte ich nachts notfallmässig einen, der auch eine Klinik hat und dann half das gute alte Telefonbuch.


:Und wodurch warst du in der Lage, seine Qualität zu beurteilen?

Viele Gründe: hinterher stellte sich heraus, dass mein alter TA ihn kannte und für gut hielt, ich arbeite auch im medizinischen Bereich, er hat ein unerschöpfliches (!) Wissen, bildet sich ständig weiter, er lebt nur für die Tiere v.a. Hunde, er ist Wesenstester, er ist ein erstklassiger Operateur, ich habe bei ihm öfters Erste-Hilfe-Vorträge gehört und zu mir ist er so, wie man sich einen richtig guten TA vorstellt. Er nimmt sich Zeit, er sit gründlich, er diskutiert, sehr nett und freundlich, etc.
Ein Traum von einem TA, allerdings nicht der billigste, was mir in dem Fall egal ist!

Gruß
Andreas

von Andrea(YCH) am 05. August 2002 20:59

Hallo Alex,

was ich persönlich von einem über einen bestimmten Zeitraum studierten Tierarzt erwarte, ist zumindest die Aussage, ob er in der Lage ist einen Fall zu beurteilen oder nicht. Wenn nicht dann erwarte ich entweder die eindeutige Aussage, dass er/sie KEINE Aussage treffen können oder die Weiterleitung an einen Spezialisten...DAS ERWARTE ich auch von meinem eigenen Arzt, wenn ich ihn in Anspruch nehme und ich denke, dass ist nicht zuviel verlangt von einem Mediziner.....

....ich erwarte ja auch von einem Klemptner, dass er in der Lage ist, eine Verstopfung fachgerecht zu beseitigen oder von einem Autoschlosser, dass er das Auto wieder zum Laufen bringt.....

Falls dies so nicht der Fall sein sollte, dann mangelt es entweder am Ausbildungssystem oder an der Person, so ist das nunmal. Zumal ich dazu noch anmerken möchte, dass es hier nicht um 10 gekaufte Brötchen geht, sondern um Leben und Schmerzen und Mediziner darauf einen Eid schwören müssen, auch wenn es zwischenzeitlich oftmals zur Farce geworden ist. Hier besteht eine wesentlich größere Verantwortung als in den allgemeinen Berufsgruppen und wer diese Verantwortung nicht tragen möchte, sollte es bleiben lassen, es gibt genug andere gut dotierte Berufsgruppen......

Meine persönliche Meinung und Erfahrung
Andrea

von Andreas(YCH) am 05. August 2002 22:06

Hallo,

: sondern um Leben und Schmerzen und Mediziner darauf einen Eid schwören müssen, auch wenn es zwischenzeitlich oftmals zur Farce geworden ist.

den Eid schwören gibt es schon lange nicht mehr.


:Hier besteht eine wesentlich größere Verantwortung als in den allgemeinen Berufsgruppen und wer diese Verantwortung nicht tragen möchte, sollte es bleiben lassen, es gibt genug andere gut dotierte Berufsgruppen......

Zu stark vereinfacht und zu pauschal.

Gruß
Andreas

von hundefreund(YCH) am 06. August 2002 06:29

ein arzt bzw. tierarzt, der wie du schreibst nicht zu den "nur sehr wenige wirkliche Koryphäen" zählt ist noch immer viel kompetenter wie ein sich maßlos überschätzende "ambitionierte laie". ich hoffe auch, daß betroffene hundehalter incl. hunde sich auch in der zukunft von tierärzten behandeln lassen und nicht in einen forum nach ursachen bzw. heilmethoden fragen/suchen, wenn der hund ev. schwer erkrankt ist und ich hoffe auch im interesse der tiere, daß die hundehalter sich nicht auf dubiosen empfehlungen von "ambitionierten laien" einlassen.
"ambitionierte laien" sind eigentlich die gefährlichsten bzw. schlechtesten ratgeber, da bei denen einiges was grundwissen in der ärzteschaft vorhanden ist, nicht zu finden bzw. nicht vorhanden ist und dementspechend fallen dann die aussagen/diagnosen/empfehlungen von den "ambitonierten laien" aus.

von Antje und Bonnie(YCH) am 06. August 2002 07:42

Hallo Hundefreund,

ich zähle mich auch zu den ambitionierten Laien und beschäftige mich intensiv mit Gesundheitsfragen meines Hundes. Kompetent bin ich aber nur in einem winzigen Teilbereich, von dem mein Hund besonders betroffen ist (Mastzellentumor). Ich bin mir sicher, dass mir bezüglich der Krebsart meines Hundes mehr Wissen angeeignet habe, als die meisten niedergelassenen Tierärzte/-ärztinnen haben. Hätte mein damaliger Tierarzt diese Wissen gehabt, wäre meiner Hündin einiges erspart geblieben (sie hat den Krebs vor meinem Tierarztwechsel bereits vier Jahre gehabt). Ich bin mir sicher, dass sich Hundehalter gerade bei chronischen Erkrankungen mehr Wissen aneignen können, als der niedergelassene Tierarzt. Insbesondere kennen sie ihren Hund. Ich gebe Dir aber insofern recht, dass das Wissen alleine nicht ausreicht. Ich setze mich mit der Krankheit meines Hundes nicht deswegen auseinander, um meinen Hund selbst zu behandeln, sondern um rechtzeitig Anzeichen zu erkennen und gegebenenfalls Behandlungsoptionen mit dem Tierarzt besprechen zu können. Ein weitere Aspekt ist aber sicherlich auch, dem Tierarzt kritisch "auf die Finger zu schauen".

Abgesehen davon, dass es wirklich schlechte und schludrige Tierärzte gibt, geht es den niedergelassenen Tierärzten wie den niedergelassenen Humanmedizinern. Krankheiten, die selten sind und nicht in ein Schema passen, werden regelmäßig nicht erkannt. Dann ist der Hund auf den ambitionierten Laien angewiesen, der Informationen sucht und nicht aufhört zu hinterfragen. Mir graut aber auch vor ambitionierten Laien, die an allem selbst herumdoktern. Ich habe jedoch Respekt vor ambitionierten Laien, die sich mit der Gesundheit ihrer Hunde beschäftigen und hilfreiche Tips oder Gedankenanstöße geben, denen man nachgehen kann.

Für mich ist das Gesundheitsforum kein Ersatz für den Gang zum Tierarzt. Es ist jedoch eine wichtige Ergänzung, um zu hören, wie es anderen Hundebesitzern in ähnlichen Situationen ergangen ist (auch um einmal Trost oder wieder Mut zu bekommen). Manchmal bekommt man auch Erklärungen für Fachbegriffe oder zu Medikamenten, die einem der Tierarzt nicht gibt.

Ich bin übrigens mit meiner jetzigen Tierärztin sehr zufrieden und unendlich dankbar, dass sie mir für den Krebs meiner Hündin den richtigen Tierarzt ausfindig gemacht hat.

Also schimpfe bitte nicht nur auf ambitionierte Laien.

Liebe Grüße

Antje


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